Freitag, 27. Februar 2009

Gibt es einen Ausweg aus der Krise?

Ich werde oft mit der Frage konfrontiert, ob es aus der jetzigen Krise denn keinen Ausweg gibt? Ja, sicher gibt es Möglichkeiten das ganze relativ rasch zu beenden, doch diese Antwort wollen die wenigsten hören, denn das Resultat ist im Grunde das gleiche, wie wenn diese Krise weiter wütet und zum weltweiten Zusammenbruch aller Systeme mutiert!

Unser gesamtes Leben war auf Schulden aufgebaut. Ohne Schulden zu machen, wäre der Wohlstand und das Sozialnetz nicht möglich gewesen! Und diese immense Schuldenmacherei hat schlussendlich selbst für den Exitus gesorgt - ein finanzieller Suizid des Finanzsystems, sozusagen.

Beginnen wir im Kleinen, im familiären Bereich. Ohne Schulden zu machen, war kein Eigenheim möglich, meist auch kein Auto (oder besser zwei bis drei Autos pro Familie). Jene Firmen, in denen wir arbeiten, benötigten auch Kredite um zu wachsen, um grosse Aufträge erfüllen zu können. Die Kommunen in denen wir leben, nahmen ebenfalls Kredite auf, für das neue Kanalsystem, das Seniorenheim, das neue Rathaus, die neue Therme, etc. Auch das Land und der Staat mussten hohe Kredite aufnehmen um das Sozialsystem, den medizinischen Bereich, die Beamtenschaft, die Strassen und alles andere an Infrastruktur funktionieren zu lassen. Es kam Jahr für Jahr eine höhere Schuld zusammen. Die Ansprüche wurden immer grösser. Das kann normalerweise nicht gut gehen, da irgendwann dieses System an seine eigenen Grenzen stösst.

Dass in unserer unendlichen Gier, immer mehr Geld und Vermögen zu "verdienen" bzw. anzuhäufen, auch entsprechende fragwürdige Exzesse wie Spekulationsgeschäfte immer mehr wurden, dürfen wir nicht nur den Bankern in die Schuhe schieben. Wir alle wollten immer mehr, möglichst leicht verdient, ohne arbeiten, ohne Risiko. So kann es aber nur eine gewisse Zeit funktionieren, dann fällt das Kartenhaus zusammen ...

Vor allem, weil auch unser Papiergeld nur das Papier wert war (oder noch ist). Die Goldbesicherung gibt es schon lange nicht mehr oder nur zu einem kleinen Teil. Früher stand sogar auf den Gledscheinen, dass man den Wert des Papiergeldes gegen Gold tauschen konnte. Das heisst, der Wert des Geldes war gedeckt. Dieser Text ist allerdings schon lange verschwunden! Unser Geld, von dem wir nicht genug bekommen können, ist eigentlich nichts wert!

Nun zur eingangs gestellten Frage, gibt es einen Ausweg aus der Krise? Ja! Man müsste nur alle bankrotten Banken und Unternehmen tatsächlich - ohne Rücksicht auf Verluste - Bankrott gehen lassen und nicht wie jetzt praktiziert, Millarden von Dollar, Yen und Euro in diese schwarzen Löcher zu werfen, nur um unser System zu retten. Das System ist rettungslos verloren! Wann begreifen die Politiker das endlich!

Die einzige Chance die wir haben, ist das Währungssystem komplett auf Gold umzustellen und die hohen Ansprüche der Vergangenheit zurück zu fahren! Die Banken in die Pleite zu schicken und ein komplett neues, transparentes und vor allem ehrliches Bankensystem neu aufbauen. Damit verlieren viele Menschen sehr viel Geld, ihre Jobs und ihr Vermögen. Doch das ist in jedem Fall unausweichlich! Gezielt die Systeme zu verändern würde den Crash zwar nicht verhindern, doch dieses dunkle Kapitel der Menschheit wäre schneller vorbei. Anders dauert es wesentlich länger, bis wir den Tiefpunkt erreicht haben und möglicherweise kommen auch Unannehmlichkeiten wie Krieg, Revolten und Aufstände hinzu.

Einen sanften Ausstieg, mit Beibehaltung des "alten" Systems gibt es nicht! Definitiv nicht!

Aber sehen wir nicht schwarz, sondern sehen wir die Chance, die die Menschheit hat, endlich ein System aufzubauen, wo nicht das Materielle, sondern der Mensch im Mittelpunkt steht! ... denn das wäre für ALLE ein Gewinn, den uns keine noch so hohe Rendite geben kann!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Interessantes Video dazu: Money as Debt (Geld als Schuld) bei videogold.de





Neu und immer herrlich zu Lesen: Der Pranger - Moneten (michaelwinkler.de)



Meldungen:

Royal Bank of Scotland: mehr Verlust als Umsatz (diepresse.com)
General Motors ist im freien Fall (handelsblatt.com)
England am Abgrund (focus.de)
Russland meldet massiven Kapitalabfluss im Januar (rian.ru)
Risiko von Staatsbankrotten so hoch wie nie zuvor (welt.de)
Welthandel rauscht in den Keller (ftd.de)
Geldscheine wie Klopapier - kommt die nächste Inflation? (hintergrund.de)
Städte in Not verkaufen ihr Wasser (alles-schallundrauch.blogspot.com)



Obamas Denkfehler - Selbst wenn das aktuelle Konjunkturprogramm für Stimulans sorgen kann - es löst keines der Probleme, die zur Weltwirtschaftskrise geführt haben. Die FED und der Kongress sind dafür verantwortlich, dass sich die US-Ökonomie in ein riesiges Ponzi-Schema verwandelte. (mmnews.de)

New Deal für das 21. Jahrhundert - Das parallele Wirken von Subprime-Krise, Kreditkrise, Bankeninsolvenzen, Firmenzusammenbrüchen und dem Kollaps der Realwirtschaft erfordern ein neues System, welches wieder Vertrauen schafft. Sollte dies nicht gelingen, besteht die Gefahr, dass das US-Finanzsystem im Jahr 2009 im Rahmen eines Staatsbankrottes zusammenbricht. (mmnews.de)

GM - längst in der Hölle - Die "....... Marktwirtschaft" des modernen Kasinokapitalismus, deren Vorwort sozial schon weitgehend abhanden gekommen ist, trägt immer bizarrere Blüten. Gerade im "Hort" des Kapitalismus, den USA, pervertiert das System völlig. Einen wiederholten Beleg dafür liefern die Geschäftszahlen von General Motors (GM)! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

GM am Ende? General Motors teilt mit, dass die Wirtschaftsprüfer wahrscheinlich die Überlebensfähigkeit in Frage stellen werden. Das Unternehmen sieht offenbar kaum noch Chancen in der Zukunft und warnt vor unterfinanzierten Pensionsverpflichtungen. (mmnews.de)

New Home Sales auf 46-Jahrestief - Die Neubauverkäufe in den USA sind im Januar 2009 nach den gestrigen Angaben des Census Bureau auf 309.000 Wohneinheiten aufs Jahr hochgerechnet (SAAR) bzw. um -10,2% zum Vormonat und um unglaubliche -48,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat gefallen. Sie markieren damit den tiefsten Stand seit Erhebung der Daten im Jahr 1963! Seit dem Hoch mit 1,371 Millionen verkaufter Wohneinheiten im Juli 2005 sind die Neubauverkäufe um fulminante -77,46% gefallen! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

EZB bleibt auf Milliardenforderungen sitzen. Drohender Verlust für die Europäische Zentralbank: Wegen der Finanzkrise bleibt die EZB erstmals seit ihrem Bestehen auf Milliardenforderungen aus ihren Refinanzierungsgeschäften mit Geschäftsbanken sitzen. (ftd.de)

Lehman-Pleite belastet EZB-Bilanz in Milliardenhöhe - Die Pleiten der amerikanischen Lehman Brothers und isländischer Kreditinstitute belasten einem Pressebericht zufolge die Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB). Der Schaden für das Geschäftsjahr 2008 belaufe sich auf mehr als eine Milliarde Euro, berichtete die französische Tageszeitung "Le Monde" am Donnerstag ohne Angabe von Quellen. Dafür müssten alle 16 Notenbanken des Währungsystems geradestehen. (reuters.com)

Fannie Mae bittet um Staatsmilliarden - Der schwer angeschlagene US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae hat im vierten Quartal einen Verlust von 25,2 Milliarden Dollar angehäuft. (derstandard.at)

Jim Rogers: Schafft den IWF und die Weltbank ab. Veteran unter den Investoren sagt, das Stimulus-Paket von Obama mache die Wirtschaftskrise nur schlimmer. (infokrieg.tv)

Ausgesaugt und kahl gefressen. Fast alle Länder nutzen zur Bewältigung der Krise dasselbe Rezept: Auf Pump finanzieren sie Programme, die den Absturz auffangen sollen. Das kann auf Dauer nicht gutgehen. Die ersten Nationen stehen vor der Pleite. Eine Reise ins Imperium der Schulden. (merkur.de)

Staatshilfe für alle. Im Akkord pumpen Staaten Milliarden in die Wirtschaft. Das Geld dafür besorgen sie sich von Anlegern, die sich mit mickrigen Zinsen zufrieden geben. Staatsanleihen sind Fluchtburg Nummer eins in der Krise. (tagesspiegel.de)



Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!):


Leserbrief auf hartgeld.com:

Reporterfrage: Finden Sie es berechtigt, dass Sie solche hohe Bonizahlungen erhalten?

Banker: Aber selbstverständlich. Natürlich hätte ich nichts erhalten, wenn die Bank Pleite gegangen wäre. Ich hatte in den letzten Jahren zum Glück jedoch genügend Politiker auf meiner Gehaltsliste, die jetzt dafür Sorgen das die Bank nicht Pleite geht. Da ist es doch mehr als gerecht, dass die Steuerzahler jetzt dafür bezahlen. Denn ich bin Banker von Beruf und ich scheiß auf meinen Ruf.



Mittwoch, 25. Februar 2009

Ein notwendiger, weltweiter Reinigunsprozess

Eine bezaubernde Bekannte wirft mir vor "overnewsed & underinformed" zu sein und die Menschen um mich herum ziemlich verrückt zu machen, so dass einige tatsächlich in kurzzeitige Depressionen verfallen. Alles in allem, meint sie, eine gefährliche Sache, da ich Menschen mit Negativem konfrontiere und durch mein Gelaber die Krise herbeirede.

Ich kann keine Krise herbeireden, dazu bin ich zu unbedeutend! Ich kann aber, und das versuche ich, die Menschen zu interessieren, was tatsächlich vorgeht in dieser Welt. Ich möchte verhindern, dass - so wird es kommen - urplötzlich der Crash uns überrollt und keine Zeit mehr ist, sich darauf vorzubereiten.

Dass die Systeme schon gefährlich wanken, ist unübersehbar. Und dass viele, vor allem Politiker, in ihren Einschätzungen und Prognosen falsch gelegen sind, ist Tatsache! Selbst Experten sind über die Geschwindigkeit und Intensität überrascht worden. Nur wenige, die die Zusammenhänge frühzeitig erkannt haben, wussten, was auf uns zukommt.

Ja, richtig, noch hat die Krise das Leben des Normalbürgers in Österreich nicht beeinträchtigt - wie gesagt, noch nicht. Bei uns funktioniert der Alltag noch so wie immer. Doch die Normalbürger sind in dieser Kette auch die letzten, die davon betroffen werden. Erst wenn es zu Massenentlassungen kommt, wenn die Rentenfonds pleite sind und wenn viele der heute selbstverständlichen Sozialleistungen ausgesetzt werden, dann wird die Krise jeden betreffen. Doch zu diesem Zeitpunkt hat sich die Krise schon zu einem Systemcrash aufgebaut! Dann beginnt für viele das grosse Wehklagen ... warum hat uns niemand davor gewarnt?

Sogar die Mainstreammedien berichten immer offener über die Krise. Man schliesst plötzlich Staatsbankrotte und Währungszusammenbrüche nicht mehr aus. Neben der sogenannten "europäischen Südschiene" (Griechenland, Italien, Spanien und Portugal) werden auch Irland, Grossbritannien, Schweiz und Österreich als mögliche Pleitekanditaten gehandelt. Und es sieht tatsächlich katastrophal aus!

Die bisherigen Rettungsversuche haben relativ wenig zu einer Stabilisierung beigetragen. Der Abwärtstrend scheint dadurch nur beschleunigt worden zu sein. Bald gehen allerdings die Mittel aus, dann bricht das System zusammen. Und mit ihm auch die Infrastruktur. Das heisst, so wie es GEAB in seiner 32. Ausgabe prognostiziert, die öffentliche Ordnung zerfällt!

In der Tat ist es undenkbar, dass all die Strukturen und der Wohlstand unserer Gesellschaft dahin sein werden. Dass anstelle dessen Chaos und Volksaufstände treten werden. Ja, die Menschen werden revoltieren ... eben weil viele ALLES verloren haben! Die Sicherheit und Stabilität war offenbar nur eine scheinbare!

Trotzdem WOLLEN viele Menschen nicht hinsehen und nicht wissen wollen, was kommen wird. Die Angst macht blind! Und die Hoffnung, dass es nicht so schlimm werden wird ...

Selbst Barack Obama, noch vor einem Monat der Messisas für die Welt, steht mit dem Rücken zur Wand. Ausser noch mehr Dollars drucken und verteilen, kann auch er nicht. Rein rechnerisch müssten nach dem derzeitigen Stand Generationen die Schulden zurück zahlen. Dazu wird es allerdings nicht kommen. Die Welt und damit auch die USA und Europa werden durch einen extremen Zusammenbruch ALLER Systeme und Strukturen entschuldet! Es wird keine andere Möglichkeit geben, als den Reset-Knopf zu drücken und gemeinsam wieder bei Null anzufangen. Die wirklich berechtige Hoffnung besteht darin, es dann besser zu machen, ein menschenwürdigeres Finanzsystem zu installieren, das nicht nur wenige Gewinner und viele Verlierer kennt!

Sollten wir es schaffen, was sicher nicht leicht werden wird, die Systeme neu aufzubauen und schlussendlich für eine gerechtere und bessere Welt sorgen, dann kann dieser bevorstehende Crash nicht als "das Ende der Welt" angesehen werden, sondern als notwendiger, weltweiter Reinigungsprozess. Dass dieser allerdings von jedem Opfer verlangen wird, muss klar sein! Denn wenn solche Ereignisse wie die beiden Weltkriege die Menschen nicht verändern konnten, muss die Katastrophe dieses Mal noch grösser werden, damit wir alle wachgerüttelt werden. Wir können uns demnach auf ziemliche Begleiterscheinungen gefasst machen - wie ich auch schon des öfteren schrieb, ist Krieg nicht auszuschliessen.

Wir stehen vor einem Neuen Zeitalter und müssen das Alte abschliessen. daran werden wir nicht vorbeikommen. Zu viel Zeit ist nicht genutzt worden. Wir waren Gefangene in unseren Systemen, die jetzt aufbrechen wie eitrige Wunden!

