Mittwoch, 28. April 2010

Jetzt spitzt sich die Lage wieder zu!

Bis vor wenigen Tagen haben fast ausschliesslich Blogger und spezielle Webseiten darüber berichtet. Nun ist die aktuelle Situation auch in den Mainstream-Medien gelandet. Plötzlich können diese sich der brisanten Angelegenheit nicht mehr entziehen, weil es schon zu offensichtlich ist, was gerade abläuft ...

Griechenland ist pleite und benötigt dringenst Milliarden. Doch nicht nur die bereits zugesagten 40, sondern das mehr als Dreifache. Die Löcher werden von Tag zu Tag grösser, es hat den Anschein, der Überblick ist bereits verloren gegangen, alles Zahlenmaterial beruht auf Schätzungen. Nur zum Vergleich, jedes Unternehmen kann heute eine tägliche Saldenliste erstellen, die ungefähr die Lage des Unternehmens mit allen Passiva und Aktiva aufzeigt. Natürlich sind die Bilanzschmankerl, wo noch die Sahne aufs Häubchen geholt wird, nicht berücksichtigt. Doch als momentaner Stand der Dinge durchaus realitätsnah und aussagekräftig.

Nicht so bei Staaten, dort scheint alles irgendwie auf Schätzungen und Spekulation zu beruhen. Darum wird, weil der Überblick fehlt, ständig nachgebessert. Ein schwarzes Loch tut sich auf. Aber es sollte ja bald Geschichte sein, weil die anderen Staaten des Euroverbunds zahlen werden ... oder vielleicht doch nicht? Oder zu spät? Was läuft tatsächlich?

In vielen Staaten muss erst die gesetzliche Grundlage dafür geschaffen werden, denn bisher glaubte man, dies könnte nicht passieren. Die Zeit drängt, Griechenland muss und will Kohle sehen, doch selbst in wenigen Wochen wird sich nicht viel tun. Bis dahin werden die Helenen wohl auch offiziell bankrott sein!

Noch dazu begannen mit der Zahlungsvereinbarung auch taktische Spielchen. Niemand will der erste sein und falls die anderen nicht zahlen, auch nicht der einzige. Denn diese Milliarden sind ganz offiziell als Kredite deklariert. Allerdings, ob man die Milliarden wieder zurück bekommt, ist mehr als fraglich. Ausserdem darf man gespannt sein, ob andere "Pleite-Staaten" wie Spanien, Portugal und Italien überhaupt die zugesagten Summen aufbringen. Auch fehlt in der Auflistung ein Euro-Staat, der mit Sicherheit derzeit keine finanziellen Probleme hat - nämlich der Vatikan!

Egal wie es kommt, die Lage spitzt sich fast stündlich zu und die zugesagten Milliarden sind gar nicht so sicher. Vor allem, weil nach Griechenland binnen kurzer Zeit auch andere Staaten der Südschiene gerettet werden wollen. Und spätestens dann wird Schluss sein mit diesen Freundschaftsdiensten.

Es liegt auch eine politische Brisanz in der ganzen Angelegenheit, die über Nacht ausarten kann. Wenn das Volk, besser gesagt, die Steuerzahler aus ihrer Lethargie erwachen und draufkommen, wie ihre Steuergelder leichtfertig verprasst werden, sind Unruhen nicht ausgeschlossen. Warum? Weil man die Steuerzahler immer mehr schröpft, Steuern erhöht, neue erfindet und zum Sparen auffordert, andererseits grosszügig Kredite vergibt, die höchstwahrscheinlich niemals mehr zurückbezahlt werden können ...

Denn, es regt sich verständlicherweise auch in diesen Staaten der Unmut, plötzlich rigoros zum Sparen gezwungen zu werden. Nach den Griechen haben auch die Portugiesen verlautbart, dass sie mit dem Sparprogramm keinesfalls einverstanden sind!

Es ist nur eine Frage der Zeit - und wahrscheinlich sehr kurzer Zeit - dass der eine oder andere Staat offiziell die Pleite verkündet. Griechenland und Portugal sind diese Woche wieder bonitätsmässig abgestuft worden und befinden sich jetzt im Bereich "absolute Schrottpapiere". Die Zinsen für ihre Schulden haben das Bereich "absolut unfinanzierbar" erreicht. Demzufolge wären die 40 Euroländer-Milliarden tatsächlich nur mehr der sprichwörtliche Tropfen auf einem heissen Stein.

Die Euro-Zone beginnt zu zerfallen. Spannende Zeiten werden nicht ausbleiben, denn was passiert, wenn der eine oder andere Staat offiziell den Staatsbankrott ausrufen muss, darüber kann höchstens spekuliert werden. Dem Euro als solches wird dies kaum helfen, er wirkt derzeit wie ein angezählter Boxer.

Doch es ist nicht nur der Euroraum mit seinen Pleitekanditaten, die uns alle Sorge bereitet. In den Vereinigten Staaten braut sich noch viel grösseres Ungemach an. Nicht nur die USA steht kurz vor der Pleite, auch einige wichtige Bundesstaaten, so wie Illinois, Florida und Kalifornien. Wie sagt der Wiener so schön: "Wenns dann scheppert, dann krachts gewaltig!" ... und lang kann der "Kracher" nicht mehr auf sich warten lassen. Auch deswegen, weil jetzt die obskuren und betrügerischen Machenschaften einer der weltweit wichtigsten Banken publik werden: Goldmann & Sachs steht derzeit mit dem Rücken zur Wand, die Medien beginnen zu schiessen und irgendwann fällt auch der überlebenswichtige Schutzmantel der Regierung (muss fallen!). Dann heisst es Luft anhalten, es wird brutal. Brutaler als jeder zu glauben vermag!

Lebensmittelvorräte sollten eigentlich schon eingelagert sein, mein lieber Freund! Solltest du dies noch nicht getan haben, dann wird dir nicht mehr viel Zeit bleiben. Gemäss dem Spruch: "Lieber zwei Jahre zu früh, als eine Stunde zu spät!"

Und dass etwas im Busch ist, beweist der stetig steigende Goldpreis und ein beginnender Engpass bei Gold- und Silbermünzen ... und eine mögliche Währungsreform wird immer wahrscheinlicher!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



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Euro fällt auf tiefsten Stand seit einem Jahr (boersenradar.t-online.de)
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US-Abgeordnete fordern Ausweitung der Goldman-Ermittlungen (spiegel.de)

Somalische Piraten sagen, sie seien Goldman Sachs Mitarbeiter (lupocattivoblog.wordpress.com)



Kollateralschäden in Sicht - Während das Banken- und Finanzsystem durch umfangreiche Staatshilfen und einem gigantischen Feuerwehreinsatz der Notenbanken gerettet wurde, zeichnen sich nun trotzdem deutliche Kollateralschäden ab. Die ausufernden Staatsverschuldungen mit dem Ziel die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise abzufedern, verursachen potentielle Staatspleiten! Die Probleme im Zuge unhaltbarer Verwerfungen an den Finanzmärkten wurden nicht gelöst, sondern sie wurden etwas verlagert und es wurde Zeit gewonnen - das war es aber dann auch! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Griechenland ist pleite - Ifo-Chef Hans-Werner Sinn über die griechische Staatspleite, warum Athen den Sparkurs nicht durchhalten kann und die Utopie einer Sanierung des Landes. (derstandard.at)

Pressekonferenz EZB,IWF,Schäuble: Rettung, ist Ultima Ratio - In der soeben ausgestrahlten Pressekonferenz im Bundesfinanzministerium wurde der Ernstfall ausgerufen. Zuerst gab der Moderator an, “Entweder wir geben den Griechen das Geld, oder wir können die Wärungsunion vergessen”, danach sagte Schäuble, dass es nun um die Ultima Ratio geht, was übersetzt bedeutet, das äußerste Mittel. (infokriegernews.de)

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Goldman Sachs in die Ecke gedrängt - Der US-Senat soll klären, ob die Bank gegen die eigenen Kunden spekuliert hat. Die Banker verteidigen sich, die Kunden sind wütend. (kurier.at)

PIGS auf der Schlachtbank - Griechenland ist nur ein erster Dominostein, den die großen Spekulanten dieser Welt zu Fall bringen wollen. In Wahrheit haben sie es auf alle "PIGS" abgesehen, also auf Portugal, Italien, Griechenland und Spanien. Sie alle, so die Erwartung, wird der Schlendrian früher oder später reif für die Schlachtbank machen. (mmnews.de)

„An Griechenlands Krise ist der Euro schuld“ - Der tschechische Präsident Klaus hält die Europäische Währungsunion für gescheitert. Die Ursache der griechischen Krise liege nicht in der nationalen Wirtschaftspolitik, sagte er im F.A.Z.-Gespräch. Es sei „der Euro, der diese Tragödie bewirkt“. (faz.net)

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