Sonntag, 9. Mai 2010

Das war eine erreignisreiche Woche

Diese Woche war eine Schlüsselwoche, wenig beachtet von den Medien. zwar schrieben sie alle über den Absturz und die darauffolgende Erholung des Dow Jones, der angeblich auf einen Tippfehler eines Brokers passierte, doch andere Trends wurden ignoriert. Doch der Reihe nach.

Gold legte plötzlich rd. 80$ zu und sprengte die 1200$-Marke. Interessant, weil das binnen relativ kurzer Zeit passierte.

Der Dow Jones verlor rd. 10% und crashte. Durch Eingriffe des PPT (Plunge Protection Team) konnten die Verluste binnen kürzester Zeit kompensiert werden. Dass der Kurssturz wegen eines Tipfehlers zustande gekommen ist, glaube ich nicht, denn zur Zeit reagieren zwar alle Märkte höchst sensibel, allerdings nicht auf einen Trader der per Eingabefehler mehr Aktien eines Unternehmens auf den Markt schmiss, als er eigentlich wollte.

Der Euro selbst befindet sich derzeit in einer höchst schwachen Phase und verliert immer mehr. Bedenklich vor allem, weil er gegen eine Währung verliert, die ebenfalls nicht mehr lange existieren wird, gegen den US-Dollar.

Ja, und für alle Österreicher, der ATX ist ebenfalls auf den Weg nach unten ...

Parallel werden die Gerüchte und Statements immer mehr, die besagen, dass zumindest Deutschland und Frankreich noch im Mai den Rückzug aus dem Euro bekannt geben. Auch in Österreich tauchen plötzlich Kassenbons auf, wo der Schilling neben dem Euro wieder ausgewiesen ist. Angeblich prägt die Münze Österreich bereits die Euro-Nachfolgewährung ...

Speziell Deutschland hat derzeit ziemliche Probleme die beschlossenen Griechenlandmilliarden dem Volk erklären zu können. Steuererhöhungen und gleichzeitig Viel Geld aus Volksvermögen quasi zu verschenken, eine Sicht mit sehr, sehr schiefer Optik ... noch dazu, wo Wahlen in NRW stattfinden.

Ist vielleicht deshalb die Merkel angehalten in den nächsten Tagen überrraschenderweise eine Rede an die Nation zu halten?

Einige munkeln, es sei derzeit kein Grund vorhanden, aus dem Euro auszusteigen. Doch die Indizien und Medienmeldungen deuten auf eine baldige Überraschungsaktion hin. Laut Ziehman waren wir diese Woche wieder an einem ziemlich gefährlichen Punkt angelangt, wo das System durchaus kollabieren hätte können. Derzeit könnte ein relativ geringer Anlass der erste Anstoss zu einem gewaltigen Dominoeffekt sein.

Deshalb können wir uns auf eine interessante Woche gefasst machen. Wird sich die Nervosität auf den Finanzmärkten entspannen oder noch verschärfen. Einige Regierungen haben enormen Handlungsbedarf, so wie die Deutschen und die Franzosen. Sicher, ein schwacher Euro, und dessen fallende Tendenz wird sich fortsetzen, kurbelt die Exportwirtschaft an. Andererseits kommt es zu Teuerungen, das heisst, es wird auch die Inflation angeheizt. Ich rechne bald mit einschneidenden Entscheidungen. Sollten Länder wie Deutschland, die Niederlande, Frankreich und Österreich aus dem Euroverbund austreten, so würde dieser sehr an Wert verlieren, was allerdings auch besonders positive Aspekte für die südlichen PIGS-Staaten bringen kann, die sich möglicherweise so einem Bankrott entziehen könnten. Oder ist es bereits zu spät dafür?

Eine äusserst bedenkliche Vorgehensweise ist die Einmischung von China (ja,ja, es wird Geld benötigt) und dem IWF in europäische Belange. Allerdings ist die Führung der EU eine einzige Katastrophe, die andere, straffer geführte Institutionen und Staaten sofort ausnützen werden. Unsere EU-Politiker haben allesamt versagt. Vor allem das EU-Krisenmanagement ist in sich widersprüchlich und besitzt kaum Effizienz. Das dies ausgenützt wird, ist verständlich. So laufen auf den Finanzmärkten sehr viele Wetten gegen den Euro, der damit auch empfindlich geschwächt wird.

Jetzt heisst es dranbleiben, sich umfassend in den unabhängigen Medien informieren und für sich selbst handeln. Wir werden immer mehr zu Spielball der (Politiker- & Wirtschafts)Gewalten. Ein gigantischer Tsunami hat sich bereits aufgebaut und kann jederzeit, also täglich, über uns zusammenschlagen. Übrig bleiben wird nicht viel, das lass dir gesagt sein, mein Freund.

Vielleicht schaffen sie es noch, das System bis Herbst zu halten. Wetten würde ich aber nicht mehr darauf! Es ist bereits ein paar Minuten nach zwölf!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Führungsschwäche der Europäer schockiert USA (spiegel.de)
EU-Notbeschluss: Aus dem Boden gestampft, Gefahr im Verzug? (infokriegernews.de)
Experten warnen mit Horrorszenarien vor Griechen-Pleite (kurier.at)
Die Eurozone wird überleben (kurier.at)
Deutschland muss raus aus dem Euro (welt.de)
Selbst die Schwächsten hängen den Euro ab (handelsblatt.com)
Umbau der Eurozone steht bevor (kurier.at)
Euroländer vor geordneter Insolvenz (wiwo.de)
Spanien am Scheideweg (heise.de)
Rumänien ist das nächste Opfer des IWF (alles-schallundrauch.blogspot.com)
Löste Tippfehler historischen Kurs-Crash aus? (kurier.at)
Die Angst vor dem nächsten Börsencrash (kleinezeitung.at)
Freddie Mac als Fass ohne Boden (nzz.ch)
USA: Inflation bei Nahrungsmitteln auf dem höchsten Monatsstand seit 26 Jahren (propagandafront.de)

Buhrow, Buhrow, Buhrow (fact-fiction.net)

Längster Magnetsturm seit fünf Jahren auf Sonne registriert (rian.ru)



Finanz-Experte: „Bundesbank druckt bereits neue D-Mark!“ - Ein Ende kann auch immer eine Chance bedeuten – bekommt die ausgemusterte deutsche Währung eine zweite Chance? In einem Interview mit der Freien-Allgemeinen lässt der Finanzexperte Walter K. Eichelburg die Bombe platzen und prognostiziert den Druck einer Notwährung – der „D-Mark 2“ – noch in diesem Sommer. Doch wie realistisch ist die Reanimation der D-Mark? Und wie vertrauenswürdig sind Eichelburgs Quellen? Was würde die Wiedereinführung der Deutschen Mark für den kleinen Mann auf der Straße bedeuten? (freie-allgemeine.de)

Euro vor Zerfall - Euro-Länder kämpfen gegen Zerfall der Währungsunion. Berlusconi und Sarzkozy sagen Moskau-Reise ab. US-Ökonom Roubini sieht Gefahr, dass Euro gesprengt wird. „Gefahr eines Dominoeffekts“. Japan und USA "nächste Kandidaten". (mmnews.de)

Euro-Zone und die SpekulantenSanio spricht von Krieg - Deutschlands Chef-Finanzaufseher Jochen Sanio sieht die Euro-Zone im Krieg mit internationalen Spekulanten und will mit schwerem Geschütz in die Schlacht ziehen. "Hier wird im Moment von Spekulanten ein Angriffskrieg gegen die Euro-Zone geführt", sagt Sanio im Haushaltsausschuss des Bundestags. Die bisherigen Maßnahmen würden nicht ausreichen, um sich zu wehren. (n-tv.de)

Schuldenorgie wird Finanzmärkte ins Chaos stürzen - Griechenland ist gerettet! Und was passiert? Der Euro fällt weiter, sackt unter die Marke von 1,30 Dollar. So billig war er zuletzt vor einem Jahr. Staatsanleihen gelten längst nicht mehr als sicher. Das zeigt: Die Anleger trauen den Rettungsaktionen nicht. Die Schuldenkrise bleibt ungelöst. Wie es wirklich um die Weltwirtschaft steht. (handelsblatt.com)

China sitzt bei den Rettungsaktionen der bankrotten EU-Staaten nun mit am Verhandlungstisch der EU in Brüssel - China wird in aller Stille über den IWF zu einem Hauptfinanzier der westlichen Welt. Und die Vertreter der EU müssen derzeit in China antreten, um sich die weiteren Vorstellungen ihrer neuen chinesischen Geldgeber anzuhören: so geschehen am 30.04.2010 mit dem Besuch des Präsidenten der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso. China wird ab sofort in Europa mitreden! (kopp-verlag.de)

"Wir kriegen einen Anleihecrash" - Lohnen sich derzeit Aktienkäufe? Oder ist Gold besser? Die Börsenexperten Max Otte und Roland Leuschel sind uneins über Crash-Gefahren, Indexfonds, Marktmanipulationen - und die richtige Strategie. (ftd.de)

Die Stunde der Wahrheit rückt näher - Marc Faber: Die Stunde der Wahrheit rückt näher. USA haben das gleiche Problem wie Griechenland: Beide sind praktisch pleite und werden die Schulden nie zurückzahlen können. Andere Staaten werden folgen. (mmnews.de)

Ratingagentur nennt fünf weitere Wackelkandidaten - Die griechische Krankheit ist offenbar ansteckender als befürchtet. Die Ratingagentur Moody´s macht inzwischen fünf EU-Länder aus, deren Banken im Sog der Schuldenkrise ins Wanken geraten könnten. (focus.de)

Eine weitere Bankenrettung - Nicht der Euro, sondern das Finanzsystem wäre ohne Griechenland-Hilfe in Gefahr. (derstandard.at)

Dieser Rettungsversuch ist der falsche Weg - Die Bundesregierung peitscht ihre Pläne für das Rettungspaket quasi im Alleingang durch. Die Milliardenhilfe für Griechenland könnte zur Zerreißprobe für das Vertrauen des deutschen Volkes in seine Regierung werden. Denn den Erfolg der Kapitalspritze kann niemand garantieren. (welt.de)

USA: Junk-Bond-Staat mit Ratingmafia - Das große Ablenkungsmanöver der USA - der wahre Junk Bond-Staat. Am Tag der Abrechnung könnte eben nicht der Euro auf der Strecke bleiben, sondern vor allem der Dollar, sind doch die Schulden der PIIGS-Staaten Peanuts im Vergleich zum Billiardengrab an Schulden, die im US-Raum lauern. (mmnews.de)

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