Mittwoch, 20. Oktober 2010

Im Notfall überleben ...

Gestern erreichte mich ein Anruf eines Bekannten, der im Vorjahr eines meiner Krisencamps im Reisslerhof besuchte. Er sitzt gerade mit Grazer Freunden in einem Innenstadtlokal und die Diskussion um Krisenvorsorge bzw. Krisenvorbereitungen verläuft einigermassen hitzig ... Also startete ich meinen Drahtesel und fuhr in die Grazer City.

Karl hatte sich hier mit Freunden getroffen und plötzlich war man beim Thema Krise und wie geht´s weiter, was ist noch zu erwarten und wie vorbereitet ist man. Einer Meinung war man noch, dass die K noch nicht vorbei ist. Allerdings geteilter Meinung war man bereits bei den Bedrohungsszenarien. "Es wird nicht so schlimm werden!" war die Meinung seiner Freunde, er selbst glaubt, es würde brutaler kommen, als wir uns vorstellen können. Meinungen sind grundsätzlich zu akzeptieren, doch einige Vorstellungen, welche seine Bekannten kund taten, sind, sollte es tatsächlich zu den von mir erwarteten Notzeiten kommen, nicht nur nicht realistisch, sondern auch gefährlich, wenn man sich daran festklammert ...

Ich erlaube mir, hier einige Auszüge zu bringen und meine bescheidene Meinung dazu abzugeben:

"... dann schiess ich mir ein paar Hasen." Nicht nur, dass jener keine Ahnung von der Jagd hat, er war noch nie jagen, konnte er mir auch nicht erklären, wie er die erlegten Hasen aus dem Fell schlägt, sie ausnimmt und schlussendlich verzehrbereit macht. Er hat weder ein Schrotgewehr, noch kennt er die Jagd mit der Drahtschlinge. Und noch niemals hat er einen Hasen oder ein anderes Tier ausgezogen und ausgenommen ...

"... dann kauf ich mir beim Bauern Getreide, Eier, Gemüse, Milch, und so." Er kennt zwar Bauern, kauft allerdings nur im Supermarkt ein. Wenn man heute nicht schon Kunde bei einem Bauern ist, warum sollte dieser auch nur irgendwas verkaufen, wenn die Nachfrage plötzlich enorm gross wird. Nur Stammkunden bekommen dann noch Ware!

"... dann baue ich eben selbst was an." Doch womit? Wenn nicht schon entsprechendes Saatgut eingelagert ist, was soll er dann auspflanzen? Und leider hat er nicht daran gedacht, sich entsprechendes Saatgut zu besorgen. Noch dazu ist er des Gärtnerns in der Praxis nicht vertraut.

"... dann gehe ich noch schnell einkaufen." Freunde, wenn es kracht, dann sind binnen kürzester Zeit die Supermärkte, Bauernmärkte und Lebensmittelgeschäfte leer geräumt. Ausserdem hat dieser Mann keinen nennenswerten Bargeldbetrag zu Hause, denn er hat ja eine Bankomatkarte und zwei Kreditkarten ...

Mir fällt dieser skurille Werbeslogan einer Bank ein, den der damalige Fernsehmoderator Joki Kirschner vor vielen Jahren in fast jeder Werbesendung kundtat: "... schau rechtzeitig, dass du was hast, wenn du brauchst ...". Ja, damals ging es um Sparen, heute geht es um Krisenvorsorge. Trotzdem ist dieser Slogan aktueller denn je!

Und doch ist Krisenvorsorge, vor allem bei Lebensmittel mit grossen Problemen verbunden. Haltbarkeit, Verwaltung und Insektenbefall können zu grossen Problemen werden. Und auch, wie sichere meinen künftigen Lebensmittelbedarf. Selbstangebautes kann Abhilfe verschaffen. Nur, was baue ich wo an? Die Lösungen dieser Fragen und Probleme müssen bereits im Vorfeld gelöst werden. Und vor allem, wie kannst du überleben, wenn der Crash, der Zusammenbruch im Winter kommt und kein Gemüseanbau möglich ist. Wobei klar sein muss, dass du grosse Anbauflächen und fundiertes Wissen benötigst, um dich unnd deine Familie von Selbstangebauten zu ernähren!

In diese Situation, dass plötzlich, von einem Tag auf den anderen die Infrastruktur vollkommen zusammenbricht, werden wir kommen. Niemand weiss wann ... nächste Woche, nächstes Monat, nächstes Jahr? Alles ist möglich! Die derzeitige Lage ist angespannt, im Grunde könnte es jeden Moment losgehen. Obwohl man davon ausgehen kann, dass es noch ein wenig dauern wird. Doch verlassen würde ich mich nicht darauf!

Wir Menschen haben Grundbedürfnisse abzudecken, ohne die wir nicht überleben können. Deshalb sollten wir penibel nachdenken, wie wir unseren Lebensmittel-, Trinkwasser- und Wärmebedarf auch in Notzeiten sicherstellen ... und diesen Bedarf auch verteidigen können!

Vielleicht helfen einige Unzen Gold und Silber, doch Priorität muss die gesicherte Versorgung deiner Lebensgrundlagen haben! Wie lange kannst du dich und deine Familie mit den vorhandenen Lebensmitteln versorgen? Ist deine Trinkwasserversorgung gesichert? Hast du benötigte Medikamente auf Lager? Kannst du deine Wohnung oder dein Haus warm halten, auch wenn der Strom oder die Fernwärme ausfällt?

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass fast genau 30% bei dieser Art von Notsituationen an Wasser- oder Nahrungsmangel sterben! Komischerweise immer die gleiche Prozentzahl! Willst du dazu gehören?

Ich weiss nicht, ob es tatsächlich dazu kommen wird, dass die komplette Infrastruktur zusammenbricht. Ich kann auch nicht voraussagen, wann dies der Fall sein wird. Doch wenn man die derzeitigen Informationen über unsere Situation analysiert, muss man davon ausgehen, dass es fast mit absehbarer Sicherheit dazu kommen wird ... in Deutschland, in Österreich, in Europa. Mag sein, dass ein Gebiet weniger, ein Gebiet stärker betroffen sein wird. Doch auch das ist schwer prognostizierbar, welches. Vorbereitet sein, heisst im Notfall zu überleben! Egal wann, wie und warum es so kommt. Vor allem werden Städte besonders darunter leiden ... das ländliche Gebiet, mit seinen bestehenden Strukturen weniger.

Über das wie und was gebe ich bei meinen Krisencamps am Reisslerhof Auskunft. Oder weisst du, wie man Brot ohne Strom bäckt? Was ein Hobos-Ofen ist? Wie man Sauerkraut ansetzt? ... bis zur Verteidigung dessen, was man sein Eigen nennt!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Notenbanker – Die Krise ist noch nicht vorbei (welt.de)
Europas Sparmaßnahmen im Belagerungszustand (markusgaertner.com)
Österreich-Budget: 2025 könnten die Schulden das BIP auffressen (diepresse.com)
Bank of England spielt geldpolitisch mit Feuer (faz.net)
Mit Hochdruck gegen Ungehorsam (heise.de)
«Wir steuern auf Gewalt zu» - Ausschreitungen wegen Müllkrise bei Neapel (nzz.ch)
Protestierende in Frankreich immer gewaltbereiter (nzz.ch)
Überraschende Zinsanhebung in China (wirtschaftsfacts.de)
China : Yen und seltene Erden als Waffen (infokriegernews.de)
US-Haushaltsdefizit 1,5 Bio. (mmnews.de)
US-Notenbanker neigen zu weiterer Lockerung der Geldpolitik (ibtimes.com)
USA Bankenkrise 2.0 : Banken prellen und Spass dabei (infokriegernews.de)
Bank of America meldet herbe Verluste (handelsblatt.com)
USA: Den ersten 11 staatlichen Pensionsfonds wird bald das Geld ausgehen (goldseiten.de)
Der Wert des US-Dollars nimmt ab, der Ölpreis steigt (bertjensen.info)
Lehman-Insolvenzverwalter kassieren mehr als 1 Milliarde Dollar (tagesanzeiger.ch)

