Donnerstag, 25. Februar 2010

Dann zerfällt die öffentliche Ordnung ...

Ganz Griechenland ist lahmgelegt durch einen Generalstreik, in Frankreich könnte die Treibstoffversorgung wegen eines Streiks gefährdet sein. In den USA wird hingegen schon offen zur Rebellion aufgerufen. Befinden wir uns bereits am Beginn der vorausgesagten sozialen Unruhen?

Ja, doch ist es mir unverständlich, wie verhalten die ganze Sache (noch) abläuft. Offenbar haben noch nicht genug Menschen die ewigen Lügen, das Verprassen von Steuergeldern, die diktatorische Vormundschaft der EU und das immer skurriler werdende, ausufernde Bankensystem satt.

Noch sind es die Gewerkschaften (!!!), die zum Streik aufrufen und diese organisieren. Weil die gewerkschaftlichen Forderungen abgelehnt werden. Klar, die Gewerkschaften haben doch einige Machtstrukturen aufgebaut und verfügen über entsprechende Massen an Arbeiter und Angestellte.

Doch den Gewerkschaften muss langsam auch klar werden, dass ihre Vorstellungen einer sozial gerechten Arbeitswelt kaum mehr durchsetzbar bzw. realisierbar sind, weil sie entweder Geld kosten oder Produktivität. Und beides ist nicht mehr vorhanden.

Deshalb können diese vorerst gewerkschaftlich organisierten Demonstrationen auch sehr schnell ausarten und sich in soziale Unruhen wandeln, wo dann nicht nur die Gewerkschaften fordern, sondern auch das Volk. Denn, egal wie diese Krise ausgehen wird, ob es zu einem Crash kommen wird, oder ob man noch eine zumindest vorübergehende Lösung finden wird, der Zahler, der Verlierer ist das Volk.

Versuche einem Arbeiter zu erklären, dass eine Bank, die von der Regierung als systemrelevant eingestuft wird, einige Milliarden an Steuergeldern benötigt um nicht pleite zu gehen. Und wenige Monate danach Millionen an Boni und Prämien ausbezahlt, während man dem Arbeiter, der eine Gehaltserhöhung von ein paar Prozenterln fordert, sagt, dafür ist kein Geld vorhanden ... Real verdienen wir fast alle von Jahr zu Jahr weniger, denn die wirkliche Inflation ist meist höher als die Gehaltserhöhung! Der Wert des Euros seit seiner Einführung hat sich fast halbiert (47%), welcher Arbeiter konnte erreichen, dass sein Gehalt verdoppelt wurde?

Aber nicht nur die für viele weit überzogene Bankenbailouts erregen die Gemüter, sondern auch die in allen Staaten zur Diskussion stehenden Einsparungen. Langsam kommt der Mob drauf, wie sehr unsere Politiker tatsächlich versagt haben! In halbwegs guten Zeiten wurde kein finanzieller Polster angelegt, sondern es wurden auch Schulden gemacht - so als würde das System ewig wachsen können. Ein fataler Trugschluss und eine Rechnung, die das Volk jetzt präsentiert bekommt. Denn plötzlich stockt das ewig wachsende System und unsere Politiker sind ratlos. Kein sogenanntes Konjunturpaket konnte bisher die Konjunktur anheizen. Es konnte nur der totale Absturz hinausgezögert werden. Tatsächlich betragen allerdings die Kosten für die Bailouts und Konjunkturpakete Summen, die für uns unvorstellbar hoch sind. Wer hat denn einen Begriff davon, was eine Milliarde ist. Die meisten wissen auf Anhieb gar nicht, wie viele Nullen eine Milliarde hat ...

Aber durch diese "inflationäre Zahlenvorstellung", eine Milliarde mehr oder weniger berührt uns kaum mehr, haben wir fast alle die Vorstellung zur Realität verloren. Bei einem Arbeiter oder Angestellten spielen sich Lohn- und Gehaltserhöhungen im Bereich von einigen Hunderten, maximal Tausenden ab, doch täglich werden wir mit Milliarden konfrontiert, die irgendwo fehlen, aufgebracht werden müssen und in schwarze Löcher "auf Nimmerwiedersehen" verschwinden. Dazu wird die tatsächliche Lage fast ausschliesslich viel zu positiv dargestellt.

Wie war es bei der Diskussion der Banken in Österreich? Zuerst sagten alle unisono, dass sie kein staatliches Geld bräuchten. Danach griffen sie alle zu, einige gingen pleite, teilweise auch ziemlich spektakulär, dann war wieder alles paletti, die Krise scheinbar bewältigt, doch nun schlägt die Nationalbank Alarm, dass die Eigenkapitalquoten der österreichischen Banken extrem niedrig sind und schnellstens erhöht werden müssen um für die nächsten Kreditausfallswellen gerüstet zu sein. Das heisst, auch hier wird der Steuerzahler, für den kaum eine Gehaltserhöhung heuer möglich ist, wieder mit Milliarden aushelfen müssen ...

Es ist nicht nur eine "schiefe Optik", es ist ein sauberer und seit langem praktizierter Betrug am Volk! Dass die Volkswut und der Volkszorn langsam aber sicher zu Kochen beginnt, sollte verständlich sein! Die vielfach vorausgesagten Unruhen und sozialen Aufstände werden nicht ausbleiben und ganz Europa (auch die USA, Japan und möglicherweise auch China) erfassen. Dann zerfällt die öffentliche Ordnung und es beginnt ein Krieg, ein Bürgerkrieg!







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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