Montag, 24. August 2009

Aufschwungslügen

Die Aufschwungslügen werden immer dreister und offensichtlicher. Egal ob sich die deutsche Bundeskanzlerin Merkel oder der österreichische Nationalbank Gouverneur Nowotny zu Wort melden. Wer glaubt ihnen denn noch? Auch wenn alle Medien diese Meldungen bringen ...

Die Realität sieht ein "klein wenig" anders aus, aber der Manipulation ist Tür und Tor geöffnet. Sehen wir uns an, was uns in den nächsten Wochen, im Speziellen nach der deutschen Bundestagswahl erwartet:

Konzerne, wie zB. Siemens, wurden von der Kanzlerin persönlich gebeten, geplante Entlassungen erst nach der Wahl durchzuführen. Im Besonderen ist, trotz Abwrack- und Verschrottungsprämie die Auto- und Autozulieferbranche betroffen. Aber auch das Transportgewerbe und die Industrie.

Der Baltic Dry Index fällt nach einer leichten Erholung im 2. Quartal wieder enorm. Der interkontinentale Warenverkehr ist auf ein Minimum reduziert und wird weiter besorgniserregend abnehmen.

Die Gewerkschaft der deutschen Polizei warnt vor rigorosen Sparmassnahmen und damit vor enormen Sicherheitsrisiken in Deutschland. Nein, nein, nicht vor irgendwelchen Terroristen, sondern vor Unruhen und Aufständen eines zornigen deutschen Volkes.

Der Sozialstaat dürfte weitgehend Geschichte sein. Durch die exorbitante Staatsverschuldung und sinkenden Steuereinnahmen muss zuerst im Bereich Kultur und Bildung, dann im Sozialsystem kräftig auf die Bremse getreten werden. Steigende Kosten werden versucht über den Steuerzahler kompensiert zu werden. Das heisst, Sozialversicherungen und Pensionszahlungen werden empfindlich angehoben.

Viele Kommunen sind defacto schon pleite, noch mehr stehen kurz davor. Hier kommt ein enormes Problem auf uns zu, wobei es keine, ich wiederhole, keine Lösungen gibt! Die Kommunalsteuern brechen ein. Selbst bisher gut kapitalisierte Gemeinden haben schon Probleme das Budget für nächstes Jahr zu erstellen.

Die Börsen hatten seit März eine fast unverständliche Rallye hingelegt. Nur, die Börsenkurse stimmen nicht mit der Realwirtschaft überein. Eine Konsolidierung wird erwartet, ein Einbruch wahrscheinlich, ein Crash nicht ausgeschlossen.

Den Mittelstand, die Basis der Wirtschaft, versucht man derzeit mit aller Kraft zu vernichten. Banken zocken lieber im Finanzkasino weiter, weil die Erträge offensichtlich höher sind, als im Kreditgeschäft des Mittelstandes. Fazit, der Mittelstand befindet sich in einer Kreditklemme, nur Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalquote haben Zukunftschancen, alle anderen werden den Bach runter gehen.

Osteuropa bricht weitgehend wirtschaftlich zusammen. Staaten wie die Ukraine, Ungarn, das Baltikum und Polen sind schon schwer angeschlagen, die anderen werden fast alle folgen. Die meisten grossen Banken in Europa sind davon betroffen, die Staatsgarantien werden nicht ausreichen.

Von einigen nicht unwesentlichen Persönlichkeiten aus dem Finanzsektor wird ein Crash des US-Dollars vorausgesagt. Das könnte zwar dem Euro nützen, doch wir wissen nicht, wie sehr die Banken in Europa vom Dollar abhängig sind. Vermutet wird, dass auch der Euro mittelfristig mit dem Dollar kollabiert. Und damit auch viele europäische Banken bankrott gehen.

Wie lange kann man noch das Märchen der sicheren Staatsanleihen aufrecht erhalten? Platzt die Staatsanleihen-Blase auch nur eines europäischen oder amerikanischen Staates, ist mit einem Dominoeffekt zu rechnen. Derzeit kaufen die FED und die EZB möglichst alle nicht verkaufbaren Anleihen auf. Wie lange noch?

Mit dem Platzen der Staatsanleihen-Blase wird auch der Rentenmarkt und die Versicherungen in arge Schwierigkeiten kommen, denn diese haben traditionell in Staatsanleihen investiert. Pleiten grosser Versicherungskonzernen sind sicher.

...

Leidtragender ist das Volk! Dieses wird ob der fehlenden Lösungen mehr und mehr ausgequetscht. Volksvermögen wird vernichtet, Steuern erhöht und die Politiker führen sich selbst ad absurdum. Offensichtlich wollen sie uns zum Narren halten, denn der Ernst der Situation muss ihnen wohl schon aufgefallen sein ... oder sie sind einfach nicht qualifiziert für diesen Job.

Freunde, im September und Oktober des Vorjahres waren wir zweimal kurz vor der Kernschmelze des Finanzsystems. Bis heute hat sich trotz Rettungsbillionen und Konjunkturpakete kaum etwas geändert. Nur die Summen sind noch gigantisher geworden. Wer an eine Erholung oder sogar an ein Ende der Krise glaubt, liegt falsch. Dieses Jahr, seit dem Zusammenbruch von Lehman & Brothers, war nur eine Verzögerung dessen, was jetzt mittelfristig eintreten muss: der Zusammenbruch des Finanzsystems. Dieses Wochenende wurden in den USA, wie schon fast üblich, wieder Banken geschlossen. Laut Aussage von Insidern stehen allerdings mehrere hundert Banken in den USA vor dem unmittelbaren Bankrott.

Und wenn in dem vergangenen Jahr keine Lösung zustande gekommen ist, die Finanzmärkte trotz Politikerzusagen nicht reguliert wurden, die Zockerei weiterhin nicht unterbunden wird, Staatsschulden statt abgebaut geradezu explodieren, kann doch keiner im Ernst erwarten, dass die Krise bald vorbei wäre!

Was wir bisher erlebt haben, ist wohl nur die Ouvertüre gewesen! Jetzt bald geht es erst richtig los und es wird ein regelrechtes Feuerwerk! Zusammenbruch des Geldmarktes, Masseninsolvenzen, damit auch Massenentlassungen, Staatsbankrotte, Kollapse der Sozialsysteme ... und ein zorniges, wütendes Volk, das erst zu spät erkannt hat, wie sehr es zum Narren gehalten wurde und für all die Betrügereien und Verbrechen der Eliten zur Kasse gebeten wird. Die anfänglichen Unruhen werden sich wie ein Flächenbrand ausbreiten und ein gewaltiges Chaos anrichten.

Was du dagegen machen kannst? Sorge vor, wenn du es nicht schon getan hast, tausche dein Geld und deine Papirwerte in old und Silber, lege dir ein Krisenlager an und bau ein Notfallsnetzwerk in deiner Umgebung auf.

Hat man schon einen heissen Sommer erwartet, so haben sie, die Eliten, es wieder geschafft, den Kollaps hinauszuzögern. Aber wie schon erwähnt, die Probleme sind noch immer da, es wurden keine Lösungen gefunden, das Hinunterfahren des Systems wurde nicht verhindert, sondern nur verschoben ...



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Schnelles neuerliches Abgleiten in Rezession unwahrscheinlich (derstandard.at)
Kahlschlag kommt nach der Wahl (ftd.de)
Betrug am Wähler (handelsblatt.com)
Gefälschte Wirtschaftsdaten (womblog.de)
Börsen: Fragwürdige Konjunkturprognosen sorgen für Fortsetzung der Sommerrallye (mmnews.de)



Meldungen:



KTM muss mit dem X-Bow in die Garage (derstandard.at)
Leere Kassen beim Mittelstand (kurier.at)
Designer Joop warnt vor Pleitewelle in der Modeindustrie (spiegel.de)
Deutsche Banken in Gefahr (mmnews.de)
Derivaterisiko für Banken steigt (ftd.de)
Polen plant massiven Abbau des Staatsapparats (rian.ru)
Krise macht Finanzinvestoren zu Bittstellern (spiegel.de)
Amerika droht Finanzdesaster (ftd.de)
Präsident Obama im Sinkflug (diepresse.com)
Um 2 Billionen Dollar verrechnet (manager-magazin.de)
Harte Zeiten für Versicherer (binladenspenpal.blogspot.com)
China nimmt Banken an die Kandare (ftd.de)



Trendforscher aus den USA prophezeit Totalzusammenbruch - Gerald Celente und das von ihm gegründete »Trend Research Institute« sind hierzulande wenig bekannt. Hauptsächlich in Randnotizen wird der Amerikaner mit seinen Vorhersagen zu Trends und Zukunft unserer Gesellschaft erwähnt, meist unter dem Etikett eines Schwarzmalers der Zukunft unserer doch bald wieder guten Zeiten. Die Vorhersagen dieses Instituts sind jedoch von beängstigender Präzision: der Börsencrash 1987, der Zusammenbruch der Sowjetunion 1990, die Asienkrise 1997, das Platzen der Internetblase 2000, der Verlauf des Irak-Kriegs und auch den Abstieg des Immobilienmarktes 2005 mit der folgenden Rezession – all diese Ereignisse hatte der US-amerikanische Trendforscher frühzeitig und mit zielgenauer Treffsicherheit vorhergesagt. (info.kopp-verlag.de)

Die 81. US-Bankenpleite in 2009! - In Folge der Immobilien-, Kredit-, Finanz- und Wirtschaftskrise sind in den USA seit Ende 2006 insgesamt 355 Mortgage Lender, Hypothekenspezialbanken, Pleite gegangen! Nicht nur Hypothekenvermittler, auch die Home Builder, 82 große Bauunternehmen, haben die platzende Immobilienblase seit 2006 nicht überlebt. Im gleichen Zeitraum sind insgesamt 109 bei der Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) versicherte Banken Pleite gegangen. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

US-Zombie-Banken - Wieder vier US-Banken pleite : Tag der Abrechnung rückt näher. Dieses Jahr bisher 81 Bankzusammenbrüche in den USA. Dem US-Einlagensicherungsfonds geht das Geld aus. / Offiziell rund 300 US-Banken gefährdet. Doch Insider sprechen von 2000 US-Banken, die praktisch pleite sind. Das sind die sogenannten "Zombie-Banken". (mmnews.de)

Die Banker feiern wieder auf Kosten des Staates - Während die Welt unter den Folgen der Krise leidet, wird in den Bankmetropolen wieder gefeiert. Mit Staatsgeldern bekommen viele Banker Boni in Millionenhöhe ausgezahlt und die Finanzmarktjongleure sehen darin kein Problem. Der Staat schaut hilflos zu, unter den Bürgern macht sich Fassungslosigkeit breit. (welt.de)

Im Strom der Krise - Keine Aufträge, keine Arbeit, kein Strom: Auf den Bildschirmen der EnBW-Energiehändler lassen sich exemplarisch die Auswirkungen der Krise ablesen. (sueddeutsche.de)

Ein Prinz hilft durch die Krise - Reader´s Digest kämpft um Alles oder Nichts. Nachdem die Banken Kredite von insgesamt 2,2 Mrd. Dollar gekündigt haben, muss der amerikanische Mutterkonzern Reader's Digest Association Insolvenz anmelden. Eine Ikone der amerikanischen Verlagslandschaft steht vor dem Aus. (handelsblatt.com)

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