Mittwoch, 28. Oktober 2009

Eine nachahmenswerte Initiative

Ein nachahmenswertes Projekt ist derzeit in Stainz (Weststeiermark) im Entstehen. Auf Initiative des Vereins Lebenswerkstätten stellte die Gemeinde eine gemeindeeigene Grünfläche zur Verfügung, wo interessierte Stainzer ihr eigenes Gemüse und Obst anbauen können.

Der Verein Lebenswerstätten stellt auch notwendiges Wissen sowohl für den Anbau, die Pflege, wie auch Verarbeitung zur Verfügung. Speziell wenn es tatsächlich zu Engpässen in der Versorgung von Lebensmitteln kommen wird, kann ein kleiner, eigener Gemüsegarten nicht nur viel Freude bringen, sondern möglicherweise auch die einzige Alternative bieten, sich abwechslungsreich und gesund zu ernähren. Es reichen schon einige Quadratmeter aus, um Kräuter, Tomaten, Paprika, Salat, Kraut, Kohl und Kürbisse zu ziehen. Auch Strauchobst, wie Ribisel (Johannisbeeren), Stachelbeere, Himbeeren, usw. können eingepflanzt werden.

Gedacht ist auch die notwendigen Samen bereitzustellen, natürlich in Bio-Qualität. Gelernt wird das Gärtnern relativ schnell, vor allem wenn man erfahrene Kollegen zur Seite hat, die ihr Wissen auch gerne weitergeben. Auch nach der Ernte, wird es entsprechende Unterstützungen seitens des Vereins geben, nicht nur Tipps für die Einlagerung, sondern auch für die Verarbeitung. Neben Marmeladen (Konfitüren), Säfte, Chutneys, Trocknen, Pürrées und sauer eingelegtes Gemüse, lernt man auch die Herstellung von Naturkosmetikprodukten.

Ein ehrgeiziges und in Anbetracht der sehr wahrscheinlich schlimmen Zeiten, die auf uns zukommen werden, ein besonders interessantes und wichtiges Projekt. Denn vor allem in den Städten, auch in den kleineren, wird es zu gravierenden Engpässen kommen. Eigeninitiative, Fantasie und Wissen wird sehr wichtig sein und der Verein Lebenswerkstätten Stainz gemeinsam mit der Gemeinde Stainz, sorgen mit diesem Projekt vor und ergreifen die Initiative. Dem sollten sich auch andere Kommunen anschliessen, denn entsprechende Flächen sind fast überall vorhanden!

Sollte es tatsächlich nicht zu dem zu erwartenden Systemzusammenbruch und die daraus resultierenden Engpässe bei der Versorgung der Bevölkerung kommen, so hat man Spass am Gärtnern und gesunde, selbstgezogene Produkte für die Küche. Denn, seien wir ehrlich, schmecken selbstgezogene Tomaten, Kürbisse und Himbeeren weitaus besser, als gekaufte!



lebenswerkstaetten-stainz.at







Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)



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Lügen gegen Untergang - Politisch korrekte Berichterstattung ist nichts anderes als Lüge. Das zeigt sich im Verlauf der Wirtschaftskrise recht deutlich. Fakten werden unterschlagen, Negatives ausgeblendet. Ziel: Keine schlechte Stimmung aufkommen lassen. Wie weit entfernt sind Massenmedien von der Realität? (mmnews.de)

Oft wird die Katze im Sack gekauft - Banken bieten Anlegern noch immer viel zu komplizierte Produkte an, kritisieren die Konsumentenschützer. Sie orten auch Beratermängel. (kurier.at)

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Schlägt Europa den japanischen Weg ein? Dann stünde uns eine exorbitante Staatsverschuldung bevor. (diepresse.com)

Stellenabbau in Deutschland: Das erste Jahr Schwarz-Gelb - gezählt ab 6.10.2009. (egon-w-kreutzer.de)

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Kommentare:

simdartha hat gesagt…

genau sowas hab ich mir z.b. für die grazer reininghausgründe auch schon gedacht.

nach jahrelangem kaschieren, daß keine interessenten vorhanden sind - auch nach übernahme durch die stadt wird kein geld vorhanden sein die flächen zu bebauen wäre dies eine absolut sinnvolle nutzung freier, städtischer flächen! (wie z.b. auch die großen flächen des "innovationsparks" puchstrasse, da kommen seit vielen jahren keine projekte zustande)

man sollte - auch eine stadt als gemeinschaft - nicht immer seine habe für (viell. bald wertloses) geld verscherbeln, sondern sie konstruktiv zur eigenen entwicklung und zum eigenen vorteil nutzen.
In dem falle die möglichkeit für die bevölkerung wieder kontakt zur natur zu knüpfen, etwas sinnvolles (lebensmittelanbau) zu lernen und die eigene versorgung mit gesunden lebensmitteln - auch in krisenzeiten - zu erreichen.

dann würden und könnten die menschen ein wenig aus ihrer materialistischen sinn- und lebensleere aufwachen und eine tiefere verbundenheit zur natur und untereinander entdecken.
denn in der heutigen kollektiven geldneurose fühlen sie sich nur mehr mit ihrer geldtasche verbunden und verzweifeln an dieser inneren einsamkeit.

bei weiterem fortschreiten der krise bzw. nennen wir es wirtschaftlicher verfall kann man auch die dann enormen leerstände in shoppingcentern nutzen für kommunale kunst-, yoga- oder handwerksworkshops, damit wir wieder etwas brauchbares lernen können ausser zahlenjonglieren!

...die gerade auf dieser seite viel zitierten "wütenden massen" würde man so vermeiden und könnte den menschen zeigen, daß es auf der welt soviel interessantes und sinnvolles zu tun gibt als randale.

bauchstimme hat gesagt…

Dankeschön Johannes für deine lobenden Worte zu den Lebenswerkstätten Stainz. Ja Naturkosmetik stellen wir schon her. Und die verschiedenen Vereinsmitglieder stellen für den Eigenbedarf Marmeladen, Kompotte, ... her. Was im Überschuß da ist oder wo jemand seine eigenen Talente sieht werden zum Beispiel Räuchermischungen, Kräutertees oder Gewürzkräuter im Vereinslokal weiter gegeben. Ansonsten gibt es in unserem Geschäft, dem Mischwerk in Stainz, was wir sonst noch zum Leben benötigen es jedoch in den anderen Geschäften nicht zu erwerben gibt.

Liebe Simdartha, auch wir haben in Stainz selbst gesehen was wir benötigen und es uns erschaffen. Wenn du dich mit ein paar anderen Menschen zusammen tust, wirst du bestimmt von Gemeinde oder Bezirk Unterstützung erhalten. Da würde ich drauf vertrauen.

www.lebenswerkstaetten-stainz.at