Montag, 8. Juni 2009

HOME - ein Film von Yann Arthus-Bertrand

HOME, der seit längerem erwartete Film von Yann Arthus-Bertrand ist nun fertig und läuft gleichzeitig in den Kinos an und auch im Internet auf youtube.com zu sehen.

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ist nur ein Aspekt des egoistischen und selbstzerstörerischen Potential der Menschheit. Ohne die übermässige Gier nach immer mehr und immer schnellerem Profit wäre es nicht zum Einsturz dieses Systems gekommen. Die grenzenlose Unmässigkeit des Menschen und die mehr als kurzfristige Sichtweise mussten irgendwann in einer Katastrophe enden.

Doch das sind nicht die einzigen suiziden Anwandlungen, die die Menschheit aufweist. Innerhalb der letzten hundert Jahren hat sie so ziemlich alles zerstört, was es zu zerstören gibt! Ob der Klimawandel vom Menschen ausgelöst wurde oder nicht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Dass er sich an den sehr begrenzten Ressourcen der Erde bedient, als gäbe es keine Generationen nach ihm, ist die Perversion an sich. Alles haben zu wollen und das möglichst schnell, lassen den Abbau an Bodenschätzen explodieren. Die Erde hat Millionen von Jahren benötigt zu schaffen, was der Mensch in wenigen Jahrzehnten ausbeutet und zerstört!

Der Film zeigt das komplexe und wichtige Zusammenspiel der Natur, dass der Mensch immer tiefer beeinflusst und manipuliert. Er spielt Gott! ... allerdings in einer fatal destruktiven, zerstörerischen Weise, die in einem gigantischen Massensuizid enden kann. Das Schöpferische, Kreative, mit dem sich der Mensch gerne auszeichnet, ist verloren gegangen und das unterscheidet uns Wegwerfmenschen von Gott!

Weitgehend zerstörtes Land, Megastädte mit einer unglaublichen Umweltverschutzung und -zerstörung, unsägliche Armut am Rande einer kleinen, effizienten Leistungs- und Profitgesellschaft, vergiftete Nahrung, leer gefischte Ozeane, gigantischer Energieverbrauch von mehrheitlich fossiler Materialien (diese sind unwiederbringlich weg!!), Kriege mit Waffen die noch hunderte oder tausende Jahre nachwirken (Nuklearwaffen, Uranmunition) und natürlich auch der geistige Müll, der uns kaputt macht.

Welche Unmenschen sind unsere Führer, die nur auf Macht und Profit ausgerichtet sind? Wo ist die viel zitierte geistige Elite, die diesen skrupellosen Machthabern klar macht, dass für unsere Kinder und Kindeskinder nichts mehr übrig bleibt. Wir werden als masslose, dekadente, gierige und kurzsichtige Zivilisation in die Geschichte eingehen. Jene fünf bis zehn Generationen, die aus dem Vollen schöpften und nicht daran dachten, dass nach ihnen auch noch Menschen, unsere Kinder, diese Erde bevölkern werden ...

Politiker sprechen gerne von Verantwortung, im Besonderen von sozialer Verantwortung. Doch das sind leere Worthülsen und bewusste Lügen! Wir wurden eingelullt mit einem Pseudowohlstand der abhängig macht. Nun können wir aus diesem Desaster nicht mehr aussteigen. Ausser ...

... das von uns geschaffene System kollabiert! Nicht nur die Finanz- und Wirtschaftsstrukturen werden zusammenbrechen, sondern auch alle gesellschaftlichen, politischen und religiösen. Wir sind dabei, ALLE Systeme herunter zu fahren. Dass dies ohne wirklich grosse Katastrophen nicht ablaufen kann, muss jedem klar sein. Die exorbitante Überbevölkerung ist auch ein wichtiger Aspekt in diesem apokalyptischen Crash.

Wir werden komplett von vorne beginnen müssen. Das heisst nicht, dass wir wieder in die Steinzeit zurück "gebeamt" werden, aber durch das Überdenken des bisherigen Systems und einer Neuinstallierung eines menschenwürdigen, gesunden und gerechten Systems wird vieles der Vergangenheit angehören, was uns lieb und teuer war. Doch es werden vor allem geistige Kompetenzen und Fähigkeiten gefragt sein um Alternativen zu finden. Im Besonderen am Energie- und Rohstoffsektor. Die Ausbeutung der Erde UND die Ausbeutung der Menschen durch eine relativ kleine Gruppe der Menschheit nur um den Profit und die Macht zu steigern, muss ein Ende haben. Auch die gottähnliche Verehrung und Verherrlichung jener, die massgeblichen Anteil an diesem Desaster haben!

Vieles an Technik, die die Umwelt schont, Ressourcen spart und somit weder der Erde noch dem Menschen schadet, wurde schon entwickelt oder erfunden. Da allerdings herkömmlichen Techniken zu mehr Profit, Macht und Abhängigkeit führten, landeten diese Neuentwicklungen in den versperrten Schubladen und Tresoren von Staaten, Konzernen und Investoren.