London zieht Truppen schneller aus Deutschland ab (tagesschau.de)
Großbritannien spart beim Militär (n-tv.de)

Vor einem halben Jahr brannte die 'Deepwater Horizon' (diepresse.com)
Mit dem U-Boot im Golf von Mexiko (greenpeace.de)

Neuseeland: Mittelstarkes Erdbeben - Wieder Christchurch betroffen (abendblatt.de)
Winter 2010 – Golfstrom abgerissen, Jahrtausend-Winter? (derhonigmannsagt.wordpress.com)
China: 37 Tote bei Grubenunglück (handelsblatt.com)

Wann beginnt der Abwertungs-Tsunami? (goldseitenblog.com)
Wann platzt die Derivate-Blase? Interview mit Gerhard Spannbauer (krisenfrei.wordpress.com)



Rauch unterm Dach der COMEX? Gold klettert von einem Hoch zum nächsten. Riechen Sie das auch? Es riecht komisch. Ich vermute Rauch. Und dahinter ein Feuer. Und es gibt Neuigkeiten, die vermuten lassen, dass dieser von der COMEX stammt. Ich bin mir nicht sicher, doch ich vermute, mit dem Einbau von Überdruckventilen richtet man sich jetzt vermutlich auf einen Brand ein - an der COMEX ... (frank-meyer.eu)

Quantitative Lockerung: Der größte Raubzug aller Zeiten - Die US-Notenbank Federal Reserve bereitet sich gerade darauf vor eine weitere gigantische Rettungsaktion bei den Großbanken durchzuführen, doch wird dieses Mal so gut wie niemand in den Massenmedien den Begriff „Rettung“ verwenden, weshalb das amerikanische Volk darüber auch wesentlich weniger verärgert sein wird. (propagandafront.de)

Am Ende kommt die Wahrheit ans Licht: Geld aus Luft - Was ist denn nun passiert? Plötzlich kriechen sie aus ihren Löchern und verkünden die Wahrheit über unser Geld und das System dahinter. Woher wissen denn einige Experten und Journalisten auf einmal, wie die Geldschöpfung funktioniert? Und warum um alles in der Welt, erzählen sie das auch noch in aller Öffentlichkeit? Vielleicht, weil Angriff die beste Verteidigung ist. (wahrheiten.org)

Wem vertrauen? ... wenn der Staatsbankrott droht - Hohe Staatsschulden, steigendes Misstrauen, wenig Sicherheit: Wenn Staaten an den Rand eines Bankrotts getrieben werden und Anleger ihr investiertes Kapital verlieren. (biallo.at)

Basler Komitee weicht neue Bankenregeln bereits auf - Die Banken hätten Zeit bis zum Jahr 2015, um die verabschiedeten Regeln vollumfänglich umzusetzen, die vorgeben, wie hoch die Barreserven und liquiden Sicherheiten zu sein haben, die Finanzinstitute halten müssen, um einen Finanzierungsengpass in einer Krise zu vermeiden, wie das Basler Komitee zur Aufsicht des Bankensektors heute mitteilte. Die neuen Regeln seien Teil einer Überarbeitung zu den Kapitalanforderungen der Banken, an denen das Komitee gerade arbeite, um eine weitere Finanzkrise zu verhindern. Die Liquiditätsanforderungen im Bankensektor sind mit der heutigen Entscheidung jedoch schon aufgeweicht worden, bevor sie überhaupt implementiert wurden. (wirtschaftsfacts.de)

Ist das der ersehnte Beginn der Aufräumarbeiten? Wir haben ja alle geglaubt, das wird nichts mehr. Kaum ein großes Tier wurde nach der Krise ins Gefängnis geworfen. Die Bonikultur ist ungebrochen. Die Raubzüge der Fed im Mittelstand beginnen erst richtig. Und der US-Präsident bleibt bis auf seine Wahlkampfauftritte abgetaucht. (markusgaertner.com)

Indien: "Millionen Bauern haben Selbstmord begangen" - Genmanipuliertes Saatgut, immer weniger eigene Anbaufläche: Die Nahrungsmittelkrise in Indien ist nicht hausgemacht. (derstandard.at)

kostenloser Counter



Keine Kommentare: