Samstag, 29. Mai 2010

Und sie wird doch kommen!

Nun sind zwei Wochen vergangen, wo die Eichelburg´sche Prophezeihung der Währungsreform hätte stattfinden sollen. Nichts ist passiert, man versuchte den Betreiber der Hartgeld-Webseite lächerlich zu machen und überhaupt wäre eine Währungsreform völlig aus der Luft gegriffen und absolut unwahrscheinlich und überhaupt.

Doch der Eichelburg spinnt dieses Thema weiter, nach dem Motto, aufgeschoben ist nicht aufgehoben und glaubt weiterhin an eine relativ kurz bevorstehende und bereits vorbereitete Einführung einer neuen Währung - zumindest in Deutschland, wahrscheinlich auch in den Niederlanden und Frankreich, möglicherweise auch in Österreich ...

Belächelt wird er, zynische und sarkastische Artikel in den Medien werfen ihn den Löwen zum Frass vor und überhaupt scheint sich der Eichelburg damit nicht viel Freunde gemacht zu haben. In diversen Foren und Plattformen wird er ignoriert. Doch, hat er wirklich so unrecht, der Eichelburg? Ist ein Austritt einiger Staaten aus dem Euro in nächster Zeit zu erwarten? Oder gehen wir alle mit unserer Währung unter?

Zunächst einige Zitate bezüglich unserer Währung:

"Es wird nicht so sein, dass der Süden bei den sogenannten reichen Ländern abkassiert. Dann nämlich würde Europa auseinanderfallen. Es gibt eine 'no bail out rule'. Das heißt, wenn sich ein Land durch eigenes Verhalten hohe Defizite zulegt, dann ist weder die Gemeinschaft noch ein Mitgliedstaat verpflichtet, diesem Land zu helfen."
Horst Köhler, damals Finanzstaatssekretär, April 1992

"Ihr könnt darauf vertrauen, dass der Euro eine stabile Währung sein wird. Das funktioniert."
Wolfgang Schäuble, damals Unionsfraktionschef, Dezember 1996

"Die Stabilität des Euro hängt langfristig von der Reaktion der Finanzmärkte ab. Wenn die Teilnehmer der Währungsunion, was ich befürchte, nach politischen Erwägungen ausgewählt werden, dann wird das die Devisenhändler beeindrucken."
Gerhard Schröder, damals niedersächsischer Ministerpräsident, Februar 1997

"Auf keinen Fall darf es einen weichen, inflationstreibenden Euro geben."
Jacques Delors, früherer EG-Kommissionspräsident, Juni 1997

"Es gibt keine Zentralbank der Welt, die von der Politik so unabhängig ist wie die Europäische Zentralbank."
Wim Duisenberg, erster EZB-Präsident, Juni 1998

"Der Euro ist eine außerordentlich stabile Währung, stabiler als zum Beispiel die Mark während der meisten Zeit ihrer 50-jährigen Existenz."
Ottmar Issing, damals Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Januar 2000

"Der Euro hat ein starkes Imageproblem. Die EZB tut zu wenig, dem entgegen zu wirken. Sie sagt nicht eindeutig, ob sie ihre Geldpolitik an der Inflationsrate orientiert oder an der Geldmenge."
Joachim Starbatty, Wirtschaftswissenschaftler und Eurogegner, Mai 2000

"Der Euro beruht auf derselben Art von Stabilität wie die Mark. Dafür haben wir mit dem Stabilitätspakt gesorgt."
Romano Prodi, damals EU-Kommissionspräsident, September 2001

"Dieses Geld wird eine große Zukunft haben!"
Helmut Kohl, Altbundeskanzler, Dezember 2001

"Auf mittlere Sicht erwarte ich, dass die Preise für Autos und Medikamente sinken. Der Euro ist kein Teuro. Er ist genauso hart wie die D-Mark, auch im Verhältnis zum Dollar."
Hans Eichel, damals Bundesfinanzminister, Dezember 2001

"Die EZB würde problematisch handeln, wenn sie auf die Interessen einzelner Länder einginge. Das wäre, wie wenn die Bundesbank früher auf die Situation einzelner Bundesländer geschaut hätte."
Hans Tietmeyer, früherer Bundesbankchef, Dezember 2006

"Der Euro ist ein riesiger Erfolg. Wenn wir ihn nicht hätten, stünden wir um vieles schlechter da."
Theo Waigel, früherer Bundesfinanzminister, Januar 2009

"Keine Regierung und kein Staat könnten eine spezielle Behandlung erwarten. Die Notenbank wird ihre Prinzipien nicht ändern, nur weil die Staatsanleihen eines Mitgliedslandes die entsprechenden Kriterien nicht mehr erfüllen."
Jean-Claude Trichet, EZB-Präsident, Januar 2010

"Die neue Währung wird nur dann stabil sein, wenn die klar definierten Stabilitätsmerkmale auf Dauer gelten. Eine funktionstüchtige Währungsunion benötigt eine regelmäßig und verpflichtend abgestimmte Finanzpolitik."
Hermann Otto Solms, FDP-Finanzexperte, Oktober 1995

"Die Währungsunion ist ein großer Irrtum, ein abenteuerliches, waghalsiges und verfehltes Ziel, das Europa nicht eint, sondern spaltet."
Ralf Dahrendorf, liberaler Vordenker, Dezember 1995

Einige Staaten in Europa, auch die Eurozone ist betroffen, stehen kurz vor dem Bankrott. Nach Griechenland sind besonders drei andere südeuropäische Staaten davon bedroht: Italien, Portugal und Spanien. Die bereits eingetretene griechische Staatspleite und die hohe Wahrscheinlichkeit weiterer Pleiten, haben klarerweise Druck auf den Euro ausgeübt. Aber nicht nur unsere Währung war betroffen, sondern auch einige Staatsanleihen. So drohten erst kürzlich die französischen und spanischen Papiere zu implodieren. In einer unglaublichen Hau-Ruck-Aktion wurde ein Euro-Schutzschirm geschaffen. Insgesamt 750 Milliarden sollen unsere Währung absichern. Nicht nur, dass diese Summe viel zu gering angesetzt wurde, ist es eine völlig absurde Aktion gewesen, die niemals realisiert werden kann. Warum nicht? Weil Staaten, die kurz vor der Pleite stehen, für Haftungen garantieren, die sie nicht einhalten können! Oder glaubt wirklich jemand, dass die PIGS-Staaten Milliardengarantien, das heisst im Ernstfall, das Geld auf dem Finanzmarkt durch Ausgabe von Staatsanleihen zu besorgen, einhalten können? Der Euro-Schutzschirm wurde wegen ihner prekärer Lage geschaffen!

Das mutet an, als würde ein bankrottes Unternehmen für ein anderes bankrottes Unternehmen für Kredite haften. Welche Bank würde dies akzeptieren?

Übrig bleiben neben der ohnehin schon mit dem Rücken zu Wand stehenden EZB, die sogenannten Geber-Länder der Eurozone. Also Deutschland, diesem Staat fällt der weitaus grösste Brocken zu und weiters die Niederlande und Österreich. Leisten kann sich allerdings diese Milliardenhaftungen absolut kein Staat!

Doch der Euro-Schutzschirm MUSS schöngeredet werden - sonst fliegt uns der Euro sofort um die Ohren. Erinnerst du dich an meinen letzten Artikel, in dem ich über die Politikerlügen schrieb? Eben! Das 750 Milliarden Rettungspaket für den Euro ist das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wurde ... Experten, Spezialisten für eh alles, Politiker und Redakteure befinden, jetzt sei der Euro gerettet, eine Währungsreform noch unwahrscheinlicher und absurder als jemals zuvor und eigentlich ist eh alles paletti ...

Schauen wir nach Deutschland. Deutschland kämpft, wie alle anderen europäischen Staaten mit einem ausufernden Budget und einer exorbitanten Überschuldung. Und doch sollen sie der Retter mehrerer Staaten sein und Milliarden an Krediten gewähren, die niemals zurückbezahlt werden können!

Vor allem politisch ist dies unmöglich realisierbar. Dem deutschen Volk bürdet man neue Steuern und Steuererhöhungen auf, nur damit man das Geld in das schwarze Loch namens europäische Pleitestaaten wirft. "He, deutscher Michl, arbeite einfach mehr, es ist doch nur für Freunde!"

Ich stellte schon einmal die Frage was billiger wäre: ein Alleingang Deutschlands oder Zahlmeister Europas. Dass der Export unter einer neuen Währung leiden würde, ist nicht zu verhindern. Doch was passiert, wenn Deutschland mit dem Euro untergeht? Bevor man es noch so richtig ausgesaugt hatte!

Nein, meine lieben Freunde, ein Ausstieg Deutschlands aus dem Euro MUSS kommen! Der Euro kann nicht im Alleingang unserer nördlichen Nachbarn gehalten werden. Spanien, Italien und Portugal stehen bettelnd vor der Tür und wollen Milliarden-Almosen! Deutschland kann sich den Verbleib in der Eurozone nicht leisten, auch wenn man dies wollte!

