Montag, 30. März 2009

G-20 Treffen

Zwei Umstände werfen Schatten auf das mit Spannung erwartete G-20 Treffen in London. Es sollte die Einigkeit der Regierungen im Kampf gegen die Finanzkrise zeigen und natürlich auch Strategien und Wege daraus. Jetzt steht schon fest, dass es weder mit der Einigkeit, noch mit der Lösung der Krise etwas wird.

Der Spiegel konnte schon eine vor dem Treffen (!!!) vom Schlusskommunique berichten, das der Redaktion zugespielt wurde. Mehr als der fragwürdige Beschluss, weitere 2 Billionen Dollar in das schwarze Loch Finanzkrise zu werfen und damit vielleicht 19 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen, ist es nicht geworden. Es zeigt, zum einen wie unfähig die Regierungen sind, zum anderen, wie hilflos sie auch dem globalen Problem gegenüber stehen. Offensichtlich gibt es keine Lösungsmöglichkeit. Die Bruchlandung steht also schon fest, denn diese 2 Billionen Dollar werden kaum etwas ändern, ausser wieder einmal einen Zeitgewinn, ein Hinauszögern des Crashes, bringen.

Dies 2 Billionen existieren natürlich nicht! Weder real in Geldscheinen oder virtuell in Bits und Bytes. Diese unvortsellbare Summe muss erst erschaffen werden. Die Grundlage dafür ist ... Nichts! ... heisse Luft! Absolut kein Gegenwert, weder Gold, noch Wirtschaftsleistung, noch sonst irgend etwas! Das heisst auch, es ist einerseits Geld ohne Wert, andererseits reine Schulden, für die wir, das Volk, gerade stehen müssen!

DAS KANN NICHT GUT GEHEN! Die Regierungen reiten uns alle in einen Teufelskreis, aus dem es kein Entrinnen gibt! Ausser den System-Crash, der auch unweigerlich kommen wird. Denn auch das "Gelderschaffen" muss eine Ende haben ...

Der andere Schatten auf das G-20 Treffen ist der Ausschluss jener, die für diese gesamte Chuzpe den Kopf hinhalten müssen ... das Volk! Wir haben in allen sogenannten zivilisierten Staaten das Recht der freien Meinungsäusserung und der Demonstration. Und genau dieses Recht ist der Elite ein Dorn im Auge. Natürlich wir London eine "Endzeitparty" erleben, die allerdings erst das Vorspiel sein wird, wenn das Volk endlich erwacht. Und irgendwann wird das Volk erwachen und sich darauf besinnen, dass in ihren Händen die eigentliche Macht liegt ... und nicht in den Händen irgendwelcher ewählten Volksvertreter, die sich über alles hinwegsetzen, nur um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Denn die Vielzahl der Rettungsversuche, Bailouts und Milliardensubventionen kann nicht im Sinne des Volkes sein, sondern es ist die gezielte Rettung der Elite, die für ihre Fehler belohnt wird. Das Volk hat nichts davon, keinen €urocent und keinen U$cent, im Gegenteil. Das Volk verdient weniger, verliert Geld, verliert die Arbeitsplätze, verliert die Pensionen ... verliert die Zukunft. Aber einige Banken konnten Gerettet werden ...

Deshalb ist es legitim, gegen das System zu demonstrieren! Auch wenn es der Elite nicht gefällt. Dass es zu Ausschreitungen kommen wird und möglicherweise sehr viel zerstört wird, ist zu erwarten. Dass dies allerdings nicht nur aus reiner Freude an der Zerstörung passieren wird, sollte auch klar sein! Mehr kaputt gemacht haben sicherlich die Politiker, die das Volk bertrogen haben, in dem sie die Zukunft aufs Spiel gesetzt haben. Jetzt wächst die Volkswut und der Volkszorn. Das hat nicht nur mit Anarchos, Punks und Radikalen zu tun ...

Das G-20 Treffen, ein familiäres Dinner mit Small Talk, Fotografieren und grossem Presse-BlaBla. Man ist fast versucht, von der nächsten Blase zu sprechen, die platzt! ;-)


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Links zum Thema:


G20 wollen 19 Millionen neue Arbeitsplätze schaffen. Gipfel der guten Absichten: Die G-20-Länder wollen nach SPIEGEL-Informationen bei ihrem Treffen nächste Woche umfangreiche Konjunkturmaßnahmen beschließen. 19 Millionen neue Jobs sollen geschaffen werden. Demonstranten in London, Berlin und Frankfurt protestieren gegen das Krisenmanagement. (spiegel.de)

G-20 Treffen - 2 Billionen für Konjunktur. Geheimpapier für Abschlusskommuniqués G-20 Gipfel: 2 Billionen für Konjunktur. G-20 wollen 19 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Konkretes Wachstumsziel für Weltwirtschaft 2010. Regulierung „aller Finanzmärkte, Instrumente und Institutionen, einschließlich Hedgefonds, die systemisch wichtig sind“. (mmnews.de)

Wurde Gordon Brown absichtlich von Merkel blossgestellt? Der Entwurf des Schlusskommuniqués des G20 Gipfels, welches die Staatschefs erst am kommenden Donnerstag verabschieden sollen, wurde dem Spiegel zugespielt und ist bereits veröffentlicht. In dem von der britischen Regierung in die Hauptstädte der Teilnehmerländer versandten Papier werden umfangreiche, konjunkturstützende Massnahmen versprochen. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Am 1. April wird Chaos in London herrschen. Die vier Reiter der Apokalypse werden in der Stadt erscheinen. Ein grosse Ansammlung von Antiglobalisten, Anarchisten, Umweltschützer, Linke, Gewerkschafter und Betroffenen der Wirtschaftskrise werden eine Massendemonstration gegen die Bankster im Herzen von London am 1. April durchführen, der Tag an dem die Staatsoberhäupter aus aller Welt zum G20 Gipfel eintreffen. (alles-schallundrauch.blogspot.com)



Weltwirtschaftskrise? Weltwirtschaftscrash? Finanzkrise oder Geldsystemkrise? Eine Videocollage.




Meldungen:


Pröll: Die Krise ist bewältigbar
(kurier.at)
Spanien: erstes EU-Land mit Deflation (kurier.at)
Spanien muss erste Bank stützen (ftd.de)
Düstere Aussichten für Russland (kurier.at)
Der Jahrhundertschwindel (dasgelbeforum.de.org)
Demonstrationen gegen G-20 Treffen (derstandard.at)



Obama lehnt Sanierungspläne der US-Autobauer ab - GM-Chef muss zurücktreten. Detroit in der Krise: Obama lehnt Sanierungspläne der US-Autobauer ab - GM-Chef muss zurücktreten. Rick Wagoner am Ende: Der Chef des pleitebedrohten Autogiganten General Motors tritt auf Druck der US-Regierung zurück. Präsident Obama lehnt die bisher vorgelegten Sanierungspläne von GM und Chrysler ab und fordert dringend Nachbesserungen - sonst werden die Konzerne nicht gerettet. (spiegel.de)

GM: Wagoner gefeuert / nicht überlebensfähig! Der Chef von General Motors tritt mit sofortiger Wirkung zurück. Auto Taskforce der US-Regierung hatte zuvor die bisherigen Sanierungspläne von General Motors und Chrysler als unzureichend zurückgewiesen. (mmnews.de)

Anlageberater bringen nichts. Noch ein Schlag für die gebeutelte Finanzbranche. Eine statistische Analyse über 30'000 Anleger in Deutschland sagt: Der Beizug von Vermögensberatern senkt die Renditen. (bernerzeitung.ch)

Wie Ungarn erst den Wohlstand aus der Schweiz importierte - und dann die Krise. Als Ungarns Wirtschaft boomte, verschuldeten sich Regierung, Unternehmen und Privatleute wegen der hohen Inflation im eigenen Land meist in ausländischen Währungen - am liebsten in Schweizer Franken. Jetzt droht das Firmen und Familien gleichermaßen in den Ruin zu treiben. (welt.de)

Timothy Geithners Billionen-Plan mit Systemfehler - Der US-Finanzminister Timothy Geithner will die Banken von ihren Schrottpapieren befreien. Die Börsen bejubeln vor allem die Beteiligung privater Investoren. Doch Chancen und Risiken sind ungleich verteilt: Der intelligente Billionen-Plan besitzt einen eingebautem Systemfehler. (welt.de)

US-Unternehmensgewinne im Sturzflug - Die Finanzkrise hinterlässt in der US-Wirtschaft gravierende Spuren. Regelrecht dramatisch entwickeln sich die US-Unternehmensgewinne! Im 4. Quartal 20008 sind die Unternehmensgewinne gemäß den bisher 486 von 500 veröffentlichten Geschäftsberichten, der im S&P 500 gelisteten Unternehmen, komplett abgestürzt! Erstmals wurden bei den 500-größten US-Unternehmen im 4. Quartal 2008, Verluste nach Steuern von -23,16 Dollar je Anteil für den gesamten Index ausgewiesen, nach +9,73 Dollar im Vorquartal - Hoch: Q2 2007 mit +21,88 Dollar! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)





Sachen zum Schmunzeln (... wenn sie nicht so ernst wären!):






Gibt es Positives an der Krise?
Antworten von Kabarettisten als Ansichtssache in derstandard.at

Klaus Eckel: Worüber ich lachen kann? Herzlich über meinen Finanzberater, der mir empfiehlt, meine übrig-gebliebenen Cents jetzt in einen todsicheren amerikanischen Automobilfonds zu investieren.



Keine Kommentare: