Freitag, 13. Februar 2009

Gold (Aurum)

Gold ist ein chemisches Element und Edelmetall. Das Symbol Au für Gold leitet sich von der lateinischen Bezeichnung Aurum ab.

Gold zählt zu den ersten Metallen, die von Menschen verarbeitet wurden. Dies liegt daran, dass Gold einerseits die auffallende gelbe Farbe zeigt, andererseits auch gediegen, also als Element, in der Natur vorkommt und nicht erst aus Erzen chemisch isoliert werden muss.

Außerdem lässt sich Gold sehr gut mechanisch bearbeiten. Die leichte Legierbarkeit mit vielen Metallen, die moderaten Schmelztemperaturen und die günstigen Eigenschaften der Legierungen machten Gold als Werkstoff sehr attraktiv. Aufgrund seiner Farbigkeit, der Korrosionsbeständigkeit, die der Beständigkeit des Glanzes zugrunde liegt, Seltenheit und auffallender Schwere wurde es in vielen Kulturen vor allem für rituelle Gegenstände verwendet. Die Goldgewinnung begann vermutlich in der Kupferzeit. In Mitteleuropa lassen sich goldene Gegenstände seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr. nachweisen, in Südosteuropa bereits ab ca. 4000 v. Chr. (Gräberfeld von Warna). Es wurde etwa im goldenen Hut von Schifferstadt und der Himmelsscheibe von Nebra verarbeitet.

Seit alters her war Gold in Europa, Asien und Afrika sehr begehrt. Die Fahrt der Argonauten zum Goldenen Vlies nach Kolchis stellt die wohl früheste dokumentierte weite Seefahrt der Griechen dar. Das Alte Testament spricht vom Goldenen Kalb, das sich die Israeliten als Götzenbild herstellten, während Moses die Zehn Gebote empfing, und vom Goldland Ophir. Die Gier nach Gold wurde zum Grund für Kriege, Plünderungen und Eroberungszüge.

Das Neue Testament erwähnt Gold im Zusammenhang mit den weihnachtlichen Huldigungsgeschenken, die die Weisen aus dem Morgenland dem neugeborenen Jesus nach Bethlehem (neben Weihrauch und Myrrhe) mitbringen (siehe Matthäusevangelium, Kapitel 2, Vers 11).

Die Ägypter beuteten Vorkommen in Oberägypten und Nubien aus. Die Römer nutzten Fundstätten in Kleinasien, Spanien, Rumänien und Germanien.

Auch in Südamerika und Mesoamerika begannen die Menschen schon früh mit der Goldgewinnung und Goldverarbeitung. So verfügten beispielsweise die Mochica in Peru bereits Anfang des 1. Jahrtausends über eine hochentwickelte Kultur der Goldverarbeitung, die die Legierungsbildung (Tumbago und Vergoldung) einschloss. Für rituelle Zwecke wurden Gegenstände aus mehreren Kilogramm Gold hergestellt.

Der Traum der Alchemisten des Mittelalters war die Herstellung von Gold. Die ersten Goldfunde in Mittel- und Südamerika lockten nach den Fahrten von Christoph Kolumbus europäische und insbesondere spanische Eroberer an, die die indigenen Kulturen zerstörten und das Gold in Galeonen nach Europa schafften. Spanien wurde so vorübergehend zur reichsten Nation Europas.

Immer wieder lockten Goldfunde große Scharen von Abenteurern an. Im 19. Jahrhundert kam es auf verschiedenen Kontinenten zu Goldrausch genannten Massenbewegungen in die Fundgebiete großer Goldmengen; Beispiele hierfür sind der kalifornische Goldrausch im Jahre 1849 und der Goldrausch des Jahres 1897 am Klondike River in Alaska. Auch in Australien und Südafrika kam es zum Goldrausch. Kaum einer der Goldsuchenden wurde jedoch durch bergmännischen Goldabbau oder Goldwäsche reich.

Auch heute führt der schwankende Goldpreis oft zu sozialen Verwerfungen: So hat der fallende Goldpreis zu einer starken Verarmung des Bevölkerungsteiles in Afrika geführt, der von der Goldproduktion lebt. Im brasilianischen Amazonasraum ist der informelle Goldabbau durch Garimpeiros oft mit schwerwiegenden sozialen und ökologischen Folgen verbunden.

Die Vorkommen sind weltweit verstreut; zirka 40 Prozent des heute bergmännisch geförderten Goldes kommen aus Südafrika, den USA, Australien und Russland. Der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste beträgt 0,004 ppm. Die jährliche Förderung beträgt heute rund 2600 Tonnen, etwa hundertmal mehr als im 19. Jahrhundert. Aktuell wird in zwei Jahren mehr Gold gefördert, als in den tausend Jahren des Mittelalters zusammen dokumentiert ist.

Da Gold in der Natur meist gediegen (elementar, metallisch) vorkommt, ist es bei dessen Gewinnung nicht nötig, es aus Erzen chemisch zu reduzieren, um es von anderen Elementen zu trennen (wie es insbesondere für Eisen im Hochofenprozess geschieht). Die Schwierigkeiten der Gewinnung von Gold bestehen darin, es von dem Gestein zu trennen, in dem es enthalten ist. Wenn gelegentlich von Golderz die Rede ist, ist damit goldhaltiges Gestein gemeint.

Das meiste Gold wird derzeit in Südafrika gefördert, gefolgt von den USA, Australien und der Russischen Föderation.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Metallen kommt Gold meist gediegen vor und muss nicht durch Reduzieren aus Erzen gewonnen werden (wie beispielsweise Eisen), sondern wird nur mechanisch aus dem umgebenden Gestein gelöst. Da Gold aber chemisch wenig reaktiv und damit schwer zu lösen ist, werden spezielle Verfahren zur Goldgewinnung angewendet. Direkt sichtbares Gold in Form von Nuggets oder Goldstaub ist eine Rarität. Das meiste Gold in den Vorkommen liegt in kleinsten Partikelchen im umgebenden Gestein fein verteilt vor und entgeht somit den Versuchen, es mit einfachen Verfahren zu sammeln. In der Praxis werden mehrere Verfahren miteinander kombiniert, um die gewünschte hohe Ausbeute zu erhalten. Bis auf die Cyanidlaugerei, die Ende des 19. Jahrhundert entwickelt wurde, und neuere Verfahren, bei denen durch spezielle Bakterien Gold konzentriert wird, wurden aufgrund der leichten Durchführbarkeit die Goldwäscherei und Amalgamation – auch in Kombination – schon in der Antike durchgeführt. Gold fällt auch als Nebenprodukt bei der Raffination anderer Metalle an und wird in großem Umfang wiedergewonnen. Technisch ist daneben auch die Synthese von Gold durch Kernfusion, sowie die Gewinnung von Gold aus dem Meerwasser möglich, was aber aufgrund hoher Kosten bei geringer Ausbeute unwirtschaftlich ist.

Gold dient in Form von Goldmünzen und Barrengold als internationales Zahlungsmittel und wird von vielen Zentralbanken der Welt als Währungsreserve eingelagert, obwohl heute die Währungen nicht mehr durch Goldreserven gedeckt sind.

Gold wird oft als langfristige Wertanlage angesehen. Dies gilt speziell bei Krisen und in Zeiten von Hyperinflation. Jedoch kann der Goldpreis von Marktteilnehmern mit großen Goldreserven, etwa Zentralbanken und Goldminen-Gesellschaften, erheblich beeinflusst werden. Soll der Goldpreis sinken, so wird Gold verliehen (um Leerverkäufe zu provozieren) oder verkauft, oder aber die Goldproduktion wird gesteigert. Soll der Goldpreis steigen, so kaufen die Zentralbanken Gold auf bzw. die Goldproduktion wird gedrosselt. Allerdings haben hier die goldbesitzenden Zentralbanken auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, so umfasste der gesamte Goldbesitz aller Zentralbanken im Dezember 2005 nur etwa 19 % der weltweit vorhandenen Goldmenge von 153.000 Tonnen.

Der Preis des Goldes wird auf dem offenen Markt bestimmt. Das geschieht seit dem 18. Jahrhundert in London. Seit dem 12. September 1919 treffen sich wichtige Goldhändler in einer Rothschild-Bank in London, um den Goldpreis formal zu fixieren. Seit 1968 gibt es ein weiteres tägliches Treffen in der Bank um 15 Uhr Londoner Zeit, um den Preis zur Öffnungszeit der US-Börsen erneut festzulegen.

In der gesamten Geschichte der Menschheit wurden bisher schätzungsweise 155.000 t Gold geschürft. Der weltweite Bestand (Dezember 2005) von 153.000 Tonnen entspricht einem Würfel mit fast 20 m Kantenlänge oder fast 8000 Kubikmetern reinem Gold.

Verwendung dieser Goldmenge (Schätzung 2007):

  • 28.600 t (18 %) Gold gehören Zentralbanken und anderen Währungsinstitutionen
  • 79.000 t (51 %) Gold sind in Schmuck verarbeitet.
  • 18.000 t (12 %) Gold sind in Kunstgegenständen verarbeitet.
  • 25.000 t (16 %) Gold sind in Privatbesitz (Investoren) – in Form von Barren und Münzen.

[Quelle: Wikipedia]


Gold ist das sicherste und wahrscheinlich einzige Rettungsboot!!! Jetzt ins Gold gehen, in wenigen Wochen ist es zu spät!!


Johannes (





Meldungen:

Teufelspakt der Weltwirtschaft (sueddeutsche.de)
Finanzieller und intellektueller Bankrott (goldseiten.de)
Die FED, der Staat und das Geld (ftd.de)
Goldmanie - verdoppelt sich bald der Preis für das Edelmetall? (kopp-verlag.de)
Firmen sterben wie die Fliegen (handelsblatt.com)
Kommt es in Russland zu einem neuen Bankrott? (kopp-verlag.de)
EU sieht Produktion kollabieren (ftd.de)
Neuer Ramsch mit "AAA" (ftd.de)
China brechen Exporte im Rekordtempo weg (handelsblatt.com)
Rot-weiss-rot sieht Rosarot (derstandard.at)
Recession 'worst for 100 years' (bbc.co.uk)

Bitte spenden sie für einen guten Zweck (hartgeld.com)



Streng geheim: Faule Wertpapiere für 18,1 Billionen Euro bei westlichen Banken. 17 Seiten umfasst ein als "streng geheim" eingestuftes internes Papier der EU-Kommision in Brüssel, in dem ungeschminkt die Wahrheit über die desolate Wirtschaftslage im Finanzsystem beschrieben wird. Danach gibt es derzeit bei europäischen Banken faule oder derzeit unverkäufliche Wertpapiere im Wert von 18,1 Billionen Euro. Nicht Milliarden, nein - Billionen. 44 Prozent aller Vermögenswerte europäischer Banken sind demnach derzeit "faul". Seit Februar 2003 - also seit genau sechs Jahren - wusste die Bundesregierung schon um die wachsenden faulen Vermögenswerte und um die daraus resultierenden Risiken. Das ist für jeden per Mausklick einsehbar. Getan hat sie nichts. (kopp-verlag.de)

USA und GB bald ohne AAA? Schulden der USA vor Herabstufung? Nachdem die Ratingagentur S&P bereits die höchste Bonität in Frage stellte, sieht nun auch Moody's Probleme beim Topschuldner: Finanzkrise stellt "AAA"-Rating der USA auf die Probe. Ebenso ist das Toprating von Großbritannien gefährdet. (mmnews.de)

Der Tag an dem das Weltfinanzsystem vor dem Kollaps stand - Hier die Aussage des republikanischen Kongressabgeordneten Paul Kanjorski aus Pennsylvania, Vorsitzender des Capital Markets Subcommittee: „Ich war da, als der Finanzminister und der Chef der Federal Reserve mit Mitgliedern des Kongress sprach und uns erzählte was los ist. Es war am 15. September 2008. (alles-schallundrauch-blogspot.com)

Vorsicht bei Wertpapierdepots, vertraut den Banken nicht - Nehmen wir mal an, ihr stellt euer Auto in ein Parkhaus ab, um es irgendwann später wieder abzuholen. Jeder von uns geht davon aus, das Auto ist jetzt „treuhänderisch“ beim Parkhausbesitzer gut aufgehoben, schliesslich bezahlt man Parkgebühren dafür. (alles-schallundrauch-blogspot.com)

Der gosse Selbstbetrug - In der Financial Time Deutschland ist mir ein sehr interessanter Kommentar aufgefallen. Verfasser Sven Clausen beschreibt hier in "Der grosse Selbstbetrug" eine sich fortwährende Wiederholung der Systeme in Bezug auf uns selbst, dem Menschen. Zitat: "Nach jedem Absturz jammert die Menschheit über das böse Wesen des Kapitalismus. Sie fordert zu viel. Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, kein humanistisches Erziehungsprogramm". So schaut´s aus. (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)

Wirtschaftskrise bedroht USA - US-Geheimdienstchef: Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen derzeit größte Gefahr für die Vereinigten Staaten. Ernsthafte Schäden für die strategischen Interessen der USA befürchtet. (mmnews.de)

Goldpreis Rekord in Euro. Gold setzt nach langer Konsolidierung zu Höhenflug an. Zweifel an Stabilität des Papiergeldes und explodierende Staatsdefizite verteuern Edelmetalle. (mmnews.de)

"Wir hassen Euch" - China kommt von US-Treasuries nicht los. Auch wenn die enorme Verschuldung den Dollar drücken dürfte: Peking will auch in Zukunft amerikanische Staatsanleihen kaufen. Die Skepsis, mit der die Regierung des Landes auf das US-Finanzsystem blickt, ist allerdings ungebrochen. (ftd.de)

Abblitzen an allen Fronten - Österreichs Politiker blamieren sich in Brüssel und Osteuropa. (derstandard.at)

Der Greenspan war's ... und nicht der Lehman: Warum die gängigen Krisendeutungen, wonach "es" die Banker verbockt hätten, falschliegen. (derstandard.at)



Keine Kommentare: