Montag, 13. Juli 2009

Zweckoptimismus, Aufschwungslügen und Realitätsverweigerer

Zur Zeit sind wird in einer äusserst gefährlichen Phase. Durch das permanente Schönreden, die immer penetranter werdenden Aufschwungsprognosen und den fatalen Zweckoptimismus wird uns ein verzerrtes Bild der Realität geboten.

Vieles ist leider Alltag geworden und wird von uns nur mehr nebenbei wahrgenommen. So schaffen es bankrotte, amerikanische Banken kaum noch in die Medien. Zweckoptimistische Meldungen nehmen Überhand. Der Aktienmarkt legte in den letzten 3 Monaten eine enorme Performance hin, stimmt allerdings mit den realen Wirtschaftsdaten nicht überein. In einigen Ländern, die in den letzten Monaten exorbitate und fast historische Einbrüche verzeichnen mussten, verlangsamte sich der Abwärtsstrudel.

Es ist Sommer und die meisten sind schon in Urlaubsstimmung ... auch wenn diesmal Balkonien als Urlaubsort herhalten muss. Ein Bekannter hatte angesichts der extremen Lage Ende 2008 begonnen ein Krisenlager aufzubauen. Er wollte es schaffen zumindest 3 Monate unabhängig zu sein. Ausser die Pakerlsuppen und einige Konserven ist alles aufgebraucht, denn er ist der Meinung, das Ärgste sei überstanden! Eine Bekannte tauschte einige Unzen an Goldmünzen ein um sich ein neues, viel grösseres Auto zu kaufen. Denn in ihrer Firma, ein grosses Versicherungsunternehmen, "sagt man" es würde nichts gravierendes mehr passieren, wie so oft gehört, das Ärgste ist vorbei ...

Dieser Fatal-Optimismus steckt die Leute an, denn positive Aussichten nehmen sie viel schneller auf ... bei anderen schläft die Sensibilität ein, die Krise ist Alltag geworden und es sind wieder andere Dinge wichtig.

Die Realität sieht anders aus und die Explosivität steigt täglich, der Systemcrash wird immer wahrscheinlicher. Deshalb darf ich nicht aufhören zu warnen, denn dieser wird nicht schleichend kommen, sondern über Nacht! Niemand wird ihn ankündigen oder noch schnell auffordern Gled abzuheben oder einzukaufen. Irgendwann am Morgen geht dann einfach nichts mehr! Ob dieser Morgen nächste Woche, nächstes Monat oder irgendwann im Herbst sein wird, kann noch niemand sagen. Das heisst, wir müssen unsere Sensibilität schärfen und uns noch eingehender informieren ... denn an den Vorgängen ist doch einiges erahnbar und vorhersehbar.

Was steht demnächst an, das eine hohe Explosivität aufweist und das globale Finanz- und Wirtschaftssystem zusammenbrechen lassen kann? ... trotz allem Zweckoptimismus, Aufschwungslügen und Realitätsverweigerer!

Enorm unter Druck steht der Aktienmarkt. Aus Amerika wurden zwei besorgniserregende Tatsachen bekannt: Viele Aktien-Insider verkaufen in Rekordhöhe und steigen aus. Das ist ein Zeichen, dass durch die Buchhaltungstricks der Banken und einem verlogenen Medienrummel ein falsches Bild der Wirtschaftslage gezeichnet wurde und immer mehr das wahre Ausmass der Situation erkennen. Es fehlt nur der sprichwörtliche Funken, der die Lunte zündet und plötzlich kommt es zu einer Massenflucht aus den Aktien. Zusätzlich verschärft wird die Lage am amerikanischen Aktienmarkt, weil bekannt wurde, dass ein ehemaliger Chefhändler von Goldman Sachs ein geheimes Computerprogramm estohlen hat, mit dem man die Märkte manipulieren kann! Der nächste Crash kommt sicher und sicher bald! Doch durch diese "Sucker Rallye" oder auch "Idioten Rallye" bedingt, zocken viele Finanzhäuser weiter, so als wäre diese existenzbedrohliche Krise nur ein vorübergehendes Kriserl. Auch europäische Banken versuchen wieder "grosses Geld" zu machen, Kreditvergaben sind auf Grund der instabilen Wirtschaftslage unsicher und werfen zu wenig ab.

Dadurch schlittern wir in eine Kreditklemme, die vielen Unternehmen die wirtschaftliche Basis abwürgt. Neben Produktionsrückgängen, felenden Aufträgen kann ein Liquiditätsengpass für viele das Aus bedeuten. Grössere Insolvenzen und Massenentlassungen sind zu erwarten.

Die amerikanischen Banken stehen lange nicht so gut da, wie der Banken-Stresstest aufgezeigt hat, auch nicht so gut wie die Bankentitel derzeit an den Märkten performen. Insider gehen davon aus, wenn die neue Bilanzierungstechnik nicht mehr greift, denn irgendwann werden alle Wertpapiere fällig, dann kommt heraus, was hinter vorgehaltener Hand erzählt wird - fast jedes amerikanische Bank- und Finanzhaus ist de facto insolvent ... bankrott, pleite! Dass die amerikanischen Banken fast alle grösseren Banken dieser Welt mit in den Abgrund reissen, ist ein offenes Geheimnis. Auch wenn diese Tatsache ständig dementiert wird!

