Donnerstag, 2. April 2009

Die Warnungen vor einem globalen Crash werden immer eindringlicher!

Ban Ki Moon, UNO-Generalsekretär, befürchtet einen globalen Kollaps. GEAP, Global Europe Anticipations Bulletin, veröffentlicht in der Financial Times einen offenen Brief, indem sie ebenfalls vor einem weltweiten Kollaps warnen, sollte nicht schnellstens wirklich etwas dagegen unternommen werden.

Bisher waren die Rettungspakete und Konjunkturprogramme nicht im Stande die Krise abzubremsen oder auch nur zu stabilisieren. Obwohl, Politiker scheinen eine gänzlich andere Sorte Menschen zu sein, laut vieler von denen, wird es bald, spätestens 2010 wieder aufwärts gehen. Tatsächlich spiegelt sich in den Zahlen und Fakten das Gegenteil, nämlich die immer schneller werdende Abwärtsbeschleunigung. Kaum eine Branche, die derzeit nicht einbricht - nur im Alltag ist die Krise noch nicht so richtig durchgekommen. Die Menschen sind verunsichert, skeptisch, aber auch hoffnungsvoll und optimistisch. Denn, um es auf österreichisch zu sagen, wird´s sicher net so schlimm werden!

Kaum jemand sorgt vor, kaum jemand legt Lebensmittellager an, die Kommunen denken ebenfalls nicht an irgendwelche Vorbereitungen ... denn was nicht sein darf, kann auch nicht werden. Und doch sind wir drauf und dran Mitspieler im grössten und vor allem teuersten Drama der Geschichte zu sein. Es gibt keine festgelegten Rollen, es ist Stehgreiftheater. Eine globale Realsatire sozusagen ...

Ich habe Bedenken, wenn es die mächtigsten Regierungen der Welt mit ihren für uns kleinen Bürgern ungeahnten Möglichkeiten nicht schaffen, das Krisenmonster zu zähmen, oder auch nur zu bremsen. Da muss verdammt viel mehr dahinter und die Chuzpe schon lange entglitten sein. Es ist ein unkontrollierbares Wesen, diese Krise, die sich aufbaut und zum Crash wird. Der Wirtschafts- und Finanz-SuperGAU (der grösste anzunehmende Unfall). Der Mega-Domino-Day ist nicht mehr weit, dann geht es blitzschnell. Wie ein Tsunami fegt der Kollaps über die Kontinente ... und hinterlässt Chaos.

Zwei Handvoll Regierungschefs, eben die mächtigsten unseres Planeten, haben sich zu einem sehr teuren Treffen nach London begeben. Allein der amerikanische Präsident kam mit Flugzeugen, Hubschraubern, Panzerlimousinen, einem 500 Personen Hofstaat und über 200 Sicherheitsbeamte.

Jetzt sollte schnell gehandelt werden, denn die Zeit ist verdammt knapp. Allerdings werden tiefgreifende Änderungen und "Changes" kaum zu erwarten sein. Man wird im grossen und ganzen so weitermachen wie bisher, also Milliarden ins schwarze Loch werfen (allerdings sollen die Schwellen- und Entwicklungsländer auch bis zu 1 Billion US-Dollar ab bekommen ... tztztz, wer druckt diese Kohle wieder?) und den Finanzmarkt stärker regulieren und kontrollieren. Haben die denn keine Uhren um zu sehen, dass es schon viel später ist, als sie glauben?


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Das neue Video von Silbermond "irgendwas bleibt" passt zum Thema!






Meldungen:


Verhaftung von Meinl V. - ein Überblick (kurier.at)

EZB verkauft 35 Tonnen Gold (mmnews.de)
Pröll passt Banken-Hilfspaket an (kurier.at)
Der programmierte G-20 Konflikt (derstandard.at)
Vorbereitung auf zivile Unruhen in den USA (hintergrund.de)
Schlaglichter zur Finanzkrise: Entlassungen, Kurzarbeit und Pleiten (hintergrund.de)
EZB senkt Leitzins auf 1,25 Prozent (derstandard.at)
Ein Toter bei G-20 Protesten in London (kurier.at)
Bankgeheimnis vor dem Aus (mmnews.de)
Götterdämmerung am Pfandbriefmarkt (handelsblatt.com)

Realitätsverweigerung (hartgeld.com)



Wer zahlt die Zeche der Finanzkrise? Sie! Momentan erweckt die deutsche Bundesregierung den Eindruck, als habe sie die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise einigermaßen im Griff. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus: Hinter verschlossenen Türen herrschen Hektik und mittleres Chaos, da man sich der Tatsache bewusst ist, dass keine der bisher angebotenen »Lösungen« eine wirklich überzeugende ist … (kopp-verlag.de)

