Freitag, 25. September 2009

G20 - schon wieder nur Absichtserklärungen

Rund um den derzeitigen G-20 Gipfelerscheinen natürlich wieder die fast schon üblichen "Aufschwungsg´schichterln" seriöser und renommierter Wirtschaftsinstitute. Diese verwenden erhobenes, statistisches Zahlenmaterial und errechnen ein Ergebnis. Was allerdings in diesen Konvoluten offensichtlich nicht berücksichtigt wird, sind die aktuellen Probleme, die nicht nur die Finanzkrise auslösten, sondern auch immer wieder verschärften. Bisher wurde kein einziges grundlegendes Problem beseitigt! Das einzige was alle betroffenen Regierungen bisher zur "Lösung" der Finanzkrise unternahmen, war noch mehr Geld in das System zu schütten, das sie nicht hatten. Quasi Feuer mit Benzin zu löschen! ... und mit Durchhalteparolen und Aufschwungslügen uns eine manipulierte Situation vorzuspielen, die sie als sichtliche Retter einer prekären, explosiven Lage darstellten. Doch was ist tatsächlich gerettet worden, ausser Banken, die allerdings nach wie vor ein Problem sind?

Auch die bisherigen G-8 und G-20 Treffen haben nichts, wirklich nichts bewirkt ... ausser Absichtserklärungen! Finanzmarktregulierungen, strengere Auflagen und Gesetze, blah, blah, blah. Gezockt wird immer noch in einem Markt der teilweise weit überschätzt bzw. überzahlt ist und wo ein plötzlicher Crash jederzeit zu erwarten ist.

Wir erleben derzeit einen Crack-Up-Boom. Jeder möchte noch schnell möglichst hoch abcashen. Suckers Rally ist wohl der richtige Ausdruck dafür. Ein weiterer Crash steht ohnehin wieder vor der Tür!

Steueroasen sind nach wie vor nicht trocken gelegt. Vor allem amerikanische und britische, die offensichtlich auch nie zur Diskussion standen, laden immer noch ein, Geld zu waschen und zu verstecken. Jene Staaten, wie Österreich und die Schweiz, die gar keine echten Steueroasen waren, mussten klein beigeben, ihre Bankgesetze, vor allem das leidliche Bankgeheimnis ein wenig lüften. Oasen wie Delaware, die Kanalinseln oder die Caymans sind unverändert geblieben und nicht trockengelegt worden. Ja, ja, die Eliten brauchen natürlich auch ihre Möglichkeiten Geld zu verstecken bzw. zu waschen ...

Vor rund einem Jahr standen wir kurz vor einem Systemzusammenbruch. Lehman & Brothers verursachte ein weltweites Beben im Finanzsystem, das aufzeigte, wie angreifbar und verletzlich unser System geworden ist. Gigantische Mengen neu gedruckten Geldes waren die einzige Gegenmassnahme. Eine Aktion, die weder die Grundübel beseitigte, noch das System weniger verletzlich machte. Im Gegenteil, jetzt, ein Jahr danach, ist es instabiler als vorher. Nun mehren sich auch die Warnungen, dass der grosse Knall noch bevorsteht. Andererseits wird pausenlos von Aufschwung, Krisenende und Erholung geschrieben. Solange man aber das kranke Fundament nicht saniert, bleibt es instabil und wird schlussendlich zusammenbrechen.

Barack Obama, der gefallene Messias, fordert nun, dass ausgerechnet jener Staat, der nicht in der Lage ist, seine Finanzen in den Griff zu bekommen, die Weltführung ein. Er, der durch grosse Reden, eloquentes Auftreten und "yes, we can!" nicht nur die Amerikaner, sondern die gesamte Welt verzauberte, aber bisher kläglich versagte. Die Probleme sind nicht weniger geworden, im Gegenteil, die USA steht unmittelbar vor dem ultimativen Kollaps. Und der Führer dieser Nation sollte uns alle führen? Liegt in dieser Forderung nicht die Absicht, das Land auf Kosten der anderen zu retten? Sozial haben die USA noch nie gehandelt, Partner immer wieder enttäuscht und immer nur darauf geschaut, die eigenen Schäfchen ins trockene zu bringen.

Auch der Vorschlag, die G-20 als quasi Weltregierung einzusetzen ist für mich eher als dummer Scherz aufzufassen, als ernst gemeinter Vorschlag. Wenn die G-20-Treffen bisher tatsächlich eine Lösung oder auch nur Eindämmung der Krise gebracht hätten. Vielleicht! Aber nur Absichtserklärungen, schon im Vorfeld ausgearbeitet, schwammig und nicht exakt formuliert ... und danach auch nicht umgesetzt. He Freunde, das kann doch keine Weltregierung sein!

G-20 Treffen, ebenso wie die G-7 und G-8 Treffen, sind Fototermine macht- und mediengeiler Politiker, die sich zu tollen Abendessen treffen und ein wenig plaudern. Beschützt von einer Hundertschaft Soldaten, Polizisten und Geheimdienstler ...

Hast du, mein lieber Freund, schon mal nachgedacht, warum man Politiker beschützen muss? Wäre es nicht denkbar, dass beliebte, sachlich kompetente, ehrliche und gute Politiker gar nicht beschützt werden müssten? Aber die scheint es ja nicht mehr zu geben ...

Deswegen werden wir kaum Ergebnisse erwarten können, noch weniger Lösungen. Das Vabanque-Spiel geht weiter, es werden weiterhin Milliarden und Billionen in ein krankes, instabiles System gepumpt, der Mittelstand bewusst abgetötet, solange es noch geht. Der derzeit wohl kritischte Faktor ist die breite Masse, das Volk ... wenn das Volk genug hat von den Regierenden, dann kracht es. Wohlgemerkt, am Sonntag sind in Deutschland Wahlen. Danach muss ratzfatz reiner Tisch gemacht werden. Egal wer Kanzler(in) wird, um diesen Job beneidet ihn(sie) wohl niemand ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Bekenntnis eines Mittelständlers: „Wir werden von den Banken regelrecht abgezockt“ (faz.net)
Eine Farce: ''USA sind größte Steueroase der Welt'' (diepresse.com)
Ukrainer sehen schwarz (jungewelt.de)
Ungarns Einzelhandel bricht ein (pesterlloyd.net)
Hotelerie in Südeuropa vor dem Kollaps (dmm.travel)

Silber als Hebel auf Gold (wiwo.de)

Der Zerfall der EU (rohstoff-giganten.de) ... unbedingt lesen!



»Wah(l)krampf. Gehen Sie wählen?«. Und ein nachdenklicher Leserbrief - Der Artikel über die Frage, ob man wählen gehen soll und, falls ja, welche Partei, hat einige Leserreaktionen hervorgerufen. Daher soll an dieser Stelle auf einige wenige Punkte nochmals kurz eingegangen werden. Zudem möchte ich einen Leserbrief vorstellen, der von anderen Medien bisher stillschweigend ignoriert wurde und ebenfalls zum Nachdenken anregen soll. (kopp-verlag.de)

Verdi-Chef Bsirske: Es wird eine Insolvenzwelle geben - Nach Einschätzung von Frank Bsirske, Vorsitzender der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, ist die Wirtschaftskrise in breiten Teilen der Bevölkerung noch immer nicht richtig angekommen. "Die Tiefe der Zäsur haben die Menschen noch nicht vollzogen. Die Stimmung ist besser als die Lage", sagte Bsirske dem "Tagesspiegel". (focus.de)

Robertson: USA vor Armageddon - Investor Legende Julian Robertson: USA könnte Armageddon drohen, wenn China und Japan keine Bonds mehr kaufen. Inflation als größte Gefahr für die USA. Diese könnte eine direkte Folge eines Kaufstopps von US-Schulden sein. (mmnews.de)

G-20-Pläne treffen Österreichs Banken hart - Mehr als 20 Milliarden Euro an Ergänzungskapital schlummern in den heimischen Bankbilanzen. Die Mittel sollen mit der Reform der Finanzregeln aus der Kapitalquote herausfallen. (derstandard.at)

„Es gibt keine vertrauenswürdige Währung“ - Der Finanzmarktstratege Philipp Vorndran warnt vor hoher Inflation und vor weltweit steigenden Steuern. Er rechnet mit einer Inflation von vier bis sechs Prozent. (diepresse.com)

US-Auftragseingänge wieder schwach - Die US-Industrieauftragseingänge sind laut den heutigen Daten des Census Bureaus im August 2009 rückläufig. Sie sanken im Vergleich zum Vormonat um saisonbereinigte -2,4% und um -20,2% im Vergleich zum Vorjahresmonat auf ein Volumen von 164,442 Mrd. Dollar. Zum Vormonat handelt es sich - etwas "überraschend" - um den stärksten Rückgang seit Januar. Selbst Cash for Clunkers konnte nur zu einem 0,4%-igen Anstieg der Orders bei Autos- und Zubehörteilen führen. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Zentralbanken pumpen Milliarden in den Markt - Die Zentralbanken der USA, Grossbritanniens, Japans, der Schweiz und der Euro-Zone versorgen die Finanzmärtke weiterhin koordiniert mit US-Dollar. Die ursprünglich Ende Oktober auslaufenden Abkommen der Notenbanken werden bis Ende Januar 2010 verlängert. (cash.ch)



Leserzusendung auf hartgeld.com - Merkelwitz: Angela Merkel trifft im Himmel auf Petrus. Hey Angie, du kannst einen Tag lang die Hölle und einen Tag dir das Paradies ansehen. Dann kannst du wählen, wohin du willst. Also, sie fahren in die Hölle. Dort sind alle Ihre Freundinnen und Freunde, spielen Golf, sitzen am Schwimmbad, im Restaurant, man hört Musik, auch der Teufel spielt mit Karten und abends Tanz, man amüsiert sich köstlich. Am nächsten Tag im Paradies. Alle sitzen auf weißen Wolken, lachen hören Musik und sind fröhlich. Tags darauf fragt Gabriel, also wohin möchtest du? Angela Merkel sagt: .... obwohl es im Paradies sehr schön ist, fällt meine Wahl doch auf die Hölle. Wusch, ist sie dort. Steht in der Wüste, verdammt heiß, Ihre Freundinnen und Freunde sammeln im Angesicht ihre Schweißes Mist. Da kommt Satan und gibt ihr einen Beutel zum Mistsammeln. Angela Merkel fragt: ?Wo ist das Schwimmbad, Tennisplatz, Restaurant die Musik ?? Darauf antwortet Satan! Angie, altes Haus, gestern war vor der Wahl - heute ist nach der Wahl.

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1 Kommentar:

Thomas hat gesagt…

http://img3.imageshack.us/img3/3973/wahlzettel02.jpg

Lasst euch von dem Briefwahlzettel heute inspirieren. Vote for liberty! Die Verbrecher müssen angeklagt und verurteilt werden.