Mittwoch, 24. März 2010

Währungsreform ante portas II?

Auf diversen Blogs und in Foren wird derzeit über eine mögliche, absehbare Währungsreform geschrieben und diskutiert. Ein interessantes Thema, vor allem auch weil gerne schon, natürlich aus seriösen, glaubhaften Quellen, Informationen sprudeln. Laut PolitikGlobal sollte diese schon am Osterwochenende stattfinden ...

Ich rief meinen Freund an, der im Vorstand einer grossen steirischen Bank sitzt. Er bestätigte weder, noch dementierte er. Doch seine Ausführungen und der politische Background ist interessant: "Es wird derzeit viel über eine Währungsreform nachgedacht und diskutiert. Ich denke, die Befürworter sind in der Überzahl. Warum? Weil es Staaten in der EU gibt, die noch als sogenannte Nettozahler gelten. Das heisst, sie finanzieren die Milliarden derer, die Nettonehmer sind, das sind die, die mehr aus der Gemeinschaft nehmen, als sie geben. Ja, ist ein heisses Thema und es wird möglicherweise dazu kommen. Die von dir angeführten Indizien erhöhen die Wahrscheinlichkeit. Es ist auch gleichzeitig im Moment verdächtige Ruhe auf den Märkten. Wenn man davon ausgeht, das möglicherweise drei Staaten beschliessen, eine neue Währung einzuführen, dann ist das mittelfristig das Ende des Euros und wahrscheinlich auch das Ende der EU in der jetzigen Form. Auch wir Banken werden wahrscheinlich erst im letzten Moment eingeweiht. Und das kann, nach deinem Szenario der Freitag vor dem besagten Wochenende sein. Ob tatsächlich auch ein Wertverlust kommen wird, bleibt abzuwarten, ob sich die Staaten mit dieser Aktion entschulden wollen oder nicht. Wenn sie sich mittels einer Währungsreform entschulden wollen und damit in Kauf nehmen, dass ihren Staatsanleihen-Kunden grosse Abschreibungen bzw. verluste aufgezwungen werden, dann kann es sein, dass sie interantional geächtet oder boykottiert werden. Vor allem Deutschland begäbe sich auf sehr dünnes Eis. Wenn die Währungsreform keine Verluste brächte, so dass der Wert der alten und der neuen Währung 1:1 getauscht wird, so könnte es ein genialer Schachzug sein, sich hohen Zahlungen innerhalb der Eurozone, mittelfristig auch der EU zu entziehen."

Viele Indizien, ich schrieb vor kurzem darüber, deuten darauf hin, dass eine Währungsreform bevorsteht. Ich glaube aber nicht, dass sie diese schon so bald durchgeführt wird, denn es ist auch ein enormes logistisches Problem, die neue Währung nicht nur ausreichend zu drucken, sondern auch zu verteilen ... (Währungsreform ante portas?)

Aber auch bezüglich Griechenland verdichten sich die Gerüchte, dass sie bereits am Drucken eines neuen Drachmen sind. Damit sie wieder, so wie früher auch, die Währungsabwertung als Konjunkturmassnahme verwenden können. Während des Euros war und ist dies nicht möglich.

PolitikGlobal schrieb schon im Jänner, dass unmittelbar, nämlich am 15. Jänner 2010, eine Währungsreform geplant gewesen wäre - diese kam bekanntlich nicht. Deshalb nehme ich den Ostertermin auch nicht sehr ernst ... allerdings, es sollte zumindest die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, denn die Verantwortlichen werden uns nicht vorher informieren ...

Wie kann man sich auf eine Währungsreform vorbereiten?

Da noch nicht erkennbar ist, ob die Währungsreform auch eine Geldentwertung mit sich bringt, was allerdings sehr wahrscheinlich ist, sollte man besonders bei Bargeld vorsichtig sein!

  • Hebe alles verfügbare Geld von deinen Konten und Sparbüchern ab

  • Schau, dass du zu Hause einen kleinen Eurobetrag in höchstens 10er und 20er Scheinen mit der Länderkennung N und X (Österreich und Deutschland) griffbereit zur Verfügung hast. Dein restliches Bargeld wechsle in Schweizer Franken (die Länderkennung des Euros ist prinzipiell unerheblich, doch es könnte sein, dass Geschäfte und Märkte nur mehr Euroscheine mit eigener Landeskennung annehmen - der Schweizer Franken, sowie die Schweiz als Staat gilt derzeit währungsmässig stabiler als der Euro und ist werder in der EU, noch im Euroverbund). Statt Schweizer Franken kannst du auch Gold- und Silbermünzen kaufen - zur Vermögenssicherung.

  • Lebens- und Kapitalversicherungen, Penisionsvorsorgen, Sparbücher, Kontoguthaben und viele Fonds werden wahrscheinlich wertlos oder bringen sehr hohe Verluste. Diese sollten ebenfalls schon gekündigt und abgerechnet sein.

  • Ich weiss nicht, ob es schon notwendig sein wird, ein kleines Lebensmittellager zu haben, dieses sollte aber ohnehin schon vorhanden sein. Du solltest dich und deine Familie in jedem Fall 4-6 Wochen versorgen können - inklusive Trinkwasser! Benötigen wirst du ein Lebensmittellager fast sicher, auch wenn die Währungsreform eine sanfte wird oder ausbleibt!

  • Wenn du Lagermöglichkeiten zur Verfügung hast, bunkere auch Treibstoff für dein Auto oder Motorrad ein. Aber achte darauf, dass Benzin im Gegensatz zu Diesel nicht lange lagerfähig ist.

  • Notwendige Medikamente sollten ebenfalls vorhanden sein!

Sicher ist, wenn eine Währungsreform kommt, wird diese schnell und ohne Vorwarnung über uns kommen. Das heisst, wenn du durch die Medien erfährst, dass es soweit ist und die Banken einige Tage geschlossen haben, um die Umstellung durchzuführen, ist es zu spät, noch Vorbereitungen zu treffen. Dann bleibt keine Zeit mehr ...

Übrigens, fertig zusammengestellte Lebensmittelkrisenpakete, auch in Bio-Qualität bietet das Grazer Unternehmen Gewürzbazar an - Lieferungen auch nach Deutschland und in die EU!

Heute schmiert der Euro wieder auf einen Tiefstand seit einem Jahr ab! Ein extrem fallender Euro und ein extrem steigender Goldpreis sind eventuell Indikatoren, die eine bevorstehende Währungsreform anzeigen könnten!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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