Dienstag, 10. August 2010

Militärischer Schlag gegen den Iran

In den USA bereitet die Obama-Regierung, das Pentagon und die US-Army den militärischen Schlag gegen den Iran vor. Nachdem die Kriegsgefahr in den letzten eineinhalb Jahren gering war, nimmt sie derzeit besorgniserregend zu.

Schon einmal – im August / September 2007, als die Israelis ihren Bombenangriff auf (eine angeblich im Bau befindliche Nuklearanlage in) Syrien flogen – hatte auch ein Angriff der USA auf den Iran gedroht. Das war die Phase, in der die Cheney-Clique einen mit sechs atomar bestückten Cruise Missiles beladenen B-52-Bomber entführen liess und versuchte, ihn ohne Einverständnis und ausserhalb der Kontrolle des Pentagons in den Mittleren Osten zu dirigieren. Vermutlich wollte Cheneys privates Netzwerk damit eine gewaltige Provokation starten (das heißt, den Iran mit Atomsprengköpfen angreifen). Einige Tage bevor die B-52 der Kontrolle der zuständigen US-Behörden entzogen wurde – am 24./25. August 2007 – veröffentlichte eine Gruppe von Antikriegsaktivisten die Kennebunkport-Warnung. Es war sehr wichtig, dass offizielle Stellen der US-Streitkräfte den Weiterflug der entführten B-52 in den Mittleren Osten verhinderten. Die Weigerung, die gefährliche B-52 wieder starten zu lassen, zeugt von einer damals wachsenden Einigkeit zwischen den US-Militärgeheimdiensten und der Mehrheit der herrschenden Elite darüber, dass die neokonservative Politik der direkten militärischen Aggression gegen alle Widersacher, die von der Bush/Cheney-Administration betrieben wurde, zu riskant geworden war und Gefahr lief, die Möglichkeiten des US-Imperiums zu überdehnen.

Wie knapp die Welt damals einem egoistisch-skurillen Atomanschlag der USA auf den Iran, der damals wie heute einiges Potential innehat, auf den gesamten Nahen Osten und möglicherweise darüber hinaus, sich auszubreiten, wusste damals, wie heute, kaum jemand.

Jetzt, 2010, sind die internen Machtkämpfe in der amerikanischen Regierung, wie auch in der US-Army noch nicht ausgestanden. Die als liberal benannte Gruppe rund um den Präsidentenberater Zbigniew Brzezinski und den radikalen Neokonservativen kämpfen um Einfluss und Macht. Damit auch um Krieg. So wie es aussieht, dürften die Neokonservativen derzeit massgeblich im Vorteil sein und die Marionette Obama hat sich dieser Macht zu beugen. Das weiss er und er weiss auch, wenn er sich diesen Mächten widersetzt, ist er die längste Zeit Präsident gewesen. Er würde sofort eliminiert werden ...

Liebe Freunde, das ist weder Verschwörungstheorie, noch Mutmassung oder Spekulation meinerseits. Die extremen Machtkämpfe, es geht hier um nichts Geringeres, als um uns alle (!!!), sind von eingeweihten US-Journalisten, die als Kenner der washingtoner Verhältnisse gelten, immer wieder Thema in US-Medien. Allen voran Webster G. Tarpley. Doch solche Meldungen und Artikel schaffen es meist nicht über den grossen Teich, in die europäischen Medien.

Ob die USA tatsächlich den Iran angreift, sozusagen als "Juniorpartner" Israels, hängt von mehreren Faktoren ab, deren tatsächlicher Stand nicht so ohne weiters verifizierbar oder einschätzbar ist.

Die Gruppe um Brzezinski scheint jedenfalls ins Hintertreffen gekommen zu sein, da die "grüne Revolution" (Smart Power) im Iran, also ein von den USA initiiertes und unterstütztes Aufbegehren gegen das Regime nicht zum Erfolg geführt hat. Das iranische Regime griff besonders hart durch und verhaftete alles was nach Widerstand, Opposition und amerikanischen Einfluss aussah. Die "grüne Revolution", seinerzeit in der Ukraine erfolgreich, war im Iran ein enormer Misserfolg. Das Regime triumphierte, die Amerikaner mussten sich geschlagen geben.

