Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Währungsreform kommt

Ich beziehe mich auf den heute verlinkten Artikel von mmnews.de (Währungsreform kommt). In dem Artikel geht es in erster Linie über den US-Dollar und die hohe Wahrscheinlichkeit, den Staat durch eine Währungsreform zu entschulden. Kann das auch dem Euro passieren und wie hoch ist beim Euro die Wahrscheinlichkeit?

Um Prognosen abzugeben, bewegt man sich in einem schwierigem Bereich. Es gibt zwar Beispiele aus der Geschichte, doch jede Krise, jeder Crash hat eigene Gesetze. Zu oft wird mit der Krise und der grossen Depression der 20er Jahren verglichen. Doch heute ist grundsätzlich vieles anders und damit nicht vergleichbar. Die Welt ist kleiner geworden, d.h. wir müssen die Globalisierung miteinbeziehen. Jeder regionale Markt, jede Währung hat schlussendlich Einfluss auf das ganze System (mehr oder weniger). Die Summen sind viel, viel höher, sowohl von der im Umlauf befindlichen Geldmenge, wie auch von all den Anlagepapieren (Aktien, Strukturpapiere, Devirate, Pfandbriefe, Anleihen, etc.) und damit auch den Verlusten. Staaten, wie beispielsweise die USA, haben sich ebenfalls grundlegend geändert. Waren in den 20er Jahren noch äusserst produktive Unternehmen im Land, so ist die Produktion heute weitgehend in den asiatischen Raum verlagert worden. Die Vereinigten Staaten sind ein Dienstleistungssaat geworden, die echte Produktivität ist in den letzten Jahren enorm gesunken. Selbst ein Symbol der USA, die Levis-Jeans kommen aus Asien. Zusätzlich kommt noch dazu, dass immer noch nicht mit offenen Karten gespielt wird. Wieviele "Bad Papers" noch ans Tageslicht kommen werden, kann überhaupt nicht abgeschätzt werden. Es wird aber vermutlich noch einige Beben geben, die grösser sein werden, als alles bisher dagewesene. Die Staatsverschuldung explodiert geradezu und die Obama-Euphorie ebbt jetzt ab ...

Würde die Situation sich ungefähr so weiterentwickeln wie bisher und der "Todesstoss" ausbleiben, könnte es in einigen Jahren wieder einen Aufschwung geben. Dann allerdings ist die Staatsverschuldung so gigantisch hoch, dass nach jetzt herrschenden Regeln mehrere Generationen für diese Billionen zahlen müssten. Falls dies überhaupt noch tilgbar ist, denn es explodieren ja auch die Zinszahlungen!

In solchen Situationen hilft nur ein entschulden in Form einer Währungsreform. Dabei könnte man einige Investoren wie China, Japan oder Europa verärgern. Denn die Anleihen oder Dollarbestände wären plötzlich nur mehr einen Bruchteil wert. Doch die Währungsreform wird den Amerikanern nicht erspart bleiben!

Ebenso verhält es sich mit Euro-Europa, nur die Voraussetzungen sind andere. Derzeit fragt man sich, wie lange es dauert, bis Staaten wie Griechenland, Spanien oder Irland, aber auch Italien bankrott sind und den Euroverbund verlassen werden. Denn eine mögliche eigene Währung könnte mehr Spielraum lassen - z.B. mit Abwertungen, wie sie in der Vergangenheit immer wieder praktiziert wurden, um den Export anzukurbeln. Doch was passiert bei einer Einführung einer neuen Währung mit den Staatsanleihen, die dann kaum mehr zurückzahlbar sein werden und ebenfalls währungsberichtigt werden, das heisst, nur mehr einen Bruchteil wert sind. Hinzu kommt, dass wenn der eine oder andere Staat aus dem Euroverbund ausschert, es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer gewaltigen Kapitalflucht aus dem Euro kommen wird. Dann wird der Euro seinen Wert und auch das Image verlieren. Ein möglicher Kollaps wäre des Ergebnis.

