Dienstag, 28. Juli 2009

Der Tag X

Dieser kommt für alle überraschend! An irgend einem Montagmorgen in nicht allzuferner Zukunft werden wir informiert, dass unser Geld nichts mehr wert ist und ein Währungsschnitt, eine Währungsreform durchgeführt werden müsste. Es werden neue Banknoten ausgegeben, die alten verlieren ihre Gültigkeit. Der Staat bzw. die Staaten entschulden sich auf Kosten des Volkes. Ab diesem Tag, ist nichts mehr, wie es war. Mittelfristig zerfällt die Eurozone, die Regierungen werden erkennen, dass die Währungsreform nicht den gewünschten Effekt gebracht hat, der Euro kollabiert ...

Wann der Tag X kommt? Wahrscheinlich im Herbst. Solange können sie den Kollaps noch hinauszögern. Nach der deutschen Bundestagswahl geht es wahrscheinlich zur Sache. Aber wie schon oftmals erwähnt, mit Prognosen und Voraussagungen ist das so eine verflixte Sache, denn alle Wahrheiten und Fakten kennen wir leider nicht. Das meiste wird erst viel, viel später bekannt werden ... dann, wenn die Verantwortlichen schon lange ihre Bühnen verlassen haben!

Wie wird diese Währungsreform uns treffen, uns das Volk? Zunächst wird unser Geld, damit auch unsere Spar- und Kontenguthaben um jenen Faktor reduziert, der festgelegt wird. Wie hoch dieser sein wird, kann man nicht sagen. Es können 100:40 sein, oder auch 100:10. Das heisst, für 100 alte Euros, bekomme ich entweder 40 bzw. 10 neue Euros - der Wert des Geldes verringert sich um den Faktor 2,5 oder 10.

Damit versucht der Staat sich zu entschulden, denn die Schulden sind plötzlich ebenfalls um jenen Faktor reduziert. Was dabei aber tatsächlich passiert, kann den Staaten mittelfristig den Kopf kosten. Die Gläubiger, die bisher an die Sicherheit staatlicher Schulden geglaubt haben und in Staatsanleihen investierten, werden ein enormes Vermögen verlieren. Das Vertrauen in die Staaten ist somit weg. Der Staat kann keine Staatsanleihen mehr auflegen, weil plötzlich keine Käufer mehr vorhanden sind. Das heisst, der Staat muss mit seinem Budget auskommen, das ihm durch direkte Einnahmen zur Verfügung steht - den Steuerzahlungen.

Nun wird aber, wenn sich das Rad weiter dreht, nicht nur sehr viel an Geldwerten vernichtet, es wird auch ein neues Bewusstsein in den Köpfen der Menschen entwickelt. Gekauft wird nur mehr was notwendig ist, weil plötzlich ein Umdenken einsetzt und allen Luxus und Ballast ignoriert. Die Folge davon: die Wirtschaft bricht ein, Insolvenzen und Massenentlassungen sind zu erwarten, damit brechen auch die Steuerzahlungen ein. Der Staat verdient immer weniger.

Zuerst werden alle Kultur- und Sozialzahlungen eingestellt, danach geht es den Beamten an den Kragen: Entlassungen und Lohnkürzungen werden kommen. Renten können ebenfalls nur stark gekürzt oder überhaupt nicht mehr ausbezahlt werden. Das System beginnt zu Stottern.

Spätestens dann werden die ersten Staaten versuchen, aus dem Euroverbund auszusteigen, ihre eigene Währung wieder einführen und der Euro kollabiert vollends. Was bleibt, wird Chaos, Armut, Hunger und Gesetzlosigkeit sein ... in einigen Staaten stärker, in anderen wieder nicht so brutal.

Das Leben geht aber weiter ... doch wie?



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:



Stronach erhöht Einsatz im Poker um Opel (kurier.at)
EADS-Gewinn bricht ein (spiegel.de)
Die Mutter aller Blasen (heise.de)
US-Aktien in Fahrt: Turbulente Reise mit hohem Risiko (diepresse.com)
Die Zweifel an Obamas Programm wachsen (wiwo.de)
Fed muss Zinsen voraussichtlich bald erhöhen (derstandard.at)
Gesunde Schale, kranker Kern? Bleiben sie wachsam! (finanzen.coart.de)
Obama bietet China engere Wirtschaftsbeziehungen an (reuters.com)
China: Wachstum überrascht (derstandard.at)



Wie Banken ihre Bilanzen frisieren - Jedem der gelernt hat wie eine Buchhaltung geführt werden muss und wie man korrekt bilanziert, müssen die Haare zu Berge stehen. Die Banken in Deutschland bzw. in der ganzen EU dürfen ihre Anlagen bewerten wie sie wollen, immer zu ihrem Vorteil, und das vom Staat genehmigt. Keine andere Branche darf das so machen. Ausserdem gibt es zwei Bilanzen, eine die veröffentlicht wird und geschönt ist, und eine für die Steuer, damit wenig oder gar keine bezahlt werden muss. Der totale Beschiss, ... (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Mit Milliardengewinn durch die Krise - "Günstige Bedingungen genutzt": Trotz weltweiter Wirtschaftskrise kann Deutsche-Bank-Chef Ackermann Milliardengewinne verkünden. Profitiert hat der Branchenprimus einmal mehr vom Investment-Banking. (n24.de)

Großbritanniens Schulden explodieren - Die britische Staatsverschuldung läuft immer weiter aus dem Ruder. Im Juni wuchs der Schuldenberg auf den neuen Rekordstand von 799 Mrd. Pfund. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1974 und entspricht rund 57 Prozent der Wirtschaftsleistung der Insel. (handelsblatt.com)

UK-eine Bubbleökonomie - Die vom Finanzsektor dominierte Wirtschaft in Großbritannien ist auch im 2. Quartal 2009 weiter schwer angeschlagen. Das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller erwirtschafteten Waren, Güter und Dienstleistungen, schrumpfte in der vorläufigen Schätzung des britischen Office National Statistics (ONS) vom letzten Freitag um -0,8% zum Vorquartal und um -5,6% zum Vorjahresquartal. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Börse: Der Krieg der Computer um Tempo und Milliarden - Durch superschnelle Handelsstrategien ergründen Hochfrequenztrader die Absichten anderer Börsenteilnehmer – und profitieren auf deren Kosten. In den USA sind die umstrittenen Geschäfte bereits ein Politikum. (bernerzeitung.ch)

Israel will Iran notfalls im Alleingang angreifen - Jerusalem bekräftigt während des Besuchs von US-Verteidigungsminister Gates harte Haltung gegenüber Teheran. (sueddeutsche.de)

Mad as hell - Jahrelange Gehirnwäsche durch die Politik in Tateinheit mit den Verblödungs-TV-Medien haben das gesteckte Ziel erreicht: Zu faul, zu blöd und zu angepasst sind Müller, Schmidt und Schulze. Ausschnitt aus dem Film "Network". (mmnews.de)

kostenloser Counter



Keine Kommentare: