Montag, 11. Mai 2009

America, the beautiful ...

Mein Laptop war die letzten Tage ziemlich verschnupft, was auf einen Virus zurückzuführen war. Doch jetzt läuft dieser wieder und ich kann wieder bloggen. Aber vielleicht hat die kleine Ruhepause gut getan, denn jetzt beginnt der letzte Abschnitt, das Grande Finale ...

Der amerikanische Bankenstresstest ist nun veröffentlicht worden. Laut diesem benötigen die amerikanischen Banken "nur" angebliche 75 Milliarden Dollar (statt der fast dreifach so hoch erwarteten Summe). Nun schreiben auch die Medien (darunter auch amerikanische!!), dass dies aller Wahrscheinlichkeit eine frisierte Berechnung sei. Denn zum einen sollte ursprünglich dieser Bankenstresstest schon Wochen früher publiziert werden, zum anderen hat es vermutlich ein wildes Gefeilsche um die zu veröffentlichenden Zahlen gegeben ... auch wenn Geithner von hoher Transparenz sprach, ist diese absolut nicht gegeben. Nachvollziehbar scheint nur die Tatsache, dass es vermutlich einigen Banken sehr geschadet hätte, wären die realen Zahlen in das Papier geflossen. So hat man die Situation zwar nicht entschärft, aber man hat Zeit gewonnen.

Inzwischen werden die Überlegungen immer lauter, den US-Dollar als "Weltwährung" durch eine neue Währung zu ersetzen. Auch die UNO denkt diesbezüglich nach, doch die Konsequenzen wären kaum erwähnt. Wenn der US-Dollar plötzlich nur mehr eine regionale Währung wäre und die neue "Weltleitwährung" den Dollar zurückdrängt, wird dieser ins Bodenlose fallen und das gesamte Land mitreissen. Der Dollar wäre wertlos ... und die USA wirtschaftlich am Boden. Und vor allem das bisherige Konsumland und Zugpferd der Weltwirtschaft wäre Geschichte. Dies wiederum würde bedeuten, dass allen Exportnationen, allen voran China, Japan und den europäischen Staaten ein beträchtlicher Anteil an Exportleistung wegbrechen würde. Das wiederum heisst, dass jene Exportbranchen, die schon massive Probleme aufweisen, zusammenbrechen, Massenentlassungen und Werksschliessungen kommen würden und kaum ein Land davon nicht betroffen wäre.

Wie kann Amerika sich gegen solches vorgehen wehren? Es muss sich einfach besser darstellen, als es tatsächlich ist. Dabei kommt man an massiven Eingriffen an allen Wirtschaftszahlen die publiziert werden, auch beim Bankenstresstest, kaum vorbei. Die Amerikaner haben zwar fast keine Zeit mehr, sind wirtschaftlich gesehen bankrott, aber doch versucht man den Geist von Obamas "Yes, we can!" der restlichen Welt zu indoktrinieren. Ob dies gelingt, ist wieder eine andere Frage.

Denn wenn die derzeit wichtigsten Stützen und Finanziers der USA erkennen, dass ihre Hilfe aussichtslos ist, werden sie sich abwenden und die einstige Wirtschaftsmacht den Wölfen zum Frass vorwerfen. Good Bye America!

Durch das Beschönigen der Lage gewinnt die USA allerdings nur Wochen oder maximal Monate. Dann muss auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten der Bankrott eingestanden werden.

Wer hätte vor einigen Jahren noch geglaubt, dass die USA einmal von einem kommunistisch regiertem Land abhängig ist? Amerika, das in seiner aggressiven Aussenpolitik ganze Kontinente prägte und dominierte. Aber auch ein Land, dass seit langem eher dem Betrug und totalitärer Politk fröhnte, als man glauben würde. Jenes Land, das sich rühmte, die erste demokratische Verfassung der Neuzeit eingeführt zu haben ... an die sich allerdings einige Präsidenten nicht hielten bzw. halten (zB. die Missachtung der Verfassung durch den Patriot Act).

Die Stimmung in den USA ist am Tiefpunkt angelangt. Auch Obama, der Messias der Medien, ist sichtlich dabei zu Scheitern. Man bereitet sich auf Unruhen vor, weiss, dass die letzten produktiven Wirtschaftssparten, die im Land geblieben sind, im Koma liegen (Automobil-, Flugzeugbau- , Stahl- und Aluminiumbranche), die möglichen "Retter" wie Fiat auch selbst enorme Probleme haben und im Grunde nur (in der für Manager kurzfristigen Blickweise) die Eroberung des amerikanischen Marktes anstreben ... dieser liegt allerdings schon in Agonie!

Zusätzlich kommen immer mehr Einzelheiten von verheimlichten Aktionen der amerikanischen Regierungen zum Vorschein, besonders über 9/11. Verschwörungstheorien hin, Verschwörungstheorien her, kaum jemand, der sich mit dem Thema tatsächlich auseinander setzte, glaubt der offiziellen Version. War das damals schon der Anfang vom Ende? Ein Schlag, um zu retten, was noch zu retten ist ... ohne Rücksicht auf Verluste? Man muss, wenn man sich die Sache näher ansieht, immer die Frage stellen, wem hat dieser Anschlag genützt?

Und jetzt steht die USA noch viel schlimmer da! Wenn der US-Dollar nicht mehr Leitwährung ist, dadurch die Banken noch mehr verlieren, im Land die Hyperinflation galoppiert, dann könnte man fast darauf wetten, dass nochmals ein Terroranschlag inzeniert wird, um vor den tatsächlichen Problemen abzulenken. Dieser müsste allerdings viel grösseren Ausmasses sein, noch mehr Tote und Sachschäden implizieren als 9/11 und vor allem besser geplant und nicht so dilletanisch untersucht werden. Ob es dem Amerika, wie wir es kennen, hilft, darf zu recht bezweifelt werden. Denn mittlerweilen gehen der USA auch die Gegner aus ... denn die sehen zu, wie sie sich selbst wie Lemminge in den Abgrund stürzen!


Johannes (schnittpunkt@gmail.com)



Stresstest der US-Banken: Vertrauen ade! (derstandard.at)
Banks Won Concessions on Tests (wsj.com)


Stresstests der US-Banken: Zahlen im Zwielicht - Ein Stress-Test – fragt sich nur für wen? Nach scheinbar ermutigenden Ergebnissen kommen Zweifel an der Vertrauenswürdigkeit der Daten auf. Der US-Bankenstresstest: Aufgehübscht und nachgebessert? (mmnews.de)






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