Nehmen wir die Krise und den baldigen Crash als unabdingbares Ereignis, das Voraussetzung für eine bessere Welt ist. Wir konnten nichts verändern, wir wollten auch nicht! Jetzt werden wir dazu gezwungen ... und das sollten wir als riesengrosse Chance sehen! ... für das steht die symbolische Jahreszahl 2012!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:

Euroanleihe widerspricht dem EU-Vertrag (sueddeutsche.de)
Merrill Lynch übertrifft alle Befürchtungen (handelsblatt.com)
Einkommensteuer ist in den USA illegal (alles-schallundrauch.blogspot.com)
Milliardenkredite für Autoindustrie (kurier.at)
Fährt Porsche gegen die Wand (mmnews.de)
Ukraine: Kreditrating gekürzt (derstandard.at)
Japans Exporte im Januar mit -45,7% (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Und es geht noch weiter abwärts (handelsblatt.com)
Hedgefonds frieren Kundengelder ein (wiwo.de)



Wirtschaftskrise: Was wäre, wenn … Die Regierung wirft derzeit mit den Milliarden nur so um sich. Die Nullen vor dem Komma steigen parallel mit den identifizierten Nullen auf vielen Chefetagen. Mit dem Geld soll verhindert werden, dass sich Brände in diversen Banken zum Flächenbrand ausweiten. (mmnews.de)

Staatsbankrott: Wie ernst ist die Lage wirklich? In der schweren Wirtschaftskrise nimmt das Unvorstellbare Konturen an: Die Pleite ganzer Staaten. Länder in Osteuropa ziehen die Börsenkurse in den Abgrund, Irland und Griechenland kämpfen gegen die Zahlungsunfähigkeit. Ökonomen warnen vor Staatsversagen. Hier die Antworten auf die drängendsten Fragen. (rp-online.de)

Obama zur Lage der Nation: "Tag der Abrechnung" - Die USA hätten lange Zeit über ihre Verhältnisse gelebt, sagte US-Präsident Barack Obama in seiner Rede. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. (diepresse.com)

Ein gescheiterter Präsident nach 34 Tagen - Barack Obama lebt vom Wunsch, dass mit ihm alles besser wird. Deswegen sieht man ihm Fehler nach. (diepresse.com)

Roubini: Die Weltwirtschaft ist im freien Fall. Deutsche Wirtschaft in schlechterer Verfassung als die der USA. Roubini: Wenn wir Glück haben, dann wird es vielleicht Ende 2010 langsam besser. Politiker haben die Folgen der US-Krise "massiv unterschätzt". (mmnews.de)

Land voller Angst. Kaum ein Land erlebt durch die Wirtschaftskrise einen so brutalen Absturz wie das Vereinigte Königreich. Im einstigen wirtschaftlichen Musterland macht sich tiefe Verunsicherung breit. (spiegel.de)

UBS-Vorsichtsmassnahme: Konten von Amerikanern gesperrt. Die Grossbank hat Vermögenswerte von Kunden aus den USA aus eigenem Antrieb blockiert. Ein Anwalt vermutet, dass die Bank die Kunden finanziell belangen will. (bernerzeitung.ch)

Hayek: Grossbanken sind Finanzbanditen und Idioten. Wie „cash“ berichtet, hat Nicolas Hayek genug von der UBS und CS. Der Swatch-Chef zieht sein Geld von diesen Banken ab. Er spricht nun als erster offen darüber, dass er Angst vor einer CS-Pleite hat und zudem das Geschäftsgebaren einzelner Banker verachtet: "Diese paar wenigen Finanzbanditen und Idioten machen mich wahnsinnig. Sie haben keine Ahnung, wie sehr." In einem Interview mit der Westschweizer Zeitung "L'Agefi" zieht der Mehrheitsaktionär der Swatch Gruppe über gierige Banker her. "Dumme und unehrliche Banker haben unser Geld verspekuliert, um sich exorbitante Boni zu sichern", sagt er. (alles-schallundrauch.blogspot.com)



Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!):


Wohin mit dem Kleingeld? Vorneweg: ich betreibe im Rahmen dieses Blogs keinerlei Vermögensberatung - wer mit tollen Investmentideen wie der nachfolgenden auf die Schnauze fällt, soll sich mit seinen Beschwerden daher an das k.u.k. Salzamt wenden, nicht an mich. (weissgarnix.de)

Bernanke macht Mut. Die US-Wirtschaft steckt so tief in der Krise wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Doch Notenbankchef Ben Bernanke sieht Licht am Ende des Tunnels. (derstandard.at)



Dienstag, 24. Februar 2009

Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!)

Die Aktienkursefallen weltweit, teilweise sind enorme Verluste produziert worden. Die AIG veröffentlicht einen Rekordverlust in der Höhe von 60 Milliarden US-Dollar, die Citigroup soll nun, nachdem wieder ein Riesenverlust bekannt wurde, teilverstaatlicht werden, der Goldkurs bewegt sich knapp unter der magischen Grenze von 1.000 US-Dollar, der Volkszorn steigt rasant an und der Osten Europas braucht (derzeit) rund 90 Milliarden Euro ...

Kaum ein Tag, an dem nicht extrem negative Nachrichten ankommen. Dabei sehen viele "Experten" schon die Talsohle erreicht und der Aufschwung ist bloss eine Frage der Zeit ... "kontraproduktiv" publizieren andere Medien wiederum, dass die Zeit reif ist für Volksaufstände. Ich denke, das wird uns nicht erspart bleiben! Und deutsche Politiker sagen ganz offen, es wäre verdammt gut, wenn jeder ein kleines Lebensmittellager anlegen würde!

Jetzt, Februar bis April, werden viele Unternehmen ihre Bilanzen präsentieren ... auch Banken und Finanzdienstleister. Einige (negative) Überraschungen werden mit Sicherheit dabei sein.

Doch wie geht es weiter? Die grossen Börsenindexes wie Dow Jones und DAX werden weiter verlieren, Kurse unter 3.000 beim DAX und unter 5.000 beim Dow Jones sind durchaus möglich. Derzeit wird gewaltiges Vermögen verheizt! Alle Achtung!

Als einzies Rettungsboot bieten sich Gold un Silber an! Sogar die Industriemetalle wie Platin verlieren! Gold wird ein Kurs von 3.000 US-Dollar vorausgesagt, Silber wird dann explodieren, wenn die "kleinen Leute" investieren. Das Vertrauen in Geld, egal ob Euro oder US-Dollar, alles Papiergeld (Fiat Money), sinkt rapide. Nur Gold und Silber halten derzeit, was sie versprechen: inflationsfrei, wertvoll, sicher und beständig! Freunde, auch jetzt, bei einem Kurs von fast 1.000 US-Dollar zahlt es sich noch aus, in Gold zu investieren ... vor allem, löst die Sparbücher auf, noch heuer werden sie wertlos! Garantiert!

Neu ist seit heute eine Rubrik, genannt: Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!). Dort findet ihr die zahllosen Politiker und Finanzexperten, denen man eine gehörige Portion Realitätsverlust diagnostizieren könnte. Je nach Real-Kabarett ab jetzt täglich ... ich denke nicht, dass diese "Wuchteln" aufhören werden! Aber in Zeiten wie diesen sind wir für jeden Lacher dankbar, oder?

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Finanzkrisen-Humor: Was ist der Unterschied zwischen einem Investmentbanker und einer Pizza? (mmnews.de)



Meldungen:

Dow Jones auf tiefstem Stand seit 1997 (kurier.at)
Versicherer AIG vor historischem Verlust (kurier.at)
Der Volkszorn in der EU weitet sich aus (alles-schallundrauch.blogspot.com)
Osten Europas braucht 94 Milliarden Euro (derstandard.at)
Gold: Die Flucht in den "sicheren Hafen"? (markenpost.de)
Citigroup braucht deutlich höhere Staatshilfe (spiegel.de)
Japanischer Kreditgeber SFCG pleite (ftd.de)
EU droht Steueroasen Sanktionen an (kurier.at)
Drastischer Wirtschaftsabsturz erwartet (handelsblatt.com)
Watsch´n von links oder rechts (profil.at)
Österreich gerät ins Straucheln (handelsblatt.com)

Billionen fürs Finanzkapital und ein paar Cent fürs Soziale
(neue-einheit.com)



Terror-Schutz schafft Terror-Staat. Britische Ex-MI5-Chefin: Regierungen nutzen Angst vor Terror, um Bürgerfreiheiten einzuschränken. Warnung vor Polizeistaat. (mmnews.de)

Börse & Finanzen: Närrische Zeiten - Dramatischer Wirtschaftsabschwung in vielen Ländern+++Schlüsselindustrien brechen ein+++Staatsbankrotte möglich+++Hohe Kreditausfälle in Osteuropa zu befürchten+++ Dow Jones vor Absturz?+++ Goldaktien weiter gefragt (mmnews.de)

Wieso Politiker nicht die Klügsten sind - Politik ist ein Geschäft für kaltschnäuzige, unsentimentale, knochenharte und listige Menschen - das liegt in der Natur des Systems. Nur Kraftnaturen kommen ganz nach oben, nicht die Schlausten. Franz Walter über das Geheimnis erfolgreicher Machtmenschen. (spiegel.de)

