Mittwoch, 21. Juli 2010

Wissen ist Macht

Wenn man die systemtreuen Mainstreammedien durchblättert oder online besucht, so scheint sich die Krise laufend abzuschwächen und durch die wieder angelaufenene Konjuktur ergeben sich fast bombastische Aussichten. Nach dem Motto: "Es wird eh wieder alles gut! ... eigentlich JETZT!"

Warum, frage ich mich, müssen dann laufend die Prognosen von sogenannten Experten und Wirtschaftsinstitutionen nach unten revidiert werden? Mir geht der Ausspruch des damaligen deutschen Finanzministers Peer Steinbrück nicht aus dem Kopf, der vor einiger Zeit sagte: "Wir glaubten das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, aber es war nur das Licht des entgegenkommenden Zuges!"

Wo bleibt die immer gross hinausposaunte Verantwortung und unabhängige Berichterstattung? Fast alle Artikel über das scheinbare Ende der Krise und den scheinbaren Konjunkturaufschwung lesen sich gleich. Du, lieber Freund, kennst ja das Prinzip von Copy & Paste (Kopieren & Einfügen). Es werden kritiklos fertig geschriebene und formulierte Meldungen der grossen Presseagenturen einfach in das Blattlayout übernommen. Sei es von der APA, DPA, Reuters, oder wie sie immer auch heissen.

Presseagenturen haben schon Sinn, denn sie sind die Sammler und Vertreiber von Neuigkeiten. Selbst wenn ein Sack Reis in China umfällt, kommt dies durch die internationalen Presseagenturen in die Redaktionsbüros. Dort wird selektiert, welche Meldung kopiert und übernommen wird. Darum liest man bei vielen Artikeln den identischen Text auch in verschiedenen Medien.

Dass die Krise abflaut, kann höchstens ein Gerücht sein, dass ein Perversling publizierte. Denn die aktuelle Situation wird, auch wenn es für die breite Masse nicht so aussieht, immer gefährlicher und brisanter. Wertvolle Informationen bieten in dieser Hinsicht die alternativen Medien und die Bloggerszene.

Nein, sie sind weder besser informiert, haben auch kaum Zugang zu anderen Informationen. Aber sie übernehmen nicht alle Meldungen kritiklos und recherchieren ein wenig. Man nennt dies investigativen Journalismus. Der fehlt offensichtlich in den systemtreuen Medien.

Vor einiger Zeit wurde eben in den alternativen Medien darüber berichtet, dass die deutsche Bundeskanzlerin alle grösseren Medien zu einem Gespräch einlud, wo sie restriktive Richtlinien aufstellte, die von den Medien zu befolgen wären. Auf deutsch, sie bat die Medienvertreter mit etwas Nachdruck darum, die Krise ein wenig positiver zu sehen, die positiv-manipulierten offiziellen Meldungen, allen voran manipuliertes Zahlenmaterial, entsprechend gross zu bringen und die etwas weniger positiven Meldungen nur kitzeklein zu halten oder gefliessentlich zu übersehen ...

Das Volk, die breite Masse, sollte desinformiert bleiben und von der nahenden Katastrophe (noch) nichts mitbekommen. Das geht soweit, dass kürzlich ein Manager aus der mittleren Managementebene (Versicherungsbranche) zu mir sagte: "Die Krise ist eigentlich schon vorbei, die Banken zahlen das Geld, das der Staat ihnen zur Rettung borgte, zurück ..." War´s das denn wirklich schon?

Natürlich sind Banken bestrebt, die Milliarden zurückzubezahlen, so schnell und so bald es geht, denn sonst hätte der Staat als beteiligter ein Wörtchen bei den unverschämt hohen Boni mitzureden!

Auch hatte er vom Bankenstresstest gehört, dass die europäischen Banken eigentlich im Ganzen recht gut dastehen. Sicher, sie hatten ja auch die Kriterien, wie der Bankenstresstest abgehandelt wird, mitbeschlossen. Eine sehr einseitige und nicht neutrale Sache, die dadurch kaum glaubwürdig ist und die wahre Situation verschleiert. Doch in den Medien wird Freitag ein im Grossen und Ganzen positiver Artikel stehen. Sicher einige wird man durchfallen lassen müssen. Denn zB. die österreichische Hypo-Alpe-Adria kann gar nicht positiv bewertet werden. Ebenso einige deutsche Landesbanken.

Was heisst das für uns, den Konsumenten der Informationen? Ich finde, wir alle haben die Pflicht, uns angesichts dieser gewaltigen Manipulation und Desinformation alternativ zu informieren. Wie heisst es so schön: Wissen ist Macht! Dabei geht es kaum um irgendwelche Einzelheiten, sondern die Sache als ganzes zu verstehen und zu wissen, wo die explosiven Schwachstellen versteckt sind! Dazu muss man auch verstehen, wie unser Geldsystem aufgebaut ist und wie es funktioniert. Erst dann kannst du verstehen, warum wir uns seit Jahren am Abgrund befinden und die Bombe jederzeit hochgehen kann.

Die Verschleierungs- und Lügenpolitik der Obrigkeit, aber auch der Medien, versucht, uns ein völlig anderes Bild zu vermitteln, als die Realität tatsächlich aussieht! Darum müssen auch immer wieder die zu rosarot formulierten Prognosen nach unten revidiert werden!

Nein, es geht nicht um Schwarzmalen oder eine Untergangsstimmung zu verbreiten. Es geht um seriöse und wahrheitsgetreue Berichterstattung, es geht um nicht manipulierte, nicht eingefärbte Information. Dass diese in den Mainstreammedien offensichtlich nicht möglich ist, beweist der Umstand, dass wir unsere Politiker noch nicht davon gejagt haben und sie immer noch auf ihren Sesseln sitzen und heisse Luft reden!

Ein Beispielthema gefällig? Nehmen wir die Pensionen. Seit Jahren wird davor gewarnt, die Pensionskassen könnten irgendwann einmal pleite sein. Weil mehr ausbezahlt werden muss, als eingenommen wird. Noch vor Kurzem erklärten einige Politiker, die Pensionen seien eigentlich gesichert! Die Medien übernahmen natürlich diese Meldung und der Franz auf der Strasse war beruhigt. Doch seit einiger zeit stehen alle Pensionskassen vor existentiellen Problemen! Die Pensionen - im heutigen Pensionssystem - sind nicht gesichert. Viel ärger, es drohnt ein Kollaps des gesamten Pensionssystems und damit droht auch eine pauschale Volkspension. Die, wie du dir denken kannst, nicht sehr hoch sein wird. Entsprechend vorzusorgen, wäre Pflicht ... doch nicht mit anderen, privaten Pensionssystemen, wie Versicherungen, diese werden ebenfalls kollabieren. Auch nicht mit irgendwelchen Papierwerten oder Sparbüchern. Diese taugen ebenfalls in absehbarer Zeit nur zum Tapezieren oder zum Einheizen! Wirkliche, sichere Pensionsvorsorgen kann nur in nachhaltigen, krisensicheren Werten angelegt werden. Dazu zählen Edelmetalle, kleine Bauernhöfe, etc. Edelmetalle wie Gold und Silber sichern das Vermögen und werden es erhöhen. Ein kleiner Bauernhof oder ein Häuschen mit Garten kann zumindest die Nahrungsmittelversorgung sichern.

Sich umfassend und ausführlich zu muss Pflicht sein, hinter den uns präsentierten Vorhang zu schauen, ebenfalls. Wer das nicht macht, geht unter, wie die meisten anderen auch!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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