Samstag, 28. November 2009

Die Weihnachtszeit hat begonnen!

Jetzt hat sie wieder begonnen, die besinnlichste und ruhigste Zeit des Jahres ...

Die Weihnachtsmärkte laden ein, viel zu süssen und teuren Punsch oder Glühwein zu trinken, in den Kaufhäusern und Einkaufszentren hört man die unvermeidlichen "Last Christmas", "Jingle Bells" und "Silent Night", die bis Weihnachten sogar den abgebrühtesten Menschen ausser Fassung geraten lassen, in jedem Supermarkt stapeln sich bereits seit Mitte Oktober die Windringe, der Schokobehang und die Nikoläuse samt ihren Krampüssen ... alles nur darum, damit wir in Kauflaune kommen und unser schönstes Fest des Jahres wie immer, mit geschmückten Weihnachtsbaum, opulentem Festtagsessen und vielen, vielen Geschenken, feiern können.

Ja, mein lieber Freund, du vermutest richtig, ich mag Weihnachten nicht sehr! Aber es liegt nicht am Fest an sich, sondern an der Verlogenheit und Falschheit, mit der wir uns dem Fest nähern. Kitsch im Übermass, falsche Idylle und ein Konsumrausch (Konsumzwang) ohne gleichen. Man ist, so bald man die eigene Wohnung verlässt, dem Weihnachtsrausch hilflos ausgeliefert. Auf jedem zweiten Haus und jedem zweiten Balkon blinken und leuchten irgendwelche Weihnachtsmotive, beleuchtete Weihnachtsmänner hängen auf den Fassaden, so, als hätte man die kleinen, dicken Zwerge vergessen und Rentiere und Sterne aus hellem Licht stehen in den Gärten verlassen herum.

Selbst die Wohnungen sind auf Weihnachten dekoriert, es duftet nach synthetischen "Winterzauber" und "Schneeweihnacht", die unvermeidlichen, selbstgebackenen Kekse werden aufgedrängt und wir alle suhlen uns in dem rot-gold-grünen Farbenrausch.

Aber ja Freunde, geniesst dieses Fest noch einmal! Denn es wird in dieser Form wahrscheinlich das letzte sein! Nächstes jahr werden wir bestimmt nicht dem Lichtermeer und dem Kaufrausch verfallen, dann werden wir mit grosser Wahrscheinlichkeit andere Sorgen haben ... ganz andere Sorgen! Warum? Weil jetzt der finale Akt eingeläutet wurde! Banken sind bankrott, Länder und Kommunen detto, sogar Staaten stehen am Abgrund. Leider muss man davon ausgehen, dass auch bei Staaten der Ablauf in die Pleite ähnlich ist, wie bei einem Unternehen. Zuerst dominiert die "Loch auf, Loch zu" Politik. Dann sinkt der Umsatz, in diesem Fall die Steuereinnahmen. Und letztendlich fehlt das Geld, den Verpflichtungen nachzukommen. Es wird dort gespart, wo man sparen kann - im Sozialbereich, in der Kunstförderung und in der Administration. Doch dann kommt der Augenblick, wo man Kredite bzw. Anleihen nicht mehr bedienen kann, frische Schulden auf Grund der prekären Situation unmöglich sind und schlussendlich der Bankrott ausgerufen wird ...

In den letzten Wochen hat sich in Österreich - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - einiges getan. Dies lässt allerdings kaum Hoffnung auf bessere Zeiten zu. Gemeinsam mit Militär und Polizei wurde ein "Notfallsplan" ausgearbeitet, weil plötzlich die Regierung der Meinung ist, wenn, wie vermutet, die Arbeitslosenzahl an die 500.000 Arbeitssuchenden steigt, es zu ersten Ausschreitungen kommen wird. Ebenso hat die Bundesregierung begonnen, Lebensmittelkrisenlager anzulegen, die es bisher nicht gab. Damit sollte in Notfallszeiten die Bevölkerung versorgt werden. Zumindest jener Teil, der nicht vorgesorgt hat!

Hallo, die Krise hat Österreich erreicht! Obwohl immer noch von Aufschwung und Erholung, sogar vom Ende der Krise geredet wird. Dass dem nicht so ist und dass auch uns auf der "Insel der Seligen" bald turbulente und extreme Zeiten zukommen, wird jetzt immer offensichtlicher, auch wenn dies noch nicht ausgesprochen wird oder in den Medien publiziert wird.

