Montag, 20. Juli 2009

Meine Gedanken zu Krise, Crash & 2012/3

Natürlich stellt sich die wohl wichtigste Frage: "Kann sich der Mensch tatsächlich so grundlegend ändern, dass ein friedvolles, vorurteilsfreies Zusammenleben in Toleranz und gegenseitigen Respekt möglich ist?"

Das ist eine schwer zu beantwortende Frage, aber ich bin optimistisch, dass der Mensch dies schaffen kann und wird. Denn wenn alles rund um uns zusammenbricht, dann kann Neues entstehen ... auch geistiges!

Die Welt wird nie wieder je seine, die sie war! Und alleine die Symbolik 2012 impliziert grosse Umwälzungen und Veränderungen. Aber es ist nicht nur das Umdenken, die Bewusstseinserweiterung jedes Einzelnen von uns notwendig, sondern auch das Umdenken oder Verändern der Eliten. Eliten wird es immer geben, Jede Herde braucht ihre Führer, ihre Hirten. Der Mensch braucht Visionäre und Vordenker, sonst würde es keine Entwicklung geben. Doch die Eliten, machtgierig, feudalistisch und skrupellos profitorientiert, wird es nicht mehr geben. Statt dessen kommt etwas ins Spiel, das bisher eine leere Floskel war, aber dann im Sinne des Wortes angewandt wird: soziale Verantwortung. Die ja, wie wir wissen, beim Shareholder Value-Prinzip nicht angewandt werden kann. Das System sieht bis heute soziale Verantwortung nicht vor! ... obwohl viele Manager und Politiker sich gerne damit schmücken, sie zu tragen.

Wenn der Mensch eine geistige Revolution durchmachen wird, wenn althergebrachte Denkmuster umgestossen werden, muss es Gründe dafür geben. Ich denke, dass der Zusammenbruch der Systeme nicht genug ist, dass der Mensch und die Eliten sich grundlegend verändern. Denn sonst wäre dies nach den beiden Weltkriegen schon passiert.

Wenn mächtige Staaten mit dem Rücken zur Wand stehen, kann es sein, dass, wie die Geschichte es schon geschrieben hat, einen oder mehrere Kriege beginnt. Kein schöner Gedanke, wenn man weiss, welches Waffenpotential sich manche Staaten aufgebaut haben. Und bisher sind Waffen, die gebaut wurden, schlussendlich auch immer zum Einsatz gekommen. Es gibt einige Krisenherde, wo ein Krieg wahrscheinlich ist. Ob dies regional beschränkt bleibt oder auf andere Staaten übergreift, bleibt dahin gestellt und ist reine Spekulation. Auch möglich, dass bestehende Konflikte ausarten.

Krieg zu führen ist einserseits eine Ablenkungsaktion, ablenken von anderen Dingen, wie ein offensichtlicher Staatsbankrott und Währungskollaps. Andererseits haben an allen Kriegen die Eliten mehr verdient, als in Friedenszeiten. Wird es das letzte Aufbäumen eines sterbenden Monsters sein? Und uns letztmalig vor Augen führen, wie brutal, menschenverachtend, skrupellos, egoistisch und pervers der Homo Sapiens sein kann.

Ob es im Zuge der globalen Umwälzungen auch zu Naturkatastrophen kommen wird, gibt Anlass zu Spekulationen. Wilde Szenarien werden entworfen, darunter auch ein sogenannter Polsprung (mehr über einen möglichen Polsprung bei Siegfried Trebuch). Auszuschliessen kann man grössere Naturkatastrophen natürlich nicht, die Wahrscheinlichkeit ist wie gesagt spekulativ, aber wenn man bedenkt, dass es sich bei diesen Vorgängen, die wir als die grössten Veränderungen der Menschheitsgeschichte durchleben müssen, dies auch als Reinigungsprozess und Abladen allen Ballasts sehen, sollte man auch diese Szenarien als möglich ansehen.

Schlussendlich werden, aus welchem Grund auch immer, nur ein Teil der Menschheit überleben. Damit haben sich viele Probleme, die die Überbevölkerung mit sich bringt, gelöst. Nun darfst du mir nicht Pessimismus oder Fatalismus vorwerfen, mein Freund. Ich bewege mich auf sehr dünnem Eis, das ist mir bewusst. Aber ich bin ein unverbesserlicher Optimist, weil ich an die positiven Seiten dieser Umwälzungen und Entwicklungen glaube. Die Menschheit muss sich aus der Abhängigkeit einiger Weniger befreien. Das Wort Freiheit darf nicht mehr nur Makulatur sein, sondern der Mensch muss endlich frei werden ... frei und unabhängig!

Ich glaube nicht, dass durch Krieg oder Naturkatastrophen wir in die Steinzeit zurückgeworfen werden. Das Geistige, auch das Wissen, kann nicht so einfach gelöscht werden, auch wenn man den Reset-Knopf drückt und alles neu starten muss. Ich glaube auch, dass durch diese geistige Entwicklung ein unglaublich grosses Potential frei wird, um wirklich Neues zu schaffen. Nicht nur neue Strukturen und Systeme, sondern neue Techniken, neue Formen der Energienutzung, etc.