Auch die Rolle Russlands und Chinas sollte eine wesentliche Rolle bei den Überlegungen der Amerikaner spielen. Russland gilt zwar als Boykottbrecher, weil immer noch russisches Rüstungsgut in den Iran exportiert wird und Benzin bzw. Diesel, das der Iran trotz immensen Erdölvorkommen mangels Raffinerien nicht selbst produzieren kann, in den Iran geliefert wird. Der Iran ist ein wichtiger Handelspartner Russlands. Auch die in Bau befindlichen Atomreaktoren werden von russischen Unternehmen teilweise gebaut, teilweise baulich überwacht. Doch der russische Präsident Medwedew nimmt derzeit eine demonstrativ pro-westliche und somit pro-amerikanische Position ein. China ist in einer schwierigeren Situation. Die Chinesen benötigen dringenst iranisches Öl um ihren Energiebedarf zu decken. Wegen derzeit auftretender Probleme am Wirtschafts- und Immobiliensektor, kann sich China eine Konfrontation mit den USA nicht leisten ... will dies auch gar nicht. Ein wichtiger Aspekt sind in jedem Fall die Dollar-Reserven, die China eine scheinbare Unabhängigkeit und Selbstständigkeit eines reichen Landes geben. Werden diese wertlos, versinkt das Land in Chaos!

Nun sind wir beim US-Dollar angelangt, der in den letzten Wochen eingebrochen ist. Die US-Wirtschaft und auch das Dollarsystem liegen in den letzten Zügen. Ändert sich nicht kurzfristig wirklich Gravierendes, droht der Bankrott! Aber wie den US-Dollar wieder in Schwung zu bringen, wenn die Zahlen und Fakten aus dem Land der Unbegrenzten Möglichkeiten desaströser nicht sein können? Angenommen, die USA beginnt gemeinsam mit Israel einen Krieg gegen den Iran. Dann muss man die Drohung, der Iran würde die Strasse von Hormuz, durch die mehr als ein Drittel aller Erdöltransporte per Schiff passieren, verminen, ernst genommen werden. Das heisst, die Giga-Erdölfrachtschiffe müssten den Umweg um die südliche Spitze Afrikas nehmen. Der Preis würde explodieren! ... und damit würde der US-Dollar, als Öl-Währung Nr. 1, ebenfalls sehr gefragt sein und ungleich höher im Kreislauf rotieren. Der US-Dollar würde, trotz Krise im eigenen Land, steigen!

Deshalb wird ein Krieg Israels und der USA gegen den Iran immer wahrscheinlicher! Europa bzw. die EU spielt wie immer, keine oder nur eine untergeordnete Rolle! Allerdings wäre es fatal, sich an die amerikanisch-jüdischen Interessen einfach anzuhängen, so wie die Europäer es immer schon gerne taten ...



... teilweise zitiert aus den Friedenspolitischen Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein:

LP 165/10 – 09.08.10 - Webster Griffin Tarpley, ein US-amerikanischer Dozent, Autor, Journalist und scharfer Kritiker der US-Politik, durchleuchtet die vielen Gründe, die einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran immer wahrscheinlicher werden lassen. Es lohnt sich, diesen überlangen Text sehr aufmerksam und wirklich ganz zu lesen. (luftpost-kl.de)









Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Chinas Banken drohen massive Verluste (kopp-verlag.de)
US-Autor wirft Amerika Selbstüberschätzung vor (welt.de)
Helikopter Ben: Allzeit flugbereit (handelsblatt.com)
US-Notenbanker stehen unter Zugzwang (derstandard.at)
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IWF-Stresstest: US-Banken wackeln (kopp-verlag.de)
Hoffnungslosigkeit macht sich breit in den USA (bertjensen.info)
Credit Suisse Prognosen: baldiger Staatsbankrott für Spanien,Großbritannien und USA (youtube.com)

Obama bereitet die Bombardierung des Irans vor (luftpost-kl.de)
Südkorea: Russischer Bericht nährt Zweifel an Torpedo-These (derstandard.at)

Russland kämpft gegen atomare Gefahr (kurier.at)
Bilder aus Moskau – Ärzte sagen Moskoviter sollten schnell Moskau verlassen (bertjensen.info)



Goldpreis-Manipulation: Tag der Abrechnung rückt näher - Bob Chapman, der Herausgeber des “International Forecaster“: "Unsere Regierung ist eine verabscheuungswürdige Schande und der Feind des amerikanischen Volkes". Gold- und Silberpreisdrückung: „Es kommt die Zeit der Abrechnung.“ (mmnews.de)

Gefälschte Goldbarren sind keine Legende - Nicht alles was golden glänzt ist auch in seiner Gänze Gold - Dieses Problem bekommen Edelmetallhändler und Investoren in Edelmetalle, zudem Banken sowie Gold- und Silbersscheideanstalten seit einiger Zeit verstärkt zu spüren. Der Goldpreis steigt gegenüber allen Papier- bzw. kreditbasierten Währungen schon seit dem Jahre 2001 an und hat den Wert von 1200 US-Dollar je Feinunze vor kurzem das erste Mal überschritten. Für den Privat-Edelmetallinvestor gab es bisher auch kaum ausreichende Möglichkeiten überhaupt Fälschungen von Edelmetallobjekten - schon aus Kostengründen - zu entdecken. Zudem zerstören die meisten bisher verfügbaren, eindeutigen Prüfmethoden im Regelfall den Prüfling entweder durch das Anbringen von Bohrungen oder das Zerteilen in einer Schneidpresse. Erst nach einem Verkauf, wenn der Aufkäufer mitteilt, das etwas mit dem Kaufobjekt nicht stimmt, ist man meist auf das Problem überhaupt aufmerksam geworden. Nur leider ist es dann schon zu spät. Ernste Probleme bei allen Beteiligten sind dann vorprogrammiert. (aurotest.de)

Steuern über alles - Weil der Brüsseler Krake das Geld ausgeht, will sie jetzt eigene Steuern erheben. Die EU – ein tiefes schwarzes Steuerloch, das bald alles in sich aufsaugt! Die Untertanen tragen es offenbar gelassen. Wie lange noch? (mmnews.de)

Die Verteilung der Lunten geht weiter: Neue amerikanisch-südkoreanische Kriegsspiele im chinesischen Meer, Drohungen aus Pjöngjang, Fidel Castros Warnung vor einem Atomkrieg – und Peking ruft die USA deutlich zur Einhaltung der Geschäftsordnung auf. Vor rund drei Wochen erst ging das gemeinsame amerikanisch-südkoreanische Seemanöver zu Ende, und schon eine Woche später spielte Südkorea erneut Krieg in den Gewässern vor Nordkorea und China – diesmal allein. Und wieder eine Woche später feiern die neuen Freunde USA und Südkorea ihr Bündnis mit der Ankündigung, dass die beiden Länder über die nächsten Monate eine »ganze Serie« neuer Manöver im Japanischen und im Gelben Meer abhalten werden ... (kopp-verlag.de)

Staatsbürgerschaft für 500.000 Euro - Montenegro bietet Pässe an, für Investitionen ab einer halben Million. Staatsbürger brauchen kein Visum mehr, um in die EU zu reisen. (kurier.at)

Weltbank warnt vor Hungerkrise - Exportverbote und und starke Preisschwankungen würden ärmeren Ländern schaden, so Weltbankdirektorin Ngozi Onkonjo-Iweala. (kurier.at)

Rohstoff-Roulette: Weizenpreis im Keller - Die Rohstoffpreise spielen verrückt: Nach dem steilen Preisanstieg kam jetzt ein rapider Preisverfall. Spekulanten sollen inzwischen Kassa gemacht haben. Die Lebensmittelpreise bleiben stabil. (kleinezeitung.at)



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1 Kommentar:

Maldek hat gesagt…

China

Was China vom Westen wollte, waren niemals Papierscheine. Sie wollten Technologie, Fabriken und Industriealisierung. Alles das haben sie erreicht.

Ihr Dollarberge sind für die Langzeitstrategie Chinas unerheblich.
Sie werden jedoch in den nächsten beiden Jahren noch eine taktische Rolle spielen - dann nämlich, wenn China sich vom US Markt abkoppelt und die T-bills "bulk" auf den Markt bringt.

Man wartet dort derzeit auf den richtigen Zeitpunkt - wer denkt China würde die Sache mit dem Erdbeben so auf sich beruhen lassen, der irrt.


Russland

Russland wartet nur auf einen Angriff der USA/Israels - bereits letztes Jahr wurde die neueste Generation der S-Bodenluftabwehr mittels Panzerzug (kein Witz) in den Iran gebracht. Das ist die nächste Generation von denjenigen Raketen, welche die Georgische Luftwaffe in der kürzesten Luftoffensive des vergangenen Jahrhunderts ausradiert hat.
Zur Erinnerung - Georgien wurde mindestens 3 Jahre (!) von USA und Israel aufgerüstet...und diese Armee wurde binnen 3 Tagen (!) von Russland vernichtet.

Einschätzung der militärischen Lage:
Die USA haben derzeit KEINE Option eine Bodeninvasion des Iran durchzuführen. Vollkommen ausgeschlossen.

Was geht ist eine Luftoffensive um den Iran "in die Steinzeit" zu bomben. Dies wird nicht ganz einfach werden.
Will man diesen Krieg also ernsthaft gewinnen, wird es unumgänglich sein, mehrere taktische Nuklearschläge zu setzen.

Dies könnte leicht das Ende des Öl-dollars bedeuten - der Iran hat es ja schon angedroht....

Ordnung auf dem Chaos - dafür brauchen wir zuallerest Chaos, und dafür muß die derzeitige "Ordnungsmacht" fallen.