Mittwoch, 22. April 2009

Erhöhte Kriegs- und Terrorgefahr bei sich verschärfender Krise?

Diese Frage muss man Ja und Nein beantworten, ja für die erhöhte Kriegsgefahr, nein für die erhöhte Terrorgefahr. Doch die Antworten können so nicht gegeben werden, da die Frage zu einfach gestellt wurde. Ich bekomme seit einiger Zeit Emails, die eben diese Fragen stellen.

Wenn Staaten auf Grund ihrer prekären politischen oder wirtschaftlichen Situation mit dem Rücken zur Wand stehen, greifen sie gerne zu einer Lösung, die Krieg heisst. Das war in der Geschichte schon einige Male der Fall, vor allem durch grosse Nationen. Krieg impliziert einen Wirtschaftsaufschwung durch die Rüstungsindustrie. Meist muss der besiegte Staat, aus welchem Grunde auch immer, Reperationszahlungen leisten, die meist sehr hoch sind. Also verdienen an zwei Fronten. Doch wem erklärt man so mir nichts dir nichts den Krieg?

Hatte ich vorher die Eingangs gestellte Frage der erhöten Terrorgefahr mit Nein beantwortet, so muss man differenzieren. Ein Terroranschlag hat immer politische Ziele. Warum sollte also eine Terrororganistaion in einem Staat Anschläge verüben, der schon k.o. am Boden liegt? Man kann bei einem Ohnmächtigen kaum politische Forderungen durchsetzen. Ausserdem ist die Gefahr hoch, wenn zivile Ziele anvisiert werden, dass auch unbeteiligte Zivilisten verletzt oder getötet werden. Dabei stellt sich immer die Frage: Wem nützt es? Am allerwenigsten möchte man die Bevölkerung gegen sich aufbringen, denn dann sind die Ziele am wenigsten erreichbar. Im Falle der USA oder England brauchen die vermeintlichen Terroristen nur zusehen und warten, diese Staaten sind schon halb tot ...

Anders verhält es sich, wenn Krieg und Terrorismus gemeinsam eingesetzt werden - 9/11 und Pearl Harbour lassen grüssen! Ein Staat, eben in einer prekären Lage, steht mit dem Rücken zur Wand. Einfach einem anderen Staat den Krieg erklären ist zu offensichtlich. Also wird ein Terroranschlag provoziert, der dem vermeintlichen Feind in die Schuhe geschoben wird. Dieser Terroranschlag sollte nach 9/11 ziemlich gross, eindrucksvoll und mit vielen Opfern geplant werden. Ein regional beschränkter Nuklear-Anschlag wäre solch ein Szenario. Der betroffene Staat hätte sofort die Bevölkerung geschlossen hinter sich, um einen Vergeltungsschlag zu führen. Die Bevölkerung würde dies sogar fordern!

Ist in den 90zigern den Amerikanern nicht das jahrzehntelange Feindbild plötzlich durch Glasnost und Perestrioka entglitten? Waren die bösen Sowjets nicht plötzlich verschwunden? Und die Russen waren viel zu offen, selbst mit grossen Problemen beschäftigt, um als Bedrohung zu gelten. Also brauchte man ein neues Feindbild, das man mit den radikalen Moslems und ihren Führer Bin Laden auch fand. Durch den Anschlag auf das World Trade Center und das Pentagon konnten nicht nur zwei Kriege begonnen werden - gegen Afghanistan und gegen den Irak - auch innenpolitisch konnte man die amerikanische Verfassung aushebeln und den Patriot Act einführen. Damit galt der Notstand in den USA und die Regierung mit ihren Organistaionen hatte alle Rechte, nicht nur gegen Verdächtige, sondern gegen jeden vorzugehen. Der Patriot Act gilt noch immer, auch unter dem Präsidenten Barack Obama!

9/11 war ein offensichtlicher Insider-Job, das heisst, ein Anschlag amerikanischer Regierungsorganistationen gegen das eigene Volk! Medienwirksam machte man die Al Kaida mit Osama Bin Laden zu den Tätern und den amerikanischen Staat zum Opfer. Die Mainstream-Medien verteidigen immer noch diese Version, obwohl es schon zahlreiche Zeugenaussagen und Beweise gibt, dass die Moslems nicht dafür verantwortlich gemacht werden können! Doch das wird weitgehend verschwiegen.

Der Staat, in diesem Fall die USA, aber auch andere Staaten, benötigen eine offensichtliche Legitimation, durch Angst, in diesem Fall durch die Terrorangst, das Volk zu beschützen. Um diesen Schutz vor den bösen Terroristen auch nachkommen zu können, benötigen sie neue Gesetze und eine möglichst radikale und absolute Kontrolle über das Volk. Im Zuge der äusserst fragwürdigen Terrorbekämpfung wird das Volk pauschal kriminalisiert und kontrolliert bis in die Privatsphäre!

Logischer Weise, wenn eine moslem-radikale Organisation wie damals die Al Kaida 9/11 geplant und durchgeführt hätte, das heisst, wenn sie diesen enormen logistischen und administrativen Aufwand so leicht hätte durchführen können, wären wohl schon mehrere Anschläge dieser Grössenordnung oder noch grösser folgen müssen. Schon um ihre politischen Ziele durchzusetzen. Doch da war nichts! Sind wir einer Schimäre aufgesessen?

Je tiefer die USA in den Krisenstrudel gezogen wird, umso höher wird die Gefahr, dass es wieder einen Insider-Job glaubhaft als Terroranschlag geben wird. Die Gefahr, einfach so einen Krieg anzuzetteln, ist gering. Doch mittels dieses teuflischen Werkzeuges ist alles möglich! Und Obama ist nicht der Garant, dass solche Spielchen nicht gespielt werden. Wie gesagt, wenn Regierungen mit dem Rücken zur Wand stehen, ist Undenkbares möglich, auch auf Kosten des eigenen Volkes ... (das gilt nicht nur für die USA, doch die haben mit 9/11 bereits gezeigt, was möglich ist!)


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)







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