Damit erteile ich den Verschwörungstheorien eine Absage, die beschwören, die Krise und der anschliessende Crash sind von den Eliten geplant worden, um danach die Eine-Welt-Regierung und die Eine-Welt-Währung durchzusetzen und die absolute Macht zu übernehmen. Der Systemzusammenbruch ist nur ein Teil der Umwälzungen, allerdings ein wichtiger Teil, den wir durchleben müssen, um daraus zu lernen. Vieles andere aber, liegt nicht im Einfluss- oder Kontrollbereich der Eliten.

Morgen: der 4. und letzte Teil.



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Wüstenrot tief in den roten Zahlen
(derstandard.at)
USA: 57. Bank-Bankrott 2009 (mmnews.de)
Die Gestrauchelten vom Silicon Valley (handelsblatt.com)
CIT: Experten erwarten keinen System-Kollaps (handelsblatt.com)
Obamas $787 Mrd-Konjunkturpaket wird lt. Experten Wirkungen verfehlen (boerse-go.de)
Gold Run: Schweizer Banken platzen aus allen Nähten (mmnews.de)



Bundesfinanzierungsagentur borgte sogar "Spielgeld" aus - Der Kassenstand, der eigentlich die Zahlungsfähigkeit des Bundes aufrecht erhalten soll, wurde durch Anleihen erhöht und ebenfalls zum Teil in riskante Spekulationen gesteckt. (diepresse.com)

Ratingnoten stürzen in den Keller - So steil nach unten wie in den vergangenen Monaten ging es in der Geschichte der Ratingagenturen noch nie: Die Zuspitzung der weltweiten Wirtschaftskrise hat zu einer rasanten Verschlechterung der Ratingnoten geführt. (ftd.de)

Die trübe Wahrheit über die Banken - Die Banken sind zurück: Goldman Sachs, JP Morgan, Bank of America und Citigroup erzielen Milliardengewinne. Ist alles wieder gut? Nein, nach wie vor sind die Probleme gewaltig - und sie werden wohl noch wachsen. (ftd.de)

Der Staat wird immer mächtiger - Die aus dem Ruder laufenden Finanzmärkte und das kollabierende Bankensystem haben staatliche Rettungsaktionen notwendig gemacht. Doch vieles deutet darauf hin, dass Politik und Staat nicht nur kurzfristig als Retter eines in Not geratenen Finanzsektors auftreten – sondern sich auf Dauer in der Wirtschaft einnisten wollen. (wiwo.de)

Die Krise zwingt zu ungewöhnlichen Allianzen - Je weiter am Anfang der Lieferkette eine Firma steht, umso stärker wirkt sich der Nachfrageeinbruch aus. Kollabiert ein einzelnes Unternehmen, können die ganze Zulieferer in Existenznot geraten. Die Wirtschaftskrise zwingt deshalb zu ungewöhnlichen Allianzen. (handelsblatt.com)

Mieser US-Arbeitsmarkt - Entspannung in Sicht? - Das Bureau of Labor Satistics (BLS) veröffentlichte heute den Bericht über die Daten der Arbeitslosigkeit in den einzelnen 48 US-Bundesstaaten, inkl. dem District of Columbia und den Großraumregionen (Regional and State Employment and Unemployment (Monthly)) für den Monat Juni 2009. Im Juni erreichen mittlerweile 15 US-Bundesstaaten inkl. des District Of Columbia eine Arbeitslosenrate von über 10%! Immerhin 8 US-Bundesstaaten markieren im Juni 2009 die höchsten Arbeitslosenraten, seit Beginn der Datenerhebungen bei den Bundesstaaten im Jahr 1976! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Hillary Clinton gibt zu – der CFR bestimmt die US-Aussenpolitik - Die US-Aussenministerin Hillary Clinton hat anlässlich einer aussenpolitischen Ansprache im Hauptquartier der Council on Foreign Relations (CFR) am 15. Juli 2009 in Washington zugegeben, die US-Aussenpolitik wird von der CFR bestimmt und sie bekommt ihre Befehle von dort. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Bad Ships - Reeder wollen Bad Bank für Schiffe - Bad Bank für Schiffe soll als Auffanggesellschaft bis zu 500 Frachter mieten. Wie bei Bad Banks der Finanzbranche soll die Gesellschaft die Reeder von Verlustbringern befreien und den ruinösen Preisverfall der Schiffsmieten stoppen. (mmnews.de)

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Kommentare:

navigatorc hat gesagt…

Vergiss es einfach die werden sich nie ändern:

Nur eine Meldung unter vielen ähnlichen ...

Folter wird zum “Normalfall” oder: Zurück ins Mittelalter
Dr. Alexander von Paleske - Im Jahre 1641 wurde die Folter in Grossbritannien mit dem „Habeas Corpus Akt“ abgeschafft.
Nun ist sie in die sogenannte freie Welt zurückgekehrt, in der Form der direkten Folter, siehe Guantanamo, noch häufiger aber in der Form der Stellvertreterfolter: Man lässt foltern, nachdem Gefangene in Länder verbracht wurden, für deren Regierungen Demokratie ein Fremdwort, für die Menschenrechte keine Relevanz haben, und die Unterdrückung der Opposition Tagesgeschäft ist.

http://oraclesyndicate.twoday.net/stories/5832934/

NavigatorC

www.götzendämmerung.de hat gesagt…

Ich erlaube mir auch hier folgenden Hinweis
Bankenwesen – Trennung in Investment- und Geschäftsbanken
http://tinyurl.com/bankenwesen