Montag, 2. Februar 2009

Hast du schon ein Krisenlager angelegt?

Ich war gestern die A2 (Südautobahn) unterwegs. Bei Hartberg habe ich nächtens für einen kleinen Espresso bei einer Raststation gehalten. Üblicherweise ist es ein Treffpunkt von Truckern. Diesmal war ich ganz alleine im Café ... mit Ausnahme der Kellnerin. Diese sagte mir, dass die ASFINAG laufend Zählungen auf den Autobahnen durchführt und im Jänner nach einem 25% Rückgang im Dezember einen weiteren Rückgang von über 30% festgestellt hat! Vor allem bei LKWs!

Ein Freund, er arbeitet als Manager im Lebensmittelhandel, er berichtet von Speditionen, die (meist vergeblich) nach Fracht suchen. Sehr oft ist nur eine Fahrt beladen, die andere leer ...

... zieh selbst deine Schlüsse daraus!

Unterwegs, weil ich meine Familie besuchte. Dabei kam, auch ohne meine Anregung, immer wieder die "Krise" als Thema auf den Tisch. Wohl weil ich und auch mein Bruder ein Krisenlager angelegt haben. Davon wollen nach wie vor viele nichts wissen und belächeln solche Aktionen nur mitleidig. Nochmals, ich mache dies NICHT zum Spass und empfehle dies auch NICHT aus einer Laune heraus.

Wer Verantwortung für eine Familie trägt, sollte sich verdammt genau überlegen, ob er es überhaupt unterlassen darf, kein Krisenlager anzulegen! Es gibt KEINE Ausreden und Ausflüchte. Denn wenn es soweit ist, fragen dich deine Kinder, deine Frau, dein Mann: "Warum haben wir nichts mehr zu essen?" Ich wäre dann gerne ein Mäuschen, nur um deine Antwort zu hören!!

... "Wir hatten keinen Platz" - "Wir brauchten das Geld für wichtigere Dinge" - "Das konnte niemand voraus sehen" ...

Es ist in der Tat unglaublich, dass dieses System kollabiert. Ich würde es wahrscheinlich kaum glauben, wenn ich mich nicht so sehr damit beschäftigen würde und jetzt nicht mehr glaube, sondern weiss: ES GIBT KEINEN AUSWEG, ES GIBT KEINEN PLAN B, ES GIBT KEINE RETTUNG! ... und zwar bald.

Ich bin weder Pessimist noch Untergangsguru, aber die Meldungen und Analysen, die publiziert werden, werden immer extremer und unheilvoller. Längst haben wir schon aufgegeben, uns eine Vorstellung jener Summen zu machen, die genannt werden. Was ist schon eine Milliarde, wenn plötzlich Billionen ins Spiel kommen. Die ersten Insider als Überläufer plaudern über dieses Spiel mit den Kundengeldern. Verdammt, es ist wirklich kein Wunder, dass unser Finanzsystem explodiert! Ich versuche Realist zu sein, zu sagen, die Welt geht nicht unter, aber bereitet euch auch extrem schwierige Zeiten vor! Und ja, es wird wieder bergauf gehen ... doch wir haben noch eine gewaltige Bergabfahrt vor uns. Jetzt über den irgendwann stattfindenden Aufschwung zu reden ist unseriös und sinnlos. Wir wissen noch nicht einmal, was uns bleiben wird, wer überlebt!

Wenn das System zusammenbricht - und das wird plötzlich und rasend schnell passieren - bricht klarerweise auch die Versorgung zusammen. Geld wird plötzlich fast keines mehr verfügbar sein, von der Bank wird man kaum abheben können, Supermärkte werden leer gekauft (mit den Bargeldreserven) und die ersten Plünderungen und Ausschreitungen könnten beginnen. Im Grunde ein Horrorszenario, das uns aber nicht erspart bleiben wird. Für diese Zeit, es wird sich um mehrere Wochen handeln, sollte die Grundversorgung bereits eingelagert sein! Für die Zeit, bis es wieder Geld, vermutlich eine neue Währung, Lebensmittelmarken oder regionales Notgeld gibt und die Infrastruktur langsam wieder aufgebaut wird.

Es ist nicht jene uns aus dem Fernsehen bekannte Situation, wo es nur zu einem regionalen Zusammenbruch kommen wird und durch Hilfslieferungen die Versorgung recht und schlecht aufrecht erhalten werden kann. Es wird, wenn nicht weltweit, so zumindest in der sogenannten zivilisierten Welt kaum ein Staat nicht betroffen sein. Einige natürlich stärker, einige weniger stark. Dass es unmittelbar auch zu Aufständen, Unruhen und Revolten kommen wird, ist sicher! Vor allem, weil die Staaten, Länder und Kommunen kaum vorgesorgt haben. Und wenn, dann nur für sehr kurze Zeit! Das wird jener Zeitpunkt sein, wo ihr auf euch alleine gestellt seid ...


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)


Krise & Banker: Nimms mit Humor (tagesanzeiger.ch)



Meldungen:

China stellt US-Anleihenkauf in Frage (mmnews.de)
Wie 320.000 Jobs verschwinden (ftd.de)
Harte Landung in China (derstandard.at)
Pulverfass Osteuropa (vienna.at)
Raiffeisen Zentralbank auf der Suche nach Geldquellen (wirtschaftsblatt.at)
EU bietet Island Beitritt in Rekordzeit an (spiegel.de)
Jetzt werden die Banken verstaatlicht (alles-schallundrauch.blogspot.com)
Kuriose Folgen des Bankenpakets (kurier.at)
Zwölf Prozent mehr Arbeitslose im Jänner (derstandard.at)
US-Regierung will Haus­besitzern zu Hilfe eilen (derstandard.at)
Wie? Was? Währungsreform? (weissgarnix.de)
Zorn gegen russische Krisenpolitik wächst (handelsblatt.com)
Drei US-Bankenpleiten auf einem Schlag (ftd.de)
Barack Obama hat nur einen Schuss (welt.de)
Peking fürchtet Unruhen wegen Jobverlust von Millionen Arbeitern (spiegel.de)

Phase 3 der Krise (hartgeld.com) ... unbedingt lesen!



Ein Insider packt aus - Ein Rentenhändler über Hintergründe des Finanzsystems und Abgründe bei Lebensversicherungen. Nach Bad Bank Bad Lebensversicherung? Der große Knall steht noch bevor. "Unsere Kinder werden uns dies für unser ganzes Leben vorwerfen und spätere Generationen werden mit dem Finger auf unsere heutige Unverantwortlichkeit zeigen." (mmnews.de)

Bewährungsprobe für den Euro. Zahlreiche Experten sind sich sicher: Die europäische Gemeinschaftswährung wird kommende Woche einer neuen Belastungsprobe ausgesetzt. Am Scheideweg stehen zudem die Währungen extrem wackeliger Volkswirtschaften. (ftd.de)

Finanzkrise: Währungsschnitt unausweichlich - Die Art und Weise, wie die Politik auf die Krise reagiert, erinnert an einen Tschernobyl-Witz: Die rote Warnlampe ging an und ein russischer Ingenieur löste das Problem, indem er die Birne rausschraubte. (mmnews.de)

"Der Gott Markt ist bankrott" Das Weltwirtschaftsforum fand am Sonntag seinen Abschluss – ohne konkrete Antworten, aber mit viel Kritik. (kurier.at)

Jetzt mal ehrlich. Neues aus der Krise: Die Politiker wissen, dass die Lage schlimmer ist, als das Volk glaubt. Aber zugeben wollen sie es nicht. Es ist Zeit, alle Karten auf den Tisch zu legen. (zeit.de)

Die Antwort der Politiker auf soziale Unruhen und Wirtschaftskrise: Mehr Kotz- und Tränengas fürs Volk. Das diesjährige Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos ist ein Spiegelbild des Verfalls. Und während die dort versammelten Politiker, Wirtschaftsführer und Journalisten krampfhaft bei Lachsschnittchen und Champagner die »Welt für die Zeit nach der Krise gestalten« wollen (so das offizielle Motto), haben die Regierungschefs in ihren Heimatländern einen von den Medien ausgeblendeten Geheimauftrag erteilt: die Vorräte der staatlichen Sicherheitsorgane an Tränen- und Kotzgas müssen aufgefüllt werden, denn man erwartet überall in Europa schwere soziale Unruhen. Seit Freitag gehen nun auch in Großbritannien landesweit die Arbeiter auf die Strasse. Und die Regierenden bekommen zunehmend Angst vor der eigenen Bevölkerung. Die Berichterstattung darüber ist politisch nicht korrekt. Deshalb schauen deutsche Medien lieber erst einmal krampfhaft weg. (kopp-verlag.de)

Das Bankgeheimnis - Wer glaubt, dass es im obskuren Privileg besteht, sein Vermögen zu verschleiern, der kennt nur die halbe Wahrheit. Das eigentliche Geheimnis schlummert in den Büchern der Banken: Es besteht darin, aus dem Nichts Geld zu machen, oder genauer gesagt, aus dem "Vermögen" des Bankiers einen privaten Schatz zu schlagen. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Was gerade vor sich geht, ist unvorstellbar! Harvard-Professor Kenneth Rogoff ist kein Fan der Bad Bank, er fordert radikalere Maßnahmen: Die Verstaatlichung von Banken. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt der ehemalige IWF-Chefvolkswirt die Vorteile eines "kontrollierten Konkurses" - und warum sich Europa schneller erholen wird als die USA. (spiegel.de)

Die Schulden der USA - Die Ankündigung Chinas, bei US-Anleihen in Zukunft auf das "Risiko" zu achten, birgt Sprengstoff. Für über 3 Billionen Dollar haben die USA bisher Anleihen ans Ausland verkauft. Und es werden praktisch täglich mehr. Hier eine Liste aller Gläubigerstaaten. (mmnews.de)

Die legale Revolution hat in den USA begonnen - Hunderttausende Eigenheimbesitzer können in den USA ihre Hypotheken nicht mehr bezahlen und stehen deshalb von den Banken her unter Zwangsversteigerung, müssen ihre Häuser verlassen, wissen aber nicht wo sie hin sollen. (alles-schallundrauchblogspot.com)

Ostrisiken der Banken sind höher als bisher angenommen. In den offiziellen Zahlen ist die Bank Austria, Tochter der italienischen UniCredit, nicht berücksichtigt. So steigt der Anteil der Ostkredite am BIP auf rund 100 Prozent. (wirtschaftsblatt.at)


Tipp zum Bunkern:
Baseball-Schläger - ich als Pazifist kann zur Verteidigung der Wohnung bzw. des Lebensmittelbunkers in Krisenzeiten keine wirkliche Waffe, wie Revolver, Pistolen, u.ä., empfehlen. Allerdings kann dir ein harter Baseballschläger durchaus gehörigen Respekt verschaffen! (Erhältlich im Sportfachhandel)



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