Donnerstag, 14. Januar 2010

Realität - Fiktion - Manipulation 5/5

Bisher schrieb ich in dieser Reihe "Realität - Fiktion - Manipulation" über all jene Bereiche, die wir kennen, die Alltag für uns sind. Über Situationen die uns lächeln oder aber zornig werden lassen. Ein Radrennfahrer, der während der Tour de France, wegen Doping ausgeschlossen wird, berührt uns wenig. Und doch ist es eine Vorspielung falscher Tatsachen. 9/11 erregt unsere Gemüter schon mehr, denn die Auswirkungen sind für uns alle spürbar. Mehr Kontrolle, mehr Überwachung, auch in Europa, für einen Krieg, bei dem der Feind offensichtlich fehlt ... für den Krieg gegen den weltweiten Terrorismus.

Dass die Lüge und Manipulation kein Zeichen unserer Zeit ist, sollte jeder wissen, der jemals mit Religion und Kirchen in Berührung gekommen ist. Diese Organisationen haben ihre Lehre, ihre Ideologie der Zeit und den Gegebenheiten angepasst. Um ihren Vorteil nutzen, haben sie vor fast nichts zurückgeschreckt. Nicht nur, dass zB. die katholische Kirche Jahrhunderte lang mit dem Schwerte missionierten und daher an der Kirche weit mehr Blut klebt, als an irgendeiner anderen Institution, wurden Wahrheiten, wenn die "reine Lehre" in Gefahr war, unterdrückt, verborgen und gegenteilig ausgelegt. Die angeblichen zweitausend Jahre Kirchengeschichte waren ein verlogenes, höchst manipulatives Desaster, teilweise auch heute noch. Erinnerst du dich, Galileo Galilei wurde erst in den 90er Jahren von Johannes Paul II. rehabilitiert - wider besseren Wissens, dass er Recht hatte und sein neues Weltbild und seine Entdeckungen durchaus mit den heiligen Schriften vereinbar waren!

Und doch, trotz Kirche oder auch wegen der Kirche, könnte die Geschichtsschreibung fast komplett falsch sein. Und das wäre, wenn es wirklich stimmt, die grösste Manipulation und Desinformation aller uns bekannten Zeiten sein ...

Der deutsche Joe Romanski, Bewusstseinstrainer und spiritueller Lehrer, ist nicht der einzige, der die Geschichtsschreibung anzweifelt. Gemäss dem Zitat von Napoleon I.: "Was ist Geschichte anderes als eine Lüge, über die sich alle einig sind."

Die Kernaussage der radikalsten Vertreter der sogenannten Chronologiekritik: Die gesamte abendländisch-europäische Geschichte, inkl. der ägyptischen und vorderasiatischen, die älter als ca. 650 Jahre ist, muss mehr oder weniger als Fiktion angesehen werden (und damit natürlich auch die „Geschichten“ der restlichen Welt). Die Geschichte ab Mitte des 14. Jahrhunderts (der Zeit der „gross…en Pest“ also) bis etwa Anfang des 18. Jahrhunderts stimmt zwar in Hinblick auf die Gro…ereignisse (Columbus, Luther, Gutenberg usw.), doch muss das Datum vieler dieser Ereignisse korrigiert werden. Erst ab Mitte des 18. Jahrhunderts, also seit 250 bis vielleicht 300 Jahren, entspricht das in den Geschichtsbüchern Beschriebene weitgehend der tatsächlichen Chronologie des Geschehens.

War die griechische Antike die Erfindung der Italiener im 13./14. Jahrhundert? Möglich wäre es, Chronikkritiker und Chronikzweifler gibt es schon lange. Doch auf was stützen die Chronikkritiker ihre Annahmen?

Sie gehen davon aus, dass es eine globale Katastrophe gab, bei der sehr, sehr viele Menschen starben und die Erde weitgehend verwüstet wurde. Für die Entwicklung der Überlebenden war es notwendig das Geschehene zu verdrängen und mit einer neuen Historie der Menschheit auch eine neue Basis zu geben. Niemand war dafür besser geeignet und hatte auch die entsprechenden Ressourcen, als die Kirche. Es ging ja auch um die Vormachtstellung bei den Religionen. Eine neue Menschheitsgeschichte wurde geschrieben ...

Zu unglaublich? Wir sind permanent Illusionen, Unwahrheiten und Lügen ausgesetzt. Warum sollte dann die Menschheitsgeschichte stimmen, wie sie uns in den Schulen gelehrt wird? Wenn allerdings diese Annahme der Geschichtsfälschung wahr wäre, würde der jetzigen Zivilisation wohl die Basis der Glaubwürdigkeit entzogen werden und die Folgen wären ziemlich schwerweigend. Dagegen sind 9/11 und ähnliches nur ein kleiner Klacks und werden verständlich, wenn man bedenkt, dass möglicherweise fast alles in unserem Leben auf Illusion, Unwahrheit und Lüge aufgebaut ist. Nicht nur die täglichen, manipulierten Nachrichten ...



Joe Romansky - Wann war 2012?







Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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Kommentare:

Maldek hat gesagt…

Die Geschichte der Menschheit ist sicher sehr viel älter, als die offiziellen Zahlen vermuten lassen.
10,000 vor Christus und Steinzeit verträgt sich sehr schlecht mit mindestens 3 Städten über 1 Million Einwohner ~35,000 v. Christus, die wir mittels Satelitenbildern inzwischen gefunden haben.

Wir können daher über vieles nachdenken.

Aber. Die Idee die komplette griechische Kultur (schon mal in Griechenland gewesen und geschaut?), als auch die ägyptische (Pyramiden - eine Erfindung des 13. Jahrhunderts? Wohl eher nicht....) Kultur seien im Rahmen einer röm. kat. Verschwörung erfunden worden, ist dann schon sehr sehr weit hergeholt.

Rot hat gesagt…

Komisch, ich hatte bislang die Geschichte der letzten 250-300 Jahre für einen Haufen Lügen gehalten... :-)

Bzgl. Pyramiden und Sphinx mag es durchaus sein, dass diese einige 1000 Jahre älter sind und dazwischen eine globale Katastrophe stand (zB. Tietmann, Meteoriteneinschlag um 5000 v.Chr.?). Dazu gibt es viele Hinweise und Sagen, und auch exzellente astronomische Auswertungen, und auch das sagenhafte Atlantis ist da ein Thema. Aber eine solche Katastrophe im Mittelalter, und in der Folge eine weitgehende "Erfindung" der Antike? Das ist nicht schlüssig, dazu gibt es viel zu viele gut erhaltene Zeugnisse der Antike, die ja allesamt neu interpretiert werden müssten. Fazit: Nichts für ungut, mit einer einzelnen Sphinx lässt sich die Weltkatastrophen-These machen, aber nicht etwa mit dem umfassend dokumentierten römischen Reich und 2000 Jahren europäischer Geschichte. Das kann sich nur ein Ami ausdenken, der gerade mal 300 Jahre Geschichte zuhause hat.

Rot hat gesagt…

Buchtitel: Tietmann ist falsch, sondern Alexander TOLLMANN "Und die Sintflut gab es doch"