Mittwoch, 25. November 2009

Die letzten G´schichterl´n!

Widersprüchlicher, als die derzeitige Situation, also weltweit gesehen, kann es nicht mehr werden. Einerseits sind die Medien voll von Aufschwungsg´schichterl´n, die ich nicht einmal als Lügen bezeichnen möchte, sondern als zweckmässige Massensuggestion. Irgendwie findet sich auch Zahlenmaterial, die diese Behauptungen mehr oder weniger untermauern. Aber nein, beweisen tun sie´s nicht ...

Andererseits laufen G´schichterl´n, die einem jegliches Verständnis aus dem Gehirn rausschiessen. Nachdenken darf man darüber nicht, denn sonst würde man tatsächlich verrückt werden. So fälschen die Amerikaner offensichtlich Unmengen von Goldbarren, in dem sie diese mit einem wesentlich billigeren Kern aus Wolfram versehen ... und verkaufen das "Gold" dem grössten Feind, den Chinesen! Es erübrigt sich im amerikanischen Schatzamt nachzufragen, ob tatsächlich noch echte Goldbarren lagernd sind. Ich vermute auch, dass all das Gold anderer Staaten, das "nur" in amerikanischen Tresoren lagerte (warum eigentlich?) bereits von den Yankees monetisiert wurde. Welch herrlicher Ausdruck dafür, wenn man wertvolles Edelmetall in wertloses Papiergeld tauscht, also monetisiert! Diese Sache kann Amerika sehr teuer kommen und die Glaubwürdigkeit ist verloren. Doch diese war ohnehin nur scheinbar vorhanden, zumindest unter kritisch denkenden Menschen, die wissen, wie sehr sich Amerika bemüht hat, einen der dunkelsten Teile der Menschheitsgeschichte in den letzten einhundert Jahren zu schreiben.

Aber nicht nur Amerika, also die USA ist in diese besorgniserregenden G´schichterl´n involviert. Es tut sich noch viel mehr auf dieser Welt.

Griechenland ist de facto bankrott. Italien, mit dem allmächtigen, omnipräsenten Berlusconi, übrigens ein rechtsmässig verurteilter Wirtschaftsverbrecher und bald wieder Angeklagter, ebenfalls. Spanien röchelt halt noch ein wenig, genauso wie der Nachbar Portugal. Diese vier Staaten wären ohne Euroverbund und EU bereits so weit wie Island. Vielleicht sind auch sie es, die dem Euro den Todesstoss geben. Noch heisst es, lasst niemand in der EU untergehen. Ja, solange Deutschland (noch) zahlt, funktioniert das. Aber wie lange wollen (nicht können, denn leisten kann sich Deutschland diese teuren Freundschaftsdienste schon lange nicht mehr) die noch zahlen bzw. wie lange vermehrt die EZB die Euromenge und kauft die Schrottanleihen der "Südschiene" auf ...

Auch Grossbritannien, ehemals reiche Insel und Kolonialweltmacht, bricht langsam aber sicher in sich zusammen. Island ist es schon und Irland folgt ebenfalls in den Abgrund. Das Baltikum liegt im wirtschaftlichen Koma und reisst vermutlich halb Skandinavien mit. Auch in Osteuropa ist die Lage in einigen Staaten aussichtslos bis komatös. Ich erinnere an die Ukraine, Weissrussland, Bulgarien und Rumänien. Da macht es gar nicht mehr das Kraut fett, wenn auch Bosnien und Serbien kurz vorm Kollaps stehen. All diese Patienten liegen in der Intensivstation, sind teilweise im Koma und hängen am überlebenswichtigen Tropf der EU, die frisch gedruckte Euros in ihre Venen füllt, Euros, die bis vor Kurzem gar nicht existierten!

Wie sieht es im fernen China, dem (Neu)Reich(en) der Mitte und in Japan, eine der stärksten Industrienationen, aus? China zittert vor einer Immobilienblase, die eine unheimliche Grösse erreicht hat und beim Platzen das Finanzsystem des Landes destabilisieren könnte. Dazu hat man Probleme mit dem US-Dollar, von man viel zu viel besitzt, auch amerikanische Staatsanleihen, und man sieht, dass diese Papiere von Tag zu Tag wertloser werden. Ein ehemals wertvoller Besitz und Reserve beginnt zu zerrinnen. Na, denkst du mein lieber Freund, die bräuchten doch nur diese amerikanischen Papiere, Dollars und Anleihen, auf den Markt schmeissen und das wars! Nein, so leicht wird man diese Dinger nicht los, besonders jetzt, wo sie niemand haben möchte. Das Problem liegt tiefer, denn noch ist der US-Dollar die Weltwährung schlechthin. Das heisst, die meisten Staaten bezahlen die Waren aus China mit ... erraten, mit US-Dollar! Zum einen bekommen die Chinesen nach wie vor Unmengen an US-Dollar durch ihre Exporte ins Land. Zum anderen, würden sie keine Dollars mehr annehmen, würden entweder viele andere, möglicherweise noch wertlosere Währungen ins Land kommen, die absolut nicht mehr absetzbar wären ... oder es gibt keine Exporte mehr. Das wäre für die chinesische Wirtschaft wieder schlecht, eh klar! Und Japan? Ist eines der höchstverschuldetsten Länder der Welt. Bisher haben sie die Kurve auf Grund der extrem hohen Produktivität, der hochwertigen Güter und der Innovationsfreudigkeit geschafft. Aber egal wie sie heissen, von Toyota, Kawasaki bis hin zu Fuji und Sony schreibt die gesamte japanische Wirtschaft enorme Verluste. Auch im Land der Samurais und des Zen-Buddhismus wird die Luft immer dünner. Das asiatische Wirtschaftswunder scheint ein wenig verkühlt zu sein! Hoffentlich nichts Ernstes, allerdings die Retter der Weltwirtschaftskrise sind sie auch nicht!

Der russische Bär wird immer ein wenig unterschätzt, wie auch überschätzt. Im Grunde müsste Russland unheimlich reich sein, alleine von den Bodenschätzen her. Doch da (deutsche) Gründlichkeit und Effizienz nicht die Stärken der Russen ist, sondern Korruption, Olegarchie, Egoismus und eine sagenhafte Ineffizienz sie auszeichnet, versandet vieles, wandert in dunkle Taschen und bereichert eine beispiellose Schattenwirtschaft. In den letzten Jahren ist die ohnehin nicht als innovativ bekannte russische Industrie weiter geschrumpft und wird bald im See der Bedeutungslosigkeit stranden. Stell dir vor, der russische Automobilmarkt hat ein schier unglaubliches Potential ... und doch machen Autofabriken reihenweise bankrott. Ausländische Autos müssen importiert werden, zehntausende, russische Arbeiter stehen auf der Strasse. Und im Kreml denkt man über atomare Präventivschläge nach!

In Südamerika schlagen sich bald die Venezuelaner und die Bolivianer gegenseitig ihre Schädel ein, sollten nicht vorher Chavez und Morales Vernunft annehmen, was allerdings nur schwer zu glauben ist.

Dass unser System, das so viele Schwachstellen hat und von Menschen, die in dieses System integriert bzw. involviert sind, pervertiert wird, führt unsere Existenzgrundlage ad absurdum. Warum dieses ungerechte, korrupte, menschenunwürdige System schon lange nicht zusammengebrochen ist, darüber kann ich nur rätseln. Aber es hat das Ablaufdatum überschritten, durch die grenzenlose Gier nach mehr Macht und mehr Profit bringt der Mensch sich selbst um, und damit auch das System. Es ist eigentlich schon aus ... was wir jetzt erleben, sind die letzten Zuckungen, das letzte Röcheln, bevor, wie im Film, das Blut die Mundwinkel hinunter rinnt und den Exodus bescheinigt ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Nachtrag zum Klimadaten-Klau:



Das Ende der Klima-Wissenschaftlichen Glaubwürdigkeit – Ein Drama in 5 Akten (science-skeptical.de)








