Donnerstag, 31. Dezember 2009

Rückschau/Vorschau ... 2009/2010

Rückschau 2009:

Die Prognosen klafften ziemlich auseinander. Vom totalen Zusammenbruch bis zum Konjunkturanstieg und das Ende der Krise war alles vertreten. Sicherlich war es ziemlich schwer alle wahrscheinlichen und unwahrscheinlichen Faktoren auf einen Nenner zu bringen. Doch interessant ist, dass wie fast immer, die Experten und Spezialisten völlig daneben gelegen sind. Selbst das GEAB stimmte diesmal weitgehend nicht mit ihren Prognosen und der sich entwickelnden Realität überein.

Tatsache ist, wir wurden alle belogen und getäuscht. Verständnis dafür kann ich noch für Deutschland aufbringen, dort waren Bundestagswahlen ... und wie wir wissen, Politiker neigen besonders vor Wahlen das Blaue vom Himmel zu erzählen. Die Beschönigungen, Desinformationen und Lügen von Politikern ist ja aus allen Demokratien bekannt (aber nicht nur aus Demokratien).

Allen voran, sozusagen als die Mutter der Manipulation und Unwahrheiten konnten sich wieder einmal die Vereinigten Staaten auszeichnen. Fast alle offiziell präsentierten Wirtschaftsdaten wurden geschönt und manipuliert und stimmten nicht mit der Realität überein! Es ist, als wäre Dr. Göbbels wieder auferstanden ...

Gelernt haben wir zumindest eines, man darf Staaten keinesfalls mit Unternehmen vergleichen. Sie haben einfach mehr Möglichkeiten und Tatbestände wie Konkursverschleppung, fahrlässige oder betrügerische Krida gibt es offensichtlich nicht, es wird selbst bei exorbitanter Überschuldung weiter gemacht und keine Sozialversicherung, kein Finanzamt und kein Gläubiger stellt Konkursantrag. Denn sonst hätten schon 2009 einige Staaten den Bankrott erklären müssen!

Die prognostizierten Massenentlassungen sind nicht eingetroffen, oder nur teilweise. Doch es wird dazu kommen, aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Dadurch hielt sich die Volkswut oder der Volkszorn in erträglichen Grenzen. Ausser einigen Streiks und Demonstrationen war kaum etwas zu verzeichnen.

Was allerdings bedenklich ist, sind die sich im freien Fall befindlichen Steuereinnahmen der Staaten. Hier wird ersichtlich, wie sehr die Wirtschaft zusammenbricht. Doch auch hier konnten noch keine systembedrohenden Zahlen erreicht werden. Noch funktionieren die Staaten, obwohl ein mittelfristiges Kollabieren sich abzeichnet.

An den Finanzmärkten startete im Frühjahr eine Rallye, die bis zum Jahresende anhielt. Im speziellen waren die Börsen 2009 absolute Gewinner. Die Verluste von 2008 sind weitgehend wett gemacht worden, die meisten Aktienindexe haben erstaunlich zugelegt. Und die wirklichen Globalplayer am Bankensektor konnten erstaunliche Gewinne erzielen ... zumindest am Papier. Das Casino war wieder geöffnet, angekündigte Regulierungen nicht umgesetzt und die Zocker setzten riskant, als hätte es den 2008er Absturz nie gegeben.

Tatsächlich gingen in den USA noch nie so viele Banken pleite, wie 2009. Und noch nie wurden derart astronomische Summen ausgegeben, um kränkelnde Wirtschaften zu stützen. Die Erfolge waren bzw. sind äusserst bescheiden. Hier wurden Volksvermögen in ein Schwarzes Loch geworfen. Volksvermögen, die nun unwiderruflich weg sind!

Doch nun haben wir es geschafft, das Jahr 2009 ist zu Ende und wir haben es mit nur leichten Blessuren überstanden. Was allerdings in all diesen Charts, offiziellen Zahlenmaterialen und Expertenstatements tatsächlich stimmt, werden wir im Neuen Jahr erfahren. Ich denke, da wird es ziemlich unruhig werden ...



Vorschau 2010:

Eine ist sicher, so billig wie 2009 kommen wir im Neuen Jahr nicht davon! Das System ist vollkommen ausgereizt, Europa und Amerika in einem unglaublichen Masse überschuldet, so dass für weitere Bailouts kaum mehr Möglichkeiten vorhanden sind.

Zusätzlich muss man, wenn man den bisherigen Verlauf der Krise näher betrachtet, bedenken, dass die Abwärtsspirale sich laufend beschleunigt. Bisher wurde keine Entschleunigung erreicht. Man verdeckte nur die tatsächliche Realität, die grossen Anlass zur Sorge gibt.

All jene Experten, die nun einen Konjunkturaufschwung sehen, den sie aus dem veröffentlichen Zahlenmaterial schliessen, sei empfohlen, kurz über den Tellerrand zu schauen und grössere Zusammenhänge in ihre Prognosen aufzunehmen. Denn genau dort liegt der Hund begraben ...

Bisher waren Staatsbankrotte kaum denkbar. 2010 werden sie Realität. Eine ganze Reihe von Staaten steht knapp davor. Fällt einer, löst dieser mit höchster Wahrscheinlichkeit einen Dominoeffekt aus. Und derartige Kanditaten gibt es viele, auch in Europa, auch im Euroverbund. Dann wird es ziemlich krachen!

Ich denke, dass viele der Prognosen, die für das zweite Halbjahr 2009 gemacht wurden, nun unmittelbar Realität werden. Das heisst, wir werden ein turbulentes, ruinöses und katastrophales Jahr 2010 erleben.

Die Wirtschaft wird entgegen aller Expertenvorraussagungen weiter zusammenbrechen. Dadurch steigen die Insolvenzen dramatisch an, die bereits vorhergesagten Massenentlassungen werden beginnen und dem Staat brechen die Steuereinnahmen existenzbedrohend ein. Wir haben schon Feuer am Dach, nun frisst es sich in die unteren Stockwerke durch. Es ist ein Räderwerk, das kaum aufzuhalten ist - eine Katze, die sich in den Schwanz beisst. Die sprichwörtliche Quadratur des Kreises! Die Wirtschaft bricht ein, es folgen Insolvenzen und Massenentlassungen, Steuereinnahmen brechen ein, der private Konsum geht ebenfalls dramatisch zurück, private wie geschäftliche Kredite und Verträge werden uneinbringlich, Banken kollabieren, es gibt noch mehr Insolvenzen, noch mehr Arbeitslose, noch weniger Steuereinnahmen, immer mehr Armut ... das Ringelspiel des Teufels hat begonnen und endet im absoluten Zusammenbruch, im Kollaps des Systems an sich!

Menschen werden auf die Strasse gehen, der Volkszorn kocht, Politiker werden verdammt, abgesetzt und möglicherweise gelyncht. Die staatliche Ordnung zerfällt. Der Notstand beginnt. Polizei und Militär werden versuchen, die Ordnung so gut es geht mit Gewalt aufrecht zu erhalten, Massenverhaftungen und sofortige Standgerichte werden an der Tagesordnung sein. Wir befinden uns im Krieg mit dem Staat! In einem Kampf um das nackte Überleben ...

Irgendwann wird der Punkt erreicht sein, wo nichts mehr geht ... absolut nichts mehr. Privates Vermögen wird weitgehend vernichtet sein, Massenarmut Realität, selbst die Versorgung mit Energie und Lebensmittel wird nicht mehr gesichert sein.

Wir haben zu lange auf Pump gelebt, über unsere Verhältnisse. Nächstes Jahr ist Zahltag. Doch kaum einer wird seine Schulden begleichen können. Es wird natürlich Versuche geben, das System, den Staat, zu retten. Die gewaltige Überschuldung durch eine gewaltige Hyperinflation abzufangen.

Doch wir müssen erkennen, dass unser System nicht mehr zu retten ist! Zu lange wurde zugewartet, falschen Propheten geglaubt und Korrupten, Machtgeilen, Profithungrigen zuviel an Entscheidungsgewalt verliehen. Es wurde nicht ganzheitlich gehandelt, sondern nur gewisse Bereiche bevorzugt, weil diese angeblich systemrelevant sind. Systemrelevanz heisst dadurch: Abzocken bis zum letzten Pfennig. Und eben jene unglaubliche Gier wird uns 2010 eine wirtschaftliche Katastrophe noch nie dagewesenen Ausmasses bescheren.

Ich glaube nicht, dass dieser Zusammenbruch noch weiter hinausgezögert werden kann. Wir, das Volk, der Staat, haben keine Ressourcen mehr, keine Puffer mehr und auch keine Zeit mehr. 2010 wird ein absolutes Katastrophenjahr. Wer vorgesorgt hat, dem wird es vielleicht besser gehen, aber leiden werden wir alle müssen!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



2010 Prognosen:



Celente: Crash im Frühling 2010 (infokriegernews.de)
Voraussichtliche Chronologie der Grossen Depression 2010 (zeitdiagnose.de)
Jahresausblick 2010 (hartgeld.com)

kostenloser Counter



Keine Kommentare: