Mittwoch, 17. März 2010

USA ... ein vorläufiger Nachruf

Die Vereinigten Staaten, Traum und Alptraum zugleich, zeigt Auflösungserscheinungen. Der American Way of Life ist ein wenig ins Stocken geraten, der Gigant wankt ... und hält ausgerechnet ein schwarzer Präsident die Schlussrede?

Die Widersprüchlichkeit der Amerikaner brachte vor Jahren ein europäischer Diplomat auf den Punkt, er nannte sie "geile Puristen". Ein Ausspruch, der all die Widersprüchlichkeiten und die stets präsente Doppelmoral bestätigt.

Erinnern wir uns zurück, damals, als sie uns die Nazi vom Hals schafften und uns in ihrer legeren, jovialen Art ihre transatlantische Lebenseinstellung aufdrängten. Dankbar nahmen wir an und fanden uns wieder zwischen Lucky Strike, Wrigleys, Jeep, Swing im Big Band Sound und Care-Paketen wieder. Ab diesem Zeitpunkt waren sie unsere Freunde, unsere Partner ...

Wir alle glaubten an dieses Amerika: Atombombe, Mondlandung, Elvis, Cadillac Fleetwood, Marilyn Monroe, John F. Kennedy, Hollywood, Clark Gable, Route 66, Harley Davidson, IBM, Jazz, Las Vegas, Miles Davis, ... vom Tellerwäscher zum Millionär ...

Doch, wie bei vielen Dingen im Leben, gibt es auch eine Kehrseite. Amerika drängte sich in Kriege, die sie nichts angingen und verdienten sich eine goldene Nase. Allerdings, der 2. Weltkrieg, als Teil der Allierten, war der letzte Krieg, den sie gewonnen haben - mit Ausnahme Grenada 1983. Alle weiteren, so wie die laufenden, wurden oder sind weitgehend verloren. Und doch hat die USA bei allen Kriegen verdammt gut verdient, oft auch auf dem Weg der Umwegrentabilität. Denn sie sind nicht nur das Land mit der grössten Armee der Erde, sondern auch das Land mit der grössten Rüstungsindustrie.

Mittlerweilen sind viele von den USA enttäuscht. Ihre Rolle, die sie vorgeben zu sein, ist nur eine Maske, eine Täuschung. Dahinter steckt eine Regierung, die zwar von sich behauptet, das Land der ersten Demokratie der Neuzeit zu sein, aber in Wirklichkeit immer totalitärer und faschistischer wird. 9/11 war ein Weckruf, der viele aufwachen liess und das Lächeln der Yankees mutierte zur satanischen Fratze. Nicht nur, dass die ganze Welt betrogen wurde, selbst das eigene Volk musste bluten. Doch wir hätten es wissen müssen, es war schliesslich nicht das erste Mal.

Ich war einige Male in den Vereinigten Staaten. Ich war begeistert, vor allem von Hawaii. Allerdings mit der leidvollen Erfahrung, dass die amerikanische Küche der britischen fast gleichzusetzen ist - geschmacklos, fantasielos, uniform (ausser in kleinen Regionen, wie im Mississippidelta). Aber dies tat der Begeisterung für ein wunderschönes, teilweise atemberaubendes Land, die überschäumende Gastfreundschaft und eine besondere Art der Gigantomanie keinen Abbruch.

Nur, was mich befremdete, war der stets präsente, fast religionsartige Patriotismus und die Anbetung der "Stars and Stripes". Doch wie sagt man, andere Länder, andere Sitten.

1998 war ich das letzte Mal drüben. Für mich war damals die Welt, auch die amerikanische, noch in Ordnung. Und heute? Heute stellt die USA die grösste Bedrohung der Menschheit dar ... politisch, wirtschaftlich und militärisch. Wie schon erwähnt, das freundliche Lächeln mutierte zur satanischen Fratze.

Wir sind gefangen im Netz der Yankees. Die Wall Street und die amerikanischen Mega-Konzerne wie Monsanto geben weltweit den Ton an. Ein Entkommen ist fast nicht möglich. Die Geister, die wir riefen ...

Und doch gärt es innerhalb des monströsen, aufgeblasenen Giganten, dessen gestrige demonstrierte Stärke heute wie ein fragiles Kartenhaus wirkt, das beim kleinsten Windstoss zusammenfallen kann. Kein Land der Welt kann nach Belieben so viel zusätzliches Geld drucken, als die USA - ´tschuldigung, die FED - ohne grösseren Schaden zu erleiden. Kein Land der Welt vertreibt die Produkte eines Konzerns auf politischer Ebene mit gewaltigem Druck auf alle Agrarländer dieser Erde, auch wenn die Produkte nur ausgemachter Betrug und für den Menschen nicht wirtschaftlich, aber höchst gefährlich sind. Der beste Distributor von Monsanto ist die amerikanische Regierung!

