Donnerstag, 17. Dezember 2009

Griechenlands Bankrott

Über Griechenland und den PIGS-Staaten wird derzeit logischer Weise ziemlich viel publiziert. Man schreibt von einem baldigen Staatsbankrott Griechenlands, über die Gefahr für den Euro und den anderen EU-Staaten, über mögliche Finanzhilfen aus anderen EU-Staaten und die unglaubliche Ansage aus Griechenland selbst: "Wir wollen mit den Problemen selbst fertig werden!"

Griechenland wurde zuletzt auf absoluten Trash-Status von mehreren Ratingagenturen abgewertet. Das heisst, es ist fast unmöglich, auf normalem Weg neue Gelder zu lukrieren. Kein Investor kauft Staatsanleihen, die möglicherweise nicht erfüllbar sind! Zum anderen steigen die Zinsen stetig. Klar, wenn die Bonität sinkt, müssen die Zinsen rauf. Das heisst, auch ohne neue Schulden, steigen die bestehenden. Der Staat Griechenland muss immer mehr Geld aufbringen, um die bestehenden Schulden begleichen zu können ... oder zumindest die Zinsen. Die Überschuldung hat ein Ausmass erreicht, dass die baldige Gefahr besteht, nicht mehr zahlen zu können. Denn auch wirtschaftlich ist kein Aufschwung in Sicht, sondern eher ein dramatischer Abschwung. Mehr Arbeitslose, mehr Insolvenzen, weniger Steuern, etc. Es wird extrem gespart werden müssen. Dazu zählen auch das soziale und medizinische Netz. Dabei geht weniger Gefahr aus einem möglichen Staatsbankrott aus, als mehr vom Volk selbst, die Unruhen werden schnell rasant mehr. Und vermutlich auch aggressiver und brutaler.

Noch geht von Griechenland für den Euro und der Eurozone noch keine sehr grosse Gefahr aus. Ausser, man kommt drauf, dass Griechenland, um den Schulden und der Depression Herr zu werden, ohne Erlaubnis bzw. ohne Bekanntgabe an die EU, begonnen hat, Geld - also Euroscheine zu drucken. Möglich ist es, einige sagen bereits, es ist fast unmöglich, wenn sie keine illegalen Euros gedruckt hätten! Griechenlands Anteil am EU-Bruttinlandsprodukt ist relativ gering - unter 2%.

Für Griechenland und deren Regierung ist die innere Gefahr von Bürgerunruhen wesentlich grösser. Der Unmut und Volkszorn ist vorhanden, Ausschreitungen und Demonstrationen seit mehr als einem Jahr auf der Tagesordnung. Wenn diese Unruhen an Intensität zunehmen und das könnte auf Grund der Zwangssparmassnahmen und Steuererhöhungen, die nicht ausbleiben werden, bald der Fall sein.

Die grösste Gefahr, die für Europa besteht, ist der Dominoeffekt. Wenn Griechenland offiziell den Bankrott erklärt und ihren Zahlungen nicht mehr nachkommen kann, können andere Staaten, nicht nur sogenannte PIGS-Staaten folgen. Bekanntlich stehen einige EU-Länder, mit und ohne Euro an der Kippe. Wenn Griechenland fällt, wird Europa sicherlich neu analysiert und neu bewertet. Ratingabstufungen wird es dann für viele geben. Und mit den Abstufungen und damit verbundenen höheren Zinsen und die wahrscheinliche Unmöglichkeit neue Schulden einzugehen, ausser die EU bzw. EZB erbarmt sich, wird dann eben für diese Staaten gewaltige Probleme aufwerfen.

Und dass ein europäischer Staat, der grösser und stärker als Griechenland ist, der Gemeinschaft auch mehr schaden kann ist klar. Einige Staaten haben auch eine Führungsrolle innerhalb der EU und wenn diese kippen, ist die Gemeinschaft ernsthaft bedroht - zB. Grossbritannien.

Und in diesem derzeitigen Abwärtsstrudel Europas, wo die Wirtschaft negative Zahlen schreibt, immer mehr Nehmer als Geber unter der Gemeinschaft der Staaten werden, erlauben sich die arroganten, wahrscheinlich in einer anderen Welt lebenden EU-Beamten zu streiken, weil sie mit Nachdruck eine 3,5%ige Lohnerhöhung durchdrücken wollen. Wohlgemerkt, das sind keine Mindestlohnempfänger, sonder zählen ohnehin zu den Bestverdienern, noch dazu mit enormen Privilegien. Sie scheinen die Lage wirklich noch nicht begriffen zu haben! Ich bin neugierig, wann man sie aus den Ämtern verjagen wird. Denn auch die Arbeit, die sie machen, ist ab und zu tatsächlich äusserst skurril. Denken wir doch an die Krümmung der Gurke ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Heute im Adventkalender:




Nachdem bekannter Weise die heimische Musikszene speziell von den staatlichen Radiostationen (ORF-Radios) weitgehend ignoriert wird, kann man mit dem Kauf eines hochwertigen Weihnachtsgeschenks, das viel Freude macht, die österreichischen Musikschaffenden, am Besten sogar zum Trotz, unterstützen. Es muss nicht soviel Geld ins Ausland verschwinden. Mit jedem Kauf einer CD von heimischen Musikern unterstützt du auch die heimische Wirtschaft - gerade jetzt in der Krise enorm wichtig! (17. Fenster im Adventkalender)




Gestern im Adventkalender:




Neben einem guten und praktischen Messer gibt es noch ein Werkzeug, das in keinem Haushalt fehlen sollte, nicht einmal dann, wenn du in urbanen Gebiet wohnst. Erst dann, wenn man sie dringend benötigt, weiss man ihren Wert zu schätzen! Also sorg vor und beschenk einen Mann mit diesem, für ein Weihnachtsgeschenk ziemlich ausgefallen, aber umso mehr wichtigem und praktischen Utensil, das vor allem in Notzeiten "Goldes Wert" haben wird! (16. Fenster im Adventkalender)




Meldungen:



Hypo Alpe Adria (econo-matrix.blogspot.com)
Bei der Hypo wird jeder Stein umgedreht (kurier.at)
Hypo gerettet, Bangen um Volksbank (diepresse.com)
Athen will ohne EU-Hilfe klarkommen (derstandard.at)
Bernanke ist Person des Jahres 2009 (derstandard.at)
USA bringen Arbeitsmarktpaket auf den Weg (derstandard.at)
Die 133. US-Bankenpleite (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Klima: Zwangssteuer per Verordnung? (mmnews.de)
UNO-Klimagipfel droht zu scheitern (derstandard.at)

Gründnung einer Food-Coop (alles-schallundrauch.blogspot.com)



GEAB N°40 ist angekommen! Frühjahr 2010 : Neuer Krümmungspunkt im Ablauf der umfassenden weltweiten Krise: Die anwachsenden öffentlichen Defizite strangulieren die Handlungsfähigkeit der Staaten und das Funktionieren der sozialen Sicherungssystem. (leap2020.eu)

Moody's prophezeit Schuldensturm - Erst Dubai, dann Griechenland: Das Risiko eines Staatsbankrotts beherrscht den Kapitalmarkt. Die Ratingagentur Moody's gibt mit Blick auf die schwellenden Defizite einen düsteren Ausblick für 2010. Die deutsche Regierung kommt nicht gut weg. (ftd.de)

Klimakiller Nummer 1 – das Militär - Die Diskussion um den Klimawandel ist lückenhaft: Die Schäden, die durch das Militär in Form von vor allem unkonventionellen Waffensystemen angerichtet werden, fallen bisher aus allen Betrachtungen heraus. Es wird daher Zeit für eine Bestandsaufnahme. (kopp-verlag.de)

Der chinesische Golddrache kommt aus der Höhle: Goldreserven Chinas sollen massiv ausgebaut werden - Die Dinge scheinen sich immer mehr zu beschleunigen: China, bekanntermaßen der größte Gläubiger der USA, sieht seine Dollarbestände weiter im Wert sinken und den Goldpreis ansteigen. Während das riesige Land eine Einkaufstour um die Welt macht, um möglichst viele Sachwerte und Rohstoffe für seine Dollars zu bekommen, hielt es sich mit Aussagen über Goldkaufabsichten bisher eher zurück. Nun kündigt das Riesenland sogar offiziell an, seine Goldreserven auf bis zu 10.000 Tonnen aufstocken zu wollen. (kopp-verlag.de)

EU erlaubt Rekord-Staatshilfe - Noch nie zuvor wurde eine Bank in Europa mit so viel Geld gerettet: Die britische Royal Bank of Scotland erhält Staatshilfen in Höhe von 60 bis 100 Milliarden Pfund. Das Geld ist vor allem für den Aufkauf fauler Wertpapiere bestimmt. Jetzt hat die EU die Rettung abgenickt. (spiegel.de)

Die Ruhe des Deppen - Als Teilzeitbewohner einer kroatischen Insel haben wir in den letzten Jahren durch persönliche Gespräche und durch reine Anschauung Einblick gewonnen in die Auswirkungen der Machenschaften der Hypo Bank am sogenannten „Balkan“. (klauskarlbauer.wordpress.com)

Die Macht der US-Gläubiger wächst - Die USA sind angeschlagen. Die Auswirkungen der Finanzkrise wird die Welt noch Jahre spüren, insbesondere die Amerikaner. Der Dollar verliert an Ansehen, der Schuldenberg der USA wird größer und größer. Wo soll das hinführen? Eines steht fest: Die Macht der Gläubiger wächst. Bei welchen Staaten die Amerikaner in der Kreide stehen. (handelsblatt.com)

Große Pleite ahoi! Wenn etwas die Schlagzeilen der letzten Woche bestimmt hat, dann die sich abzeichnende Pleite Griechenlands und die Dubais. Japan ist schon länger ein Dauerthema. (goldseitenblog.com)

Tipps zur praktischen Krisenvorsorge, für all die Menschen die keine Edelmetalle besitzen (hartgeld.com)




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