Dienstag, 11. Mai 2010

Währungsreform noch im Mai?

Auf vielen Webseiten und Foren im Internet wird derzeit über eine mögliche Währungsreform berichtet und diskutiert. Als wahrscheinliche Termine werden die beiden Mai-Wochenenden 15./16. und 22./23. angegeben. Allerdings befindet sich jede Diskussion über dieses Thema in einem hochspekulativen Bereich. Beweise gibt es absolut keine, die Indizien werden aber immer mehr und gewichtiger. Auch logisch rationelle, sowie politische und finanztechnische Gründe sprechen immer stärker dafür. Ich versuche heute, dieses Thema zu analysieren. Aber Achtung, auch bei dieser, zugegeben, von einem Laien, versuchte Analyse, bewegt sich ebenfalls in einem hochspekulativen Bereich. Nichts muss, aber alles kann sein!

Beginnen wir mit dem Betreiber der wohl erfolgreichsten "Doom-Seite" hartgeld.com im deutschen Sprachraum, mit Walter Eichelburg. Er meint, dass die Zeit sehr drängt und Deutschland aus der immer höher werdenden Schuldverpflichtung gegenüber bankrotte Euro-Staaten aussteigen muss. Eine Währungsumstellung von Euro auf eine mögliche Deutsche Mark 2 muss plötzlich und überraschend kommen, denn wenn es bekannt werden würde, würde der Euro ins Bodenlose fallen. Die neuen Geldscheine sind offensichtlich schon gedruckt, sie müssen nur mehr verteilt werden. Starke Indizien sind viele Geld- und Zahlungssysteme, die besonders an diesem Wochenende aktualisiert werden. Einige Unternehmen führen auf Kassabons und Rechnungen bereits wieder zwei Währungen an (den Euro und die DM bzw. auch den ATS). Die Währungsumstellung ist auch mit einem "Haircut" verbunden, das heisst, Papierwerte, wie Kontenguthaben, Sparbücher, etc. werden weitgehend wertlos oder bringen hohe Verluste. Ob Österreich daran beteiligt ist, traut sich Walter Eichelburg nicht zu prognostizieren, dazu gibt es zu wenig Informationen, aber denkbar ist es. Neben Deutschland soll auch Frankreich am Ausstieg aus dem Euro arbeiten. Alles über den Euroausstieg Deutschlands und den Reaktionen der Leser unter "hartgeld/good-bye-euro" und das PDF-Dokument "Achtung Währungsreform!".

Politik-Global, nicht eine jener Seiten, die ich oft besuche und schon gar nicht weiterempfehle, weil sie für meine Begriffe zu dogmatisch ist und Ängste schürrt. Rumpelstilz, wie sich der Betreiber dieses Blogs nennt, hat schon für Jänner eine gross angelegte Währungsreform vorausgesagt. Danach schob er diesen Termin immer weiter hinaus. Jetzt sollte seinem Informationen zufolge die Währungsreform am nächsten Wochenende stattfinden, also 15./16. Mai. Der meines Erachtens zu reisserische und sensationsheischende Blog liegt vielleicht bei einigen Dingen richtig, doch das meiste kann ich auf Grunde seiner Aufmachung nicht glauben ... vor allem, er führt kaum glaubhafte Informanten an.

Michael Mross (mmnews.de) beteiligt sich kaum an den Prognosen zu einer möglichen Währungsreform, ist aber überzeugt, dass der Euro heuer noch crasht. Mross ist gut informiert, seine Artikel wirken kompetent und vielleicht gerade deshalb hält er sich aus diesem Thema vorsichtshalber heraus.

Das Gelbe Forum (dasgelbeforum.de.org), dessen Thematiken nicht nur interessant sind, sondern offensichtlich auch von gut informierten Mitgliedern erstellt werden, bringt wenig über eine möglicherweise kurz bevorstehende Währungsreform Deutschlands.

Bei den Mainstreammedien, auch sensationsgeile wie die Bild, habe ich den Eindruck, sie bereiten uns bereits darauf vor. Medien, wie die Bild erreichen sehr viele Leser und haben deshalb auch einen grossen Anteil an der Meinungsbildung der breiten Masse. Abgesehen davon, wie man selbst über die Informationsqualität denkt! Aber die Bild bringt seit einigen Wochen reisserische Titelstories zum Thema Deutsche Mark 2. Aber auch in diversen intellektuellen und wirtschaftlich orientierten Medien treffen wir immer öfters auf Artikel über dieses Thema.