Noch gibt es - zumindest offiziell - kein derartiges Szenario. Die Politiker versuchen optimistisch zu sein und die Unantastbarkeit des Euros vorzutäuschen. Denn mit dem Ende des Euro und der Wiedereinführung regionaler Währungen sind gigantische Verluste zu erwarten, die niemand abfangen kann ... auch die Staaten selbst nicht. Allerdings kann auch auf diesem Weg entschuldet werden. Aufstände, Unruhen und Rebellion sind dann sehr wahrscheinlich. Und davor haben die Politiker die meiste Angst! Um die eingangs gestellten Fragen zu beantworten, ja, eine Währungsreform bzw. ein Kollaps des Euro ist nicht nur sehr wahrscheinlich, sondern unumgänglich. Es ist nur eine Frage der Zeit!

Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)

Achtung Satire: Anruf bei der "Bad Bank" (alles-schallundrauch.blogspot.com)


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Währungsreform kommt. Nicht ob, sondern wann es zu einer Weltwährungsreform kommt, ist die Frage. Wüßte der Bürger, dass der gedruckte Wert auf irgend einer Geldnote eine wahre Lüge ist, würde das Vertrauen in den Geldwert zusammenbrechen. (mmnews.de)

Enteignung, Notstandsgesetze, Verteidigungsfall. Grundrechtsbeschränkende Notstandsverfassung sind nicht mehr fern. Die entsprechenden Begriffe haben sich bereits eingebürgert. Widerstand zwecklos. (mmnews.de)

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Soziale Unruhen in Deutschland: Das Gesamtsystem Bundesrepublik ist in Gefahr. Die Finanzkrise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht, Politiker reden von globaler Rezession und dem Anstieg der Arbeitslosigkeit als Folge einer einsetzenden Kreditklemme. Für die Bestsellerautoren Marita Vollborn und Vlad Georgescu steht indes fest: Die Krise war hierzulande seit langer Zeit vorhersehbar, wichtige Aufsichtsratsposten der Finanzbranche seit jeher mit politischen Mandatsträgern besetzt. Fazit des Autoren-Duos: Die Zeichen stehen in Deutschland auf Sturm, soziale Unruhen und Revolten könnten das Straßenbild bestimmen. Mit solchen Thesen wartet das Sachbuch „Brennpunkt Deutschland – Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht“ auf, das am 10. Februar 2009 im Bastei Lübbe Verlag erscheint. Lifegen.de sprach exklusiv mit beiden Autoren des Werks über die akuten Risiken für die Bundesrepublik. (lifegen.de)

Warnung vor einem Flächenbrand. Die wilden Streiks in Großbritannien gegen Gastarbeiter aus dem EU-Ausland lassen in Europa die Alarmglocken läuten. Ein neues Schreckensgespenst geht in der Europäischen Union um: Die Angst vor Anti-Ausländer-Arbeitskämpfen. (kurier.at)

Bei der AUA ist die Lage dramatisch. Wenn die Pläne der neuen Führung nicht greifen, droht die Pleite. Das Budget für 2009 ist ob der Krise obsolet. Mehr Billigtickets sollen die Nachfrage ankurbeln. (derstandard.at)

Das Ende der Flitterwochen - US-Präsident Obama muss eine erste wirkliche Bewährungsprobe bestehen (derstandard.at)

Ungarn: Angst vor Kreditkollaps wächst. Für die ungarischen Kreditnehmer wird die Lage immer drastischer: Die Talfahrt des Forint geht beständig weiter. (derstandard.at)

SNAP für die Armen. SNAP ist die Abkürzung für das alte US-Food Stamp Program und steht nun für Supplemental Nutrition Assistance Program. Klingt doch irgendwie modern, fast nach gesund, dabei verbergen sich dahinter ganz schnöde Lebensmittelmarken, die wiederum klingen nach Wirtschaftkrise, gar nach der Großen Depression von 1929! Das US-Landwirtschaftsministeriums (United States Department of Agriculture - USDA) berichtete am 28. Januar 2009, dass die Anzahl der US-Bürger welche Lebensmittelmarken beziehen im November 2008 auf 31,097 Millionen Amerikanern gewachsen ist, ein Anstieg von +14% zum Vorjahresmonat. Dies liegt nur leicht unter dem Allzeithoch von unglaublichen 31,587 Millionen Bedürftige aus dem September 2008! (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)


Tipp zum Bunkern:
Nüsse - die gesunden Kalorienbomben. Schmackhaft, nahrhaft und gesund, dürfen sie in keinem Lebensmittelbunker fehlen. Achte bitte auf die Haltbarkeit! (Erhältlich im Supermarkt)




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