Sonntag, 7. November 2010

Parade der Schnapsideen

Heute wird es auf Schnittpunkt:2012 regional und ... ur-komisch. Es geht um die Grazer Stadtpolitik, nein um Grazer Stadtpolitiker. Das Kasperltheater dieser professionellen, hoch bezahlten Kaberetttruppe ist komisch, sehenswert und zum Lachen, wenn es nicht traurige Wirklichkeit wäre ...

Graz ist die steirische Landeshauptstadt und auch die zweitgrösste Stadt Österreichs. Ich lebe hier seit einigen Jahren und finde, Graz zählt, gerade wegen seiner Überschaubarkeit, dem wunderschönen alten Stadtkern und der Konfrontation mit der Avantgarde als eine der lebenswertesten Städte Europas. Durch die relative Nähe zur Adria ist auch ein klein wenig mediterranes zu spüren. Ja, ich habe mich in den fast sieben Jahren in diese Stadt verliebt und lebe wirklich gerne hier. Eigentlich wäre eine Hommage an diese Stadt angebrachter, doch das Narrentreiben der Politiker sollte auch aufgezeigt werden.

2003 war das grosse Jahr der Grazer, Europas Kulturhauptstadt. Ein Jahr lang Kultur von Feinsten, einigermassen erhöhter Tourismus, viele internationale Medienberichte, stolze Grazer Politiker, extrem hohe Investitionen und ... es blieben viele, viele Schulden!

Genau genommen kann der Grazer Stadtsenat seit 2010 eigentlich kein ordentliches Budget mehr beschliessen. Es wird getrickst, verkauft, ausgelagert, etc. - so wie man es von anderen in Bedrängnis geratenen Kommunen eben auch kennt. Die normale, ich würde sagen, seriöse Budgetpolitik war damit Vergangenheit. In Zukunft wird es immer schwieriger halbwegs ein Budget zusammenzuschustern. Doch wenn man die Pläne, Projekte und Vorhaben der Grazer Stadtväter(mütter) kennt, muss man sich doch ziemlich wundern, ob diese Herr(Frau)schaften schon dem Kindergarten (mit dem grossen Kasperltheater) entwachsen sind.

Anfangs, bei der Angelobung der letzten Stadtregierung, hatten die Grazer Bürger viel Enthusiasmus und Erwartung. Zum ersten Mal waren die Grünen in der Stadtregierung. Doch im Laufe der Zeit wurden der schwarze Nagl und die grüne Rücker offensichtlich zu Feinden und trugen ihre Positionskämpfe in der Öffentlichkeit und den Medien aus. Doch betrachten wir die Schnapsideen der Grazpolitiker genauer ... und behalte die Tatsache im Hinterkopf, dass Graz eigentlich pleite ist und absolut kein Geld für irgendwelche Träumereien zur Verfügung hat!

  • Kurt Hohensinner möchte Graz zur Fahrradhauptstadt machen und ging bei der Suche nach etwaigen Lösungen besonders kreativ vor, er forderte die Grazer Radwege zu überdachen.
  • Sonja Grabner möchte leerstehende Geschäftslokale in Fahrradgaragen umfunktionieren.
  • Der Bürgermeister Siegfried Nagl hätte gerne Gondeln zur Beförderung der Grazer Bürger
  • Lisa Rücker möchte die Gastgärtenund damit auch die Gasheizungen in den Wintermonaten verbieten, sehr zum Leidwesen der Raucher.
  • Wolfgang Riedler möchte ein absolutes Rauchverbot in öffentlichen Schwimmbädern.
  • Und Harald Korschelt möchte überhaupt Graz als das zehnte, österreichische Bundesland

(Parade der Schnapsideen in der Grazer)

Das meiste dieser verrückten Ideen ist überhaupt nicht zu finanzieren! Ergo ist es vergeudete Energie, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, Konzepte zu erarbeiten und Machbarkeitsstudien in Auftrag zu geben. Das Gastgartenverbot in den Wintermonaten kostet zwar nichts, aber die Stadt verliert einige Millionen €uro an Einnahmen, die sie wirklich dringenst benötigt! Sag, mein Freund, würdest du nicht auch solche Typen aus jenem Gremium jagen, dass das Wohl und die Verwaltung von über 250.000 Bürgern über hat. Aber der Siegi ist schön und die Lisa grün, das scheint als Kompetenz zu genügen!

Die heutige Geschichte soll aufzeigen, wie weltfremd und inkompetent unsere Politiker, auch Kommunalpolitiker tatsächlich sind. Graz wird sich nicht viel von anderen Städten unterscheiden und das ist das wirklich beängtigende daran!





[Die Grazer Stadtregierung im März 2008 (v. l.): Susanne Winter (FPÖ), Eva Maria Fluch (ÖVP), Lisa Rücker (GRÜNE), Wolfgang Riedler (SPÖ), Siegfried Nagl (ÖVP), Gerhard Rüsch (ÖVP), Detlev Eisel-Eiselsberg (ÖVP), Elke Edlinger (SPÖ), Elke Kahr (KPÖ)]




Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Kommentare:

Sly hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Colombelle hat gesagt…

Tja ich würd diese Läuse mal ganz frech Träumer nennen.
Aber ja,diese kategorie von Läuse haben wir eigentlich überall.
Und überall haben wir die gleiche Scheisse.
Das errinert mich an was.
In unserer gegend wurde vor Jahren einem Bauer 2,5 Millionen Euro von der Gemeinde ausbezahlt für einen alten Schuppen,wisst ihr so ein Geräteschuppen wo man allerlei Wekzeug für den Garten reinstellen kann.Grösse des Schuppen,ich glaub 2 auf drei Meter.
Der Bauer hat sein Geld bekommen und der Schuppen steht noch heute mutterseelen allein da und von niemandem benutzt.
Nein das ist kein Witz.Das ist bittere Realität in einem Irrenhaus.