Dienstag, 27. Oktober 2009

Ist der endgültige Crash bis auf weiteres abgesagt?

Was derzeit bezüglich Staatsüberschuldungen, Banken- und Finanzwelt abgeht, ist weder logisch, noch nachvollziehbar. Es werden eigene Regeln zum legalen Bilanzbetrug geschaffen, damit Banken, Hedgefonds, Versicherungen, etc. ihre realen Verluste in Milliardenhöhe verstecken oder noch schlimmer, selbst in Gewinne umwandeln können. Staaten, die auf Grund ihrer hohen Verschuldung keine Anleihen mehr absetzen können, kaufen sie via Nationalbanken bzw. FED, selbst auf. Das heisst, sie geben sich selbst Kredit! Alle Vorsichtsmassnahmen werden derzeit in den Wind geschlagen, eine irrationale Geldvermehrung findet statt und trotzdem kommt es noch nicht zu einer Hyperinflation.

Hätte man diese Vorgänge noch vor einiger Zeit vorraussagen müssen, hätte man mit Sicherheit darauf wetten können, dass das weltweite Währungssystem kollabiert. Ja, es ist zwar äusserst instabil, doch Anzeichen eines Zusammenbruchs sind derzeit trotz bedenklichsten Wirtschaftsdaten und staatlichen Zahlenmaterials nicht zu sehen. Im Gegenteil, der schwache US-Dollar erholt sich immer wieder ein wenig, der Goldpreis hüpft zwar über der 1000 Dollarmarke ümher, kann aber nicht ausbrechen. Die Börsenkurse sind, wie wir wissen, weit überschätzt, steigen aber seit Monaten auf hohem Niveau kontinuierlich weiter.

Was ist eigentlich los? Normalerweise müsste eine Flucht aus den Währungen stattfinden, die durch fallenden Wert unter Druck geraten. Doch das Gegenteil ist der Fall! Unlogischer Weise versucht man diese Währunen zu stützen, vor allem den US-Dollar, und diesen auch weiterhin als Weltleitwährung zu akzeptieren. Auch, weil es derzeit kaum eine echte Alternative dazu gibt. Denn der Euro ist zu stark an den Dollar gebunden und ebenfalls höchst gefährdet, wenn es den Dollar "erwischt". Und so wird immer noch die meiste Wirtschaftsleistung der Erde mit jener Währung verrechnet, die eigentlich schon seit einiger Zeit von vielen Experten als todgeweiht bezeichnet wird. Vor allem, wenn man sich die budgetäre Situation, die exorbitante Geldmengenerhöhung und die ausser Kontrolle geratene Staatsverschuldung ansieht. Wie lange kann das noch gut gehen? Im Grunde sehr lange, wenn bisher noch nicht viel tatsächlich passiert ist ... Warum? Das ist kaum durchschaubar! Und noch weniger nachvollziehbar!

Dabei muss man sich auch die Frage stellen, können Banken und Versicherungen ihre Verluste, die sie ohne Zweifel in Form von Schrottpapieren besitzen und mittels neuen Bilanzierungsregeln gut verstecken, mittelfristig in reale und nicht nur buchhaltärische Gewinne umwandeln? Die Gesamtsumme an derzeit aushaftenden CDS wird auf über 800 Billionen US-Dollar geschätzt, mehr als das 17fache des globalen BIP eines Jahres! Zocken sie weiter im weltweiten Finanzcasino? Werden noch mehr Verluste hinzukommen?

Wie wird es sich mit den ausufernden Staatshaushalten und Staatsverschuldungen verhalten? Selbst die derzeit angehäuften Schulden können einfach nicht mehr zurückbezahlt werden, es kommen aber laufend neue dazu. Immer mehr Konzerne, Institutionen, aber auch Kommunen schreien nach Hilfe durch den Staat. Wie wir wissen, gibt es Entschuldungsszenarien durch Währungsreform oder Hyperinflation. Doch irgendwer bleibt dabei immer auf der Strecke ... nicht selten die Bürger, das Volk. Wird es aufstehen und auf die Strasse gehen, wenn es soweit ist?

Wie verhalten sich die Börsen, wo für September schon ein Crash oder zumindest ein stärkerer Einbruch prognostiziert wurde? Derzeit gehen die Kurse nur in eine Richtung, nämlich nach oben. Und auch hier kaum Anzeichen einer Richtungsänderung!

Weiters der Goldpreis. Zwar wurde die magische Grenze von 1000 US-Dollar überschritten, doch in anderen Währungen kam es auf Grund der Dollarschwäche zu keinem wesentlichen Wertzuwachs. Und nun stagniert der Kurs auf hohem (Dollar)Niveau und pendelt zwischen 1030 und 1070 US-Dollar pro Unze.

Genau genommen, wenn man jeden einzelnen der hier angeführten Vorgänge näher betrachtet, sollte man meinen, jetzt und jetzt müsste ein gewaltiger "Rumps" kommen. Ein Rumps, der wieder einmal die Finanzwelt erschüttert. Alle Vorgänge zusammen müssten eigentlich relativ kurzfristig zu einem Systemzusammenbruch, zumindestens in einzelnen Staaten, führen. Welcher Kaufmann macht gerne Geschäfte mit einem, der offensichtlich kurz vor der Pleite steht?

Fakt ist natürlich, dass die USA ein für die Weltwirtschaft und für das Weltwährungssystem enorm wichtiger Staat ist. Doch es gibt auch andere Staaten und Währungen, die diese Nische im Notfall ausfüllen könnten. Dazu gehört mit Sicherheit China und leider etwas eingeschränkt, vor allem durch die zaghafte "Nicht-Politik" auch die EU. Und doch wird derzeit offensichtlich alles unternommen, Obama-Land nicht fallen zu lassen.

All diese Gedanken drängen natürlich auch die Frage auf, was wissen wir, trotz Medien und Internet, tatsächlich? Ich bin überzeugt, dass wir nur einen kleinen Teil offengelegt bekommen. Jener Teil, der im Geheimen liegt und dessen Zusammenhänge wir nicht erahnen und daher nicht nachvollziehen können, dürfte erheblich sein ... und möglicher Weise auch ziemlich gefährlich! Was geht tatsächlich ab auf dieser Welt? Was verbirgt man krampfhaft vor uns?

Die Gefahr ist gross, wenn man danach sucht, in Verschwörungstheorien abzugleiten. Doch mit Verschwörungstheorien ist das so eine Sache, manche sind einfach stillschweigend Realität geworden, obwohl sie von vielen offiziellen Stellen und vor allem den Medien als reine Fantasiegebilde abgetan wurden. Ich erinnere an Echelon, NSA, Bilderberger, etc. Dass vermutlich ein erheblicher Teil der kursierenden Verschwörungstheorien tatsächlich reine Fantasiegebilde sind, dürfte nicht von der Hand zu weisen sein. Dass allerdings viele tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wird immer offensichtlicher. Dazu zählen 9/11, die Terrorlüge, 2012 (falls man dieses Thema überhaupt zu den Verschwörungstheorien zählen kann!) und HAARP. Es gibt aber noch viele mehr ...

Was sind die tatsächlichen Hintergründe für viele Aktionen, die uns mit falschen Argumenten "verkauft" wurden? ZB. der Irak-Krieg, die Afghanistan-Besetzung, die Kosovo-Eigenstaatlichkeit, auch der Balkan-Krieg, das Israel-Iran-Säbelrasseln, uvm.

Dürfen wir die Wahrheit nicht wissen? Und gibt es Zusammenhänge mit der Finanzkrise? Lässt man die USA deshalb nicht fallen? Wie sehr sind Banken darin verwickelt? Welche Rolle spielt China und Russland?

Ich denke, solange wir nicht die Wahrheit kennen, können wir, was unsere mittelbare und unmittelbare Zukunft betrifft, kaum Prognosen anstellen. Wir können nur mit jenen Fakten, die uns in irgendeiner Form zugänglich sind, spekulieren, wie sich was und wann entwickeln könnte, doch uns fehlen zumeist Hintergründe und tiefere Einblicke, die allerdings oft die entscheidenden Faktoren waren und sein werden!

Es ist, in jedem Fall, äusserste Skepsis angebracht! Doch ich glaube, dass irgendwann die näheren Zusammenhänge und Geheimnisse offenbart werden. Möglicherweise auch erst dann, wenn alles in Trümmern liegt! Oder kommt es erst gar nicht dazu?



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



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Ausgetrickst? Die Pleite von Capmark Financial - Obwohl Banken immer tiefer in die Zauberkiste greifen dürfen, um ihre Bilanz zu schönen, ist einer der größten Immobilienfinanzierer in den USA bankrott. Ein Warnsignal. Helfen selbst Manipulationen nicht mehr? (mmnews.de)

AIG schüttet Füllhorn über Manager aus - Der mit Steuermilliarden vor der Pleite gerettete Versicherer bedachte Topmanager mit 12,1 Millionen Dollar Boni. (derstandard.at)

Scheitern in Serie - Die Investmentbanken verdienen schon fast wieder so gut wie vor der Krise, doch Banken mit "normalem" Kreditgeschäft leiden - und kollabieren. (sueddeutsche.de)

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Gigantische Verluste könnten Steuereinnahmen drastisch schmälern - Gigantische Verluste schlummern in den Bilanzen der Unternehmen und lassen Finanzminister um ihre Steuern bangen. Die Koalition will die Verlustverrechnung wegen der Krise erleichtern. (wiwo.de)

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1 Kommentar:

Rot hat gesagt…

Das System ist absolut bis zu dem Zerreißen gespannt - es fehlt nur ein Auslöser, der aus diesem gigantischen Kartenhaus eine Karte zieht.

Ich tippe auf ein neues 9/11, natürlich wieder selbst gemacht.

Mir ist der sonderbare Kommentar eines Amerikaners in Erinnerung, der kurz nach 9/11 verstört schrieb, seine Freundin wäre eines nachts vor dem 11.September weinend aufgewacht und hätte genau den 9/11-Ablauf geträumt. Nun gut, kann sein. Er erzählte dann von einem weiteren Traum kurze Zeit später: Von einem Boot auf dem Chicago-River aus würde eine kleine Nuklearbombe im Zentrum von Chicago gezündet. Die zerlegt nur ein paar Straßenblöcke, "aber dann wäre Krieg".

Man muss sich nur vorstellen, wie simpel das für einen Geheimdienst durchzuführen wäre. Den Schuldigen haben die Medien am nächsten Tag wohl schon parat: Wie die ganze Welt nun gesehen hat, hat der Iran wohl doch erfolgreich die A-Bombe gebaut. Da hatten doch alle ständig vor gewarnt!

Dann ist Krieg, die Schuld am globalen Kollaps und Elend tragen ausländische Terroristen, denn unsere Eliten hatten ja bis dahin "alles im Griff". Jeden Tag kann es soweit sein.