Mittwoch, 2. Dezember 2009

Unruhen und Bürgerkrieg

Es wird immer offensichtlicher, dass selbst Regierungen von stabilen und noch nicht von der Wirtschaftskrise schwer betroffenen Staaten wie Österreich und die Schweiz, sich auf Unruhen und Aufstände der Bevölkerung vorbereiten und Notfallspläne ausarbeiten bzw. ausgearbeitet haben.

Wann wird es dazu kommen? Wie kann ich mich vorbereiten? In Österreich rechnet man mit massiven Unruhen, sobald die magische Grenze von 500.000 Arbeitslosen überschritten wird. Derzeit zählen wir knapp unter 400.000 Arbeitslose. Denn, wenn die Zahl der Menschen ohne Arbeit weiter steigt, und das wird sie, ist auch die Produktivität rückgängig und der Staat kassiert weniger Steuern. Auch werden die Unternehmensinsolvenzen, wie auch die Privatkonkurse weiter steigen. Der Staat hat immer weniger Geld zur Verfügung und muss viele seiner Ausgaben streichen.

Es ist, als würde sich die Katze in den Schweif beissen. Ein Rad, dass sich immer schneller dreht. Immer mehr Arbeitslose, immer weniger Produktivität, immer weniger Konsum und immer weniger Steuereinnahmen ...

Es wird unweigerlich der Zeitpunkt kommen, an dem man die Regierung für das Scheitern und für die immer brutaler werdende Krise verantwortlich macht. Anfänglich ruhige Demonstrationen benötigen nur den sprichwörtlichen Funken um zu Explodieren ... und der erste Aufstand ist da! Strassenkämpfe mit der Polizei und dem Militär werden beginnen. Massenverhaftungen werden an der Tagesordnung stehen und die Politik wird Erklärungen suchen, um jede Schuld von sich zu weisen. "Es war halt eine globale Entwicklung, der man sich nicht entziehen konnte ..."

Was werden das für Menschen sein, die plötzlich auf der Strasse sind? Radikale, Anarchos, Links-, wie Rechtsextreme? Nein, Menschen wie du und ich! Menschen, die ihre Arbeit verloren haben und damit auch ihre Perspektive und Zukunft. Menschen, die plötzlich nicht wissen, wie es weitergehen soll. Menschen, die nach Antworten suchen. Menschen die den Glauben an Gerechtigkeit, Rechtsstaatlichkeit und Politik verloren haben. Verzweifelte, hungernde Menschen!

Menschen, die man bis zuletzt belogen hat. Menschen, denen man eine gefährliche Illusion eingeredet hat. Menschen, die ausgenutzt wurden. Menschen, die man in falscher Sicherheit wiegte. Menschen, die ihr Vermögen vorloren haben. Menschen eben, wie du und ich!

Die besondere Gefährlichkeit ist bei Aufständen allerdings, dass sich einige Radikale als Führer profilieren möchten und extreme Ansichten lautstark äussern werden. Und wie wir aus der Geschichte wissen, sind gerade dann viele von uns dafür besonders empfänglich. Denn, diese Radikalen glauben zu wissen, wer die wahren Schuldigen sind, wollen diese gelyncht sehen und bieten auch Lösungen der fast ausweglosen Situation an. Die Gefahr, offenen Auges in eine totalitäre Phase zu geraten, die alles nur noch schlimmer macht, ist sehr wahrscheinlich. Die Menschen ergreifen den letzten Grashalm, auch wenn dieser wieder einmal eine Lüge ist!

Jetzt ist es noch an der Zeit, sich vorzubereiten. Wenn du, sobald diese Unruhen beginnen, möglichst autark bist und die finanziellen Verluste, die durch Hyperinflation und mögliche Währungsreform ebenfalls drohen, in annehmbare Grenzen hältst, musst du nicht auf die Strasse und dort um dein Überleben und das Überleben deiner Familie zu kämpfen!

Doch eine Illusion wäre es, zu glauben, man wäre dadurch völlig abgesichert. Niemand weiss, ob es tatsächlich zu Unruhen und Bürgerkriegen kommen wird, doch es ist ziemlich wahrscheinlich. Auch kann niemand voraussagen, wie lange diese anhalten werden, oder besser ausgedrückt, wann sich die Lage wieder zu normalisieren beginnt. Oder kommt vielleicht noch Schlimmeres nach? Auch ein Lebensmittellager und Trinkwasservorrat kann zu Ende gehen, von anderen Hungrigen geraubt oder durch eine Katastrophe ungeniessbar werden. Die Ernte des eigenen Gartens kann durch Wettereinflüsse oder Schädlinge vernichtet werden.

Es gibt, will man in die Zukunft blicken, zu viele "wenns"! Wenn, das passiert, dann ...

Doch man muss sich vorbereiten, vor allem wenn man Familie hat, für die man Verantwortung übernommen hat. Oder was willst du deinen Kindern erklären, wenn plötzlich nichts mehr zum Essen vorhanden ist?

Dass diese Situation gar nicht mehr nur Schwarzmaler prognostizieren, sondern sich bereits Regierungen darauf vorbereiten, zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit doch einigermassen hoch ist, dass es dazu kommen wird. Aber wie eingangs erwähnt, wann und wie, bleibt derzeit noch im Dunkeln!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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