Sonntag, 15. August 2010

Die allumfassende Liebe

Manchen mag das heutige Thema lächerlich, unnütz oder sinnlos vorkommen, anderen wieder Angst machen. Es ist aber das wichtigste Thema der Menschheit, quer duch alle Zeiten, alle Epochen uns alle Kulturen. Es geht heute um die allumfassende Liebe. Ohne Liebe kein Leben, ist die Liebe wohl das wichtigste auf Erden ... auch für uns Menschen. Dabei meine ich nicht nur die Liebe zu Partnern, die Liebe zu seinen Kindern, die Liebe zum Job oder die körperliche Liebe. Ja, dies gehört dazu, ist aber "nur" als kleiner Teilbereich zu sehen.

Wer liebt, kann nicht töten ... so einfach reduziert auf das wesentliche, beweist, wie wichtig Liebe ist, oder besser gesagt wäre. Lieber Freund, lehne dich zurück, schliesse die Augen und stell dir vor, Jeder Mensch würde lieben, allumfassend lieben. Nicht nur sich selbst, sein Geld, seinen Mercedes, seine Frau oder Freundin bzw. seinen Mann oder Freund. Sondern alles lieben, alles was man sehen, fühlen, riechen und hören kann. Hört sich das für dich komisch an? Der Buddimus, keine Religion, sondern eine Weltanschauung, lehrt dies. Der Dalai Lama ist dir ein Begriff, sein stetiges Lächeln und die besondere Ruhe die er ausstrahlt ebenso. Er verkörpert und predigt die allumfassende Liebe, er trägt sie hinaus in die Welt.

Wenn nun jeder diese allumfassende Liebe, die ohnehin in jedem steckt (!!!), ausleben würde, würde die Welt völlig anders sein. Keine Kriege, kein Ausbeuten, keine Verbrechen, kein Betrug, keine Lügen und vor allem ein völlig anderer Umgang mit Terra Gaja, unserer Erde.

Allumfassende Liebe impliziert Respekt. Respekt vor allem und jeden, auch und besonders vor sich selbst.

Würde es allumfassende, viele sprechen auch von universeller, Liebe nicht in unserer welt geben, dann wäre ohnehin ein gewaltiges Chaos vorhanden und das Recht des Stärkeren würde sich durchsetzen. Es würden kriminelle Hierarchien entstehen, die man als elitär betrachten könnte. Es würde Gruppen und Organisationen geben, welche die breite Masse unverfroren belügen, desinformieren und materiell, vor allem finanziell ausnützen würden. Irgendwann wäre allerdings das Chaos so gross, möglicherweise nach jahrzehnte oder jahrhunderte Jahren dauernder Eskalation, so dass das Volk alles verlieren würde und diese elitären Gemeinschaften die absolute Macht und auch das Vermögen kontrollieren würden, es aus dem Choas heraus zu einer Ordnung kommt. Ha, kommt dir, lieber Freund, das bekannt vor? ;-)

Um in den Zustand der allumfassenden Liebe zu gelangen, müssten wir das Verstandesdenken (Ratio) gegen Herzgefühl tauschen. Nicht in allem Tun und Denken den eigenen Vorteil, den Profit sehen, sondern auch berücksichtigen, dass andere ebenso profitieren sollen. Herzgefühle haben eine starke Wirkung. Greg Braden antwortet auf die Frage: "Alte Weisheitstraditionen sprachen auch von der Kraft unseres Herzens. Haben unsere Herzensgefühle also eine stärkere Wirkung als unsere Gedanken?" "Ja. Eine der wichtigsten Entdeckungen des späten 20. Jahrhunderts ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass das menschliche Herz viel mehr tut, als nur das Blut im Körper zu pumpen. Wir wissen heute, dass es eine so genannte “Herz-Intelligenz” gibt, die ungeheure Auswirkungen hat. Das Gehirn erzeugt elektrische und magnetische Felder, doch durch das Herz entstehen Felder, die elektrisch bis zu 100 Mal stärker und magnetisch über 5000 Mal stärker sind als die des Gehirns. Das könnte erklären, warum wir Heilung eher durch Fühlen als durch Denken erreichen. Unser Herz ist der kraftvollste elektrische und magnetische Generator des Körpers. Es scheint dazu geschaffen, Felder zu erzeugen, die mit dem Material interagieren, aus dem unsere Welt besteht: mit den elektromagnetischen Feldern der Atome. Wir beeinflussen mit unseren Gefühlen – Liebe, Mitgefühl, Vergebung, Verständnis, aber auch Wut, Eifersucht, Hass und Zorn – die Welt und unser Umfeld möglicherweise über viele Kilometer hinweg."

Unser Herz ist der Ort, von dem die umfassende Liebe ausgeht! Wir alle, ohne Ausnahme sollten danach trachten, in dieses Gefühl zu kommen. Leider sind wir, und da nehme ich kaum jemanden aus, noch zu sehr im Ratio, im Verstandesdenken verhaftet. Weil man sonst Gefahr läuft, als Spinner, Träumer oder Realitätsfremder zu gelten. Trotzdem wird die allumfassende Liebe die Basis und das Fundament jeglicher zukünfigen Menschheitsgenerationen! Also könnte man heute schon damit beginnen, diese gewaltige Kraft in uns zu suchen!

"Liebe ist die größte Macht im Universum und die Ursache aller Schöpfung. Wir sind hier auf diesem Planeten, um die Liebe kennenzulernen, um Wissende der Liebe zu werden. Und wir sind hier, um die Liebe in unserem Alltagsleben zum Ausdruck zu bringen. Wir müssen die Bedeutung der Liebe in unserem Leben und die Notwendigkeit erkennen, uns als bewußt Liebende in der Liebe Gottes zu bewähren. ... Liebe soll erkannt und manifestiert werden." (Reshad Feild)







Vor Kurzem habe ich eine kleine Geschichte geschrieben, welche die Liebe, nicht nur zwischen zwei Menschen, sondern auch die allumfassende Liebe zum Thema hat:

vor einigen wochen, es war wohl irgendwann im juni, war ich zu fuss in der innenstadt, die wolken hangen tief, es regnete leicht und ich lief ziellos die strassen ab. irgendwann trieb es mich, wohl der nässen wegen, in ein gasthaus. du weisst schon, jene alte beiseln, in denen der wirt weissgeschürzt, mit dickem bauch noch selbst hinter der theke über sein kleines reich regiert. dort wo nur die alten noch zusammenkommen, dort wo sich kalter zigarettenrauch mit bierdunst mischt und die luft schwer erscheinen lässt. dort stand ich an der theke, trank lustlos einige gläser dieses weissen gesöffs, das der wirt seinen besten wein nannte, blätterte in irgendeinem magazin, ohne die bilder und noch weniger den text zu beachten. volksmusik dröhnt aus kaputten lautsprechern. ich war irgendwie im völlig falschen film.

"der durt, der oide, hot frogt, ob´st net a glasl wei mit eam drinka wüst?" langsam drehte ich mich um und blickte in ein sonnengebräuntes, ledernes gesicht mit vielen falten und lebendigen, jungen augen. ich hatte zeit, also setzte ich mich zu ihm an den tisch. der viele wein liess meine bewegungen fahrig erscheinen, mein gang war behäbig und ich liess mich schwer in das schmucklose holzgestühl fallen.

"wir kennen uns"; sagte der alte mann, gab mir die hand und sah mir tief in die augen. "nein, ich wüsste nicht woher!" entgegnete ich ihm. "es war damals, als wir noch richtige menschen waren, es war auf atlantis. damals waren wir zwei freunde und hüter des kristalls!" ich musste den alten ziemlich verdattert angesehen haben, was will der von mir und von atlantis. atlantis ist doch jener scheiss, der irgendwo in den köpfen verrückter esoteriker herum geistert. viel gesucht und nie gefunden. atlantis ist eine chimäre, eine legende, sonst nichts!

"ich weiss nicht, ob du dich noch erinnern kannst. damals, es war nur wenige stunden vor der endgültigen vernichtung unserer heimat, die später im meer versank. du und ich und wenige andere wussten, dass atlantis untergehen würde. wir hatten auch für unsere flucht gesorgt. schnelle schiffe sollten uns in sicherheit bringen. du hattest damals, es sind wohl über 13.000 jahre her, eine besondere beziehung. sie war die tochter eines der 13 könige, ihren namen habe ich vergessen. sie war wunderschön und erinnerte dich, so hast du immer gesagt, an zartfeine bitterschokolade. doch ihr beiden habt gemeinsam ein geheimnis gehütet. und so musstet ihr getrennt atlantis verlassen. deine grosse liebe landete im heutigen ägypten und gründete ein geschlecht, aus dem nofrete hervorging. du, johannes", der alte mann kannte meinen namen! "du johannes, gingst damals nach mittelamerika und gründeste dort ein geschlecht, dem viele könige der maya entsprangen. das geheimis, das ihr als einzige auf atlantis inne hattet, war das geheimnis der allumfassenden liebe. jahrtausende vorher hatte dieses wissen jeder der atlanter. aber irgendwann wurden sie dekadent, sich selbstüberschätzend und selbstsüchtig. das wissen von der allumfassenden liebe verschwand vom legendären kontinent. nur ihr beide konntet es behalten, in weiser voraussicht, dass genau ihr beiden die grundsteine für neue völker sein werdet!"

"he, wirt, hiaz brauch i, glaub i, a gross´ glasl vo dein wei!"

der alte mann legte seine hand auf meine. "glaub mir, so war es. drei grosse schiffe standen bereit. in das nach dem heutigen amerika stiegst du ein, in das nach dem heutigen ägypten deine grosse liebe, und in das verbleibende ich. mein schiff irrte monatelang umher und fand nach langer fahrt fünf inseln, die von atlantis übrig geblieben sind. dort ging ich mit meiner mannschaft an land. es waren die heutigen kanarischen inseln!"

"deine grosse liebe lebt so wie du, nach unzähligen leben, ebenfalls wieder. vielleicht kannst du dich an das letzte ritual erinnern, bevor wir die schiffe bestiegen und uns trennen mussten. ihr liebtet euch ein letztes mal. dann riefst du nach mir. du nahmst vom ringfinger deiner grossen liebe und von deinem ringfinger zwei helle, leuchtende ringe. sie waren viel wertvoller als alles gold dieser welt. sie waren ringe des lichts. niemand anderer als ihr zwei, würden je diese ringe tragen können. schon der versuch, sie anzustecken würde jeden töten. du gabst sie mir und sagtest, ich solle sie behüten, bis wir uns, irgendwann wieder, in einem völlig anderen leben, in einer völlig anderen welt, wiedersehen werden. nun, mein freund, die zeit ist gekommen. achte auf einen engelhaften geist, der von so innerer schönheit und reinheit ist, dass er blendet. verzeih´ ich hab´ den namen vergessen, aber es ist in diesen breiten kein verbreiteter und er erinnert an zartfeine bitterschokolade."

ich zündete mir umständlich eine zigarillo an, trank den wein aus, da war der alte mann verschwunden. einfach weg!

ich bezahlte meine zeche und war froh, die bereits abendliche, nasskalte luft zu atmen, die meine sinne ein klein wenig klarer machte. als ich um die nächste hausecke ging, sah ich ihn nochmals, den alten mann. gemächlich ging er, die hände in den hosentaschen, den kragen der jacke hochgestellt und ein breites, violettes stirnband schmückte seinen kopf und das weisse, schulterlange haar. begleitet wurde er von einem puma, der immer wieder sich umdrehte und mir blicke zuwarf.

herrgott, war ich schon so besoffen, dass ich mitten in meiner stadt indianer mit berglöwen spazieren gehen sah? aber trotz dieser unglaublichen eindrücke, die selbstzweifel hochkommen liessen, konnte ich seine geschichte nicht vergessen. fast täglich erinnerte ich mich daran. doch ernst nahm ich sie nicht! es war einfach eine besoffene geschichte. wer weiss ob ich das alles wirklich gesehen und gehört habe.

drei monate später, es wird wohl im september gewesen sein, lernte ich ein engelhaftes wesen, von strahlender, inneren schönheit und reinheit kennen. es war, fast wie zufällig, in einem hotel. an der bar stellte sie sich vor: "ich heisse dunja." ... da fiel es mir wie schuppen von den augen, jener name, der mich an zartfeine bitterschokolade erinnert. war doch was dran, an der ominösen geschichte des alten mannes?

während wir uns wie beiläufig näher kamen und über gott und die welt redeten, betrat ein paar den raum, die lauthals stritten. wörter wie arschloch, hurenbock, nutte und noch viel schlimmere fielen. sie gab ihm eine ohrfeige - vor allen gästen. plötzlich war es aussergewöhnlich ruhig im raum, selbst der sonst so geschäftige barkeeper hielt inne. nur dj ötzis unvermeidlicher stern der deinen namen trägt, dröhnte aus den lautsprechern. der mann griff in seine sakkotasche, nahm einen umschlag heraus und legte diesen vor uns an die bar: "das sind zwei flugtickets, mit dieser schlampe möchte ich nicht weiter zusammensein. der flug geht morgen früh, ich wünsche euch eine gute reise! ich fahre jetzt alleine nach hause!"

war es zufall oder bestimmung. jedenfalls traten wir beide die reise an. schon am nächsten tag flogen wir ... nach las palmas auf gran canaria. nach zwei, drei tagen sonneliegen, strandleben und urbanen erkundungen, mieteten wir uns einen dieser bunten kleinwagen, um die insel zu erkunden. oben auf einem pass zwischen puerto de mogan und san nicolas, wo die touristen schon spärlich wurden, hielten wir vor einem strassenstand, der obst und selbstgemachte kuchen verkaufte. seine mango-kokoskuchen sind auf der gesamten insel bekannt. wir labten uns mit frischgepressten fruchtsäften und diesem fantastischen kuchen. dann gab uns apollo, der inhaber dieses standes einen tipp, wo wir abseits der hektik einen wunderschönen, allerdings kleinen strand finden würden. einen strand, am ende eines der vielen bizarren barancos, den selbst einheimische nicht kannten ...

unser kleines auto mühte sich die unbefestigte strasse runter bis zum strand. die brecher kamen hier einen meter hoch herein und verloren am feinen sand ihre kraft. hundert meter weiter zerschellten sie lautstark mit getöse an den felsen. herrlich, diese naturgewalt zu sehen, zu hören und zu fühlen.

an einem der raren grasflecken, hinter einem bizarr geformten, den naturgewalten ausgesetzten busch, breitete ich eine decke aus. wir liebten uns, zwischen steinen, sand und meer. nur wir zwei und die sonne. danach lagen wir uns in den armen, sahen raus auf das grenzenlose, weite meer, als plötzlich ein schatten die so traute und liebevolle zweisamkeit störte. ein alter mann stand vor uns, mit sonnengebräuntem, ledernen gesicht mit vielen falten und lebendigen, jungen augen.

ich erschrack, das war der alte mann, der mir vor einigen wochen oder monaten eine völlig abgefahrene geschichte erzählte. "jetzt werde ich endlich mein versprechen von damals erfüllen! kommt mit!"

schnell kleideten wir uns an und folgten dem alten mann rüber, dort wo die brecher gegen die felsen ankämpften. er grub neben den felsen im sand und holte zwei hell leuchtende ringe in unsere realität. "diese beiden ringe stammen von meinen besten freunden, die ich damals auf atlantis hatte. sie trugen mir auf, diese ringe zu behüten. was eigentlich sinnlos war, denn jeder andere würde sofort sterben, wenn er versuchen würde, einen dieser ringe überzustreifen."

er nahm deine hand und steckte den kleineren ring an deinen finger. "jetzt weiss ich es wieder, dunja war ihr name! sie war damals die tochter des siebenten königs und eine der hüterin des geheimisses der allumfassenden liebe!" der alte mann nahm auch meine hand und steckte den zweiten ring an meinen finger. "du hast auch damals johannes geheissen. ihr habt geschworen, wenn ihr die ringe wiederfindet, bringt ihr beide der menschheit das geheimis der allumfassenden liebe bei!"

die ringe leuchteten. als bestünden sie aus mikroskopisch kleinen galaxien und gleissend leuchtenden sonnen. eine wunderbare ruhe kehrte am strand ein. kein brecher war zu hören, auch kein wellenschlag. ich nahm deinen kopf in meine hände, küsste dich zärtlich. unser beiden zungen spielten miteinander wie kleine kinder. nun spürte ich die wahre liebe und dass der alte mann damals, als ich ihn im gasthaus traf, die wahrheit sagte. ich hatte sie wiedergefunden ...

der alte mann war weg, als wir die umarmung lösten. nur dort, wo wir vorher gelegen sind, schaute uns ein puma an. er blinzelte scheinbar einige male, erhob sich geschmeidig und trottete langsam weg.

was wir nicht wussten, aber fühlten, zu jenem zeitpunkt, wo uns der alte mann die ringe ansteckete, die universelle liebe spürten, traf aus unserer zentralsonne ein rosa strahl die erde. ein strahl der liebe für alle, für die gesamte menschheit ....

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





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Kommentare:

Colombelle hat gesagt…

Unser Herz ist der Ort, von dem die umfassende Liebe ausgeht!

Nein das stimmt nicht.
Das Herz hat nichts mit Liebe zu tun.
Das Herz hat nur seine aufgabe wie alle anderen Organe des Körpers auch.
Das wars.
Liebe entsteht dort wo die Grenzen der Materie schon längst hinter uns liegen.
In der Seele!

Elfe hat gesagt…

Eine wundervolle Geschichte, es ist mir klar ist nicht das anatomische Herz gemeint, sondern die Stelle worauf wir zeigen, wenn wir von uns sprechen, die Seele oder das unendliche Bewusstsein, wie auch immer es genannt wird.

Ein Liebesstrahl so stark, dass Kriege und, und, und, nicht mehr nötig wären. Da sind wir alle gefragt mitzuwirken, Tag für Tag, wo wir uns gerade befinden. Packen wir es!
Liebe Grüsse
Elfe

Hannes hat gesagt…

"Das Herz hat nichts mit Liebe zu tun."

Versuch mal in dich hinein zu hören (nicht nachdenken!) und versuch zu spüren ob dieser Satz so stimmen kann.

Dieser Art sind die Schritte auf dem Weg zur allumfassenden Liebe. Denn wie der Autor schreibt - sie ist in jedem von uns.