Mittwoch, 24. Juni 2009

Der nahende Crash

Ich habe schon des öfteren erwähnt, dass es zum grossen Crash kommen muss. Denn dieser Crash, den ich als globalen Reinigungsprozess sehe, ist ein wichtiger Faktor in der Weiterentwicklung des Menschen, besonders hinsichtlich der geistigen Weiterentwicklung.

Wir haben, eingelullt von Wohlstand, Illusion und fragwürdigen Idealen einen Stillstand erreicht. Unsere geistige Entwicklung blieb einfach stehen, war teilweise sogar rückläufig, weil wir uns mit Dingen auseinander setzen mussten, die rein materieller Natur waren und fast immer mit materiellen Zugewinnen zu tun hatten.

Die meisten von uns beschäftigte das neue Auto, das Traumhaus, der nächste Urlaub, das 75. Paar Schuhe und der Ausverkauf in den Boutiquen mehr, als die wirklich wichtigen Fragen. Und genau dieses (ich sehe es als) Problem, hat uns in diese, jetzt schon aussichtslose Lage gebracht.

Natürlich wäre die Krise lösbar gewesen. Doch dies hätte Massnahmen bedurft, die mächtigen Lobbies nicht angenehm gewesen wären. Weshalb auch kein Politiker es sich traute, diese mächtigen Lobbies als Feinde zu haben. Meist wären viele Politiker ohne den Einfluss dieser Lobbies auch kaum in diese Positionen gekommen, in denen sie heute sitzen.

Die Mächtigen vertrauten auf ihre Macht, auf ihren Reichtum und auf ihren Einfluss. Was sie nicht ahnen konnten, dass die Krise ein Eigenleben, eine Eigendynamik entwickelt, dadurch wurde sie nicht mehr kontrollierbar.

Es kursieren viele Theorien, auch Verschwörungstheorien, im Netz, dass wohl alles nach einem schon vor langem festgelegten Programm ablaufen würde und in eine Eine-Welt-Regierung münden sollte ... ja, ich halte es für nicht ausgeschlossen, dass es solche Bestrebungen gibt und es spricht auch einiges dafür. Doch wenn das System wirklich kollabiert und weitgehend alle Strukturen zusammenbrechen, ist es, als würde eine wilde Horde Bullen eine Stampede laufen. Es wird durch den Volkszorn, der sich schon jetzt langsam entwickelt und später, wenn die breite Masse erkennt, wie sehr sie benutzt und ausgenutzt wurde, ziemlich eng für die Macht- und Geldelite. Ja, vielleicht schaffen sie es wirklich, ein straffes, restriktives Regime zu installieren, das viele Staaten umfasst. Doch von Dauer wird es in keinem Fall sein. Wie gesagt, ich halte den Zusammenbruch für einen Reinigungsprozess, nicht für die Entwicklung von authoritären, totalitären Machteliten.

Dieser Reinigungsprozess wird sehr viel vernichten! Vielleicht, sogar werden diesem auch Kriege begleiten. Doch schlussendlich, wenn wir den Null-Punkt erreicht haben, werden gänzlich andere Werte, Anschauungen und Perspektiven eine Rolle spielen, als heute noch. Der Mensch wird geläutert! ... und wird eine geistige Revolution von ungeahnten Ausmassen durchmachen. Am Ende werden wir uns kaum wiedererkennen.

Die Welt hat sich seit ihrem Bestehen oftmals grundlegend verändert. Einige diese Veränderungen können wir nachvollziehen, die meisten nicht. Denn alles, auch von Menschenhand Geschaffenes ist vergänglich (ebenso, wie der Mensch selbst). Die Natur regelt das Sein auf dem Planeten. Der Mensch kann diese Zyklen, die kommen und gehen, nutzen .. auch zu seinem Vorteil.

Wir leben in einem dualen System nach dem archaischen Prinzip von Ursache und Wirkung. Das heisst, Ursache und Wirkung sind zwei neutrale, aber unumstössliche Tatsachen. Wir bewerten diese mit positiv und negativ - so wie eben alles in unserem Leben. Diese Bewertung ist aber die jeweils eingeschränkte Sichtweise des Menschen, das Gesamte mit all ihren Auswirkungen nicht zu sehen und nicht zu begreifen. Denn sonst wären wir nicht in diese Situation gekommen.

Deshalb, sehen wir diese Krise, die sich in einen gewaltigen, alles vernichtenden Crash entwickeln wird, als positive Chance, durch das Erlebte endlich wirklich etwas zu verändern, die Dinge nicht reduziert und einseitig, sondern gesamtheitlich zu beurteilen, sich selbst in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und eine neue Welt zu schaffen, in der nicht das Geld und die Macht im Mittelpunkt allen Denkens und Handelns steht, sondern der Mensch. Der Mensch, egal welchen Geschlechts, welcher Rasse, welcher Nationalität und welcher Religion er angehört.

Doch bis dahin haben wir einen anstrengenden, entbehrungsreichen und steinigen Weg vor uns, den wir allerdings gehen MÜSSEN - ALLE!




Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



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