Samstag, 2. Januar 2010

Über Staat, Land, Kommunen und Krisenvorsorge

Nachdem die amerikanische FEMA als Weihnachtsgeschenk einen für mehrere Wochen oder noch besser, für mehrere Monate empfahl und auch von jene Seiten Prognosen kommen, die bisher sehr treffsicher waren, dass wir 2010 in eine besonders schwierige Phase kommen werden, wo Staatsbankrotte wahrscheinlich und damit auch der Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung erwartet werden muss, ist es fahrlässig, jetzt nicht alles nur mögliche zu tun, um für diesen Notfall vorbereitet zu sein.

Ich schreibe schon seit Monaten darüber, die meisten Menschen allerdings lachen mich immer noch aus und faseln etwas von "wird schon wieder" oder "so schlimm wird´s doch nicht", aber auch "die Krise ist eh schon vorbei" ... Nein, es kommt, wenn es kracht, sehr schlimm und zweitens haben wir immer noch den Auftakt einer Krise. Bisher ist real noch nicht sehr viel passiert, ausser dass Banken und Unternehmen insolvent wurden, die Arbeitslosigkeit stieg und enormes Volksvermögen vernichtet wurde. Aber die breite Masse merkt immer noch nicht viel. Sonst wäre das Weihnachtsgeschäft eingebrochen und Silvester nicht so laut gefeiert worden! Ja, ja, mit den täglichen Aufschwungs-G´schichterln in den Medien könnte man fast den Eindruck haben, die Krise wäre weitgehend vorbei ... an den meisten Politkern ist diese sowieso vorbei gegangen, denn sonst hätten sie vor einem Jahr oder länger grundlegend eingreifen müssen. Bisher haben sie, ausser Banken gerettet, Milliarden in Konjunkturprogramme gebuttert und viel in die omnipräsenten Kameras gelächelt, eigentlich nicht viel getan. Aber schön langsam ist es zu spät! Jetzt ist auch in Bailouts die Luft draussen und wir alle werden uns recht bald in einer gewaltigen Hyperinflation befinden, die das restliche Vermögen auch noch vernichtet.

Auch die Steuereinnahmen gehen dramatisch zurück - ist klar, denn die Produktivität ist eingebrochen, viele Handelsmärkte ebenso. Da passt die Aussage einer befreundeten Hotelinhaberin dazu, die über ihr Haus und alle andern Beherberungsbetriebe in der Region sagt: "Weihnachten/Neujahr waren wir alle voll, so wie jedes Jahr. Aber jetzt kommt nichts mehr nach!"

Der Zeitpunkt ist schon nah, an dem die Politiker ihre Niederlage eingestehen müssen und die Steuerschraube empfindlich anheben werden. Dabei wird, auf kurz oder lang, vor nichts halt gemacht! Besonders Besteuerungen auf Dinge die jeder benötigt, werden entweder extrem steigen oder überhaupt neu eingeführt. Ich denke, es wird kaum etwas ausgelassen werden. Am gefährdetsten ist natürlich die Mehrwertsteuer und Steuern rund ums Auto und auf Grund und Boden. Auch Lebensmittel werden nicht ausgelassen! Irgendwo muss das Geld rein kommen, das man ausgeben möchte bzw. muss. Spüren werden wir es alle, niemand ausgenommen!

Dabei zeigt sich bei näherer Betrachtung, dass nicht nur die Staaten selbst gewaltigen Finanzbedarf haben werden, sondern mehr noch die Länder und Kommunen. Von Kärnten weiss man, dass sie mehr oder weniger bankrott sind. Die Steiermark kann nach derzeitigem Stand kein ordentliches 2012er Budget mehr beschliessen. In Deutschland ist die Situation ebenfalls ziemlich angespannt. Das heisst, auch die Länder und Kommunen werden irgendwie das Vermögen ihrer Bürger anzapfen. In welcher Form wird sich erst herausstellen, doch glaube mir, da werden sie enorme Kreativität zeigen!

Wobei auch klar sein muss, dass die unterste Hierarchie, die Kommunen am längsten funktionieren müssen. Denn sie sind für den grössten Teil der Infrastruktur zuständig, sie versorgen uns mit Wasser, beseitigen den Müll, verwalten den Kanal, etc. Bricht diese Struktur zusammen, dann werden plötzlich Zustände auftauchen, wie wir sie nur aus Ländern der dritten Welt kennen ... Ratten, Ungeziefer, Seuchen, verunreinigtes Wasser. Zustände wie wir uns es kaum ausmalen können. Und eben da werden die Kommunen einhaken und sich beim Bürger bedienen ...

Gerade deswegen wird der sofortige Aufbau eines privaten kommunalen Netzwerkes, sofern man dies nicht schon begonnen hat, ein enorm wichtiger Schritt, um die Bruchlandung nicht ganz so hart ausfallen zu lassen.

Wir sind in unserer schnellebigen Gesellschaft zu "just-in-time-Konsumenten" geworden. Das heisst, wir kaufen dann, wenn wir den Bedarf oder das Bedürfnis haben. In der Realität heisst dies, wir kaufen alle ein zwei Tage im Supermarkt ein, haben kaum Vorräte zu Hause und meist auch gar nicht die Möglichkeit, mehr zu lagern. Früher hatten alle Häuser und Wohnungen eine Speis (Vorratsraum), heute ist eben die Küche, das Wohnzimmer oder Flur entsprechend grösser ...

Es ist kein Geheimnis, dass soziale Verantwortung mit Charakterstärke zu tun hat und nicht sehr verbreitet ist. Im Grunde will jeder - der Politiker, der Bankangestellte, der Autoverkäufer, der Versicherungsmakler, die Supermarktkassiererin - dein Geld ... und sonst nichts! Selbst wenn Freundschaft im Spiel ist, selbstlos sind die wenigsten. Und jeder möchte bzw. muss verdienen. Deshalb darf ich nicht davon ausgehen, dass diese Menschen, die mir tagtäglich ins Geldbörsel oder auf´s Bankkonto greifen, dies nur zu meinen Nutzen machen. Im Gegenteil, aber das ist das prinzip unserer Gesellschaft. Du kannst dir nichts anderes erwarten, wenn es im Grunde nur ums Geld geht. Deshalb wirst du von all diesen Menschen, wenn es zum Zusammenbruch kommen wird, nichts erwarten können. Dann beginnt der Überlebenskampf erst richtig und spätestens dann bist du, wenn du nicht vorgesorgt hast, auf dich alleine gestellt.

Und vorsorgen heisst, für sich, seine Familie und/oder im kleinen Kreis das Überleben sichern. Lebensmittel einlagern, anbauen, züchten, alternative Zahlungsmittel horten (Gold- & Silbermünzen), Tauschobjekte einlagern (Alkoholika, Zigaretten) und auch die medizinische Versorung und den Selbstschutz nicht vergessen. Gemeinsam in einer kleinen Gruppe ist das natürlich viel leichter, Aufgaben können verteilt werden und man braucht selbst nicht alles vorbereiten.

Doch, und das muss auch gesagt werden, ist die beste Krisenvorsorge keine Garantie, die kommende Zeit tatsächlich zu überleben oder unbeschadet zu überstehen. Zuviele Zufälle, Ereignisse und Entwicklungen sind einfach nicht vorhersagbar. Die ältere Generation hat zwar nach dem Krieg ähnliches erlebt, doch es kann sein, dass diesmal vieles anders wird. Es ist nicht falsch, mit damaligen Zeitzeugen zu sprechen, sich Anregungen zu holen. Doch es gibt kein Rezept!

Also, mein Freund, tu´ was, es ist für dich, deine Familie und eure Zukunft. Und ich will nicht hören, wenn es soweit ist: "Mir hat keiner etwas gesagt!" Jetzt vorsorgen ist Verantwortung und kein Blödsinn irgendwelcher Schwarzmaler. Obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass es genauso kommen wird, kann uns wirklich nichts besseres passieren, wenn uns all dies erspart bleibt. Macht auch nichts, zumindest haben wir dann gleich alles für ein grosses Festessen zuhause ...



Neue BILD-Serie: Was passiert, wenn in ganz Deutschland der Strom ausfällt. BLACKOUT!

Ein Horror-Szenario, Teil 1 (bild.de)
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Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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1 Kommentar:

Franki Lachner hat gesagt…

Gerade zu Kriesenzeiten ist es eben wichtig die Ruhe zu bewahren. Ich denke, dass sowieso die Banken oft für Krisen in der Wirtschaft schuld sind, und diese eventuell sogar herbeigeführt werden durch Bankgeschäfte oder Insiderinformationen.
Die Banken können durch diesen Vorsprung an Wissen richtig abkassieren. Besonders durch Devisen und Trading Kurse und deren Beobachtung können die ja feststellen, ob eine Krise sich anbahnt und ob ein Geschäft gemacht werden kann.
Wie auch immer, es gibt durch eine Krise bzw. im Finanzmarkt immer Lücken, welche sich auftun, um ein Geschäft zu machen!
Wir sollten uns also keine Sorgen um unser Geld machen, das System vernichtet es von alleine ;-).