Mittwoch, 7. Juli 2010

Die Quadratur des Kreises

Die offensichtliche Ausweglosigkeit aus der Krise ist - so meine ich - jedem meiner geschätzten Leser klar. Alle bisherigen Bemühungen, sofern sie auch ernst gemeint waren und nicht nur scheinbare und mediengerechte Politikeraktionen waren, haben wenig bis nichts gebracht und die Krise weder national noch international in irgendeiner Weise entschärft oder eingedämmt. Im Gegenteil, sie geht unvermindert und beschleunigt weiter. Hin und wieder war eine kurzfristige Verzögerung zu spüren, aber es ging unvermindert und immer schneller weiter nach unten. Nun sind fast alle möglichen Ressourcen verbraucht, die Munition weitgehend verschossen. Ein weiterer Krisenhöhepunkt kann wahrscheinlich kaum mehr irgendwie bekämpft werden. Erinnern wir uns an den Beschluss des gigantischen 750 Milliarden Euro-Rettungspaketes, das so sinnlos und stumpf wie ein alpenländischer "Krotenfeit´l" ist. Geglaubt hat in Wirklichkeit sowieso keiner daran. Es war, so wie ich es sehe, nur als eine relativ kurzfristige Beruhigung der Finanzmärkte gedacht, denn einige Staatsanleihen sind damals gerade im Explodieren gewesen (Frankreich, Spanien). Und wie sollen, bitte schön, eine Gemeinschaft von Bankrotten und fast Bankrotten sich mit einer unvorstellbar hohen und nicht existenten Summe gegenseitig helfen? Ein völlig unmögliches Unterfangen!

Nun schlagen viele Regierungen einen Weg ein, der ebenfalls nicht die Wende bringen wird, in vielen Ländern höchstens reine Kosmetik ist und in jedem Fall die Wirtschaft abtötet. Man beginnt - oder möchte zumindest - sparen. Wenn ich höre, wieviel die jeweiligen Regierungen tatsächlich einsparen wollen, so muss man zwei Faktoren besonders beachten, die so nicht kolportiert werden. Man spart an der Überschuldung. Das heisst nicht, dass keine neuen Schulden gemacht werden, nur die sollten halt nicht mehr so exoritant hoch sein. Man richtet sich nach dem Maastricht-vertrag und versucht, die Neuverschuldung unter 3% des BIP zu halten. Also wenn ihr mich fragt, Sparen schaut anders aus! Wirklich sparen wäre, keine Neuverschuldung mehr zuzulassen und angelaufene Schulden abzutragen. Doch das ist in Sozialstaaten, wie sie in Europa existieren, politisch nicht möglich. Nicht nur, dass man die staatliche Verwaltung, sprich den Beamtenapparat rigoros verkleinern müsste, sondern auch die Steuern, die ohnehin sehr hoch sind, zusätzlich erhöhen und Sozialleistungen in allen Bereichen zurückfahren müsste, auf ein absolutes Minimum.

Der negative Effekt durch die Restriktionen und Einsparungen ist natürlich ein rückläufiger Konsum und eine rückläufige Produktivität. Dies heisst, die Menschen geben weniger Geld aus und der Finanzminister bekommt weniger Steuern. Noch dazu werden auch Arbeitsplätze abgebaut und die Insolvenzen steigen. Immer weniger Geld ist real im Umlauf, das Sparen des Staates wird durch erhöhte Arbeitslosigkeit fast nicht möglich. Ein Teufelskreis!

Der andere Weg wäre die Verschuldung genauso weiter zu erhöhen, wie bisher. Also kein staatliches Sparprogramm, sondern der amerikanische Weg. Drucken wir einfach mehr Geld ... irgendwer wird´s schon ausgeben! Allerdings, um Schulden machen zu können, braucht man Kreditgeber. Diese leihen zwar Geld gerne her. Sie investieren, aber nur dann, wenn es fette Zinsen gibt und eine relative Sicherheit, sein Investment wieder zurück zu bekommen. Wenn ein Staat völlig überschuldet ist und die Wahrscheinlichkeit immer höher wird, dass jeder geborgte Euro weg sein wird, wird die Suche nach Kreditgebern immer schwerer. Die Kreditzinsen steigen exorbitant an. Und irgendwann ist absehbar, dass, geschweige das Kapital, sondern auch die Zinsen nicht mehr bedient werden können. Und lass dir gesagt sein, mein Freund, die Krise ist unbeeindruckt von einer möglichen Neuverschuldung.

Die Krise selbst ist nicht positiv oder negativ, sie zeigt nur auf, dass unser System an seine Grenzen gestossen ist, nicht mehr funktionieren kann und eine radikale Veränderung durchmachen muss!

Die einzige wirkliche Lösung ist die sprichwörtliche Quadratur des Kreises!