Wir sollten uns darauf einstellen, dass es nicht nur einen wirtschaftlichen Zusammenbruch geben wird, sondern auch eine geistige Revolution, die die Grundlage von dem bildet, wie es danach weiter gehen wird. Ob es der Mensch überhaupt schafft, aus dieser globalen Katastrophe wieder heraus zu kommen, weiss niemand. Doch schon jetzt sollten alle mit voller Kraft in diese Richtung arbeiten und nicht mit Milliarden und Abermilliarden zu retten versuchen, was dem Untergang geweiht ist.

Die Welt, die wir nachher aufbauen werden, wird eine komplett andere sein. Und es werden viel weniger Menschen auf dieser Erde leben. Es wird, bleiben wir bei der Computersprache, ein "Aufsetzen eines absolut neuen Systems" sein. Nichts wird dem Alten gleichen. Und das Beste daran ist, der Mensch hat diesen Zusammenbruch, diesen Crash zwar nicht gewollt, weil die Verluste in allen Bereichen gigantisch sein werden, aber doch hat er unbewusst mit allen Kräften diese Entwicklung voran getrieben. So gesehen ist der Crash, der Zusammenbruch aller Systeme der wichtigste Punkt in der weiteren Entwicklung der Menschheit ... unabwendbar, global und katastrophal.

Lieber Freund, nimm dir die Zeit, den Film "HOME" anzusehen! Kleiner Tipp bei youtube.com: Klicke auf HD (High Definition) und auf das kleine Dreieck, dann erscheinen auch deutsche Untertitel! Ich wünsche dir keine gute Unterhaltung, sondern die Erkenntnis, wie wichtig es ist, dass sich ALLES ändert. Denn ohne "Veränderung" aller Systeme, hätten wir Menschen wohl nicht mehr viel Zeit!



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Home - ein Film von Yann Arthus-Bertrand
Home auf YouTube ansehen (bis 14. Juni 2009)

Porträt eines geschundenen Planeten - Der Film "Home" ist ein Appell: Rettet unsere Erde! Die millionenschwere Dokumentation von Yann Arthus-Bertrand startet zeitgleich in Kinos, im TV und gratis im Internet. (zeit.de)







Meldungen:



Island zahlt Mega-Schulden der Banken (kurier.at)
COMEX vor dem Ende? (goldseiten.de)
Airbus erhält weiterhin kaum Aufträge (handelsblatt.com)
Industrie und Handel erwarten zunehmende Arbeitslosigkeit (welt.de)
Autobranche: Zum Leben zu wenig (handelsblatt.com)
Börsen: Rallye auf tönernen Füssen? (mmnews.de)
Russland im Ölfieber: +75%! (mmnews.de)
Rohstahlproduktion bricht ein! (mmnews.de)

Politiker warnen vor einem Schreckensjahr 2010 (welt.de)

Kleines Abc zur Finanzpleite (weltwoche.ch)



Der große Bluff: Opel ist nicht gerettet – General Motors saugt weiter - Wenigstens einmal hat der Wirtschaftsminister etwas gut gemacht: In den Nachtstunden des 29. Mai stellte sich Karl-Theodor zu Guttenberg vor die Presse und verkündete, bleich und mit zitternder Stimme, dass er den angeblichen Rettungsplan für Opel nur widerwillig mitträgt: »Ich habe eine unterschiedliche Risikoeinschätzung als die an den Opel-Verhandlungen beteiligten Kollegen.« Daher konnte er der gefundenen Lösung »bis zuletzt nicht zustimmen«. Trotzdem werde ich sich an deren Umsetzung »verantwortungsvoll beteiligen«. (kopp-verlag.de)

Geithners Vorschlag zur »Reform« der Derivatmärkte stammt von der Wall Street - US-Finanzminister Tim Geithner hat endlich seinen lange erwarteten Vorschlag für eine umfassende »Reform« der unregulierten außerbörslichen Derivatmärkte vorgelegt. Diese OTC-Derivatgeschäfte waren der Hauptgrund für die finanziellen Übergriffe, die zu der jetzigen globalen Krise geführt haben. Geithners »Reform«vorschlag stieß – wen wundert es – bei den großen Wall-Street-Banken auf deutliche Zustimmung. Der Grund? Sie haben diesen Vorschlag verfasst. (kopp-verlag.de)

Wie die Krise US-Familien zu schaffen macht - Tief abgerutscht sind die beiden Familien von Stephanie und Jessica. Sie leben in dem Örtchen Luray in Virginia in einem Motel, einem „Budget Inn“. Nach einem Jahr Krise ist nichts mehr sicher. (handelsblatt.com)

Luftfahrt steht vor beispielloser Krise - Die Zahlen übertreffen die schlimmsten Befürchtungen: Die Luftfahrtbranche hat ihre Jahresprognose drastisch nach unten revidiert und erwartet nun einen Verlust von neun Milliarden Dollar für die Airlines. Eine Region ist von der Krise besonders stark betroffen. (welt.de)

Japans Exporte auch im Mai mit -41% - Heute Morgen meldete das japanische Finanzministerium die Daten zur japanischen Leistungsbilanz für den Monat April. Der Überschuss brach im Vergleich zum Vorjahresmonat um -54% ein. Er fiel auf 630,5 Mrd. Yen (6,39 Mrd. Dollar) nach 1385,9 Mrd. Yen im Vorjahresmonat. Die Handelsbilanz trug im April nur noch mit einem Überschuss von +67,739 Millionen Yen zur positiven Leistungsbilanz bei. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Nach der Krise ist vor der Krise - Magna und die SPD feiern Opels angebliche Rettung. Fiat und die CDU lecken die Wunden. Ob der Autohersteller aber wirklich eine Zukunft hat, ist zweifelhaft. (welt.de)

Brown kämpft auch im Liegen weiter - Er hat binnen weniger Stunden fünf Minister verloren, die Kommunalwahlen endeten in einer Niederlage - aber Gordon Brown denkt nicht an Aufgabe. Der britische Premier will kämpfen und ist überzeugt, immer noch der richtige Mann zu sein, auch wenn er eigentlich schon am Boden liegt. (handelsblatt.com)

Wie die USA der Dollar-Falle entkommen - Die Aktienkurse steigen wieder, gleichzeitig verliert der Dollar an Wert - Investoren fürchten die Rekordschulden der USA, eine drohende Inflation, und immer mehr Länder wollen eine neue Welt-Leitwährung. Doch wer den Greenback schon jetzt abschreibt, könnte sich verspekulieren. (spiegel.de)






„Wie tief kann der Dollar noch sinken?“ - Dollar-Toilettenpapier "100$-Scheine" - Wenn das der amerikanische Präsident wüßte, würde er sofort in Ihr WC einmarschieren. Das edle Papierchen beschert Ihnen garantiert viele Lacher z.B. im Gäste-WC. Auch als Geschenk ein unschlagbarer Gag! (pearl.de)



Kommentare:

Maldek hat gesagt…

"Denn ohne "Veränderung" aller Systeme, hätten wir Menschen wohl nicht mehr viel Zeit!"

-> Bis 2018 muß die Sache entschieden sein. Es gibt im wesentlichen 2 große Lösungsblöcke für das derzeitige Problem.

Du hast es bereits erkannt - Überbevölkerung, Resourcenschwund und geistige Entmündigung plagen die Welt zur Zeit.

Die beiden großen Lösungsblöcke (welche der beiden es wird kann auch ich noch nicht sicher sagen) sind wie folgt:

a) Reduzierung der Weltbevölkerung durch Hunger u. Impfungen sowie WW3 auf unter 1.5 Mrd.
Die verbleibenden Menschen werden zentral über die UNO regiert und auch mittels UNO Armee (die einzige echte Armee der Erde) für Weltfrieden gesorgt.
Die Menschen sind alle verchipt und es herrschen sehr strenge Regeln für den Umgang miteinander.
Die Bevölkerung konzentriert sich auf einige Mega-cities (deren Standort ist bereits festgelegt) und es gibt nur begrenzte Reisemöglichkeiten.

Regierung erfolgt durch eine kleine Minderheit (die gleichen Leute wie jetzt), welche viel fähiger und weiser sind als der Durchschnittsmenschen und sich selber zum "normalo" so sehen wie wir zu unserem Hund.

b) Die obige Möglichkeit wird nicht realisiert. Es kommt zum mehr oder minder chaotischen Zusammenbruch der Gesellschaften, Bevölkerung sinkt durch Selbstregulierung der Natur (ohne Erdöl nur ca 1-2 Mrd Menschen möglich) auf ein ähnliches Niveau wie oben aber durch das Fehlen einer Zentralen Kontrollstelle geht viel technische Know-how verloren und wir werden wohl auf einen Standard 18.-19. Jhd. zurückgehen mit reginalen Zentren und einer insgesamt naturnahen Lebensweise (indigene Lebensweise).

Dies wird einhergehen mit einer Neuausrichtung auf die inneren Werte und die Erkenntnis breiter Bevölkerungsschichten, der Mensch ist ein unsterbliches geistiges Wesen welcher immer wieder Körper verwendet um dieses materielle Universum zu erfahren.

Dies wird auch das Denken radikal verändern in Richtung Nachhaltigkeit - denn die Welt für unsere Kinder und Kindeskinder...das werden wieder wir selber sein ;)

Nun wir werden sehen wie die Würfel letztlich fallen werden - aber eines ist klar...spannende Zeiten in denen wir leben!

manifest139 hat gesagt…

Schön ist es zu sehen, dass die Erkenntnis wächst, dass es nicht reicht, nur das Wirtschaftssystem zu ändern. Es muss sich wirklich ALLES ändern.

Da wir heute im Grunde alles um 180 grad verkehrt machen, dürfte das Richtige zu finden gar nicht mal so schwer sein...