Nun ist auch eine Staatsanleihen-Auktion der Chinesen geflopt! Interessant deswegen, weil die chinesischen Papiere doch als die sichersten gelten! Der Staatsanleihenmarkt gleicht einer Kaugummiblase kurz vor dem Platzen. Auch hier fehlt nicht viel und es gibt ein mörderisches Beben! Besonders skurril ist die Tatsache, dass die USA ihre Staatsanleihen selbst bzw. über die FED kauft. Das heisst, sie geben sich selbst Kredit! Das kann nur über eine enorme Geldmengenerweiterung ablaufen.

Osteuropa hat sich auch noch nicht entspannt. Immer mehr Staaten müssen ihre eigentliche Pleite eingestehen und neben Ungarn, Lettland, Rumänien und Bulgarien reihen sich auch die Ex-Yugoländer Serbien, Bosnien und Kroatien in die Reihe ein. Ohne IWF und EU läuft nichts mehr! Im Laufe des Sommers und Herbstes werden noch einige dazukommen.

Vielsagend war auch die ominöse Auffindung von Wertpapieren in der Höhe von rund 135 Milliarden Dollar, die zwei Japaner in Italien im Doppelbodenkoffer bei sich hatten und offensichtlich in die Schweiz transportieren wollten. Nach anfänglichen Meldungen, die Papiere wären Fälschungen gewesen, stellte sich heraus, die beiden Japaner sind im japanischen Finanzministerium angestellt und wollten offenbar die nicht gefälschten, amerikanischen Bonds in der Schweiz belehnen oder verkaufen. Auch Japan will raus aus dem Dollar!

Doch die stärkste finanzielle Massenvernichtungswaffe sind die noch offenen CDS (Credit Default Swaps) in der Höhe von unglaublichen 850 Billionen US-Dollar ... das entspricht ungefähr dem 17fachen Bruttosozialprodukt weltweit! Keine Chance, das auch nur annähernd einlösen zu können ... soviel Geld kann auch nicht neu erschaffen werden. Da gibt´s einen weltweiten Rumps, wenn die CDS hochgehen! Aber wahrscheinlich kracht´s schon früher.

Freunde, den "Point of no return" haben wir schon lange überschritten. Die amerikanische Regierung steuert offensichtlich und bewusst in einen Crash, um sich mit einer Währungsreform zu entschulden. Das bedeutet, dass der finale Systemzusammenbruch keine absurde Verschwörungstheorie oder Vorstellungen realitätsfremder Pessimisten, sondern realer und wahrscheinlicher ist, als viele von uns ahnen. Der letzte Akt hat bereits begonnen, das Grande Finale ist der dröhnende Abschluss, wenn alles mit Pauken und Trompeten zusammenbricht ... wie alle grossen, dekadenten und imperialistischen Reiche der Geschichte. Wohlstand für Alle auf Pump war bloss eine nicht realisierbare Vision infantiler Tageträumer die in ihrer Gier nach immer noch mehr Profit uns alle betrogen und belogen haben! Aber das Schlimmste daran ist, dass wir ihnen geglaubt haben!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)





Osteuropabank-Chef: Krise ist noch nicht vorbei (mmnews.de)
Mehrheit der Konzerne kämpft ums Überleben (welt.de)



Steht der amerikanische Aktienmarkt erneut vor einem Crash? Seit Anfang diesen Jahres erlebt der amerikanische Aktienmarkt seinen stärksten Anstieg seit 1938. Begünstigt wird diese Entwicklung durch kaum bemerkte Änderungen der Buchhalttungsrichtlinien für Banken, massive Buchhaltungstricks der Banken, und das Ganze unterstützt und begünstigt durch einen verlogenen Medienrummel wirtschaftspolitischer Sprecher der Regierung Obama. Aktienmarkt-Insider verkaufen in Rekordhöhe und steigen aus. Das ist ein Anzeichen, dass es sich hier in Wirklichkeit um eine der größten weltweiten »sucker’s rallies« (ein nur kurzfristiger Anstieg innerhalb eines anhaltenden, übergeordneten Abwärtstrends) handelt. Die nächste Krise steht kurz bevor und sie wird heftig ausfallen. (kopp-verlag.de)

Panik beim Plunge Protection Team - Ein ehemaliger Chefhändler von Goldman Sachs hat angeblich ein Geheim-Programm gestohlen, mit dem man die Märkte manipulieren kann. Staatsanwalt: Sicherheitsrisiko für die amerikanischen Finanzmärkte. (mmnews.de)

Geheimcode - einfach geklaut - Panik bei Goldman Sachs: Ein ranghoher Spezialist der Investmentbank hat offenbar einen wichtigen Code gestohlen - und eine Kopie in Deutschland deponiert. Noch fehlt jede Spur. (suedeutsche.de)

Ist der totale wirtschaftliche Kollaps das geheime Ziel der US-Regierung? Der republikanische Abgeordnete des US-Kongresses, Ron Paul, forderte den US-Präsidenten und den Kongress mit einer provozierenden Aussage heraus. In seiner wöchentlichen Ansprache vom 22. Juni sagte er: »Wenn man verfolgt, auf welche Weise sie finanzielle Ausgaben tätigen, scheint der wirtschaftliche Kollaps das Ziel des Kongresses und der Verwaltung zu sein.« Er fügte hinzu, dass die Demokraten, die für Obamas Finanzierungsantrag für weitere militärische Aktionen stimmten, in Wahrheit für den Krieg stimmten, nicht nur für die Bewilligung seines Programms. Durch diese Zustimmung des Kongresses fließen nun weitere 106 Milliarden US-Dollar in militärische Aktionen in Afghanistan und im Irak. Ron Paul nannte dies einen Affront gegen jeden, der glaube, für Obama zu stimmen bedeute, für einen Friedenskandidaten zu stimmen. Außerdem bedeute der Kredit über weitere 108 Milliarden US-Dollar, die der Präsident dem IWF für Kredite an die armen Länder der Welt zur Verfügung zu stellen wolle, »globale Unterdrückung zu erkaufen«. (kopp-verlag.de)



Meldungen:



AUA: Der fliegende Größenwahn (diepresse.com)
Wenn das Gold redet, schweigt die Welt (ariva.de)
US-Firmen zahlen Schulden mit Schulden (ftd.de)
US-Exporte mit -21,3% im Mai (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Chinas Exporte mit -21,4% im Juni (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
Deutsche Exporte mit -24,5% im Mai (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
G8 Gelaber (mmnews.de)
Der Rubel schmiert weiter ab (heise.de)
Der Orient wird für Banken zum Alptraum (handelsblatt.com)
Obdachlosigkeit in den USA (spiegel.de)



Die Bubble-Maschinerie läuft wieder an - Für Finanzjongleure ist nach der Krise vor der Krise. Krise? Rien ne va plus auf den Finanzmärkten? Von wegen. Die ehemaligen Investmentbanken drehen wieder auf, die Aufsichtsbehörden kommen mit der Regulierung nicht hinterher. Inzwischen bilden sich auch schon die nächsten Blasen. (derstandard.at)

Wenig Geld für giftige Papiere - Von dem 1000 Mrd. Dollar Paket zum Kauf giftiger Wertpapiere (PPIP) lässt US-Finanzminister Geithner nur ein 20 Mrd. Dollar Päckchen übrig. Vier Monate nach dem Vorschlag, US-Banken ihre toxischen Wertpapiere abzukaufen, wurde das Programm auf ein Minimum reduziert. (derstandard.at)

Krise könnte Tausenden das Leben kosten - Psychische Belastungen durch Arbeitsplatz-Verlust führen zu einem Anstieg von Herzinfarkten, Suiziden und Tötungsdelikten. (derstandard.at)



Audiodatei:

Wer rettet den Mittelstand in den USA (ard.de)

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Kommentare:

Daniel hat gesagt…

Jaaaa wie wirds wohl weitergehen, das fragen sich viele.
Jedoch schwankt das Vertrauen stark. Vor allem in die US-Wirtschaft.
So habe ich vor kurzem die Mitteilung gelesen, dass ein großer Investor den Dollar meidet, weil er diesen mittelfristig für eher abwertungsgefährdet sieht. Und heute lese ich, dass J.P. Morgan deutsche Aktien bevorzugt.
Sollten die europäischen Märkte als Gewinner aus der Krise gehen?

Welche Märkte rocken in der Zukunft? http://tr.im/s5AJ

www.götzendämmerung.de hat gesagt…

Was mich am meisten beunruhigt ist, dass es zu Ablenkungsmanövern kommen muss. Nicht nur der Unmut auch das Wissen um den alltäglichen Betrug wächst in der Bevölkerung. Sollte das große Finanztier in die Ecke getrieben werden, oder sich selbst dort hin treiben, wird es um sich schlagen, beißen, kratzen. Die in der Folge auftretenden "Nebenkriegsschauplätze" werden uns mehr als alles andere bedrohen.

War die Niederlage der UDSSR in Afghanistan der Anfang vom Untergang des Sozialismus? Wohin führt dann der heutige Krieg am Hindukusch? Reaganomics, Thatcherismus, Hypo Real Estate. Ganz gleich ob diese Entwicklungen nun in eine gewalttätige Bürgerrevolte münden, oder die Verblendung noch ein paar Jahre die Ruhe vortäuscht, die 80er und ihre Kinder stehen in der Verantwortung. Wir standen teilnahmslos am Straßenrand als der Marsch durch die Institutionen an uns vorüberzog und im Verrat Fischers und Schröders seinen unrühmlichen Ausklang fand. Der süßstickige Duft der Bestechung, des Ausverkaufs liegt seither deutlich über dem Land und wer weiß wie lange wir noch Zeit haben unsere Versäumnisse nachzuholen.

Jess Daniels hat gesagt…

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