Montag, 18. Mai 2009

2012/4 - der Reinigungsprozess als Chance

Wenn man die Gedanken eines Reinigunsprozesses als Sinn der Krise im Hinblick auf die spirituelle Seite des Jahres 2012 betrachtet und die Unfähigkeit des Menschen, in Frieden und Gleichheit über Kontinente hinweg leben zu können, betrachtet, dann muss einfach noch mehr kommen, denn aus dem bisherigen Verlauf hat der Mensch seine Denkweise noch nicht geändert. Geht doch jeder Rettungsversuch dahin, das kranke und ungerechte System zu stabilisieren. Der Kapitalismus in seiner ausschweifenden, abartigen und egoistischen Form sollte erhalten bleiben, die Vermögen weiterhin anwachsen und die Diskrepanzen des globalen Zusammenlebens werden wie bisher weitgehend ignoriert. Gibt es überhaupt eine Chance, dass sich das Bewusstsein des Menschen so dramatisch ändert, dass eine "bessere und gerechtere Welt" möglich ist?

Ausschlaggebend wären vor allem zwei Faktoren. Der eine ist eine Katastrophe globalen Ausmasses, egal ob eine Häufung von Naturkatastrophen, vom Erdbeben über Springfluten bis hin zu Vulkanausbrüchen, oder eine vom Menschen ausgehende Katastrophe, wie ein thermo-nuklearer oder bakteriologisch geführter Krieg. Es muss vieles, was uns teuer ist, zerstört werden, damit der Mensch beginnt umzudenken in einem Bewusstsein, ein Zusammenleben in Frieden und Zufriedenheit ist innerhalb unserer herrschenden Systeme ist möglich.

Der zweite Faktor ist jener, den die Elite bewusst versucht uns abzusprechen. Nämlich die Eigenverantwortlichkeit jedes Einzelnen. Keine Ausreden mehr an das System, sondern der Mensch muss selbst für sich und seinem sozialen Umfeld die Verantwortung übernehmen. Die Elite versucht durch immer mehr Kontrollmassnahmen und Gesetzen den Freiraum des Menschen einzuengen und die kollektive Verantwortung (scheinbar) zu übernehmen. Der Mensch, oder wie wir oft sagen, der freie Bürger, muss nur innerhalb des Systems funktionieren. Wer das nicht tut, wird umprogrammiert oder weggesperrt ... Verantwortung ist nur ein Wort, das man (noch) in Wörterbücher findet.

Jetzt schon wären alle jene, die sogenannten Meinungsmacher, wie Politiker, Medien, aber auch Ökonomen, gefordert, eine neue Weltanschauung zu proklamieren, die mehr Freiheit, aber auch mehr (Eigen)Verantwortung impliziert. Nein, nein, nicht sofort die Menschen damit überfordern, sondern schrittweise (Salamitaktik) einführen. Wenn man bedenkt, dass die gesamte Welt so vernetzt und damit voreinander abhängig ist, dann sollte jeder danach trachten, die Misstände auszuräumen. Wir haben nur eine Welt, die immer kleiner wird. Darauf hat grenzenloser Kapitalismus, Imperialismus, Ungerechtigkeit, Rassismus, rechts-nationales Gedankengut, Kriegstreiberei, Ausgrenzung und Ausbeutung nichts verloren. Denn all das schädigt uns ALLE, egal ob wir Europäer, Amerikaner, Asiaten oder Afrikaner sind. Wenn wir es in kürzester Zeit nicht schaffen, aus der "verdammten Erde" einen Planeten zu machen, auf dem rücksichtsvolle, verantwortungsbewusste und weitsichtige Führer uns regieren und jeder Bürger ebenso agiert und reagiert, fahren wir ohne weiteren Stop in die sprichwörtliche Hölle.

Wir sind an einem Punkt angelangt, wo für uns alle wichtige Entscheidungen fallen müssen ... für ein gerechteres, lebenswerteres Dasein oder eine Welt mit einer kleinen, enorm reichen Elite und der kompletten Versklavung der Massen. Es liegt in unseren Händen, dieses Thema zu sensibilisieren und an die Öffentlichkeit zu hieven. Denn von den derzeitigen Machthabern kann ich mir nicht vorstellen, auch nur einen Millimeter vom herrschenden System abzurücken. Ausser es endet in einer Katastrophe, die vielleicht die letzte Chance sein wird, das Ruder herum zu reissen.

Natürlich, lieber Freund, wirst du sagen: "Ach das ist doch nur Gutmenschengeschwafel und Schöngeistideal. In der Realität nur eine Seifenblase, die bald zerplatzt!"

Doch solange Menschen wegen ihrer politischen Einstellung, ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihres sozialen Standes wegen ausgegrenzt, ausgebeutet, eingesperrt, abgeschoben oder gar getötet werden - solange wir unseren Planeten nicht als kostbarstes Gut und unumstössliche Lebensgrundlage ansehen und den Raubbau, die Verschmutzung und der Verbetonierung nicht Einhalt gebieten - solange wir nicht an kommende Generationen denken, die uns nach dem derzeitigen Stand mit Sicherheit verachten werden - solange werden all die Systeme, in denen der Mensch und die Natur gemeinsam nicht im Mittelpunkt stehen, ein mehr oder weniger kurzfristiges Ablaufdatum aufweisen.