Wiener Drama - Bedingungslos hat Österreichs Wirtschaft auf Geschäfte in Osteuropa gesetzt. Nun stürzen die Nachbarn ab - und reißen das Land mit. Die Politik fordert verzweifelt ein Rettungspaket des Westens für den Osten. Ein Plan B fehlt ihr. (ftd.de)

Österreich bald Österarm? Experte: Osteuropa-Risiko für Österreich wird übertrieben. Moody's warnt vor Banken-Risiko. Eine Verschärfung der Krise in Osteuropa könnte zu höheren Kreditausfällen führen. (mmnews.de)

Schuldenverzicht: Offener Brief an US-Präsident Obama - Der Bond-Crash kommt so oder so. Nur wenn es gelingt, alle weltweiten Schulden um 20 % zu reduzieren, kann das System noch gerettet werden. (mmnews.de)

Countdown zum Chaos: Britische Polizei warnt vor schweren Unruhen im Land - noch in diesem Jahr. In Großbritannien verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage von Tag zu Tag. Extrem rechte und extrem linke Gruppen nutzen die Lage für sich, um Anhänger zu rekrutieren. Die Polizeiführung warnt die Regierung nun vor den Folgen. (kopp-verlag.de)

Währungsreform oder Währungsschnitt? Die Notenbanken öffnen die Geldschleusen. Die Staaten verschulden sich im Billionen-Rhytmus. Welche Auswirkungen hat dies für die Zukunft? Das "Vertrauen in Papiergeld ist gefährdet" titelt die Neue Zürcher Zeitung. (mmnews.de)

Zweiter US-Bundesstaat zahlungsunfähig! Nach Kalifornien kann nun auch Kansas seine Rechnungen nicht mehr bezahlen und setzt Einkommensteuerrückerstattungen aus. (kopp-verlag.de)

Financial Armageddon - Der US-Bankenindex KBW implodierte auch in den letzten Wochen weiter. Das systemische Risiko hat weiter zugenommen, der Bankenindex markierte am Freitag mit 21,70 Punkten ein neues Tief und dies trotz umfangreicher Kredit- und Liquiditätsprogramme durch die US-Notenbank und den Staat. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Der Fluch des schnellen Geldes. Viele Städte befürchten hohe Millionenverluste, weil sie sich auf gewagte Leasing-Geschäfte mit US-Investoren einließen, die nun - in der Finanzkrise - zu platzen drohen. Dabei waren die Gefahren der komplizierten Vertragskonstruktionen schon lange bekannt. (spiegel.de)

Ein Fall fürs Gericht - Sie haben den Finanzinstituten zu viele Risiken aufgebürdet. Aktionäre und Staatsanwälte müssen daher tätig werden. Ein Schwerpunkt zur Verantwortung der Bankvorstände. (merkur.de)

Schweizer Banken verloren 1,4 Billionen an Kundengeldern. Die Finanzkrise hat im letzten Jahr tiefe Spuren in den Kundendepots der Schweizer Banken hinterlassen. (bernerzeitung.ch)

Staaten können sehr wohl bankrott gehen - Mein Name ist Christoph und mein Bruder arbeitet in der Uni Mannheim im Bereich Finanzwesen. Er macht dort gerade seine Doktorarbeit. Vor paar Tagen trafen wir uns in einer Runde. Man sprach auch über die Arbeit. Da sagte einer zu meinem Bruder: "Oh, das ist ja hochaktuell. Worüber geht denn die Doktorarbeit." Er sagte: "Ich habe ausgearbeitet, dass Banken und Staaten nicht bankrott gehen können. Jetzt muss ich das alles korrigieren und neu machen." (alles-schallundrauch.blogspot.com)






Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!):



Silvio Berlusconis Optimismus: "Kein Euro-Staat geht bankrott" - Italien ist hoch verschuldet, mit seiner Bonität steht es nicht zum Besten - doch Regierungschef Berlusconi hat eine positive Sicht der Dinge: Bisher habe die EU noch allen kriselnden Staaten geholfen. (ftd.de)

"Neugründung des Systems" EU will Märkte bezwingen. Europa macht bei der angestrebten Neuordnung der Finanzmärkte Druck und will im engen Schulterschluss die weltweite Krise bekämpfen. Die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten EU-Staaten vereinbarten bei ihrem Treffen in Berlin Schritte für mehr Transparenz und eine stärkere Kontrolle der Finanzmärkte. In ungewöhnlich deutlicher Form sprachen sich die Spitzenpolitiker der Europäischen Union (EU) dafür aus, Steueroasen auszutrocknen. Sie drohten erstmals mit Sanktionen gegen einzelne Staaten und Finanzzentren, die eine Kooperation verweigern. (n-tv.de)

Die Finanzkrise ist keine Versicherungskrise - Der Kurs ist klar auf Erfolg ausgerichtet. 230 Teilnehmer erlebten beim 1. Versicherungstag in der IHK Region Stuttgart die Präsentation einer selbstbewussten und innovativen Branche. Neue Kooperationen und Ideen zeigen, dass es keine Versicherungskrise oder Stillstand gibt. (versicherungsjournal.de)

Obama will Budgetdefizit bis 2013 halbieren - Der US-Präsident will das gigantische Loch von 1,2 Billionen Dollar in der Haushaltskasse stopfen (standard.at)

Allianz: Aufschwung bald - Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise erwartet Stabilisierung in Deutschland schon in den kommenden Monaten. (mmnews.de)



Sonntag, 22. Februar 2009

Osteuropa: alles in bester Ordnung ...

Osteuropa kollabiert gerade. Staaten wie die Ukraine, Rumänien, Lettland und Ungarn sind bankrott. Andere Oststaaten stehen kurz davor. Österreichische Banken sind, wie wir mittlerweile wissen, in diesem Wirtschaftsraum besonders engagiert. Über 300 Milliarden aushaftende Kredite bereiten unserer Regierung Sorgen. Faymann und Pröll suchen Partner in der EU, um finanzielle Hilfe für den Osten aufzutreiben. Denn die letzte Regierung hat ja voreilig Garantien für unsere Banken abgegeben und jetzt kann in Kürze einiges fällig werden. Soviel, dass die Banken den Staat Österreich in den Bankrott treiben! Im Ausland wird Österreich schon länger als Pleitekanditat gehandelt. In Österreich wollte man dies bisher nicht so sehen, denn es gibt laut Auskunft unserer "Oberbanker" Treichl und Konrad absolut keine Probleme. Sie zeichnen ein Bild, als wäre der Osten immer noch intakt und sie alle Kredite, ausser die "normalen Ausfälle", nicht abschreiben werden müssen (Treichl: Keine Krise und keine Panik dauert ewig, Konrad: Risiko im Osten ist überschaubar, Profumo hält Sorgen um Osteuropa für übertrieben). Dann ist ja alles in Butter, oder?

Entweder sind unsere Banker realitätsfremd, naiv oder sie belügen uns bewusst. Letzte Woche sackte der ATX (Wiener Börsen Index) vor allem wegen der Finanztitel gewaltig ab. Das wenige Vertrauen in die Banken wurde nun gänzlich verloren. Die Banker meinen, die Börsenkurse entsprechen nicht der Realität. Liegt darin aber nicht die Angst der Investoren, Geld zu verlieren und aus den Banken möglichst schnell herauszukommen? ... bevor es zu spät ist!

Die Raiffeisengruppe hat diese Woche die Zahlen von 2008 auf den Tisch gelegt und offensichtlich sehr gut verdient. Damit ist es aber 2009 vorbei. Voriges Jahr war noch vieles möglich, weil die Krise erst ziemlich spät den Osten erwischt hat. Jetzt ist aber Feuer am Dach! Vor allem, weil sich Bankexperten in den letzten zwei Jahren durchwegs geirrt haben und gewaltige Fehleinschätzungen begangen haben. Ich glaube den "Oberbankern" kein Wort! Denn würde sich sonst der Spread bei den österreichischen Staatsanleihen so schnell so exorbitant vergrössern. Tatsächlich muss Österreich derzeit mehr Zinsen für ihre Anleihen anbieten, als zum Beispiel Spanien, die sowieso als Pleitestaat gehandelt werden. In Kürze, wenn es so weiter geht, werden wir auch den Zinssatz der Italiener überholen ...