Auf die Frage an einem Landespolitiker, warum man die Bevölkerung nicht warnt, hört man nur: "Wir wollen keine Panik erzeugen!"

Warum erwartet man Zeiten, wo Militär und Polizei gegen das eigene Volk eingesetzt wird und Lebensmittellager (überlebens)wichtig werden? Denn man liest derzeit in den heimischen Medien ausschliesslich vom Aufschwung, der angeblich schon voll im Gange ist ...

Wir, Österreich, sind ein kleines Land in einem grossen Staatenverbund (EU) und abhängig, was draussen in der Welt passiert. Nun kann die Wirtschaft plötzlich und unerwartet positive Daten liefern und uns einen leichten Aufschwung vorgaukeln. Tatsache ist aber, wenn ein wichtiger Staat "fällt", reisst er einige andere mit in den Abgrund. Selbst Staaten wie Griechenland, Spanien oder Italien können sehr, sehr viel Einfluss haben, denn geht einer dieser Staaten bankrott, zerreisst es den Euroverbund! Dann fallen die Staaten wie bei einem Dominospiel ...

Kollabieren grössere, wichtigere Staaten, wie die USA, Russland oder Japan, zerreisst es das gesamte Währungssystem. Und ja, das wird 2010 erwartet! Darum auch die plötzliche Vorsorge in Österreich.

Darum liebe Freunde, geniesst heuer nochmals die Glühwein- und Punschrallyes auf den Weihnachtsmärkten, geniesst noch einmal den falschen Zauber der unvermeidlichen Weihnachtslieder, der aufdringlichen Weihnachtsmänner, der grellen Weihnachtsbeleuchtungen ... es könnte das letzte Weihnachten dieser Art sein!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)







Meldungen:



Banker an die Laternen (faz.net)
UBS fehlen 130 Milliarden Franken (sonntagszeitung.ch)
Der iberische Patient (manager-magazin.de)
Reiche Briten flüchten aus ihrem Land (welt.de)
London stoppt den Handel (n-tv.de)
Jeder fünfte Autozulieferer von Konkurs bedroht (t-online.de)
Russische Marine steht vor dem Kollaps (bernerzeitung.ch)
Weihnachtsgeschäft: Konsum hängt an Staatshilfen (handelsblatt.com)
Die Finanzbranche muss reguliert werden (tagesspiegel.de)
Gold ist ein starker Indikator für Inflation (diepresse.com)
Gold: Dubai-Pleite als letzter Drückungsversuch? (gegenfrage.com)
Das Imperium Amerika bricht zusammen (fondsexklusiv.de)
Wo bleibt die Hyperinflation (egon-w-kreutzer.de)
Es wird kritisch, die Gefahr eines Systemkollaps steigt (hartgeld.com)

Massive Bank Leverage Is Still A Ticking Timebomb (zerohedge.com)



Kommt der Weltbankrott? - Die aktuelle Schieflage von Firmen in Dubai offenbart, dass es um die weltweiten Finanzmärkte viel schlimmer steht, als es die Medien verkünden. Nach dem Offenbarungseid von Dubai könnte sich bald herausstellen, dass auch die so genannten Emerging Markets völlig überschuldet und die kommenden Giganten Russland, China und Indien nicht in der Lage sind, die Weltwirtschaft zu stabilisieren. In fünf Jahren könnte die Gesamtverschuldung in den USA bereits auf über 20 Billionen US-Dollar ansteigen. Irgendwann ist dann der Zustand erreicht, wo sämtliche Staatseinnahmen in etwa die Höhe der Zinszahlungen erreichen. Dies liegt daran, dass die Zinseszinsuhr schneller als die Schuldenuhr tickt. Spätestens dann käme der Offenbarungseid und Amerika müsste seinen Bankrott und damit den des Weltfinanzsystems eingestehen. (heise.de)

Schifffahrtsbranche vor Untergang - Interner Senatsbericht: Schifffahrtsbranche droht Kollaps. Banken und Emissionshäusern der Branche droht Insolvenz. „Einige stehen massiv unter Liquiditätsdruck oder sind bereits insolvenzgefährdet“. Nationaler Rettungsplan Schifffahrt gefordert, „damit hier im Januar nicht die Lichter ausgehen“. (mmnews.de)