Dann gehen wir als jene Ära in die Geschichte ein, die ihren eigenen Suizid mit Nachdruck und voller Energie herausgefordert hat. Vielleicht gibt es dann gar keine nachfolgenden Generationen mehr, sondern nach dem kollektiven Selbstmord kann sich die Erde erholen und ihre Wunden heilen ... ohne dem Menschen, ohne der Krone der Schöpfung. Der zu dumm und zu egoistisch war, eine Welt für sich selbst zu schaffen!

... aber dann steht ihm die Ausrottung der eigenen Spezies auch zu! Ohne wenn und aber!

Spiritualität hin, Gutmenschen her, das Leben und der Mensch impliziert beides. Wir tragen die Lösungen für alle unsere Probleme in uns selbst. Doch wir müssen uns aufraffen, dies endlich zu akzeptieren, unsere bequemlichkeit abzulegen und all jene, die das verneinen, in die armseligen Hütten der Schwarzen im ölverseuchten Nigerdelta zu treiben, oder an die Strände der ökologisch toten Seen in China, oder in die Slums der südamerikanischen Metropolen ... ohne Geld, ohne Handy, ohne Computer, ohne SUV, ohne Shrimpscocktail, ohne Massanzug, ohne Fernseher ... ausgesetzt dem täglichen Überlebenskampf, der fast aussichtslos erscheint und für den unser System verantwortlich ist ...

Aber zurück zur Krise, die in jedem Fall noch viel, viel brutaler wird ... egal wie sich die Eliten und wir alle entscheiden werden. Jetzt ist die Zeit gekommen, wo jeder von uns verlieren wird. Einige weniger, andere mehr, Viele die Existenz. Aber wir können auch etwas gewinnen, nämlich die Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht! Ave imperator! Morituri te salutant.



Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)







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Ein skandalöses Armutszeugnis - für Steinbrück - Zwar brechen die Steuereinnahmen jetzt kräftig ein, doch sie liegen noch weit höher als 2005. Jetzt zeigt sich der eigentliche Skandal: Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hat in den guten Zeiten nicht gespart, geschweige denn etwas auf die hohe Kante für Krisenzeiten gelegt. (wiwo.de)

Unternehmen des S&P500 wieder mit Gewinnen - Im 1. Quartal 2009 erwirtschafteten die 500 größten US-Unternehmen, welche im US-Aktienindex S&P 500 gelistet sind und 75% des US-Aktienmarktes repräsentieren, dass siebte Quartal in Folge einen Gewinnrückgang im Vergleich zum Vorjahresquartal. Allerdings nach dem desaströsen 4. Quartal 2008 mit einem historisch einmaligen Verlust in Höhe von -202,11 Mrd. Dollar (As Reported Earnings), erzielen die im S&P500 gelisteten Unternehmen im 1. Quartal 2009 auf Basis der Veröffentlichung der Geschäftsergebnisse von 455 Unternehmen einen voraussichtlichen Gewinn von +68,6 Mrd. Dollar! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Sorge um Banken – Dax steigt trotzdem - Nach dem rasanten Aufstieg der vergangenen Wochen ist der Deutsche Aktienindex (Dax) zuletzt etwas gestrauchelt. Auch heute geht es zunächst nach unten, ehe am Mittag überraschend die Wende gelingt. Im MDax schießt eine Aktie nach oben. Gefeiert wird bei Borussia Dortmund. (handelsblatt.com)

Die Quadratur des Kreises - Experten und Laien zerbrechen sich den Kopf, wie diese Krise zu lösen wäre, doch es gibt sie nicht, diese Lösung, wenn man das Problem nicht an der Wurzel packt. Doch genau dahin will niemand, weil es zu schmerzhaft wäre. Es ist wie mit der Gesundheit. Medikamente haben Wirkungen, sie heilen aber nicht. Und alles was wir bis jetzt gesehen haben, hatte eine Wirkung, die Krankheit ist aber immer noch die gleiche. (zeitenwende.ch)



1 Kommentar:

Maldek hat gesagt…

Hallo Johannes,

wußtest Du, daß auf der Erde ca. 6.7 Mrd. Menschen leben?

Ja? Und wußtest du auch, daß kluge Köpfe ausgerechnet haben, die Erde kan *langfristig* ca 6-7 Mrd Menschen ernähren WENN diese in einer einfachen bäuerlichen Umgebung leben....vergleichbar mit Stand 19. Jhd? Also nix Autos, Fernseher, Reisen, Konsumenten....

Nun soll der heutige Lebensstandard der EUSA als Maßstab gelten so liegt die Bevölkerungsgrenze bei 1-1.5 Mrd. Menschen.

Nun, wenn wir diese Infos als gegeben annehmen ergeben sich daraus 2 Möglichkeiten

a) Wir behalten unseren Lebensstandard...dann müssen wir ca. 5,000,000,000 Menschen mehr oder weniger schnell jedenfalls innerhalb 1 Generation ins Jenseits befördern. Siehe Zitat eines berühmten Zeitgenossen "Unnütze Esser"...

b) Wir dämmen das Wachstum ein und leben wieder so wie vor 200 Jahren.
Den Indianern ähnlich sozusagen.

In diesem Sinne sind Themen wie "Impfungen" "Codex Ali." oder auch "WW3" und nicht zuletzt die derzeitige "Weltwirtschaftskrise" in einem neuen Zusammenhand zu betrachten.

Und wie du schreibst "der Weg in die Hölle" - nun da Antworte ich gerne mit einem Zitat aus einem bekannten US Film zum Thema "Vietnamkrieg"
"Für dich mag es die Hölle sein, aber für mich ist es zu Hause"
Alles eine Frage des Viewpoints.

Alles Gute,
aomaldek@gmail.com