Montag, 12. Oktober 2009

Die Zeichen stehen auf Sturm

Scheinbar ist es ziemlich ruhig auf den Weltmärkten, man redet und schreibt schon über die Zeit nach der Krise. Tatsächlich stehen die Zeichen auf Sturm. Nur weil dieses Wochenende keine amerikanische Bank geschlosseen wurde, ist die Krise noch nicht vorbei!

Der Sturm wird unvermittelt kommen und sehr stark ausfallen. Anzeichen, dass "Etwas" bevorsteht oder zu erwarten ist, zeigen die Kurse von Gold und US-Dollar. Der Goldpreis hat sich über der 1.000 Dollar Marke gefestigt und steigt langsam aber stetig. Ebenso verliert der US-Dollar stetig an Wert. Es sehen allerdings beide Charts teilweise wie richtige Hochschaubahnen aus. Mal rauf, mal runter, doch die Trends sind ersichtlich.

Doch noch hat die Flucht aus dem Dollar noch nicht so richtig begonnen, obwohl schon viele, im Besonderen Staaten, aus dem Dollar weitgehend aussteigen. Bedenklich ist auch, dass viele Manager Aktien des eigenen Unternehmens abstossen. Dieser Trend ist nicht nur in den USA, sondern jetzt auch in Deutschland bekannt geworden.

Die meisten Börsenkurse sind überzogen. Eine Kursbereinigung ist schon seit längerem fällig, da die Rally seit März nicht mit den Daten der Realwirtschaft übereinstimmt. Je länger sich diese Konsolidierung hinauszögert, umso brutaler wird der Absturz werden.

Im Speziellen ist von amerikanischen Finanzwerten noch einiges an bösen Überraschungen zu erwarten, denn dort ist die Situation höchst explosiv. Noch nie sind so viele Blasen gleichzeitig kurz vor dem Platzen. Und ewig wird "Heli-Ben" (Bernanke) nicht den Markt mit Dollars überschwemmen können.

Ich versuche immer wieder darauf hinzuweisen, dass bisher keine Probleme gelöst wurden! Im Gegenteil, sie haben sich enorm verschärft und viele neue kamen dazu. Nur die skurrile Währungspolitik, die Märkte mit frischem Geld zu fluten, und neue Bilanzierungsregeln, die die reale Situation verschleiern, haben das System bisher noch nicht zusammenbrechen lassen. Was allerdings auch heisst, dass derzeit unvorstellbare Mengen an Volksvermögen vernichtet werden!

Ich bin sowieso verwundert, wenn heute von von Staatsschulden gesprochen wird. Schulden sind ein Minusposten in der Bilanz und sollten irgendwann getilgt, sprich zurück gezahlt werden. Derzeit explodieren in den meisten führenden Industrieländern die Staatsschulden und werden kaum jemals "normal" getilgt werden können. Denn zum einen werden diese erst jetzt so richtig ausarten, bisher haben wir nur das desaströse Vorspiel erlebt, denn die Staaten haben noch weitgehend Steuereinnahmen, zum anderen ist bei vielen Staaten der Pleitegeier schon offensichtliches Wappentier.

Solange dieser Teufelskreislauf, in dem wir uns befinden, nicht unterbrochen werden kann, geht es bergab! Und da ist, bei allem Verlaub, nichts in Sicht!

Wir werden getäuscht, falsch informiert und belogen. Der weltweite Betrug hat System! Nur so gewinnen die Eliten Zeit. Zeit, die Märkte noch weiter auszureizen. Denn die Zockerei hat nicht aufgehört, die Produkte sind ja noch vorhanden. Selbst wenn die G-8, G-10 und G-20 Treffen immer wieder Absichtserklärungen und Vorhaben gebracht haben, den Wildwuchs im Finanzsystem zu regulieren, wurde bisher nichts unternommen, die Zockerei zu beenden.

Und viele, die derzeit finanzielle Ressourcen frei haben oder (noch) ihre Kreditlinien ausreizen können, wollen an dieser Rallye, am Crack-Up-Boom, noch einmal so richtig abcashen. Und dieser Umstand beschert eben gewaltige Kursgewinne, weil Aktien derzeit deswegen sehr beliebt sind. Vor allem auch, um die Verluste des Vorjahres auszugleichen.

Und genau dieser Crack-Up-Boom schränkt die Sichtweise ein und spiegelt ein völlig falsches Bild. Wie schon oft geschrieben, je länger man versucht, das System zu halten, umso plötzlicher und brutaler wird es zusammenbrechen.

Die Regierungen haben die Zeit nicht genützt, wirklich nach Lösungen zu suchen, die Finanzwelt zu regulieren und die Explosivität zu mindern. Das einzige was sie tatsächlich gemacht haben, ist uns zu täuschen und zu desinformieren. Sie wiegen uns in falscher Sicherheit. Kongeniale Partner sind natürlich die gleichgeschaltenen Medien.

Das Ergebnis sind Menschen, deren Ignoranz in Bezug auf die tatsächliche Problematik tödlich sein kann. Wenn noch immer nicht die notwendige Sensibilität die Gleichgültigkeit ersetzt, kann der Überraschungseffekt eines Systemzusammenbruch eine wirkliche Katastrophe für weite Teile der Bevölkerung sein. Dabei ist es realtiv einfach vorzusorgen, kommunale Netzwerke aufzubauen und dann, zum Zeitpunkt des Crashes nicht völlig überrascht zu sein.

Die Krise dauert auch schon einige Zeit und deshalb ist man ihrer müssig geworden. "Es passiert doch eh nix!", ist eine weitverbreitete Annahme, dass sowieso alles im Griff sei und das Leben weitgehend so weiter geht. Ach ja, ein wenig den Gürtel enger schnallen, aber sonst?

Freunde, die Party ist längst vorbei! Das Buffet leer gefressen, die Bar ausgesoffen, die Band nach Hause gegangen. Morgen wachen wir auf und werden ganz fürchterlich Kopfweh haben. Das haben wir nicht gewusst, sondern nur geahnt. Danach beginnt das Wegräumen, das Saubermachen ... und wir werden massenhaft Alka Seltzer benötigen, um die Köpfe wieder klar zu bekommen!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




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Meldungen:



Heftiger Streit nach Nobelpreis an Obama (kurier.at)
Friedensnobelpreis für Obama bedeutet Krieg (kopp-verlag.de)
Warum Obama den Nobelpreis bekommt? (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Obama und der Nobelpreis: Wenn die Lüge zur Wahrheit wird (alles-schallundrauch.blogspot.com)



Liquiditätsengpass: Banken ziehen Ost-Gelder ab (derstandard.at)
Rien ne va plus in Las Vegas (bernerzeitung.ch)
Das Pfund gibt weiter deutlich nach (faz.net)
Das Misstrauen gegen Lettland wächst (welt.de)
Kaliforniens Haushalt hat ein neues Loch (ftd.de)
Manhattan steht leer (handelsblatt.com)
Angst vor Dollar-Krise wächst (derstandard.at)
Good-Bye Dollar (godmode-trader.de)
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Dangerous Unintended Consequences (moneyandmarkets.com)
2012 forecast: Food riots, ghost malls, mob rule, terror (wnd.com)



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Holen Sie Ihr Geld von der Bank, so lange Sie es noch können! Die von Bundeskanzlerin Merkel vor einem Jahr ausgesprochene Staatsgarantie für Sparer ist nichts als heiße Luft und rechtlich völlig unverbindlich. (kopp-verlag.de)

Wenn Bankenkrisen der Staatsbankrott folgt - Die Schuldenrückzahlungen der großen Länder könnten zu Problem der kleinen werden. Nämlich dann, wenn diese ihre Schutzschirme wieder einfahren, weil sie selbst in Zahlungsschwiergkeiten geraten. (diepresse.com)

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