Montag, 28. Juni 2010

500 Milliarden Dinar & die G20

Nach einem Kurzbesuch in Belgrad (Serbien), hat mich Graz wieder. Und ich habe ein Souvenier mitgenommen, einen Geldschein des alten jugoslawischen Dinars im Wert von 500 Milliarden!!! ... ausgegeben 1993, am Höhepunkt der Inflation. Ist solche eine Summe auf einem Euroschein auch bald möglich?

Serbien wies im Vorjahr ein Wirtschaftswachstum von fast 10% auf. Ein Hoffnungsmarkt in Europa - trotz aller Vorurteile. Mir gefiel die Stadt sehr gut. Ich habe, gemeinsam mit meiner Freundin, auch das Grabmahl und das Museum Josip Broz Titos besucht, der bekanntlich von vielen Serben und anderen Völkern von Ex-Jugoslawien noch immer verehrt wird. Er war übrigens ein Pazifist, Tito ...

Die Stadt pulsiert unglaublich, die Menschen sind sehr freundlich und hilfbereit und es warten einige Überraschungen für interessierte Besucher. Belgrad ist wirklich eine Reise wert!







Während diesem Wochenende fand auch der G-20-Gipfel in Kanada statt. Kanada liess sich diese völlig überflüssige veranstaltung über 800 Millionen Euro kosten! Geld, dessen Verwendung insofern in Frage gestellt wird, weil wir bereits aus der Vergangenheit wissen, dass hier keine wie auch immer gearteten Übereinkünfte oder Beschlüsse zustande kommen. Im Gegenteil, die Kluft zwischen den einzelnen Teilnahmestaaten wird sichtlich grösser!

Bedenklich ist aussdem auch die Demonstrationen und Ausschreitungen bei jedem G-20-Gipfel. Aber sie haben ihre Berechtigung, denn das Volk wird ständig übergangen. Lobbies haben die Macht, Politiker, selbst Obama, Sarkozy oder Merkel, sind bloss ausführende Marionetten ... sonst nichts. Die Forderungen der Lobbies müssen erfüllt werden. Egal, was das Volk dazu sagt. Würde man völlig naiv darüber nachdenken, dass Bürger jener Staaten, deren Regierungschefs sich zusammensetzen und im Grunde eigentlich nichts Produktives schaffen, umhegt, wie die sprichwörtliche Made im Speck und beschützt werden müssen, mit einem schier unglaublichen Polizei- und Militärapparat, dagegen demonstrieren, weil ihnen das Versagen, die Lügerei und die Selbstherrlichkeit dieser eigenartig skurrilen Berufgruppe den Zorn hochtreibt. Absolut verständlich! Denn parallel zur Verschärfung der Krise und der immer offensichtlicher werdenen Ausweglosigkeit, suchen die G-20-Teilnehmer gar nicht nach Lösungen. Sie reden, streiten und fahren nach kurzem Aufenthalt wieder nach Hause ... das war´s! Zurückbleiben geplatzte Träume, nicht erfüllte Hoffnungen und die Gewissheit, von ihnen verraten worden zu sein. Aber anders gefragt, was erwarten wir uns eigentlich noch von diesen Versagern?

Wobei, auch das Versagen bringt neue Perspektiven, wie man jetzt aus Griechenland hört. Dort haben die vergangenen Regierungen versagt und den Staat in den Bankrott geführt. Nun ist ein Sparpaket beschlossen worden, das angeblich, laut internationaler Systempresse, vom Volk befürwortet wird. Welch Scheiss hier wieder geschrieben wird. das griechische Volk steht nicht zum Sparpaket ... ist auch klar, denn es bedeutet, dass der Staat bei jedem ins Geldbörsel greift! Wer will das? Dass in solchen Situationen plötzlich "politische Wunderheiler" in ihrer ganzen Populistik und Demagogie hochgespült werden und plötzlich als radikale Gegner des Sparpaketes und der internationalen Hilfe, die eigentlich nur aus hochverzinsten Krediten besteht und das Land völlig umbringen wird, auftreten, war vorauszusehen. Dass diese einen noch grösseren Schaden anrichten werden, ist zu erwarten. Denn die Notwendigkeit das System als solches zu überdenken, geht allen Politikern und Pseudopolitkern höchstens am Arsch vorbei ...

Streiten sich Europa und die USA darüber, was wohl sinnvoller wäre, entweder weiterhin exzessiv Schulden zu machen oder einen rigorosen Sparkurs einzuschlagen, darf man, und dabei braucht man gar kein akademischer Ökonom sein, darauf wetten, dass beide Richtungen das selbe Ziel ansteuern ... nämlich den Abgrund, den Zusammenbruch. Der Weg der exzessiven Überschuldung führt mittelfristig in eine enorme Hyperinflation ... der 500 Milliarden-Geldschein aus dem ehhemaligen Jugoslawien ist ein stummer Zeuge einer ausser Kontrolle geratenen Inflation. Nicht so schlimm, weil es eben nur ein kleines Land betroffen hat. Wenn der Dollar, Euro oder das Pfund ebenso ausser Kontrolle geräen, weil viel zuviel Geld ohne Gegenwert und unglaubliche Schulden erschaffen wurde, reisst es die halbe Welt in den Abgrund ... Wenn der andere Weg eingeschlagen wird und der Staat glaubt, sich über Sparmassnahmen, Steuererhöhungen und die Einführung neuer Steuern mittelfristig sanieren könne, liegt er auch falsch. denn dadurch tötet man die Wirtschaft. Arbeitslosigkeit, Insolvenzen und Steuerrückgänge sind die Folge. Schlussendlich muss wieder viel Geld gedruckt oder als Kredit aufgenommen werden. Mittelfristig ebenfalls der tödliche Absturz in einem gewaltigen Kollaps. Und Mittelweg gibt es keinen!