Japans Wirtschaft droht der Absturz - Der Sinkflug des Dollar versetzt Japans Regierung in helle Aufregung. Die Wechselkursbewegungen machten ihm große Sorgen und Japan könnte darauf reagieren, sagte Finanzminister Hirohisa Fujii am Freitag. Der Dollar gab indessen im Devisenhandel in Fernost abermals nach. Positive Daten lieferte der Jobmarkt. (handelsblatt.com)

"Staatspleiten sind unvermeidbar" - Philipp Vorndran, Marktstratege des Vermögensverwalters Flossbach & von Storch, prophezeit für 2010 ein mageres Börsen- und Rentenjahr. Er setzt auf langweilige Dividendentitel und physisches Gold. Vorndran warnt vor drohenden Staatspleiten und Geldentwertung. (ard.de)

Spekulation statt Produktion - Um sich die Entkopplung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft zu vergegenwärtigen ist ein Blick auf einen Teilaspekt der spekulativen Auswüchse nötig. Der internationale Devisenmarkt ist der größte und liquideste Markt der Welt. Völlig losgelöst vom realen Warenhandel werden dort Unsummen in den verschiedensten Währungen gehandelt. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) gibt alle 3 Jahre den umfangreichen Triennial Central Bank Survey Bericht heraus, der einen Überblick über die internationalen Devisenmärkte ermöglicht. Auch wenn die Daten bereits veraltet sind, der letzte vollständige Bericht wurde von der BIZ im Dezember 2007 veröffentlicht, es lohnt sich immer noch ein Blick auf diesen spekulativen Irrsinn. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Griechenland: Großoffensive zur Rettung vor Staatsbankrott - Mit einer Rentenreform, dem Kampf gegen Steuerflucht und Korruption will die neue Regierung in Athen ein Finanzdesaster abwenden. In der EU in Brüssel gelten „Greek Statistics“ inzwischen als Synonym für frisierte Bilanzen. (diepresse.com)

Dubai: Run auf die Banken? - In Bankenkreisen wird befürchtet, dass Dubais Bevölkerung am Montag am Schalter steht und ihr Geld abziehen will. (cash.ch)

Immobilienboom in China - "Die Blase wird platzen" - Chinas Wirtschaft wächst und wächst - trotzdem pumpt die Regierung weitere Milliarden in die Märkte, in der Folge schießen die Immobilienpreise in die Höhe. Finanzexperte Yi Xianrong warnt im SPIEGEL-ONLINE-Interview vor einer gigantischen Blase: "Spekulanten missbrauchen den Markt." (spiegel.de)

Hypo: Im Sumpf der „Bawag des Südens“ - Zahlreiche dubiose Geschäftsfälle aus der Vergangenheit der Kärntner Landesbank sind immer noch unaufgeklärt. Die österreichische Justiz interessiert sich für die Auswüchse des Systems Haider kaum. (diepresse.com)

Von Dubai bis Klagenfurt - Die Finanzkrise, hört man meist, hat ihren Ausgang von komplexen, undurchsichtigen Finanzprodukten genommen. Falsch. Die Krise ist vor allem entstanden, weil auf Pump mit Beton, Glas und Ziegel Gebäude errichtet wurden, die sich dann als gigantische Denkmäler der Geldvernichtung erwiesen haben. (derstandard.at)

Jim Rogers: Goldpreis wird sich innerhalb weniger Monate verdoppeln - Der bekannte Rohstoff-Guru Jim Rogers erwartet einen deutlichen Anstieg des Goldpreises, und zwar innerhalb weniger Monate. (goldseiten.de)

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Kommentare:

bombi hat gesagt…

Notfallplan in Österreich: Gibt es dazu eine Quelle. Hab jedenfalls davon nichts mitbekommen...

rekler hat gesagt…

Servus, ich mag deinen Blog. Dennoch muss ich dich fragen was dich so sicher macht das es 2010 passieren wird. Ich erinnere mich ca. 6 Monate zurück als du überzeugt warst das die Weltwirtschaft den Sommer nicht überleben wird. Ich kann mir durchaus vorstellen das die Elite das System noch einige Jahre erhalten kann.