Mittwoch, 18. Februar 2009

Wann crasht der Osten?

Die Warnungen vor einem Crash in Osteuropa werden immer eindringlicher. Nur die Banken-Chefs (Treichl & Conrad) machen noch auf optimistisch und finden, es wird überhaupt nicht schlimm, denn die Ausfälle der Ost-Kredite wird sich in Grenzen halten ...

Hier wird das Volk (und eventuell auch die Politiker) wieder einmal für völlig blöd verkauft! Zur Erinnerung: Fast alle "Experten-Meinungen" bezüglich Krise waren vollkommen falsch, niemand dieser "Fachtrotteln" konnte nur annähernd diese Entwicklung vorausahnen! Nach ihren im Vorjahr abgegebenen Prognosen sollten wir uns schon wieder im Aufwind befinden ... tatsächlich wissen wir aber noch nicht, wie lange der Absturz noch andauern und wie hart die Landung sein wird. Einige Staaten in Osteuropa sind gerade im Kollabieren (Ukraine, Bulgarien, Rumänien, ...) und mit ihnen auch die Währungen. Ob es seitens der EU Hilfe geben wird, ist unwahrscheinlich, kann aber nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Ausblicke sind ruinös bis katastrophal! Dabei wird es zu Kreditausfällevon über 25% kommen! Die Erste und RZB sind bekanntlich überdurchschnittlich engagiert. Und für diese Verluste hat der österreichische Staat garantiert. Jetzt schwitzen einige Politiker mit Sicherheit gewaltig!

Nicht umsonst wird vor dem Risiko eines Crashes in Osteuropa eindringlich gewarnt. Deshalb hat es gestern auch einen immensen Kursrutsch an der Wiener Börse gegeben. Der ATX verlor über 8,6%, hauptsächlich wegen den Kursverlusten österreichischer Finanztitel - Erste Und Raiffeisen verloren weit über 10%.

Auch der Spread bei österreichischen Anleihen hat sich erhöht. Das heisst, der Staat muss für Garantien langfristiger Anleihen immer höhere Zinsen bezahlen. Der Zinssatz lag gestern bei 4,28%, schon über den spanischen Bonds und nahe bei den portugisischen, italienischen und belgischen. Wie lange noch kann Österreich noch auf diese Art seine Schulden vergrössern, wie lange ibt es noch Käufer für Anleihen? Oder springt dann die EZB ein? Denn dieses Problem hat nicht nur Österreich, sondern halb Europa!

Auf jeden braut sich im Osten ein gigantisches Gewitter zusammen, eine Superzelle. Wenn dieses Unwetter losbricht stehen auch Treichl, Conrad & Co ungeschützt im Sturm. Und die Regierung muss den Steuerzahlern erklären, warum man mit Volksvermögen die Verluste im osteuropäischen Ländern abdecken muss, statt dessen im Lande selbst versuchen die Konjunktur wieder ins Laufen zu bringen. Ein Horrorjob, dessen Tragweite Faymann und Pröll offensichtlich noch nicht bewusst ist ...


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)




[Quelle: hartgeld.com]


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Wie immer herrlich zu lesen: Der Pranger von Michael Winkler: Der Dampfkochtopf (michaelwinkler.de)

Aktuell: Spread der Ösi-Staatsanleihen (markets.ft.com)



Österreich riskanter als Italien - Die Republik wird für das Osteuropa-Engagement der Banken immer heftiger von den Finanzmärkten bestraft. Die Ausfallsgefahr österreichischer Staatsanleihen wird höher eingestuft als jene italienischer Papiere. (derstandard.at)

Dramatische Kurseinbrüche der Finanzwerte - Analyst: Osteuropäische Bankenwerte "praktisch ausgelöscht" - Als "blutigen Tag" bezeichnet der Osteuropa-Fondsmanager von Pioneer Investments Austria, Peter Bodis, das Kursgemetzel bei den osteuropäischen Bankenwerten am Dienstag. Der gesamte Bankensektor der Region stand kräftig unter Druck. Die Anteilsscheine der großen Geldinstitute brachen durchschnittlich im zweistelligen Prozentbereich ein. "Die Financials wurden heute praktisch ausgelöscht", beschreibt Bodis den Handelsverlauf. (derstandard.at)

Banken: Die Angst vor dem Crash in Osteuropa - Der Staat Österreich muss wegen des Osteuropa-Risikos der Banken immer höhere Zinsen für seine Anleihen bieten. Die Geldhäuser versichern aber, dass sie alles im Griff haben. Der ATX verlor über acht Prozent. (diepresse.com)

Gefährlicher Cocktail - Nach gut zehn Jahren Boom ziehen über Osteuropa immer dunklere Wolken auf. Entladen könnte sich das Gewitter am Ende über ganz Europa - insbesondere Österreich. Der Grund: Keine anderen Banken sind in der Region derart stark engagiert wie die heimischen. Je stärker das Wirtschaftswachstum in Russland, der Ukraine und dem CEE-Raum einknickt und Währungen abwerten, desto mehr müssen die Banken um Hunderte Mrd. Euro zittern. Doch das Problem ist längst - auch wenn eine gemeinsame Linie noch fehlt - eines der gesamten EU. (orf.at)

Schuldenlawine bedroht den Dollar - Noch besticht der Dollar durch relative Stärke. Doch laut Experten werden die Rettungspakete für Wirtschaft und Banken den Greenback belasten. Anleger flüchten aus Furcht vor Geldentwertung in die Krisenwährung Gold. (handelszeitung.ch)

GM will 47.000 Jobs streichen und fordert riesiges Hilfspaket. Radikalkur für die US-Autoindustrie: Branchengigant GM plant den Abbau Zehntausender Stellen und bittet um bis zu 30 Milliarden Dollar Staatsgelder. Was die Tochter Opel angeht, prüft Konzernchef Wagoner "alle Optionen" - und spricht mit der Bundesregierung. Auch Chrysler will 3000 Jobs kappen. (spiegel.de)

Chrysler: Mehr Hilfe nötig, mehr Stellen weg - Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler hat eine Ausweitung der Staatshilfen beantragt. Statt der ursprünglich beantragten sieben Mrd. Dollar Staatshilfen brauche Chrysler jetzt neun Milliarden, hieß es am Dienstag in dem aktualisierten Geschäftsplan des Konzerns an die US-Regierung. (handelsblatt.com)

Schwarzeneggers schlechtester Film - Gouverneur Arnold Schwarzenegger wird der Haushaltskrise seit Monaten nicht mehr Herr. Er ist politisch so abgewirtschaftet wie Kalifornien wirtschaftlich: Kaum etwas geht mehr im einstigen "Golden State". Der ist gnadenlos verschuldet, rettungslos veraltet und politisch unregierbar geworden. Der seit Monaten drohende Bankrott des beliebtesten und bevölkerungsreichsten Staates der USA spricht Bände über den Zustand der amerikanischen Utopie vom besseren Leben. Und Schwarzenegger taumelt einem echt traurigen Ende seiner Karriere entgegen. (handelsblatt.com)

Bankrun 2.0 - Wie geht es weiter mit der Krise? Gefahren und Panikpotenziale. Spurensuche in der Zukunft. Was ist zu tun? Analyse und Ausblick. (mmnews.de)

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Gerald Celente - In 2009 we’re going to see the worst economic collapse ever, the ‘Greatest Depression’, says Gerald Celente, U.S. trend forecaster. He believes it’s going to be very violent in the U.S., including there being a tax revolt. (russiatoday.com) >> deutsche Übersetzung auf hartgeld.com - LESEN!



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