Die einzige Lösung ist ein neues System, das sich vom bisherigen völlig unterscheidet. Doch das hiesse, die Macht der Eliten zu beschneiden und das lassen sie mit Sicherheit nicht zu!

Damit liegt dem Niedergang unserer Kultur, unseres Systems nichts mehr im Wege.

Jetzt beginnt die Sommerzeit. Glaube den Medien nicht, die in den kommenden Wochen das abgelutschte Lied "Die Krise ist vorbei, es geht wieder aufwärts!" anstimmen. Wir sind an einem sehr gefährlichen, äusserst sensiblen Punkt angelangt, wo jederzeit das System kollabieren kann. Sogar Barroso musste zugeben: "Das Pulver ist verschossen!"

Wir alle sitzen in einem Schiff, das steuerlos in der Brandung treibt und darauf wartet, an den Klippen zu zerschellen ... es ist nur die Frage: "Wann?"

Jetzt Lebensmitttel auf Vorrat einzulagern, das Bargeld und die Papierwerte in den sicheren Hafen von physischem Gold- und Silber zu bringen und sich vor allem mental auf das Schlimmste gefasst zu machen, daran kommt niemand mehr vorbei, der ein wenig Verantwortungsgefühl sich selbst und seiner Familie gegenüber hat. Das ist nicht Schwarzmalerei, sondern leider Realität, bitterer Ernst!




Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



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Was man sich für die teuren G8/G20-Gipfel kaufen könnte (handelsblatt.com)

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Paul Noel: “Wenn der Tiefseeboden kollabiert, haben wir ein Problem” (infokriegernews.de)



Banken fürchten Massenpanik - Europäische Banken kassierten Hunderte von Milliarden, um die Finanzkrise zu bewältigen, ohne Rechenschaft über ihre eigene Wirtschaftlichkeit ablegen zu müssen. Jetzt soll ein Stresstest die Risiken in ihren Bilanzen öffentlich machen – was eine Massenpanik an den Märkten auslösen könnte. (kopp-verlag.de)

Euro-Rettung könnte "teurer" werden - Euro-Fonds könnte noch teurer werden - das befürchten jetzt Politiker, nachdem sie den Vertrag noch mal genau durchgelesen haben: Sollte ein Mitgliedsstaat nicht in der Lage sein, seinen Beitrag zu leisten könnte dann der Anteil dieses Staates auf die anderen Staaten übertragen werden. (mmnews.de)

Banken könnten den Aufschwung abwürgen - Maschinenbauer und IG Metall sind nicht die größten Freunde – zu unterschiedlich sind die Interessen von Verband und Gewerkschaft. Normalerweise. Denn gemeinsame Feindbilder schmieden besondere Bündnisse. Das Feindbild: die Banken. Das Problem: Mindestens die Hälfte der deutschen Maschinenbauer erhält Kredite nur noch zu erheblich verschlechterten Bedingungen. Das könnte den Aufschwung abwürgen. (handelsblatt.com)

London will 17 Milliarden Pfund sparen - Lohnstopp bei Beamten, kräftige Mehrwertsteuererhöhung, Kürzungen bei Sozialleistungen und Einführung einer Bankenabgabe. (derstandard.at)

Angriff auf Iran - Iranische Nachrichtenagentur: Flugzeuge der israelischen Luftwaffe auf saudischer Luftwaffenbasis gelandet. Nicht näher identifizierte Fracht ausgeladen. Vorbereitung auf Militärschlag gegen die iranischen Atomwaffenanlagen. Iran: Kriegszustand an nordwestlicher Grenze wegen Aktivitäten auf US-Militärbasen im benachbarten Aserbaidschan. (mmnews.de)

FBI beißt sich an verschlüsselten Festplatten die Zähne aus - Disks eines brasilianischen Bankiers waren unter anderem mit Truecrypt gesichert - Nach einem Jahr Knackversuche aufgegeben. (derstandard.at)

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1 Kommentar:

colombelle hat gesagt…

Die werden wohl alles auf eine Karte setzen um ihre ganzen Probleme zu lösen.

So in dem Stil,Zehn Fliegen mit einem schlag.

Tja und dafür bietet sich zufälligerweise der Iran eben wie geleckt an.
Der könnte noch soviel tun um seine Atompolitik transparent und ihnen klarmachen dass es nur um Zivile Ziele geht alles Quatsch,sogar wenn oblami persönlich die ganzen Anlagen besichtigen würde,würde alles nix nützen.Trotzdem würden sie den Iran angreifen.
Der Iran ist ein gefundenes fressen und mittel zum zweck.

Noch bevor die ganze Scheisse ihnen um die Ohren fliegt,und bevor auf irgend einem Schein 500 Milliarden gedruckt wird,werden sie dafür sorgen dass es gewaltig donnert da unten.Vielleicht auch bei uns wenns rund geht.

Andere Menschen bluten lassen,für das versagen der Politiker,und die Gier der Bankster.
Supi so gehts auch.

Und schon sind alle Probleme aus der Welt geschafft.

Dies ist aber nur meine ganz persönliche meinung,und ich hoffe dass ich auf dem Holzweg damit bin.