Montag, 18. Oktober 2010

Nichts gelernt, nichts verstanden ... oder?

Im September 2008, als unser Finanzsystem in seinen Grundfesten erschüttert wurde, meldeten sich Politker mit salbungsvollen Reden und unbedingten Veränderungen zu Wort. Auch die Banker wanderten plötzlich voll Demut zu den Regierungen, weil sie ohne staatliche Milliarden, also Volksvermögen, den Bankrott zugeben mussten. Ein Tsunami noch nie dagewesener Stärke überrollte die Finanzwelt. Was hat sich geändert seit 2008?

Die Politiker haben nichts verstanden ... oder wollten einfach nichts verstehen. Gut, es sitzen nicht immer geistige Leuchten auf den Regierungssitzen, aber dass alle, ich betone ALLE, noch immer nichts verstanden haben, ist der wahrscheinlich grösste Betrug an der Menschheit. Nur einige kosmetische Regelungen wurden eingeführt, doch am System wurde nichts verändert. Das heisst, dass wir jederzeit wieder mit einem derartigen Ereignis rechnen müssen! Und das dürfte eigentlich nicht mehr passieren. Wenn man auf extreme Art und Weise eindrucksvoll mit den Gefahren unseres Finanzsystems konfrontiert wird, müsste man annehmen, dass man eben diese Auslöser entschärft - ob es die Banker nun wollen oder nicht ...

Denn diese haben durch die Vorgänge rund um den Niedergang der Lehman Bank nichts gelernt. Im Gegenteil, nach einer demutsvollen Rolle, allerdings nachhinein betrachtet, war es bloss Schauspielerei für die Medien, ging die skrupellose Jagd auf noch mehr Gewinn ohne Veränderung weiter ... die Banken trachteten danach, die staatlichen Gelder möglichst schnell zurückzubezahlen, damit dieser nicht mehr in die Geschäfts- und Verteilungspraktiken, sprich Gehälter und Boni, eingreifen kann. Es wurde weiter gezockt, ohne Rücksicht auf mögliche Gefahren. Man konnte sich mit den Regierungen sogar darauf einigen, dass Banken eigene Bilanzierungsregeln bekommen, damit ihre Geschäftspraktiken nochmals intransparenter und undurchsichtiger wurden. Jetzt sind ihre Quartals- und Jahresbilanzen nur mehr angenommene Papierwerte und haben mit Realwerten überhaupt nichts zu tun. Deshalb ist Vorsicht geboten, was Banken und Finanzinstitute an Informationen über ihr eigenes Unternehmen veröffentlichen ...

Politiker, zumindest jene westlicher Demokratien, sind zwar, vom Prinzip her, vom Volk gewählt, doch es ist ein stetiger Wahlkampf unter der Berücksichtigung, dass sie nicht dem Volk, dem Souverän, sondern ihren tatsächlichen Befehlsgebern, den Lobbys, verantwortlich sind. Ohne ihre Lobbyisten sind Politiker nichts! Und in Machtpsoitionen kommen nur jene, die sich als loyal beweisen. Schon deshalb wird sich auf politischer Ebene kaum etwas verändern, was den wirklich Mächtigen nicht in den Kram passt. Und der Einsatz von Steuergeldern ist, zumindest aus deren Sicht moralisch unbedenklich ...

Banker hingegen leben offensichtlich in einem Paralelluniversum. Für sie gelten kaum jene Regeln, nach denen wir, das normale Volk, uns richten müssen. Sie unterhalten das grösste Schneeballsystem der Welt, ein Pyramidenspiel ohne Gleichen. Wenn unsereins so etwas inzeniert, landet er vor dem Richter! Banker hingegen verkaufen uns, dem Volk bzw. den Kunden, weiterhin ihre Papierwerte. Auf deutsch, Papiere ohne tatsächlichen, realen Wert ... mit toll klingenden Namen und einer selbst prognostizierten Performance. Natürlich, es geht solange gut, solange das Schneeballsystem des Geld erschaffens aus dem Nichts und das Pyramidenspiel der Geldmengenerweiterung funktioniert!

Der Zusammenbruch von Lehman & Brothers hat gezeigt, dass jedes Schneeballsystem irgendwann ein Ende hat und es hat gezeigt, dass dann das Bankensystem ebenfalls am Ende ist! Trotzdem spielen sie, die Banker, dieses Spiel ums wirklich grosse Geld weiter, so als wäre es bloss eine Partie Monopoly oder Mensch ärgre dich nicht. Ein Spiel, das ein vorraussehbares Ende hat! Doch dieses Ende wird einfach aus dem Denken dieser Rasse von Menschen ausgeblendet, es existiert einfach nicht. Blöd, dass man doch an dieses Ende kommen wird, dort wo einfach nichts mehr geht!

Dann wird sich die Politik entschuldigen müssen, weil sie es nicht voraussehen konnte, weil es zu plötzlich über uns hereingebrochen ist ...

Damals, nach dem September 2008 hätte das gesamte Finanz- und Bankensystem neu überdacht und verändert werden müssen. Es kann doch nicht sein, dass man aus Fehlern nicht lernt? Doch genau das ist passiert. Wortgewaltige Reden, die allerdings nicht mehr als heisse Luftblasen waren, kein Antrieb zur Veränderung - warum auch? Das hätte doch Kreativität, Mut und Charakterstärke bedurft. Eigenschaften, die man Politikern sowieso nicht zugesteht ... oder?

Nun befinden wir uns in jener prekären Situation, dass alle Ressourcen (und Trümpfe) von den Politkern bereits leichtfertig verprasst wurden und für zukünftige (nennen wir es) Finanztsunamis, keine Abwehrmöglichkeit mehr zur Verfügung steht. Und der nächste Finanztsunami kommt so sicher, wie nach dem Regen der Sonnenschein ...

In Anbetracht des Versagens und des Unverständnisses der Politiker, ebenso wie der Lernunfähigkeit und Arroganz der Banker, müssen wir uns selbst, jeder für sich, auf dieses Ereignis vorbereiten. Ob es morgen, nächste Woche oder erst in einigen Monaten stattfindet, es kommt: der totale Zusammenbruch unseres Finanzsystems. Angesichts der hier erhobenen Vorwürfe gegenüber Politker und Banker eine wohl logische und absehbare Entwicklung ...







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)







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