Meldungen:



Augsburg mahnt Blogger ab (t-online.de)
Der Franken ist mehr wert als der Dollar (20min.ch)
Investoren fürchten Pleite von Dubai (ftd.de)
US-Zahlen: Wunderliche Unerklärbarkeiten (berlinerumschau.com)

The Day the Dollar Died (johngaltfla.com)


US-amerikanische Einlagensicherung bankrott! - Am Dienstag-Nachmittag, den 24. November, war es auf den ersten Insiderwebseiten zu lesen: Die Einlagensicherung der amerikanischen Banken ist bankrott. Laut Bilanz schloss die Institution das dritte Quartal mit einem Minus von 8,2 Milliarden Dollar ab. Natürlich wird nun der Staat für die Bankguthaben geradestehen, heißt es. (kopp-verlag.de)

IWF-Chef warnt vor dunklen Geheimnissen der Banken - Dominique Strauss-Kahn sieht keinen Anlass für Entwarnung in der Krise. Im Gegenteil: Der IWF-Direktor befürchtet, dass erst die Hälfte der weltweiten Verluste bekannt ist. (focus.de)

Die Angst vor der nächsten Finanzkrise - In den führenden politischen Kreisen Deutschlands wächst die Angst vor einer zweiten internationalen Finanzkrise, die jene vom Herbst 2007 an Intensität und Wirkung noch übertrifft. (hintergrund.de)

Wie das "Great Game" auf der Zeitachse verlängert wurde - US-Präsident Barack Obama warnte im Fernsehsender Fox vor einer zweiten Rezession: "Wenn wir weiter Schulden anhäufen, könnten die Menschen irgendwann das Vertrauen in die amerikanische Wirtschaft verlieren. Und das würde uns in eine zweite Rezession führen." (goldseiten.de)

Geheimkredite für Banken - Die britische Zentralbank hat inmitten der Finanzkrise zwei große Banken des Landes mit geheimen Krediten gerettet. (n-tv.de)

Immobilienfonds bringen Anleger gegen sich auf - Anleger in offenen Immobilienfonds erleben eine böse Überraschung nach der anderen. Nicht genug, dass in der vergangen Woche wieder zwei Fonds den Tausch von Anteilen gegen Geld aussetzten – sie taten dies auch noch rückwirkend. Für Verbraucherschützer ein unmögliches Vorgehen. (handelsblatt.com)

Hedge-Fonds horten aus Inflationsangst Gold - Dossier Gold hat ein neues Rekordhoch erreicht -angetrieben auch durch Hedge-Fonds, für die das Edelmetall zusehends attraktiv wird. Selbst Größen der Branche bekennen sich mittlerweile zum Gold. (ftd.de)

Wolfram als Gold: Gefälschte Goldbarren aus den USA - Aktuelle Schätzungen der Goldhändler-Gemeinschaft gehen davon aus, dass bis zu einer Million Goldbarren einen Wolfram-Kern haben. Gerücht: Hunderte Tonnen US-Gold gefälscht. Man kolportiert, dass man schon vor Jahrzehnten den weichen Goldinhalt von Fort Knox durch Wolfram „ausgehärtet“ hätte. Geschäftsidee: Chinesen ersetzen den Kern von Goldbarren durch Wolfram. (mmnews.de)

AIG-Chef bekommt sieben Millionen Dollar - mindestens ... der Chef des angeschlagenen US-Versicherers AIG, Robert Benmosche, bekommt ein Jahresgehalt von sieben Millionen Dollar. Obendrauf erhält er einen millionenschweren Bonus, sollten sich die Geschäfte gut entwickeln, teilte der Konzern mit. Mehr lässt die US-Regierung, die AIG zu 80 Prozent kontrolliert, nicht zu. Sehr zum Ärger des Managers. (wiwo.de)

Wo in Europa Atomwaffen liegen - Deutschland drängt auf den Abzug der letzten Atomwaffen der USA. Insgesamt soll es in Europa noch bis zu 240 geben. (kurier.at)

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