Mittwoch, 1. September 2010

Point of no return

Als Point of no Return (Punkt ohne Wiederkehr) wird in unterschiedlichen Zusammenhängen der Zeitpunkt innerhalb eines Vorgangs oder Ablaufs bezeichnet, von dem an eine Rückkehr zum Ausgangspunkt nicht mehr möglich ist.

Betrachtet man das Zahlenmaterial diverser Staaten, so kommt man schnell zu dem Schluss, der Point of no return wurde bereits überschritten. Was heisst das eigentlich? Diese Staaten, allen voran die USA, weisen eine derart hohe Überschuldung auf, die im Normalfall niemals mehr abgetragen bzw. zurück bezahlt werden kann. "Im Normalfall" heisst, unter den Umständen, die wir als normal bezeichnen. Im Wechselspiel von Einnahmen und Ausgaben.

Man muss sich auch den Staat als Unternehmen vorstellen. Sind die Ausgaben weit höher als die Einnahmen, so kann dies nur eine gewisse Zeit funktionieren. Nämlich solange, als es noch Kreditgeber gibt, welche noch Vertrauen in mögliche Gewinne in absehbarer Zeit haben. Sollten die Kreditgeber dieses Vertrauen verlieren, stoppen sie auch jede weitere Erhöhung der Kredite und fordern die aushaftende Kreditschuld ein. Sollte das Unternehmen nicht zahlen können, wird die Insolvenz, also ein Konkursverfahren, eröffnet. Das Unternehmen gilt dann als nicht mehr liquid, als bankrott.

Bei Staaten gelten natürlich andere Gesetze. Denn Staaten, vor allem wenn sie eine eigene Währung besitzen, verfügen über effiziente Werkzeuge, die exorbitante Überschuldung relativ schnell oder sogar blitzschnell abzubauen. Diese Werkzeuge beinhalten allerdings sehr hohe Risiken. Man könnte zum Beispiel die Währung entsprechend abwerten. Dies nennt man Inflation und das Geld wird weniger wert. Dadurch wird zwar viel Vermögen der Bevölkerung vernichtet, aber durch die Erhöhung der Geldmenge kann der Staat seine Schulden leichter zurückzahlen. Doch vorsicht, Staatsanleihen, die im Normalfall als sichere Investition gelten und relativ geringe Zinsen bringen, sind dann natürlich auch weniger wert. Das heisst, dass das investierte Kapital zwar Zinsen trägt, aber insgesamt schrumpft, weil das Geld und damit auch die Anleihen weniger wert wurden. Bei einer Inflation saniert sich der Staat auf Kosten der Bürger und der Investoren. Künftige Kredite bzw. Anleihen sind schwerer zu bekommen bzw. auf den Markt zu bringen. Die Zinsen für fremdes Geld steigen, weil das Risiko von Verlusten steigt.

Die radikalere Art einer Sanierung des Staatsbudgets ist eine Währungsreform. Dies birgt die selben Risiken wie eine Inflation, nur ungleich höher. Über Nacht wird die Währung neu bewertet oder eine gänzlich neue Währung eingeführt. Währungsreformen haben immer wieder stattgefunden - zB. in Frankreich vom Franc zum Nouveau Franc 1958. Für 100 alte Franc bekam man einen neuen Franc - Umwechslungskurs 1:100!

Beides ist ein Staatsbankrott und mit dem Staatsbankrott entledigt sich der Staat seiner finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber seinen verschiedenen Gläubigern. Dies führt naturgemäß zu einer Entlastung des Staatshaushalts um die Höhe der Zinsen und Tilgungen.

Andererseits ist mit dem Staatsbankrott immer auch ein langfristiger Image- und Vertrauensverlust verbunden: Der Staat wird eine gewisse Zeit keine (oder nur sehr teure) Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen können. Darum werden oft Vergleiche geschlossen.

Jahrzehnte lebte der Staat sorglos auf Pump. Selbst wenn jetzt keine neuen Schulden mehr gemacht werden, ist es in vielen Staaten so gut wie ausgeschlossen, irgendwann Kapital und Zinsen zurückzubezahlen.

Tatsächlich machen die Staaten noch immer Schulden! Selbst riogorse, für die Wirtschaft gefährlich werdende Sparprogramme drücken die Neuverschuldung um ein paar Prozenterln, aber nicht mehr! Das heisst, der Staat muss immer mehr Geld aufwenden, um seine Schulden und vor allem die zinsen bedienen zu können.

Somit haben einige grosse und global wichtige Staaten, wie die USA, aber auch Deutschland den point of no return bereits überschritten. Auf herkömmlichen Weg können die Schulden nicht mehr getilgt werden! Der Staatsbankrott oder aussergewöhnliche Massnahmen, die für die Bevölkerung und für die Kreditgeber hohe Verluste bringen, werden damit immer wahrscheinlicher!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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