Ein mächtiges Land - und doch benötigen mehr als 35 Millionen Amerikaner Food-Stamps (Lebensmittelmarken), waren seit den 70er Jahren nicht mehr so viele Amerikaner arbeitslos, bräuchten trotzdem viele zwei und mehr Jobs, damit sie ihre Kosten decken können, wachsen die Zeltlager vor den Metropolen schneller, als in Südamerika, wird der Mittelstand, der weitgehend für Stabilität und Infrastruktur gesorgt hat, gezielt zu Gunsten der Multis ausgetrocknet und stirbt, bezeichnen selbst die Amerikaner ihre US-Autos als Schrottkarren, hat Obama derzeit schlechtere Umfragewerte als seinerzeit George W. Bush ...

Ein Bild, das sehr viel aussagt. Denn diese Trends konnten bisher nicht gestoppt werden. Wenn die amerikanische Regierung nun auch dem Iran, wie vorauszusehen, den Krieg erklärt und dann in drei Kriege verwickelt ist - nein, drei Kriege führt - wird das amerikanische Volk irgendwann fragen: "Und wo bleiben wir?" Milliarden werden für Kriegsspiele ausgegeben. Kriege, die sich der Amerikaner sparen könnte. Doch hier spielen Interessen eine Rolle, die der breiten Masse und dem amerikanischen Volk nicht bekannt sind. Der Afghanistankrieg wir nicht wegen des Auffindens des angeblichen Terrorchefs Osama bin Laden geführt. Bin Laden ist schon lange verstorben, der Yankee könnte wieder nach Hause gehen. Doch Heroin bzw. Rohopium und die derzeit entstehende Pipeline aus dem Kasachischen Becken Richtung Indischer Ozean sind allerdings Grund genug zu bleiben. Ebenso im Irak, wo niemals die angekündigten Massenvernichtungswaffen gefunden wurden und die Amerikaner niemals ein Volk von einem Diktator befreien wollten. Sie wollten ans Öl, in die OECD (Organisation der erdölexportierenden Staaten) und sie wollten verhindern, dass Hussein statt US-Dollar den Euro bevorzugt. Stellt sich nur die Frage, was suchen oder wollen die Yankees im Iran? ... und doch sieht es aus, als könnten diese derzeit geführten Kriege ein weiteres "Vietnam" für die USA werden ...

Wie lange wird der US-Bürger sich das noch gefallen lassen? Wann wird er aufstehen, berechtigter Weise aufstehen und rebellieren? Ausser einer kleinen, feinen Schicht, man nennt sie die Elite, verarmt das Land in einem Irrsinnstempo. Die Staatsverschuldung explodiert, die Wall Street hat die Regierung im Griff und diktiert die Politik, die Army auf einer extremen Geldvernichtungsmaschinerie in die Niederlagen reitend, ein schwarzer Präsident, dem immer weniger Rückhalt aus dem Volk hat, grossartige Vorhaben, die nicht realisiert werden können und ein Volk, das derzeit wohl alle Illusionen und Träume verliert.

Warum hat die FEMA rund 800 Lager im gesamten Bundesgebiet errichtet? Warum wurde eine Eliteeinheit der Army aus dem Irak zurück beordert, um bei möglichen Ausschreitungen eingreifen zu können? "Das Ende ist nah!", prophezeihen derzeit auch prominente Insider ... und es wird brutal, da sind sich die meisten einig!

Wurde tatsächlich ein schwarzer Präsident dafür aufgebaut, dass ein "Neger", ein Vertreter der ehemaligen Sklaven, ein Schwarzafrikaner, den Niedergang der Vereinigten Staaten leitet ... und die finale Abschlussrede hält?







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Wie Staaten Schulden finanzieren (faz.net)
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Griechenland: Verschuldung bei 875% (kollateralschaden.wordpress.com)
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GEAB N°43 ist angekommen! Die fünf Abschnitte der weltweiten Phase des Zerfalls der Welt – und öffentlichen Ordnung. Mit Ende des ersten Quartals 2010 mehren sich im Bereich der Finanzen, der Handelsbeziehungen, der Wechselkurse und der Außenpolitik die Zeichen bevorstehender internationaler Konflikte. Gleichzeitig nehmen innerstaatlich die sozialen Spannungen zu. Daher ist LEAP/E2020 nunmehr in der Lage, eine erste Vorhersage über die wahrscheinliche Abfolge der Ereignisse in der Phase des Zerfalls der Welt- und öffentlichen Ordnung vorzulegen. (leap2020.eu)

Republikaner King ruft Amis zu Revolution auf - Es ist nun einmal so, dass die Bemühungen der Bundesregierung und ihres Präsidenten Obama vordergründig sicherlich darauf abzielen, das Land und somit auch sich selbst „zu retten“ und den Versuch zu unternehmen, die riesige Morastgrube, in die die Vereinigten Staaten nach dem Absturz an den Immobilienmärkten gefallen sind, trocken zu legen, um wieder Boden unter die Füße zu bekommen. Die Mittel, denen sich die Regierung in Bezug auf dieses Unterfangen bedient, sind allerdings mehr als fragwürdig und rufen mehr und mehr Leute aus dem politischen Spekrum auf den Plan. (wirtschaftsfacts.de)

Euro-Zone: Stabilitätspakt und Maastrich auf der Schlachtbank - In diesen Tagen, wird das Vertragsgebilde fein säuberlich filetiert und zerlegt. Streng getreu dem Motto, “was interessiert mich mein Geschwätz von Gestern”, werden alle Regeln und Verträge wie Beifisch über Bord geworfen. Streng sollten die Regeln einer Europäischen- und insbesondere der Währungsreform sein. Auch längst vergessen, sind die Versprechen an den damaligen Sowjetischen Staatspräsidenten Michael Gorbatschow, dass es keine EU-Osterweiterung geben würde nach dem Mauerfall. Was ist geblieben von all dem Glanz und Lametta? (infokriegernews.de)

Überhitzungsängste: LTCM-Veteran warnt vor Megablase China - Spekulationsgeschäfte, Inflation, rasantes Wachstum: Die Wirtschaft der Volkswirtschaft bläht sich auf und weckt damit Sorgen. Auch bei James Rickards, ehemals Manager beim berüchtigten Hedge-Fonds LTCM. Und er sollte es wissen. (ftd.de)

Für USA kommt jede Hilfe zu spät - Marc Faber und Mike Shedlock auf Teck-Ticker - Der Anlageguru Marc Faber diskutierte am vergangenen Freitag mit dem Investmentberater Mike Shedlock darüber, ob den USA eine Inflation oder eine Deflation bevorstehe und wie sich Investoren verhalten sollten. (goldseiten.de)

„Die Inflation wird kommen“ - Die Finanzkrise ist nicht ausgestanden, sagt Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank. Grund ist nicht allein Griechenland, andere Länder sind nicht besser. (focus.de)

Keine Zukunft - Virtuelles Interview mit einem virtuellen Politker über die reale Wirklichkeit. Wenn die Regierung in den zahlreichen Verlautbarungen der Massenmedien die Wahrheit sagen würde, dann würden die Antworten ungefähr so aussehen ... (mmnews.de)

US-Justizminister: "Bin Laden wird nie lebendig gefasst" - Wenn man eines Tages Osama Bin Laden, dem Anführer des Terrornetzwerks al-Qaida seine Rechte vorlese, dann seiner Leiche, sagt Eric Holder: "Die Wahrscheinlichkeit, ihn lebend zu fassen, ist unendlich klein". (diepresse.com)

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1 Kommentar:

Maldek hat gesagt…

Totgesagte leben länger.

Das einzige was die USA aus dem Ausland wirklich brauchen, ist Erdöl.

Und selbst da, hätten sie noch ungenutzte Reserven im eigenen Land. Die USA sind nicht dumm.

Wären Afghanistan und Irak, wie erwartet, schnell "befriedet" worden und hätte nicht Russland im Georgien Krieg eine solche militärische Stärke gezeigt....

Ja dann wäre wohl der Irankrieg schon am Laufen.

Sobald der Irankrieg dann gewonnen ist, ist das Geostrategische Ziel erreicht und die Erdöl-kontrolle hergestellt. Dann beginnt Phase 2.

Die USA werden vor der UNO erklären ihre Staatsschulden nicht mehr bedienen zu wollen. Eventuell wird der Dollar geopfert und eine neue Währung eingeführt.

So what? Europa, Japan und China werden kollabieren. Der eine mehr, der andere weniger. Die USA jedoch haben sich als einzige darauf vorbereitet, können den Zeitpunkt bestimmen und dank ihres überlegenen Miltärs sich auch die Rohstoffe sichern.

Nach 5-10 Jahren Chaos wird wohl die neue-alte Supermacht ihre Rolle als Weltpolizist wieder aufnehmen und Ordnung in das Chaos bringen...zu ihren Bedingungen versteht sich.

"Never underestimate the powers of the Emperor" Zitat aus Star Wars.