Mittwoch, 5. Mai 2010

Griechenland-Rettung wird zur Farce ...

Man braucht kein Mathematiker oder Finanzspezialist zu sein, um nachrechnen zu können, dass dieses 140 Milliarden Rettungspaket UND die rund 300 Milliarden derzeit offene Staatsschuld Griechenlands NIEMALS unter "normalen" Umständen, inklusive dem rigorosen Sparpaket, das die EU und der IWF den Griechen vorgeschrieben haben, jemals zurückbezahlt werden kann!

Warum erzählen uns unsere Politiker, dass die Griechenlandhilfe sogar noch ein Geschäft wäre (O-Ton Finanzminister Pröll), weil die Zinsen für das österreichische Milliardenpaket, das als Kredit aufgenommen wird, niedriger sind, als die Zinsen, die Griechenland für diesen Kredit bezahlen. Die Differenz ist das "Geschäft".

Nur zur Information, bei einem Kredit von 1 Milliarde Euro, betragen 5% Zinsen pro Jahr 50 Millionen Euro ... das sind bei 140 Milliarden, ebenfalls be 5% Zinsen bereits 7 Milliarden Euro. Wenn man nun die existierende, derzeit aushaftende Staatsschuld von Griechenland hinzurechnet, diese ist rund 300 Milliarden Euro hoch, so wären bei einer Verzinsung von 5% rund 15 Milliarden zusätzlich nur Zinsen fällig. Also addiert ergibt das 22 Mrd. - wie gesagt, bei einem Zinssatz von 5%. Derzeit allerdings bewegen sich die griechischen Anleihen bei weit über 8% ...

Dividiert man, die 140 Milliarden, durch die gesamte Einwohnerzahl, also mit Neugeborenen, Schülern und Greisen, so kommt man auf eine zusätzliche Belastung von rund 12.500 Euro pro Grieche. Zusätzlich zu den ohnehin schon existierenden 25.000. Das heisst, ohne Zinsen, ist jeder Grieche mit rund 37.500 Euro verschuldet!

Und jetzt kommts, das BIP (Bruttoinlandsprodukt) pro Kopf beträgt knapp 28.500 Euro! Wer kann mir erkären, wie diese Summen die Griechen jemals zurückzahlen können?

Warum sagen die Politiker nicht, dass dies ein, zugegeben sehr teures, Geschenk von ihren europäischen Freunden ist ... ein Geschenk, für das die heimischen Steuerzahler aufkommen müssen.

Ha, nein, hier liegt ein Denkfehler vor! Denn auch wir, egal ob Österreich, Deutschland, Frankreich, etc., können auch mittelfristig unsere Kredite nicht mehr bezahlen. Wenn es gut geht, höchstens die Zinsen.

In einem Kreditverhältnis zwischen einem Unternehmen oder Privaten mit einer Bank, dienen Vermögenswerte als Sicherheit. Das heisst, auch hier kann es vorkommen, dass nur die Zinsen zurückbezahlt werden. Nicht weiter schlimm, wenn die Vermögenswerte ihren Wert behalten. Sollten auch die Zinsen nicht mehr bedient werden können, greift die bank auf die Sicherheiten zurück und versucht in der Regel diese zu versteigern.

Wenn nun Staaten sich plötzlich nicht mehr refinanzieren können, das heisst, auch die Zinsen der aushaftenden Kredite nicht mehr zahlen können, weil die Überschuldung zu hoch geworden ist, welche Sicherheiten haben die Gläubiger? Werden Kommunen, Bundesländer oder Inseln versteigert?

Denn, das verrückte an der Sache ist, dass bei derartigen Kreditgeschäften alles in Ordnung ist, solange eben nur die Zinsen bezahlt werden. Das aushaftende Kapital wird als Aktiva beim Gläubiger verbucht. Auch wenn mittlerweilen klar ist, dass höchstens die Zinsen bezahlt werden können. Es ist eine trügerische Finanzkosmetik und entspricht nicht der realen Situation. Denn die Gläubiger haben keinen Zugriff auf diverse griechische Inseln oder Bundesländer (Distrikte).

Zwischenruf: ich glaube auch gar nicht, dass viel dieser Summe wirklich fliessen wird, denn wenn Griechenland mit Milliarden gerettet wird, stehen morgen die nächsten Staaten und betteln um Rettung. Insider behaupten, allein Spanien braucht 280 Milliarden. Zapata dementiert, aber das hatten die Griechen auch ...

So gesehen, sind sich die Regierungen einig, dass es den Euro bald zerreisst und sie aus der Mithaftung nicht nur Griechenlands, sondern auch der kommenden Bittsteller entlassen werden. Nur so kann ich mir diese Harakiri-Aktion erklären. Denn kein involvierter Staat kann sich derzeit diese Milliardenhilfe leisten! Keiner! ... darum wird auch nur ein wenig Geld fliessen, aber bei weitem nicht alles!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Spanien 280 Milliarden? An den Devisenmärkten halten sich Gerüchte, nach denen Spanien kurz davor stünde, über einen Kredit in Höhe von 280 Milliarden anzufragen. Zapatero: "Kompletter Irrsinn." (mmnews.de)

Merkels Märchenstunde: So belügt die Bundesregierung die Bevölkerung - Die Bundeskanzlerin hat die deutschen Medien dazu aufgefordert, die Bevölkerung nicht über die wahre Lage und über den bevorstehenden Crash zu unterrichten. Das ist unstrittig und wurde mittlerweile sogar von Systemmedien am Rande erwähnt. Eine nachfolgende Generation wird uns allerdings einmal fragen, warum die Bevölkerung die daraus reultierende Verarscherei überhaupt so lange mitgemacht und geduldet hat. Nachfolgend einige Fakten, die Sie an Freunde und Bekannte weitergeben sollten. Sie werden dann vielleicht vernünftig handeln – und besser ihr Geld rein vorsorglich immer wieder gleich bei der Bank abheben! Oder aber sie werden zu jenen Dummen gehören, die der Bundeskanzlerin geglaubt und vielleicht viel oder gar alles verloren haben … (kopp-verlag.de)

Die nächste Bombe tickt - Nach dem Kollaps ist vor dem Kollaps: Das Finanzsystem steht vor dem nächsten Schlag. Diesmal sind es die Gewerbeimmobilien. Die Lage ist dramatisch. (focus.de)

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1 Kommentar:

divo hat gesagt…

ich glaube auch nicht, dass viel Geld fließen wird. Sie werden es sicher versuchen - aber Geld muss man am Markt aufnehmen und dieser tut gerade kund, was er von EuroPa hält: nichts.

Sicher ist dabei viele, gezielte Schüsse Seitens USA/UK - aber wieso, weshalb, warum - das ist müßig. Wichtig ist, dass es passiert und nicht abzuwenden ist. Der Euro wird kaputt geschossen und dagegen wird kein Land der Eurozone irgend etwas ausrichten. Ich bin auch der Meinung von GLR, dass die Regierung keine Währungsumstellung machen wird - wenn sie es verhindern kann. Ich glaube aber nicht, dass sie das können. Die Märkte sind dabei, den Euro zu erschießen und sie treffen gut...

Grüße
Dieter