Mittwoch, 9. Juni 2010

Die Büchse der Pandora wurde geöffnet

Die Umweltkatastrophe von BP nimmt immer katastrophalere Ausmasse an. nicht nur, dass offensichtlich wichtige Sicherungsvorkehrungen nicht eingehalten wurden, ist der Golf von Mexiko nicht nur sehr reich an Erdöl, sondern auch extrem gefährlich. warum?

Wie jetzt bekannt wurde, strömt Öl nicht nur aus dem Bohrloch, sondern der Druck presst das Öl durch das brüchig geworde Bohrloch und tritt aus dem Meeresboden aus. Jetzt wird auch klar, warum die Amerikaner an einem Plan arbeiten, den betroffenen Meeresboden mittels einer kleinen Atombombe zu versiegeln. Durch die enorme Hitze der Explosion würde Gestein am Meeresboden schmelzen und so alle Risse und Löcher versiegeln. Dabei gibt es aber auch ein enormes Risiko. Da sehr viele Ölförderplattformen im Golf von Mexiko stationiert sind, ist der ursprünglich feste Meeresboden durchlöchert und somit brüchig und durchlässig geworden. Es ist nicht vorauszusehen, ob nicht, wenn ein Loch geschlossen wird, andere bilden und erneut Öl austritt.

BP ist weitgehend ratlos und kann nur zusehen, wie täglich Unmengen von Erdöl aus dem Meeresboden austreten. Keine der bisher angewandten methoden hatten auch nur den Funken einer Chance, diesen Strom versiegen zu lassen. Selbst wenn man jetzt das Bohrloch selbst verschliessen könnte, so hat sich das unter grossen Druck stehende Öl seinen Weg selbst gesucht. Dadurch ist die Schicht zwischen Meeresboden und Erdöllager durchlässig geworden. Die Büchse der Pandora ist geöffnet worden.

Bisher wurden nur die nördlichen Gebiete des Golfes verschutzt. Teilweise hat es dort auch schon sogenannte Todeszonen gegeben. Das sind Zonen in den Meeren, wo durch die Verschutzung des Menschen kaum mehr Leben möglich ist. Der Schaden bisher ist schlicht gigantisch! Nun wird das Öl durch die Meeresströmung weiter verteilt. Die ersten Ausläufer sind bereits im Golfstrom. Dadurch kann, sollte es nicht vorher verklumpen, bis Europa vordringen, eventuell sogar bis an die Küsten Afrikas.

Gefürchtet wird nun auch die Hurrikansaison, die schon begonnen hat. Hurrikans sind unberechenbar, vor allem was den Ölteppich anbelangt. In jedem Fall ist ein grosser Teil der Karibik und die amerikanische Süd- und Ostküste sehr gefährdet, für länger Zeit verschmutzt zu werden. Wenn sie es ohnehin nicht schon ist.

Das Poltern und Rechnungschreiben des Präsidenten Obama ist eine Alibihandlung für die Öffentlichkeit. Denn, die Risiken waren bekannt, doch Ölförderung im Golf wurde erlaubt. An der Südküste der USA sind über 3.800 Ölbohr- und Förderplattformen in Betrieb! Abzusehen war, dass irgendwann grösseres passieren wird.

Das unkontrollierte Auswerfen von Erdöl nennt man Blowout. Und man kennt die Bilder aus den Anfängen der Erdölindustrie, wo dieser schwarze Strahl kostbaren Öls aus der Erde schiesst.

Bereits 1979 hat es auf der Ölbohrinsel Sedco im Golf von Mexiko einen Blowout gegeben. Doch damals lag das Bohrloch in einer Tiefe von 50 Metern. Jetzt muss man mit einem Blowout in 1.500 Metern Tiefe fertig werden!

BP stürzt an den Börsen ab, es könnte sein, dass die zu erwartenden Kosten für den britischen Mineralölkonzern nicht mehr zahlbar werden, vor allem weil auch Riesensummen an Schadenersatzzahlungen erwartet werden. Und noch ist aber kein Ende in Sicht!

Die Schätzungen, wieviel Öl tatsächlich austritt, differieren ziemlich. Das heisst, es weiss niemand auch nur annähernd, wie gross der Schaden ist und noch werden kann.

Paralellen zur Finanz- und Wirtschaftskrise sind durchaus angebracht. Auch hier ist das Schiff weitgehend steuerlos geworden und alle Lösungsversuche verdampfen, wie der sprichwörtliche Tropfen auf dem heissen Stein.

Ich möchte nicht schwarzmalen, eben weil jede Prognose auch von Experten und Spezialisten bisher völlig falsch war, aber es könnte sein, dass es nicht nur ein karibisches und amerikanisches Problem ist, sondern sich zu einem weitgehend globalen, zumindest gesamt-atlanischen ausweiten kann. Und das ist die Büchse der Pandora! Und selbst wenn die Amerikaner Nukleartechnik einsetzen und dieses Loch verschlossen wird, der Ausgang ist in jedem Fall katastrophal und langfristig völlig unberechenbar ...

Ich selbst bin im Normalfall einer der Ersten, der einen solch sorglosen Konzern wie BP boykottiert. Doch, diese Sorglosigkeit haben alle an sich, die in den Meeren nach Öl suchen ... eben, weil bisher die Katastrophe ausblieb. Es muss ein gewaltiges Umdenken stattfinden. Also müsste ich ebenso Shell, Esso, etc. boykottieren. Doch ich kenne den Pächter der örtlichen BP-Tankstelle recht gut, der durch solche Boykott mehr Schaden erleidet, als der Konzern selbst! Also werde ich weiterhin bei der nahegelegenen BP-Tankstelle Kunde sein, weil sie den freundlichsten Service und die zuvorkommenste Bedienung haben ...








Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Früherer NATO-Generalsekretär räumt ein, dass Bilderberger globale Politik festlegen - Trotz gegenteiliger Stimmen, die anderes behaupten, wird auf den Bilderberg-Treffen eine politische Agenda abgesteckt, die anschließend weltweit in Kraft gesetzt wird. (propagandafront.de)

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1 Kommentar:

nebelmaschine.at.vu hat gesagt…

Hallo Johannes,

guter Artikel. Bin deiner Meinung. Wenn sie es nicht schaffen die Leitung tiefer unten mit einer Alternativbohrung zu treffen und abzusaugen, bleibt ihnen nur die Möglichkeit eine Atombombe dort zu Zünden.

Das wiederum würde gegen Völkerrecht verstoßen. Aber das sehen die USA eh nicht so eng!