Die Situation kann man durchaus mit einem Hotel vergleichen, dass Millionen in die Modernisierung und in den Ausbau investiert hat und nun einen gewaltigen Rückgang der Buchungen verzeichnen muss. Der Konkurs ist unausweichlich, die Manager haben es verbockt, weil sie immer mehr Profit wollten und die Investoren verlieren viel Geld. Sollte das Hotel nicht von einer anderen Hotelgruppe übernommen werden. Doch wer sollte den österreichischen Staat übernehmen (wollen)?

Durchaus denkbar, dass Österreich der Auslöser für eine europäische Währungskrise sein wird. Die nächsten Tage oder Wochen werden es zeigen. Erinnere dich dann, wenn es ernst wird, an die Aussagen von Treichl, Konrad und Profumo! ... und jagt sie davon!



Der Goldkurs war am Freitag kurz über 1.000 US-Dollar und wird wahrscheinlich nächste Woche konstant über dieser magischen Grenze bleiben, mit stark steigender Tendenz, sollte es nicht, wie in den letzten Wochen, gelingen den Goldpreis zu drücken. Bei über 1.000 Dollar für eine Unze Gold haben wir eine äusserst instabile Situation, die kurzfristig ausser Kontrolle geraten kann (aber nicht muss!). Jetzt ist äusserste Vorsicht angesagt! Selbst die deutsche Regierung fordert die Bevölkerung auf, sich Vorräte zuzulegen. Leute, das ist verdammt ernst gemeint. Und Österreich ist keine Insel der Seligen!

Deutsche Bundesregierung rät zum Hamstern (taz.de)
Regierung rät zu Vorräten (mmnews.de)
Der Deckel hat abgehoben (hartgeld.com)
Wie gehts nun weiter? (hartgeld.com)


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:

Gold auf 1.000 Dollar!
(alles-schallundrauch.blogspot.com)
Börsenguru sagt Währungsreform voraus (welt.de)
Gold löst sich vom US-Dollar (goldseiten.de)
Droht in Europa eine Staatspleite (ard.de)
Job-Kahlschlag ab Sommer (bild.de)
Experten rechnen mit Massenentlassungen ab Sommer (spiegel.de)
Osteuropa: dem Konsumrausch folgt der Schuldenkater (diepresse.com)
CDU-Politiker sehen Opel als Milliardengrab (ftd.de)
Krise treibt Renditen nach oben (faz.net)
Das Milliardenloch in Kalifornien (derstandard.at)
Wieder ein schwarzer Freitag (derstandard.at)


Ewiger Pechvogel namens Österreich. Droht Österreich wieder einmal eine zentrale Rolle in einem Unglücksszenario einzunehmen? Droht Österreich wieder einmal eine zentrale Rolle in einem Unglücksszenario einzunehmen? In der internationalen Finanzwelt fragt man sich schon, ob das Land der Dominostein ist, der das globale Wirtschaftgebäude zum Einsturz bringen wird. (derstandard.at)

Soziale Unruhen in Deutschland: Das Gesamtsystem Bundesrepublik ist in Gefahr. Die Finanzkrise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht, Politiker reden von globaler Rezession und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit als Folge einer einsetzenden Kreditklemme. (lifegen.de)

Ab in den Keller? Ausgerechnet am gestrigen, hohen, un-gesetzlichen, rheinländischen Feier-Tag unterschreitet der Dow seine Tiefpunkte aus November vergangenen Jahres. Ein in die fünfte Jahreszeit passender Scherz ist das nicht. Der Dow hatte sich in der 2000er Baisse von den großen US-Aktien-Indices am besten gehalten, der NDX war am stärksten unter die Räder gekommen. In der aktuellen Baisse scheint es umgekehrt. Der NDX ist von seinen November-Tiefs noch ein Stück entfernt, offenbar erwarten die Investoren, dass die Technologie von den Wundern der weltweit beschlossenen staatlichen Anreizpakete besonders profitiert. (goldseiten.de)

Chinas Wanderarbeiter ohne Jobs. 25 Millionen Bauern, die sich als Wanderarbeiter in Fabriken verdingen, haben wegen der globalen Finanzkrise bereits ihre Arbeit verloren. Die Führung in Peking ist geschockt und befürchtet Aufstände. (derstandard.at)

European bank bail-out could push EU into crisis. A bail-out of the toxic assets held by European banks' could plunge the European Union into crisis, according to a confidential Brussels document. (telegraph.co.uk)

Failure to save East Europe will lead to worldwide meltdown. The unfolding debt drama in Russia, Ukraine, and the EU states of Eastern Europe has reached acute danger point. (telegraph.co.uk)






Schweizer Käse: Im Folgenden noch einige Artikel zum Thema UBS und Schweizer Bankgeheimnis. Paralellen zu Österreich sind leicht zu finden, die Banker werden davon gejagt, weil sie den Staat ruinieren! Sowohl die Schweiz wie auch Österreich können durch ihre Grossbanken und deren Geschäftsbegarungen den globalen Mega Domino Day auslösen. Die Banken beider Staaten sind überdurchschnittlich in Osteuropa engagiert (Österreich allerdings um vieles mehr!). Der Schweizer Franken ist nicht mehr der vielzitierte "sichere Hafen" im Währungsbereich, der CHF kann vor oder mit dem Euro kippen! (siehe auch: Die Schweiz wird nervös)



SVP will Gold aus den USA abziehen. Dringliche Debatte zum Bankgeheimnis verlangt. Die SVP fordert, dass die Schweiz ihr Nationalbankgold aus den USA abziehe. Es gehe darum, das Schweizer Volksvermögen zu schützen. Sie möchte auch den Verkauf amerikanischer Anlagefonds in der Schweiz verbieten. (nzz.ch)

Der Dammbruch der UBS. Nicht nur die UBS hat kapituliert, auch die Schweiz gibt im Steuerstreit mit den USA klein bei. Die Großbank zahlt in einem außergerichtlichen Vergleich nicht nur eine Strafe von 780 Mio. Dollar. Mit ausdrücklicher Zustimmung der staatlichen Finanzaufsicht FINMA händigt die UBS darüber hinaus bislang geheime Daten von rund 300 Kunden an die US-Steuerfahnder aus. Mit diesem Schritt lüftet die Schweiz erstmals im großen Umfang ihr Jahrhunderte altes Bankgeheimnis. Das ist ein Dammbruch. Werden jetzt doch auch andere Staaten wie Deutschland darauf pochen, dass die Eidgenossen im Falle von grenzüberschreitenden Steuervergehen sensible Informationen austauschen. (handelsblatt.com)

Der Schweiz drohen Klagen. Wenn es zutrifft, dass Daten von 300 UBS-Kunden bereits den USA übergeben wurden, könnte dies Haftungs- und strafrechtliche Folgen haben. Die Finanzmarktaufsicht (Finma) ist sich keiner Schuld bewusst. (bernerzeitung.ch)

UBS-Spitze wusste genau, was sie tat. Peter Kurer und Marcel Rohner wussten, wie gefährlich es war, reichen Amerikanern zu helfen, den Fiskus zu umgehen. Die erste interne Warnung gab es 2001. (bernerzeitung.ch)

Gericht blockiert die Herausgabe der UBS-Daten. Das Schweizer Bundesverwaltungsgericht hat die Herausgabe von Bankunterlagen an die US-Behörden per superprovisorische Verfügung verboten. Dies betrifft offenbar sowohl die erste Forderung der US-Justiz von Daten zu 300 Kunden, wie auch die Forderung von Daten von 52'000 UBS-Kunden aus der neuen Klage. (alles-schallundrauch.blogspot.com)



Freitag, 20. Februar 2009

Ist die Autoindustrie überhaupt zu retten?