Deshalb hat Eichelburg recht, es wird eine Währungsreform in Deutschland geben. Kurzfristig, überraschend und aus heiterem Himmel! Und dass die Vorbereitungen schon längere Zeit laufen, ist so sicher, wie morgen auch die Sonne wieder aufgehen wird! Es ist Deutschlands einzige Alternative um Überleben zu können, dem Euro "Tschüss" zu sagen! So sehr sich alle Experten dagegen aussprechen. Aber ist dir aufgefallen, dass seit dem Ausbruch der Krise die Experten mehrheitlich völlig falsche Prognosen abgaben? Deshalb glaube ich ihnen auch nicht mehr! Die Währungsreform kommt, mit höchster Wahrscheinlichkeit heuer noch ... und sie kommt unvermutet und für die meisten, sichtlich auch den Experten, völlig überraschend. Anders hätte es wohl kaum wirklich Sinn!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



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Kommentare:

V hat gesagt…

Weißt du Johannes, es geht gar nicht so sehr darum, dass eine Währungsreforum potentiell nicht möglich ist.

Es geht darum, wie Eichelburg seine Leser instrumentalisiert hat und jeden Kritiker für ein "Schaf" seinen Lesern zum Fraß vorgeworfen hat.

Er war es, der jeden lächerlich gemacht hat, er war es, der mit inbrünstiger Stimme behauptet hat, dass es zu 100% am damaligen WE eine Währungsreform geben wird.

Und er ist es, der sich jetzt nicht zu schade ist, seine Kritiker immer noch für Idioten zu halten und irgendwelche Ausreden erfindet, um seine Prognose zu rechtfertigen.

Natürlich muss es früher oder später einen Kollaps des Euroraums geben. Aber nie, und das kann ich mit aller Gewissheit sagen, wird sich die schwache deutsche Regierung Merkel trauen, alleine oder mit einigen Westländern aus dem Euro auszusteigen.

Die fallen zusammen und dann aber richtig. Dazu muss man wissen, wie Politiker denken. Überleg mal wo Deutschland seine Befehle herbekommt. Die Amis verfolgen gerade einen Plan in D und was wir sehen sind systematische Angriffe gegen den Euro.

Und weißt du was? Niemand wird freiwillig zugeben, dass irgendeine Währung gescheitert ist. Wenn, dann crasth der Euroraum komplett und irgendjemand schlägt dann vieleicht vor, eine Gemeinschaftswährung Dollar/Euro zu errichten oder was weiß ich.

Nur eins weiß ich. Auf keinen Fall wird es auf diesem Planeten in den nächsten Jahren so etwas wie ein Rückkehr zu nationalen Währungen geben.

Wenn Deutschland rausgehen würde, bricht der Euroraum zusammen, bricht vielleicht der Dollarraum zusammen, geht der Einfluss der Globalisten flöten. Das ist das Letzte was passiert. Leider

divo hat gesagt…

Das einzige was funktionieren könnte, wäre, Merkel und den ganzen Affenzirkus zum Teufel zu jagen. Dafür bräuchten wir jedoch entweder das Militär hinter uns oder die Mehrheit der Bundesbürger. Beides haben wir nicht. Die einen sind auf die Regierung vereidigt, nicht auf das Volk - die anderen pennen zu 99,9% vor der Glotze. Leider hat V Recht. Auch mir wäre eine schnelle Lösung lieber - aber es soll in eine andere Richtung gehen und wir werden sehen, ob diese Verbrecher tatsächlich ihre Agenda durchsetzen können.

Aurisa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
divo hat gesagt…

@Aurisa

Du täuscht dich - die Merkel weicht nicht aus. Sie tut genau das Richtige - aus ihrer Sicht betrachtet - sie sorgt dafür, dass die Eurozone crasht und dann macht sie den Schlafschafen weis, dass dieser Zusammenbruch daran liegt, dass es nicht genug übernationale Kontrolle und Zusammenarbeit gibt. Das wird die Geburtsstunde der NWO und der neuen, globalen,
Währung.

Merkel ist nicht dumm oder zögerlich - sie ist genau richtig - für die wirklich Mächtigen. Glaub doch nicht, dass sie Kanzlerin wäre, wenn sie nicht täte, was man von ihr verlangt!

trttttttttttttttttttt hat gesagt…

Hier befasst sich wer kritisch mit diesem Artikel, interessant: http://uxmadexmyxday.wordpress.com/2010/05/31/wahrungsreform-und-sie-wird-doch-kommen/

Aurisa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Aurisa hat gesagt…
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