Mittwoch, 27. Januar 2010

Email-Blockade durch Spamhouse

Liebe Freunde, könnt ihr euch noch erinnern, als ich im Dezember 2009 die täglichen News nicht mehr von Gmail (Google Mail) versandte, sondern ihr plötzlich diese News-Mails von Survival Scout (survival-scout.at) bekommen habt? Ich hatte damals einige Beschwerden von web.de und gmx Empfänger, dass sie keine News-Emails mehr erhalten würden. Seit ich von survival-scout.at versende, bekommen wieder alle ihre News ... vorerst!

Nun sind auch andere Webseitenbetreiber und Blogger an die Öffentlichkeit gegangen, dass ihre Emails nicht zugestellt werden. Interessant dabei ist, dass diese nicht, wie man vielleicht denken würde, im Spam-Ordner landen, sondern sie verschwinden ohne Grund, ohne Benachrichtigung, einfach im Datennirvana. Das ist, als würde die Post Briefe von einem bestimmten Absender nicht mehr zustellen, sondern einfach in den Abfallkübel werfen bzw. im Altpapier entsorgen.

Hinter dieser unglaublichen Aktion steht ein äusserst dubioses und fragwürdiges Unternehmen, allein dessen Geschäftsadresse, Eigentümer und Kontaktdaten anscheinend bewusst verschleiert werden. Diese Firma nennt sich Spamhouse (spamhouse.org) und hat sich als Partnerfirma von Gratisemailanbietern wie gmx, web.de, etc. zur Aufgabe gemacht, sogenannte Spamadressenlisten zur Verfügung zu stellen, nach denen die Emailanbieter aussortieren.

Mir sind schon einige, darunter auch höchst seriöse Newsletterversender und Unternehmen, Geschädigte bekannt geworden, deren Emailadressen grundlos auf den Spamlisten landeten. Und einmal in dieser Datenbank, gibt es anscheinend kein Entrinnen mehr. Auf jeglichen Kontaktversuch antworten Spamhouse, wenn überhaupt, mit "fuck off!", zu deutsch: "geh scheissen!".

Natürlich laufen schon Klagen gegen Spamhouse, doch auf Grund der verschleierten Daten, eine zeitaufwändige Angelegenheit, die möglicherweise nicht zielführend ist. Denn wir wissen, eine Umbennung eines Unternehmens, die Verlegung des Hauptsitzes in ein anderes Land oder in ein Land, wo die europäische Gerichtsbarkeit abblitzt, dauert im Akutfall oft nur wenige Stunden.

Fragwürdig ist aber die Zusammenarbeit zwischen United Internet, zu denen gmx und web.de gehören, und Spamhouse. Wenn Unternehmen, wie United Internet, weltweit operieren und eine wichtige Position am Markt einnehmen, so sollten derartige Kooperationen mit solch fragwürdigen Firmen wie Spamhouse grundsätzlich unterlassen werden.

Was kann der User, der in diesem Fall Geschädigte, dagegen tun? Sofort einen anderen, Emailanbieter suchen und das Emailkonto bei gmx oder web.de schliessen. United Internet ist ein auf Werbung basiertes Unernehmen, das, wenn die User davonlaufen, sinkende Werbeeinnahmen verzeichnen.

Dass Spam heute ein gewaltiges Problem geworden ist, weiss jeder, der ein Emailkonto betreibt und mit Penisverlängerungen, Pornolinks, Viagra, billigsten Markenuhren, günstigen Softwareprodukten und dubiosen Investmentprodukten penetriert wird. Diese Belästigungen sollten möglichst effizient unterbunden werden. Daher sind Unternehmen wie Spamhouse im Grunde wichtige Partner für Emailanbieter. Doch dessen Dienstleistung sollte seriös, transparent und nachvollziehbar sein. Und nicht dubios, intransparent und fragwürdig. Vor allem kann es jeden Versender treffen, auf die Liste zu kommen. Wie bei den Banken, von der schwarzen Liste, die ja angeblich nicht existiert, kommt man kaum mehr herunter ...

Alternativen zu web.de und gmx gibt es zu viele, u.a. GoogleMail, die angeblich nicht so restriktiv arbeiten wie die beiden Genannten. Im Sinne eines freien Meinungsaustausches und der freien Informationsmöglichkeit, sollten alle web.de und gmx User sofort ihre Emailadressen löschen bzw. nicht mehr benutzen. Es muss jenen Firmen, welche auf arrogante Weise selbständig selektieren, welche Post zu uns durch darf und welche nicht, die Grundlage entzogen werden. Doch wie so oft im Leben, sind nur relativ wenige Benutzer betroffen, von denen wiederum nur ein kleiner Teil handeln wird ... damit wird das Spiel weiter gehen und möglicherweise noch verschärft werden! Was dazu führen wird, dass die Informationsvielfalt und Meinungsaüsserung selektiv und empfindlich beschnitten wird. Der Kampf gegen echten Spam muss verschärft weitergehen, doch nicht auf Kosten jener, die gewollte Informationen versenden bzw. ausdrücklich gewollte Informationen erhalten wollen!

Wohl gemerkt, es geht dabei nicht nur um die Mails von MMNews, der aber offensichtlich wegen seines Servers bei einem dubiosen Providers geblockt wird. Auch vom Kopp-Verlag und eben Schnittpunkt2012 kommen Beschwerden, dass viele Emails bzw. Newsletter blockiert werden. Und sowohl ich, als Schnittpunkt2012, wie auch der Kopp-Verlag, distanzieren sich mit aller Nachdrücklichkeit Spams zu versenden!



Rubrik Überwachungsstaat (hartgeld.com)



Mail-Zensur bei gmx und web.de - Wer eine Mailadresse bei gmx und web.de hat, kann nicht mehr sicher sein, auch alle Mails zu erhalten. Provider blockieren Post. (mmnews.de)

gmx & web.de: Keine "Zensur", sondern "Blockade" - Viele Reaktionen gab es auf den Artikel „Mail-Zensur“ bei GMX und WEB.DE - Trotz zahlreicher Proteste bleiben die beiden Mailprovider dennoch hart: MMnews bleibt blockiert. (mmnews.de)







Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)



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Der Euroraum gerät ins Wanken - In einem internen Papier wird erstmals der Zusammenhalt der Währungsunion infrage gestellt. Die Krise deckt auf, wie sehr Süd- und Nordeuropa wirtschaftlich auseinandergedriftet sind. (diepresse.com)

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1 Kommentar:

Neuzeit hat gesagt…

Super Artikel, danke dafür