Die Autoindustrie ist nicht nur in den USA ein Sorgenkind - damit auch die gesamte Peripherie, die Autozulieferer, Autohandel, Werkstätten, etc. Einige der Autowerke sind bereits oder stehen kurz vor dem Konkurs (die GM-Tochter Saab hat bereits angemeldet!). Etliche Autobauer schliessen Werke, entlassen Arbeiter und verlassen die bisher sehr teuren, aber teilweise prestigeträchtigen Motorsportformeln. Der Ruf nach staatlicher Hilfe wird laut. Dabei stellt sich die Frage, ob und was man retten sollte.

Wenn man die amerikanische Autoindustrie betrachtet, also die "Big Three" General Motors, Ford und Chrysler, dann wird einem auch nicht Experten bald klar, dass sich diese Riesenkonzerne vielleicht gar nicht retten lassen können, auch wenn man - wie derzeit - viele Milliarden dafür bereit stellt.

Es gibt derzeit über 25 Millionen Neufahrzeuge weltweit auf Halde! Diese sollten einen Käufer finden. Doch es ist auch ein grosser Anteil an grossvolumigen Autos dabei, die derzeit überhaupt keinen Käufer finden. Und diese Art von Autos produzieren die "Big Three" derzeit auch weiter (für die Halde!).

Rettbar ist ein Autokonzern heute nur, wenn er Benzinkutschen produziert, die auch verkauft werden können. Denn wenn die Produkte nicht abgesetzt werden, wofür dann noch produzieren? Teilweise sind, vor allem bei amerikanischen Modellen, die Preise bis zu 50% eingefallen!

Die US-Autokonzerne müssten Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragen, alle nicht profitabel zu führenden Werke und Marken zusperren (verkaufen kann man derzeit nicht!), die Administration abspecken, neue, kleinere und vor allem verbrauchsärmere Modelle entwickeln und was das wichtiste wäre, ein kompetentes Managerteam neu aufbauen, das nicht wie bisher Millionen verdient. Im Grunde sollte eine komplett neues, schlankeres und der Zeit angepasstes Unternehmen entstehen, das sich neuen Trends binnen kürzester Zeit anpassen kann.

Doch das ist wahrscheinlich kaum umsetzbar. Denn es stehen - inklusive der Peripherie - Millionen von Arbeitsplätzen am Spiel, die Firmenpensionen wären für Millionen Rentner und zukünftigen Rentnern weg und eine neue, dem Markt angepasste Modellpalette zu Entwickeln kostet nicht nur Milliarden, sondern auch Zeit (die nicht vorhanden ist!)

Demnach wird man versuchen staatliche Hilfe zu bekommen, einige Werke, wie Saab und Opel, abzustossen und den Konzern möglicher Weise ohne Chapter 11 umzustrukturieren und zu verändern. Was naturgemäss noch länger dauert und wesentlich teurer ist. Erfolgsgarantier gibt es jedoch bei beiden Varianten nicht!

Ausserdem wird man sehen, welche der 3 die Regierung überleben lässt und welche nicht, denn alle 3 zu retten, ist langfristig sicher unmöglich. Chrysler ist mit Sicherheit, weil sie die Kleinsten der "Big Three" sind, ein Abschusskanditat!

Teile aus den Konzernen könnten, wie es bei Saab und Opel zur Diskussion steht, von jenen Staaten übernommen werden, wo das Hauptwerk steht. Wirtschaftlichkeit ist allerdings Voraussetzung. Bei Opel wäre diese weitgehend gegeben, bei Saab sicherlich nicht!

Japan - die japanische Autoindustrie, die, obwohl in den letzten Jahren (neben den Deutschen), die innovativsten Autos entwickelten, haben enorm zu kämpfen. Ebenso die Deutschen, die vor allem mit Mercedes, BMW und Porsche im Luxus- und Sportwagensegment vertreten waren. Dieser Markt ist fast komplett zum Erliegen gekommen.

Es ist richtig, wenn du sagst, es werden auch weiterhin Autos gebraucht und damit auch gekauft werden. Nur der Absatz hat sich derzeit halbiert und ein Aufwärtstrend ist nicht erkennbar.

Ich halte es für wirtschaftlichen Wahnsinn, wenn Politiker glauben, alle Automarken mit Milliarden aus Volksvermögen erhalten zu können. Es wird eine Marktbereinigung geben, ja, es muss eine Marktbereinigung geben! Katastrophal vor allem für die USA, wo die Autoindustrie noch eine der wenigen Branchen ist, die weitgehend im Lande geblieben ist und damit auch für Wertschöpfung sorgt!

Einige uns bekannte und vertraute Marken wird es bald nicht mehr geben und nur einige wenige werden diese Krise überleben! Derzeit ist allerdings noch nicht erkennbar, welche!


Übrigens, so nahe wie heute, war Gold noch nie bei 1.000 U$, wann durchbricht es die "magische Grenze"?


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)






Meldungen:

Opel geht das Geld aus (ftd.de)
Saab-Rettung wird zur Herkulesaufgabe (ftd.de)

DAX nähert sich der 4.000 Punkte Marke (spiegel.de)
Politiker relativieren Horrorszenario (sueddeutsche.de)
AUA fliegt Grundkapital weg (handelsblatt.com)
Deutschland droht Inflation bis zu 10% (welt.de)
Hypo Real Estate - da kömmt noch viel mehr (weissgarnix.de)
The Looming Collapse of European Banking (globalresearch.ca)
Greenspan: Es ist notwendig die Banken zu verstaatlichen (alles-schallundrauch.blogspot.com)


Das GM-Universum im Überblick - GM droht die Insolvenz: Um einen Untergang abzuwenden, will sich der Konzern von einigen seiner zahlreichen Marken trennen. Doch so einfach ist das nicht, denn einige Firmen teilen sich die Modell-Plattformen. Eine Führung durch den Detroiter Markendschungel. (spiegel.de)

Oberster europäischer Banker: "Alles muss sich ändern" - Mit ungewöhnlich deutlichen Worten hat der Direktor der Europäischen Zentralbank einen Totalumbau des Weltfinanzsystems gefordert. Das sei die einzige Antwort aus der aktuellen Krise. (bernerzeitung.ch)

"Konnte mit der Art Geschäft nicht mehr" - Aus dem Leben eines Ex-AWD-Beraters, der im Vorjahr das Handtuch geworfen hat: Die Kunden müssen fast verlieren (standard.at)

Warum Osteuropa taumelt. Schulden, Kapitalflucht, Währungsverluste: Die Krise hat die Länder Zentral- und Osteuropas voll erwischt. FTD.de zeigt, was Investoren aufschreckt - und was den Staaten noch blühen könnte. (ftd.de)

Pures Gold - Dubais neue Währung, der GOLFO - Die Staatschefs der Länder Saudi-Arabien, der Vereinten Arabischen Emirate (darunter Dubai), Qatar, Bahrein und Kuweit, haben auf ihrem Gipfeltreffen in der omanischen Hauptstadt Maskat die Einführung einer gemeinsamen Währung zum 1. Januar 2010 beschlossen. Dubai mit inbegriffen bekommt somit neue Geldscheine und Münzen, die unserer Vermutung nach binnen kürzester Zeit zu der mächtigsten Währung der Welt werden könnte. Kein Plastik sondern pures Gold. (trendsderzukunft.de)

Die US-Justiz hat in Sachen Bankgeheimnis Blut geleckt. Jetzt geht die US-Justiz aufs Ganze. Sie hat eine neue Klage gegen die UBS eingereicht. Gerade ist die UBS im Steuerstreit mit den US-Justizbehörden eingeknickt und hat sich bereit erklärt das Bankgeheimnis zu lockern und den Ermittlungsbehörden in den USA die Daten von 300 amerikanischer UBS-Kunden zu liefern, die angeblich Steuerbetrug begangen haben, und ist auch bereit $780 Millionen Strafe zu zahlen, geht es mit dem Ungemach weiter. Die UBS wird erneut verklagt. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

EU strauchelt - Deutschland zahlt - Finanzministerium arbeitet an Rettungspaket für strauchelnde Länder in der Euro-Zone. Gemeinsame Anleihe zahlungsfähiger Länder diskutiert. EZB Stark: Zerfall des Euro unwahrscheinlich. (mmnews.de)



Donnerstag, 19. Februar 2009

Die Schweiz wird nervös!