Ein komplett neues System, das eine völlig neue Grundlage und völlig neue Regeln benötigt! Ein system, das nicht korrupt, nicht elitenbildend, nicht menschenverachtend und nicht nur auf Macht und Profit aufgebaut ist.

Freunde, das derzeit herrschende System, oder besser gesagt, alle derzeit herrschenden Systeme erfüllen diese Vorgaben nicht im geringsten. Sie sind allesamt Auslaufmodelle und siechen nur mehr ächzend dahin. Der Todesstoss ist bisher ausgeblieben, wird aber unvermeidlich und in aller Brutalität - und für die meisten völlig überraschend - kommen, ja, kommen müssen.

Wir leben in einem Zeitfenster der Veränderung, der Evolution und des Neuem. Warum halten wir an einem veralteten, versteinerten System fest, das uns allen eindringlich aufzeigt, dass es bereits Geschichte ist! Nur, wir wollen es nicht wahrhaben, weil die Abwendung und die Veränderung unbequemer ist, als den trügerischen, illusorischen Wohlstand einfach weiter zuleben. Wir sind keine Menschen, sondern Strausse, die ihren Kopf in den Sand stecken und glauben, was sie nicht sehen, kann nicht sein. Wir sind eine Welt voll macht- und geldgieriger Ignoranten, die nur zurück und nicht nach vorne schauen ... denn sonst hätten wir schon lange unsere Regierungen zum Teufel gejagd, Konzerne unseren wirklichen Bedürfnissen angepasst, die Armeen aufgelöst und die Fesseln unserer Abhängigkeiten abgestreift. Ja, ja, ich weiss, schöne Worte, doch irreal und fiktionär.

Ich möchte hier einen Bloggerkollegen (ipbblog.blogspot.com) zitieren, der eine kleine Geschichte von Greg Bradden bringt, der in die entlegensten Ecken der Welt gereist ist, um Material für seine Studien zu sammeln Er traf schließlich auf eine irgendwo in Tibet völlig isoliert lebende Nomadin. Als erstes, sozusagen als Begrüßung, fragt sie ihn, ob er um die anstehenden Veränderungen wüsste, die bald über die Menschen kommen werden. Er formuliert es daraufhin in seinem Buch „Fractal Time“ so: „Es scheint, als wüsste jeder auf diesem Planeten Bescheid, nur wir „modernen Menschen“ nicht.“ Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Veränderung ist unbequem, bedeutet Arbeit und impliziert eine mehr oder weniger grosse Ungewissheit, der wir uns aussetzen müssen. Doch es wird es wert sein - oder anders formuliert, es wird uns nicht erspart bleiben!



Anmerkung: Die Quadratur des Kreises ist ein klassisches Problem der Geometrie. Die Aufgabe besteht darin, aus einem gegebenen Kreis ein Quadrat mit demselben Flächeninhalt zu konstruieren. Sie gehört zu den populärsten Problemen der Mathematik. Jahrhundertelang suchten neben Mathematikern auch immer wieder Laien vergeblich nach einer Lösung. (de.wikipedia.org)







Veranstaltungsempfehlung:



Verpassen Sie nicht dieses spannende und unterhaltsame Event am 14. Juli 2010 an der Uni Graz: Jacque Fresco und Roxanne Meadows sind mit 30 Vorträgen rund um den Erdball verteilt, seit April unterwegs und Ihre Reise wird bis ende Oktober andauern. WIr haben das große Glück noch einen Termin in ihrem randvollen Kalender bekommen zu haben und laden Sie recht herzlich ein mit uns auf eine Reise in die Zukunft zu gehen. Verpassen Sie nicht dieses einmalige Event in Graz. Nach dem Vortrag von Roxanne Meadows und Jacque Fresco haben alle Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. Der Vortrag wird sehr Unterhaltsam sein denn Jacque ist ein unermüdlicher Redner und freut sich schon auf Ihre kritischen Fragen. Es wird ein Event das Sie nicht so schnell wieder vergessen werden und wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie am 14. Juli an der Uni Graz begrüßen dürfen.

TVP Austria Team. (venusprojekt.at)

PS: Der Vortrag wird in englischer Sprache abgehalten und wir bitten Sie dies zu berücksichtigen und bitten auch um ihr Verständnis, dass wir keine Übersetzung anbieten können, da der Termin sehr kurzfristig entstanden ist. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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1 Kommentar:

colombelle hat gesagt…

Ein komplett neues System, das eine völlig neue Grundlage und völlig neue Regeln benötigt! Ein system, das nicht korrupt, nicht elitenbildend, nicht menschenverachtend und nicht nur auf Macht und Profit aufgebaut ist.

Wird nie kommen.

Dies wird aber dann kommen---->KRIEG

Danach wird das alte System wieder installiert und der ganze Mist geht von vorne los.
Mann kann es mit einem PC vergleichen der am ende von Windof so vollbepackt ist mit Müll biss dass nix mehr geht,dann muss formatiert werden,und das alte Müllsystem wieder drauf.