Ban Ki Moon: Ich befürchte einen globalen Kollaps - „Das heutige G20 Treffen kann den Unterschied zwischen menschlicher Hoffnung und Verzweiflung bedeuten, zwischen Erholung der Wirtschaft und einem Fall in eine tiefe Rezession“, schrieb UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon in einem Aufsatz für die heutige Ausgabe der britischen Zeitung Guardian. Er warnte vor sozialen Unruhen und dem Zusammenbruch ganzer Staaten als Folge der Finanzkrise. "Was als Finanzkrise anfing, hat sich zu einer weltweiten Wirtschaftskrise entwickelt", sagte er. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Offener Brief an die Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten, veröffentlicht in englischer Sprache in der Welt-Ausgabe der Financial Times: In wenigen Tagen treffen Sie sich in London zu einem weiteren Gipfeltreffen. Aber ist Ihnen eigentlich bewusst, dass Ihnen gerade noch sechs Monate bleiben zu verhindern, dass die Welt in eine tiefe Krise von mindest zehnjähriger Dauer abstürzt? Mit diesem offenen Brief möchte LEAP/E2020, das den Ausbruch der “umfassenden weltweiten Krise“ schon vor drei Jahren vorhersah, Ihnen in einigen Sätzen darlegen, warum es zu dieser Krise kam und wie es möglich ist, weiteren Schaden abzuwenden. (leap2020.eu)

Der Gipfel der Unverfrorenheit - Der neueste geplante Großbetrug aus dem Hause des US - Finanz- minsteriums: Public-Privat-Investment-Funds (PPIF). Das steuerzahlende Volk wird nun nach Strich und Faden ausgeraubt. (mmnews.de)

Banken außer Kontrolle - Der Kern der gegenwärtigen Krise ist die Weigerung der Regierungen, sich der Realität zu stellen, dass große Banken in ihren Ländern offiziell für bankrott erklärt und verstaatlicht werden müssen. (kopp-verlag.de)

SNAP mit traurigem Rekord - Im Januar 2009 partizipiert am staatlichen SNAP-Program, eine neue Rekordanzahl an armen US-Bürgern. SNAP ist die Abkürzung für Supplemental Nutrition Assistance Program und hinter dieser Abkürzung verbirgt sich nicht anderes als der Bezug von Lebensmittelmarken für Bedürftige in den USA! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Attacke auf den Greenback – USA wittern Verschwörung. Der jüngste Angriff aus Peking auf den Dollar als Weltleitwährung weckt in den USA bizarre Ängste. Bei den kolportierten Verschwörungstheorien kommt auch der Schweiz eine Rolle zu. (tagesanzeiger.ch)

Notenbanken verringern Dollarreserven. Die Chinesen machen aus Angst vor einem Dollarverfall Front gegen den Greenback. Eine aktuelle Statistik des Währungsfonds belegt, dass die Dollarbestände der Zentralbanken weltweit abnehmen. Der Gewinner ist der Euro. (ftd.de)

Verbraucher mit Tricks bluten lassen. Ein Brief versetzt Millionen US-Bürger in Sorge: Der Citibank-Konzern, einer der Marktführer bei Kreditkarten im Land, überraschte seine Kundschaft mit einer unerwarteten Zinserhöhung. Zudem ist die Citibank einer der Hauptprofiteure staatlicher Hilfszahlungen. (rundschau-online.de)

Das schönste Steuerparadies sind die USA. Wie schwierig ist es, Strohfirmen und geheime Bankkonten zu eröffnen? Ein australischer Professor hat es getestet. Die Schweiz schnitt gut ab. (bernerzeitung.ch)

1 Billion Schulden sollen mit Steuergeldern ausgeglichen werden - Verstaatlichung zur Deckung von Spekulationsschulden. Die Hypo Real Estate hat nach neuesten Meldungen Schulden in Höhe von mehr als einer Billion Euro durch Derivatgeschäfte aufgehäuft. Durch die geplante Verstaatlichung sollen diese Schulden dem Gemeinwesen übertragen werden. In den vergangenen Tagen rollte bereits eine Kampagne durch alle großen deutschen Medien mit Artikeln, die vehement für die Rettung der HRE durch Verstaatlichung eintraten. Der nächste große Schritt zur Ausplünderung des Steuerbürgers wird aktuell mit komplexen Manövern, publizistischen Nebelkerzen und genereller Täuschung der Öffentlichkeit vorbereitet. (meta-info.de)

Neue Idee gegen US-Schulden. Plunge Protection Team war gestern. Die US-Regierung hat sich etwas Neues einfallen lassen, um die US-Finanzen in der aktuellen Krise zu stützen. (mmnews.de)

Mexiko will IMF-Kredit in Höhe von 47 Milliarden Dollar. Weitere Massnahmen zur Stützung des Pesos. Mexiko will vom Internationalen Währungsfonds 47 Milliarden Dollar in Anspruch nehmen. Der Kredit soll das internationale Vertrauen in Mexiko stärken. Das Geld soll jedoch nicht eingesetzt werden, sondern für den Notfall bereitstehen. (nzz.ch)

US-Immobilienkrise wird immer katastrophaler - Die US-Immobilienkrise gilt als Auslöser der weltweiten Wirtschaftskrise. Doch anstatt sie einzudämmen, wird die Lage zunehmend dramatischer: Im Jahr 2008 wurden am US-Immobilienmarkt 2,4 Billionen Dollar vernichtet und immer mehr Amerikaner verlieren ihre Häuser. (kopp-verlag.de)





Sachen zum Schmunzeln (... wenn sie nicht so ernst wären!):





Gibt es Positives an der Krise?
Antworten von Kabarettisten als Ansichtssache in derstandard.at

Monika Weinzettl & Gerold Rudle: Lachen in der Krise? Nimmt man die Frage ernst, dann fällt uns wirklich nichts ein, über das wir lachen könnten. Uns gehen seit Tagen nur Unsinnigkeiten durch den Kopf, die uns nicht würdig erscheinen, abgedruckt zu werden.



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