Freitag, 6. März 2009

Das Thema "Crash" erreicht den Medien-Mainstream

Noch vor wenigen Wochen galten all jene Magazine, Webseiten und andere Publikationen, die nicht nur über eine Krise in der wir uns befinden schrieben, sondern auch einen Systemcrash bzw. Wirtschafts- & Währungscrash prognostizierten, allenfalls als "Weltuntergangspropheten" und "Schwarzmaler". Nun allerdings, erreicht angesichts der täglich immer katastrophaler werdenen Nachrichten aus der ganzen Welt dieses Thema auch den Medienmainstream. So fragt diese Woche die deutsche Bildzeitung: Kommt jetzt der Euro-Crash? Natürlich in für diese Art Medien ureigenem Stil und Form: reisserisch, sensationsheischend, leicht infantil und kaum mit wirklichen Hintergrundinformationen bestückt. Der nicht informierte Leser kann dies als "Tatsache" zur Kenntnis nehmen, die wichtige Grundlagen, die ihm die Entwicklung auch verständlich machen, fehlen allerdings.

Und doch wollen viele Menschen über dieses Thema immer noch nichts hören oder lesen, wahrscheinlich erst dann, wenn es zu spät ist. Die Politik macht auf "Schönwetter", ist überzeugt, dass ihre Rettungsmilliarden und Verstaatlichungen bald greifen und auch bald wieder zu einem Aufschwung führen. Ich halte diese Desinformation und Irreführung des Volkes für sehr gefährlich! Denn in Gedanken, es wird bald wieder besser, sorgt niemand vor ... warum auch? Noch gibt es alles (... doch nicht mehr lange!)

Ein leider sehr realitätsnaher und gut analysierter Artikel auf mmnews.de (Countdown zum Kollaps) zeigt ein ausführliches Szenario, das sehr wahrscheinlich so oder ähnlich eintreffen wird! Die Deflation haben wir schon erreicht: Erdöl, Autos, Immobilien und Maschinen sind billig wie noch nie oder die Nachlässe so hoch wie noch nie! Die Inflation wird demnächst merklich anziehen, vor allem bei Gütern des täglichen Bedarfs, also Nahrungsmittel, etc. Massenentlassungen und Höchststände bei Arbeitslosen verzeichnen alle europäischen und amerikanischen Staaten, doch das ist erst der Anfang! Jeder, der noch einen Job hat, soll sich glücklich schätzen, auch wenn es zu Lohnkürzungen und Kurzarbeit kommen wird! Denn jetzt werden auch Unternehmen wie Opel grundsätzlich in Frage gestellt. Eine Verstaatlichung oder Steuergeldmilliarden werden offensichtlich immer mehr als sinnlos betrachtet. Die deutsche Traditionsmarke wird es nicht mehr lange geben. Wenn der letzte Opel vom Band läuft, werden auch die anderen Opelwerke, wie Motorenwerke geschlossen, die Zulieferbetriebe entlassen massenhaft und die Händler stehen von einem Tag auf den anderen ohne Vertrag da. Opel betrifft nicht nur Deutschland, sondern ganz Europa!

Der Osten Europas "kracht wie eine Kaisersemmel" und reisst auch uns, den Westen mit. Hat man vor einem Jahr noch ausgeschlossen, dass ein Staat bankrott gehen kann, so fragt man sich heute bloss mehr, wer ist der Erste, der bankrott geht? Auch hierbei kommt es zu einem Domino-Effekt. Wenn ein Staat pleite ist und klarerweise auch seine Anleihen nicht mehr bedienen kann, ziehen die Investoren ihr Geld aus dem Anleihenmarkt raus und der "Staaten-Crash" ist plötzlich da! Bankenrun und leer gekaufte Supermärkte werden binnen Stunden Realität sein, die Beamten, auch die Exekutive, keinen Lohn mehr erhalten. Nur mehr Individualisten mit einem (noch) Glauben an die Rechtsstaatlichkeit werden weiter ihren Dienst versehen. Das werden aber nicht sehr viele sein, die öffentliche Ordnung zerbricht!

Deflation und Inflation kommen schleichend. Man erkennt das und kann noch kurzfristig, möglicherweise auch mittelfristig, handeln. Der Staatscrash kommt über Nacht! Und kurz davor werden die Politiker immer noch versuchen uns einzutrichtern, der Aufschwung kommt bald. Sie belügen uns jetzt, sie werden uns auch dann belügen!

Das ist dann der Zeitpunkt, wo man auf sich alleine gestellt ist und sich glücklich schätzen kann, Freunde zu haben. Es wird nicht leicht, das sei euch allen gesagt! Vor allem, weil niemand sagen kann, was dann passieren wird! Ich glaube, es werden apokalyptische Zuständewerden und das über Jahre ...

... aber sagt nicht, ihr seid nicht gewart worden!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Countdown zum Kollaps - Entwicklung der Finanzkrise - Ein unbequemer Ausblick in eine düstere Zukunft: Erst Deflation, dann Inflation. Staatsbankrott aller Industrienationen. Ende des Dollars und Euros. Insolvenzen ohne Ende. Einlagen und Renten sind weg. Zusammenbruch der EU. Zusammenbruch der USA. Versorgungslücken. (mmnews.de)



PS: Als ich vor Jahren schon erzählte, der Eurobeitritt Deutschlands ist von den Besatzungsmächten erzwungen worden (Deutschland befindet sich heute noch im Kriegszustand, es wurde NIEMALS ein Friedensvertrag unterzeichnet!) und somit die Wiedervereinigung möglich gemacht, wurde ich schallend ausgelacht und als Verschwörungstheoretiker hingestellt. Jetzt ist ein Buch erschienen, das diesem Thema viel Platz einräumt und sehr gut recherchiert ist:
Französische Deutschlandpolitik: Die Deutsche Mark ist gewissermaßen ihre Atomstreitmacht. Warum die deutsche Währung dem Euro weichen musste. (ef-magazin.de)



Meldungen:


Italien ist jetzt kreditwürdiger als Österreich (welt.de)
Dammbruch bei der türkischen Lira (faz.net)
Forint im Tiefflug - Ungarn droht Abkoppelung (derstandard.at)
Finanzaktien erleben ihr Waterloo (ftd.de)
Europäische Zentralbank plant weitere Massnahmen (derstandard.at)
Krise erfasst Mittelstand: Pleitewelle rollt an (derstandard.at)
Industrie warnt vor Kollaps (derstandard.at)
In Grossbritannien hilft nur noch beten (welt.de)
Schäuble empfiehlt Opel die Insolvenz (spiegel.de)
General Motors glaubt nicht mehr an sich (handelsblatt.com)



Obama, der Wolf im Schafspelz - Es ist schon erstaunlich und erschreckend, wie viele sogenannte Intellektuelle und Linke, die eigentlich Kritiker des Systems sein sollten, aber auch generell die Masse an Leuten die sich als Liberale und Progressive bezeichnen, Obama anhimmeln und völlig falsch einschätzen. Ich höre es von meinen jungen Lesern und erlebe es selber, wie zum Beispiel die Mehrheit der Lehrer in den Schulen in eine Obamanie verfallen sind und diese Einstellung und Meinung über Obama als Messias ihren Schülern eintrichtern. Jede Kritik wird als Blasphemie und Majestätsbeleidigung aufgefasst. Das ist wirklich erschreckend. (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Das Kartenhaus stützen - Die Weltfinanzmärkte haben scharf auf die Meldung reagiert, dass die amerikanische Versicherungsgruppe AIG jetzt den größten Vierteljahresverlust der amerikanischen Geschichte gemeldet hat – nämlich 61,7 Milliarden Dollar – und dass die US-Regierung dem Versicherer weitere 30 Milliarden Dollar aus Steuergeldern zur Verfügung stellen wird. Dies ist der dritte Plan zur »Rettung« der AIG seit dem letzten September, als der damalige US-Finanzminister Henry Paulson in einem offensichtlichen Interessenkonflikt mit einer beispiellosen Finanzspritze (»Bailout«) der Bundesregierung eine US-Versicherungsgesellschaft vor dem Bankrott rettete, während er sich buchstäblich an demselben Tag weigerte, die große und traditionsreiche Investmentbank »Lehman Brothers« zu retten. Durch diese Entscheidung, »Lehman Bros.« Bankrott gehen zu lassen, weitete sich ein bis dahin begrenztes Finanzproblem zur gegenwärtigen weltweiten Systemkrise aus. Der Fall AIG sowie die neuen Hilfen (aus Steuergeldern!) für die »Citigroup« sind Beispiele dafür, dass die US-Regierung den Versuch unternimmt, Finanzinstitute, die in riesigem Umfang fremdfinanziert sind, zu retten, ohne sie zuvor einem rigorosen Verstaatlichungs- und Sanierungsprogramm der Regierung zu unterwerfen. Im Klartext: Gutes Geld wird in einem riesigen schwarzen Loch versenkt. (kopp-verlag.de)

Europas Banken zittern vor der Namensliste des AIG-Konzerns. Seit Monaten weigert sich der krisengebeutelte US-Versicherer AIG, die Namen seiner Vertragspartner für Swap-Geschäfte herauszugeben. Nun fordern US-Politiker immer deutlicher eine solche Namensliste ein. Europas Banken stehen bittere Tage bevor – denn sie zählten zu AIGs eifrigsten Geschäftspartnern. (wiwo.de)

Banken-Armageddon: Der Niedergang der Citigroup - Mit dem Untergang der Citigroup dürfte nun auch dem letzten Optimisten in den USA klar werden, dass die USA ihre finanzielle Führungsrolle und der Dollar seine Funktion als Leitwährung verloren haben. (mmnews.de)

Die Europäische Union in der Krise - Ein Lagebericht aus sechs Staaten in der EU. (tagesanzeiger.ch)

Affäre Opel - Opel fordert vier Milliarden Euro an Staatshilfen. Autobauer zahlte bisher keine Steuern in Deutschland: Gewinne gingen an GM, Verluste wurden in Deutschland geltend gemacht. Wöhrl (CSU): Kaum Rettungschancen. Staatshilfen in Milliardenhöhe „höchst fragwürdig und unwahrscheinlich“. (mmnews.de)

BRDDR – Ein Volk, ein Land, ein Staatsbankrott! Schlimmer geht’s immer. Immer stärker fegt der Finanz-Tsunami über unsere Welt hinweg und die Suche nach Schuldigen geht munter weiter. Wer ist eigentlich schuldig? Der gierige Manager, der dumme Banker, der inkompetente Politiker? (be24.at)

Im „russischen Detroit“ geht die Angst um - Nicht nur in den USA stehen die Autobauer vor dem kollektiven Kollaps, auch im Reich der Ladas. Im Januar brach die Autoproduktion Russlands im Jahresvergleich um desaströse 80 Prozent ein. (handelsblatt.com)

Länder sind auf das Ausland angewiesen. WIIW: Die CEE-Staaten können kaum etwas gegen die Krise unternehmen, einige Länder wie Serbien, Kroatien und die Ukraine schlittern in die Rezession. (derstandard.at)

Desaströser US-Arbeitsmarkt - Die US-Arbeitsmarktdaten für Februar 2009 zeigen wie dramatisch die derzeitige Wirtschaftlage in den USA ist. Die Arbeitslosenquote erreicht mit nun 8,1% ein 26-Jahreshoch bzw. den höchsten Stand seit Dezember 1983 (8,3%). Weiterhin ungebrochen ist auch der im Februar gemeldete hohe Stellenabbau von saisonbereinigten -651‘000 Jobs! Das dritte Mal in Folge ergibt sich ein Stellenabbau von über -600‘000! So eine drastische Negativserie ist seit Beginn der Datenerhebung durch das Bureau of Labor Statistics (BLS) im Jahre 1939 noch nie vorgekommen! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)



Sachen zum Lachen (... wenn sie nicht so ernst wären!):


Obama: Erste graue Strähnen nach nur 44 Tagen als Präsident. Erst sechs Wochen im Weißen Haus und schon graue Strähnen – das Amt des US-Präsidenten scheint Barack Obama (47) schwer zuzusetzen. (bild.de)



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