Was sich derzeit in der Schweiz abspielt, lässt nur den Schluss zu, die Eidgenossenschaft ist wegen der finanziellen Entwicklung der zwei grössten Banken, Credit Suisse und UBS, ziemlich nervös geworden. Denn die Schweiz, Finanzplatz Nr. 1 weltweit und das Land mit dem strengsten Bankgeheimnis, verkauft sich selbst! Ein kleines Land mitten in Europa, das durch seine Neutralität und sein Bankwesen weitgehend unbeschadet durch Jahrhunderte gekommen ist. Selbst die Nazis haben die Schweiz "nur" als Depot für ihr Vermögen benutzt. Rund um die Schweiz wurde gekämpft und erobert. Jetzt geben die Schweizer urplötzlich ihre Prinzipien auf!

Der US-Justiz werden Kundendaten von Kontoinhabern der UBS in Amerika übergeben und ab 1. März gibt es an den schweizer Grenzen Kapitalverkehrskontrollen (obwohl die Schweiz dem Schengenabkommen beigetreten ist!). Beides ist höchst ungewöhnlich und dafür muss es schwerwiegende Gründe geben! Denn bisher war das schweizer Bankgeheimnis unantatstbar. Natürlich wurde das von vielen Machthabern ausgenutzt, die auf privaten schweizer Konten abgezweigtes Volksvermögen deponierten (die Liste ehemaliger und noch aktiver Diktatoren und höchster Politiker ist sehr lange und ist ein Who-is-Who der finsteren Menschheitsgeschichte ... Marcos, Idi Amin, Baby Doc, etc.). Sie wussten, in der Schweiz war ihr Vermögen sicher! Auch viele Steuersünder und Kriminelle aus allen Herren Ländern unterhalten oder unterhielten in der Schweiz eines der berühmten Nummernkonten.

Bald wird dies allerdings nicht mehr möglich sein, denn die Übergabe von Bankdaten der UBS an die US-Justiz wird Beispiel machen und nicht nur Steinbrück´s Fantasie mit Sicherheit beflügeln, ebenfalls an Kundendaten zu kommen. Dass die Schweizer nun auch ab 1. März den Bargeldverkehr (auch Wertpapiere, Schecks, etc.) in das eigene Land kontrollieren werden, war bisher nicht denkbar. Damit wird die Schweiz ihren weltweiten Status als Finanzplatz verlieren!

Doch was können die Gründe dafür sein, die eigene Identität und bisher den grössten Vorteil kampflos aus der Hand zu geben? Es gibt zwei Gründe und die heissen Credit Suisse und UBS! Beide Banken sind angeschlagen, haben bereits einige "Rettungsmilliarden" eingesackt und werden vermutlich mit der Krise in Osteuropa sehr viele Milliarden Franken abschreiben können. Vermutlich wird die nötige Hilfe die Möglichkeiten des kleinen Staates bei weitem übersteigen. Also wird man die EU und/oder die USA um Hilfe bitten müssen. Dafür müssen die Schweizer Konzessionen eingehen. Ob allerdings der Franken gehalten werden kann, kann erst gesagt werden, wenn annähernd das wahre Ausmass der Verluste bekannt wird. Es schaut aber nicht gut aus für Franken und Rappen ...


UBS lüftet Bankgeheimnis – mit Okay des Bundes. Der Steuerstreit mit den USA ist beendet: Die UBS zahlt 913 Millionen Franken an die Justiz und ist auch bereit, den US-Behörden Kundendaten auszuhändigen. Das ist für die Schweiz beispiellos. (bernerzeitung.ch)

UBS verrät Geheimdaten Hunderter Kunden an US-Justiz. Drastische Entscheidung im Steuerhinterzieher-Streit: Die Schweizer Großbank UBS muss den USA 780 Millionen Dollar Strafe zahlen - und in einem Bruch mit dem Bankgeheimnis Angaben zu rund 300 reichen Verdächtigen herausrücken. Offenbar stand die Bank wegen des Konflikts am Abgrund. (spiegel.de)

Schweiz macht dicht: Kapitalverkehrskontrollen ab März - Schweiz führt Kapitalverkehrskontrollen ein. Kontrolle des grenzüberschreitenden Barmittelverkehrs schon ab 1.März 2009! (mmnews.de)

Schweiz und Franken vor Untergang? Ein Ökonom sieht schwarz für die Schweiz. Überall, wo auf der Welt Kredite notleidend sind, ist die Schweiz mit dabei - so auch in Osteuropa. Der Schweiz droht das Schicksal Islands, der Franken geht unter und der Euro wird eingeführt - nur eine These? (mmnews.de)



Übrigens, gestern klopfte Gold ganz leicht an die 1.000$ Marke! Es sieht aus, als würde diese Marke in den nächsten Tagen überschritten werden. Eine gewaltige Kursexplosion könnte folgen. Für die Wirtschaftskrise bedeutet ein ausser Kontrolle geratener Goldpreis eine exorbitante Beschleunigung nach unten! So, als würden die Nachbrenner gezündet werden. Jetzt heisst es festhalten!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Meldungen:


Hausdurchsuchungen bei Meinl-Bank (derstandard.at)
GM zeigt sich zum Verkauf von Opel bereit (derstandard.at)
Der grösste Fehler war, die Banken nicht in Konkurs zu schicken (dasgelbeforum.de.org)
Grossbritannien wirft die Notenpresse an (welt.de)
Alt-Europa lässt den Osten im Stich (zeit.de)
USA als Industriestaat am Ende (ftd.de)



GEAB N°32 ist angekommen! 4. Quartal 2009 – Beginn der fünften Phase der umfassenden weltweiten Krise: Die öffentliche Ordnung zerfällt (leap2020.eu)

Gold visiert 1000-Dollar-Marke an. Die weltweite Rezession treibt die Anleger zu massiven Goldkäufen. Der Preis für das Edelmetall ist in den vergangenen Wochen kräftig gestiegen und peilt wieder die Marke von 1000 $ an. (ftd.de)

Der Milliarden-Wahnsinn - An den Aktienmärkten gehen Angst und Unsicherheit um. Mit den Wiener Kursen kann es kurzfristig weiter abwärts gehen. (kurier.at)

GM braucht weitere Staatshilfen - Der krisengeschüttelte amerikanische Autokonzern General Motors (GM), de facto schon lange pleite (2005-Q3 2008 mit Verlusten von -72,391 Mrd. Dollar), legte gestern Abend dem US-Kongress seinen Restrukturierungsplan vor. GM fordert auf Grundlage von 2 Szenarien weitere Staatshilfen und droht ansonsten mit Insolvenz nach Chapter 11! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

US-Baubeginne wieder mit neuem Allzeittief. Immer weiter abwärts - auch im Januar 2009 fallen die US-Baubeginne (Housing Starts) auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenermittlung im Jahr 1959! Ein unvorstellbarer Niedergang der privaten Wohnungsbauinvestitionen! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Welle von Verstaatlichungen steht bevor. Deutsche Regierung beschließt Enteignungen - USA: Republikaner für Nationalisierung. Immer mehr westliche Regierungen bereiten die Vollverstaatlichung maroder Großbanken vor. Die deutsche Regierung hat am Mittwoch durch ein Enteignungsgesetz der Nationalisierung der Hypo Real Estate auch gegen den Willen der Aktionäre den Weg bereitet. In Österreich ist die Enteignung von Banken bereits gesetzlich möglich. (derstandard.at)

Eldorado der Millionäre und Filmstars ist pleite. Kalifornien leidet unter einem Defizit von 42 Milliarden Dollar. Gouverneur Arnold Schwarzenegger muss den Staat umkrempeln. (bernerzeitung.ch)



Mittwoch, 18. Februar 2009

Wann crasht der Osten?

Die Warnungen vor einem Crash in Osteuropa werden immer eindringlicher. Nur die Banken-Chefs (Treichl & Conrad) machen noch auf optimistisch und finden, es wird überhaupt nicht schlimm, denn die Ausfälle der Ost-Kredite wird sich in Grenzen halten ...

Hier wird das Volk (und eventuell auch die Politiker) wieder einmal für völlig blöd verkauft! Zur Erinnerung: Fast alle "Experten-Meinungen" bezüglich Krise waren vollkommen falsch, niemand dieser "Fachtrotteln" konnte nur annähernd diese Entwicklung vorausahnen! Nach ihren im Vorjahr abgegebenen Prognosen sollten wir uns schon wieder im Aufwind befinden ... tatsächlich wissen wir aber noch nicht, wie lange der Absturz noch andauern und wie hart die Landung sein wird. Einige Staaten in Osteuropa sind gerade im Kollabieren (Ukraine, Bulgarien, Rumänien, ...) und mit ihnen auch die Währungen. Ob es seitens der EU Hilfe geben wird, ist unwahrscheinlich, kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Ausblicke sind ruinös bis katastrophal! Dabei wird es zu Kreditausfällevon über 25% kommen! Die Erste und RZB sind bekanntlich überdurchschnittlich engagiert. Und für diese Verluste hat der österreichische Staat garantiert. Jetzt schwitzen einige Politiker mit Sicherheit gewaltig!

Nicht umsonst wird vor dem Risiko eines Crashes in Osteuropa eindringlich gewarnt. Deshalb hat es gestern auch einen immensen Kursrutsch an der Wiener Börse gegeben. Der ATX verlor über 8,6%, hauptsächlich wegen den Kursverlusten österreichischer Finanztitel - Erste Und Raiffeisen verloren weit über 10%.

Auch der Spread bei österreichischen Anleihen hat sich erhöht. Das heisst, der Staat muss für Garantien langfristiger Anleihen immer höhere Zinsen bezahlen. Der Zinssatz lag gestern bei 4,28%, schon über den spanischen Bonds und nahe bei den portugisischen, italienischen und belgischen. Wie lange noch kann Österreich noch auf diese Art seine Schulden vergrössern, wie lange ibt es noch Käufer für Anleihen? Oder springt dann die EZB ein? Denn dieses Problem hat nicht nur Österreich, sondern halb Europa!

Auf jeden braut sich im Osten ein gigantisches Gewitter zusammen, eine Superzelle. Wenn dieses Unwetter losbricht stehen auch Treichl, Conrad & Co ungeschützt im Sturm. Und die Regierung muss den Steuerzahlern erklären, warum man mit Volksvermögen die Verluste im osteuropäischen Ländern abdecken muss, statt dessen im Lande selbst versuchen die Konjunktur wieder ins Laufen zu bringen. Ein Horrorjob, dessen Tragweite Faymann und Pröll offensichtlich noch nicht bewusst ist ...


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




[Quelle: hartgeld.com]


Meldungen:


Ist die FED bankrott? (mmnews.de)
USA implodiert (mmnews.de)
Obama schickt 17.000 zusätzliche Soldaten in Krieg gegen Taliban (spiegel.de)
Pentagon investiert 4,7 Milliarden US-Dollar im Informationskrieg (hintergrund.de)
Santander friert Fondsauszahlungen ein (ftd.de)
Europas Subprimes (faz.net)
Deripaskas Abverkauf erfasst STRABAG (derstandard.at)
Das Problem der fehlenden Inflation (goldseiten.de)

Wie immer herrlich zu lesen: Der Pranger von Michael Winkler: Der Dampfkochtopf (michaelwinkler.de)

Aktuell: Spread der Ösi-Staatsanleihen (markets.ft.com)



Österreich riskanter als Italien - Die Republik wird für das Osteuropa-Engagement der Banken immer heftiger von den Finanzmärkten bestraft. Die Ausfallsgefahr österreichischer Staatsanleihen wird höher eingestuft als jene italienischer Papiere. (derstandard.at)

Dramatische Kurseinbrüche der Finanzwerte - Analyst: Osteuropäische Bankenwerte "praktisch ausgelöscht" - Als "blutigen Tag" bezeichnet der Osteuropa-Fondsmanager von Pioneer Investments Austria, Peter Bodis, das Kursgemetzel bei den osteuropäischen Bankenwerten am Dienstag. Der gesamte Bankensektor der Region stand kräftig unter Druck. Die Anteilsscheine der großen Geldinstitute brachen durchschnittlich im zweistelligen Prozentbereich ein. "Die Financials wurden heute praktisch ausgelöscht", beschreibt Bodis den Handelsverlauf. (derstandard.at)

Banken: Die Angst vor dem Crash in Osteuropa - Der Staat Österreich muss wegen des Osteuropa-Risikos der Banken immer höhere Zinsen für seine Anleihen bieten. Die Geldhäuser versichern aber, dass sie alles im Griff haben. Der ATX verlor über acht Prozent. (diepresse.com)

Gefährlicher Cocktail - Nach gut zehn Jahren Boom ziehen über Osteuropa immer dunklere Wolken auf. Entladen könnte sich das Gewitter am Ende über ganz Europa - insbesondere Österreich. Der Grund: Keine anderen Banken sind in der Region derart stark engagiert wie die heimischen. Je stärker das Wirtschaftswachstum in Russland, der Ukraine und dem CEE-Raum einknickt und Währungen abwerten, desto mehr müssen die Banken um Hunderte Mrd. Euro zittern. Doch das Problem ist längst - auch wenn eine gemeinsame Linie noch fehlt - eines der gesamten EU. (orf.at)

Schuldenlawine bedroht den Dollar - Noch besticht der Dollar durch relative Stärke. Doch laut Experten werden die Rettungspakete für Wirtschaft und Banken den Greenback belasten. Anleger flüchten aus Furcht vor Geldentwertung in die Krisenwährung Gold. (handelszeitung.ch)

GM will 47.000 Jobs streichen und fordert riesiges Hilfspaket. Radikalkur für die US-Autoindustrie: Branchengigant GM plant den Abbau Zehntausender Stellen und bittet um bis zu 30 Milliarden Dollar Staatsgelder. Was die Tochter Opel angeht, prüft Konzernchef Wagoner "alle Optionen" - und spricht mit der Bundesregierung. Auch Chrysler will 3000 Jobs kappen. (spiegel.de)

Chrysler: Mehr Hilfe nötig, mehr Stellen weg - Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler hat eine Ausweitung der Staatshilfen beantragt. Statt der ursprünglich beantragten sieben Mrd. Dollar Staatshilfen brauche Chrysler jetzt neun Milliarden, hieß es am Dienstag in dem aktualisierten Geschäftsplan des Konzerns an die US-Regierung. (handelsblatt.com)

Schwarzeneggers schlechtester Film - Gouverneur Arnold Schwarzenegger wird der Haushaltskrise seit Monaten nicht mehr Herr. Er ist politisch so abgewirtschaftet wie Kalifornien wirtschaftlich: Kaum etwas geht mehr im einstigen "Golden State". Der ist gnadenlos verschuldet, rettungslos veraltet und politisch unregierbar geworden. Der seit Monaten drohende Bankrott des beliebtesten und bevölkerungsreichsten Staates der USA spricht Bände über den Zustand der amerikanischen Utopie vom besseren Leben. Und Schwarzenegger taumelt einem echt traurigen Ende seiner Karriere entgegen. (handelsblatt.com)

Bankrun 2.0 - Wie geht es weiter mit der Krise? Gefahren und Panikpotenziale. Spurensuche in der Zukunft. Was ist zu tun? Analyse und Ausblick. (mmnews.de)

Schweiz und Franken vor Untergang? Ein Ökonom sieht schwarz für die Schweiz. Überall, wo auf der Welt Kredite notleidend sind, ist die Schweiz mit dabei - so auch in Osteuropa. Der Schweiz droht das Schicksal Islands, der Franken geht unter und der Euro wird eingeführt - nur eine These? (mmnews.de)

Gerald Celente - In 2009 we’re going to see the worst economic collapse ever, the ‘Greatest Depression’, says Gerald Celente, U.S. trend forecaster. He believes it’s going to be very violent in the U.S., including there being a tax revolt. (russiatoday.com) >> deutsche Übersetzung auf hartgeld.com - LESEN!