Also telefoniere ich mit einigen Bekannten. Mein Freund, der im Vorstand einer grossen österreichischen Bank sitzt und dessen Wortspenden und Ansichten ich schon einige Male publizierte, sagt: "Derzeit ist, seinen Informationen nach, dieses Thema in Österreich nicht relevant!" Über Deutschland weiss er zu wenig, aber auf Grund der Situation, ist er überzeugt, dass Deutschland schnell und vor allem radikal handeln muss, sonst handeln sie sich noch Probleme ein, die wirklich unbewältigbar sind. Ja, er hält einen Ausstieg aus dem Euro von Deutschland und auch Frankreich für möglich, auch binnen sehr kurzer Zeit.

Einer, der den deutschen Finanzmarkt und die deutsche Bankenlandschaft seit mehreren Jahrzehnten sehr gut kennengelernt hat und in dieser Branche tätig ist, sagte mir am Telefon, dass er sicher sei, dass Deutschland kurz vor dem Ausstieg aus dem Euro stünde, denn die übernommenen Schuldverpflichtungen wären unmöglich zu bewältigen. Deutschland muss raus aus dieser Währung und wieder eine eigne einführen. Damit würde auch das Vertrauen der Bürger in die zuletzt ziemlich unglaubhafte Politik wieder hergestellt. Obwohl das nicht heisst, dass die neue Währung, wie immer sie auch genannt wird, tatsächlich den hohen Erwartungen gerecht wird. Ja, er rechnet nach der angekündigten Merkelansprache am Samstag mit der Ankündigung einer Wiedereinführung der Deutschen Mark.

Schauen wir uns doch mal die immer drückender werdenden Indizien an. Ich betone nochmals, ich prognostiere weder eine Währungsreform, noch den Zeitpunkt einer solchen. Du, mein lieber Freund, musst für dich entscheiden, was du glauben sollst oder nicht. ich handle jedenfalls nach dem Motto: "Lieber zwei jahre zu früh, als eine Stunde zu spät!"

  • politisch macht es Sinn, wenn Deutschland aus dem Euroverbund aussteigt und gigantische Verpflichtungen los wird.

  • es werden an den nächsten Wochenenden sehr viele Geld- und Zahlungssysteme aktualisiert bzw. umgestellt. Zuviele für ein "normales Wochenende" im Mai.

  • viele Kassabons und Rechnungen weisen wieder die alten Währungseinheiten auf - oder gar keine, nicht einmal den Euro.

  • Deutschland hat 14 neue Gelddruckmaschinen und 9 Münzprägemaschinen angekauft, diese sind schon Monate lang in Betrieb. Angeblich eignen sie sich nicht für bestehende Eurobanknoten und Euromünzen.

  • immer mehr Menschen berichten von unerklärlichen Vorgängen bei Banken, so wie Lieferungen von Kisten mit grossem Geleitschutz, die nicht dem Standard entsprechen (laut Anrainer, der neben einer deutschen Bank wohnt).

Ausführlich hat dieses Thema Robert Klima dokumentiert: Gibt es bald eine Währungsreform? (hartgeld.com)

Freunde, wir werden bald wissen, wer recht hat. In jedem Fall sollte man sich darauf vorbereiten. Denn wenn die Währungsreform nicht schon im Mai durchgeführt wird, heisst das nicht, dass diese nicht kommt! Also, am Ball bleiben und informieren, weil, schon eine Stunde zu spät, ist unwiderruflich zu spät! Wenn eure Sparbücher und Versicherungen nichts mehr wert sind, kann man nicht mehr das Rad der Zeit zurückdrehen ...







Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)



Meldungen:



Ron Paul: Euro Rettungspaket wird zum Währungskollaps führen (ronpaul.blog.de)
Auf die Börsen-Euphorie folgt die Ernüchterung (kurier.at)
Das war ja kurz - Euro fällt wieder (alles-schallundrauch.blogspot.com)
IWF: Heimliche Machtübernahme in Europa (infokriegernews.de)
Österreich bei Steuerlast im Spitzenfeld (kurier.at)
Griechenland beantragt erste Zahlung (manager-magazin.de)
Moody's droht Euro-Sünder-Ländern (handelsblatt.com)
Amerika schlittert in die Schulden-Katastrophe (spiegel.de)
Hypothekenkrake mit weiteren Verlust (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)



Den Bürgen wird man würgen - Wenn noch ein weiterer Beweis dafür erforderlich war, daß die Politiker höheren Interessen dienen als denen des Volkes, so ist er durch die Rettung der Banken, die in südeuropäische Staatsanleihen investiert haben, erbracht. (mmnews.de)

Geldmarkt sendet Krisensignal - Gewaltige Summen stellen EU und IWF für die Rettung der Euro-Zone bereit. Die EZB flutet das Finanzsystem. Doch der Effekt ist begrenzt: Schwachen Adressen fällt die Kapitalaufnahme schwer. Die Fed gerät wegen ihrer Euro-Hilfen in die Kritik. (ftd.de)

Sei gegrüßt EUdssR! Na bitte, möchte der geneigte Beobachter erwidern. Hat doch alles geklappt. Das in die Ecke gedrängte und gehetzte Tier namens EU hat zu einem Befreiungsschlag ausgeholt. Wie es nun einmal dem letzten Mut einer jeden verzweifelten Ratte entspricht, die dem Tod ins Auge blickt. Hurra! Ein neuer Schutzschirm ist gespannt, womit dem Kunstgebilde namens EU eine Lebensverlängerung auf Kosten Deutschlands gewährt wird. 750 Milliarden Euro dürfen es diesmal sein. Natürlich ein großer Teil erneut in Form von Kreditgarantien, jedoch mit einer neuen Komponente, die einen Haftungs- und Transfermechanismus in der EUdssR inthronisiert. (wirtschaftsfacts.com)

Euro-Rettung sorgt für dramatische Kursverluste - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind nach der Verkündung des Rettungsschirms eingebrochen. Die Renditen der Bundesanleihen stiegen. Deutsche Staatsanleihen hatten in den vergangenen Wochen als vermeintlich sicherer Hafen von der Unsicherheit an den Märkten profitiert. Jetzt kommt die Gegenbewegung. (handelsblatt.com)

Schachmatt: Ratingagentur will Griechenland und Portugal trotz Milliarden-Rettungsschirm weiter herunterstufen! Während die Bürger Europas noch nicht wirklich verstanden haben, dass ihre Regierungen soeben die Steuergelder unserer noch nicht einmal geborenen Enkelkinder auf den Poker-Tisch geschoben haben, nähert sich das »Spiel« dem absehbaren Ende: Die Ratingagentur »Moody's« hat angekündigt, Griechenland und Portugal in den nächsten Wochen weiter herabzustufen. Die Träume unserer Politiker sind damit geplatzt. Bezahlen müssen wir – und unsere noch nicht einmal gezeugten Kinder. (kopp-verlag.de)

Die deutschen Medien berichten falsch über Griechenland - Die deutschen Medien führen eine regelrechte Hetzkampagne gegen die griechische Bevölkerung, sprechen von „Pleite-Griechen“ und titulieren sie als "faul" und "arbeitsscheu". Sie schieben die Schuld für die Misere auf den kleinen Mann, statt auf die wirklichen Täter in den Regierungen, Banken, der EU und den gierigen Finanzspekulanten. Ausserdem behaupten sie, die Mehrheit der Griechen würden die einschneidenden Sparmassnahmen, die ihnen auferlegt werden, gut heissen. Hier eine Aussage einer Betroffenen, die mir ihre Situation per Mail beschrieben hat und uns ein ganz anderes Bild zeigt ... (alles-schallundrauch.blogspot.com)

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Kommentare:

LiberateMe hat gesagt…

Danke für den Beitrag!! Du hast dich sehr seriös ausgedrückt, was derzeit wohl mehr als angebracht.

wir werden sehen und hören was kommt also augen und ohren auf!!!

Mindfreak hat gesagt…

Geheimer Geldtransport auf der Autobahn

http://www.youtube.com/watch?v=m-cvH3pHbvE

passend dazu auch die aussage von Gysi (ganz am ende)

http://www.youtube.com/watch?v=DP2K69Q8ZeE&feature=player_embedded

Warten wirs ab

gs-freak hat gesagt…
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