Freitag, 2. Januar 2009

Zukunftsaussichten ...

Während der Feiertage gratuliert man zu Weihnachten und zu Neujahr. Auch ich führte unzählige Telefonate mit Freunden, Bekannten und Verwandten. Natürlich kam man auch immer wieder auf die Krise zu sprechen ... und bei einigen auf das Thema 2012. Erschreckend für mich waren die meisten Meinungen zur Krise, denn es besteht ein enormes Informationsmanko. Viele meinten, sie seien optimistisch und "so arg" wird es schon nicht werden! Die Vorstellung, dass der Dollar wirklich kollabiert, dass es zu Massenentlassungen kommen wird, dass die Grundversorgung zusammenbrechen kann, dass es Ausschreitungen geben wird, dass die EU und damit auch der Euro zerbricht, wird nicht ernst genommen oder einfach ignoriert ... oder eben wegen des Informationsmankos gar nicht wahrgenommen. Natürlich werden Zeitungen gelesen und Nachrichten gesehen. Doch dort wird die Realität nicht oder kaum geschildert. Oder die Zusammenhänge nicht aufgezeigt.

Ein Beispiel sind die Beiträge über Motortown Detroit, der Sitz der "Big Three", General Motors, Ford und Chrysler. Katastrophal die immer schlechter werdende Infrastruktur, Massenarbeitslosigkeit, düstere Zukunftsaussichten. Fotostrecken zeigen verlassene Viertel, Industrieruinen und geschlossene Läden. Wer kann, geht weg. Sollten die Autofabriken schliessen, ist die Stadt tot! Nun haben GM und Chrysler staatliche Hilfe bekommen. Mit den zwölf Milliarden können sie zwei oder drei Monate weiter arbeiten. Der Neuwagenverkauf fällt aber weiter. Neue Autos werden auf Halde produziert, in der Hoffnung, die Krise ist bald vorbei. Kredite und Leasingverträge werden kaum mehr gewährt. Die Amerikaner sparen! Spätestens im März brauchen die Autokonzerne wieder einige Milliarden! Um weiterhin Arbeitsplätze zu halten und Autos auf Halde zu bauen. Fraglich ist, ob selbst Obama dann noch helfen kann. Sperren einer oder zwei dieser Konzerne zu bzw. beantragen sie Gläubigerschutz, werden in kürzester Zeit mehr als drei Millionen Arbeitsplätze vernichtet! Inklusive der Zulieferindustrie, Auto- und Zubehörhandel. Drei Millionen Arbeitslose kann die USA allerdings nicht mehr finanzieren. Es kommt zu Aufständen, mit dem das Militär schon fix rechnet! Der Dollar fällt ins Bodenlose, Milliardenwerte werden vernichtet, die Wall Street crasht ... Dass dieses Szenario Europa und den Rest der Welt nicht berühren wird, glaubt wohl niemand. Denn nach wie vor ist der US-Dollar (noch) die Weltwährung. Allerdings, wie wahrscheinlich ist dieses Szenario? Wenn man die Medien durchsieht, so ist die Lage zwar ernst, ein "Gürtel-enger-schnallen" wahrscheinlich, aber kaum werden die Konsequenzen geschildert. Vor allem die Konsequenzen bei uns. Und wenn solch mächtige, aufgeblasene Konzerne fallen, spürt das fast jeder Mensch, denn es sind nicht nur die zwei, drei Unternehmen, die dichtmachen. Es betrifft auch Fabriken und Marken im Ausland (Opel, Saab, Chevrolet Korea, etc.), und damit auch das Umfeld in deren Ländern - so auch das GM-Motorenwerk in Aspern bei Wien. Selbst Opel könnte ohne Mutterkonzern kaum überleben, die einzelnen Länderunternehmen haben sich alle spezialisiert auf gewissen Module innerhalb des Konzerns. Es wäre tatsächlich ein globales Beben und wahrscheinlich auch der Beginn des Mega-Domino-Days ...

Anderes Beispiel, der interkontinentale Warenverkehr ist vor Weihnachten weitgehend zusammengebrochen. Es sind kaum mehr Schiffe mit Ladung unterwegs. Was, wenn die Lager leer sind? Zuerst verschwinden Waren, die nur kurz lagerfähig sind (Obst, Gemüse, Nahrungsmittel), danach beginnen langsam die ersten wirklichen Versorgungsschwierigkeiten, weil die Lieferungen ausbleiben. Die Regale werden leer ... Grund ist vor allem die Kreditkrise, weil die notwendigen "Letters of Credit" teilweise nicht mehr ausgestellt werden und teilweise nicht akzeptiert werden. Banken misstrauen Banken! Fabriken schliessen, Frächter gehen bankrott, die Supermärkte sind leer ...

In dieser Phase ist der Mensch plötzlich auf sich alleine gestellt. Hat er vorgesorgt, ist es gut ... hat er nicht vorgesorgt, tauchen plötzlich Probleme auf, an die man in einer "zivilisierten, kapitalistischen Gesellschaft" niemals gedacht hätte.

... denkt daran, liebe Freunde, es wird wohl so kommen! (... trotz allen Optimismus einiger Zeitgenossen!) Jetzt ist noch Zeit vorzusorgen, aber nicht mehr lange!

Einen kleinen Vorgeschmack, was kommen wird, konnten sich die Isländer bereits holen. Bei uns in Österreich sieht noch vieles stabil aus, noch. Doch wenn die ersten wirklich grossen Kredite im Osten platzen und die heimischen Banken in Schieflage geraten, wenn keine Bundesanleihen mehr abgesetzt werden können, Milliardenkredite aber trotzdem zurückgezahlt werden müssen ... bekommen wir schnell isländische Verhältnisse. Bedenklich ist die Aussage eines befreundeten Bankers, der mir gesagt hat: "Die Krisensitzungen tagen derzeit fast permanent, die Lage ist zum Zerreissen gespannt. Es gilt in Bankkreisen nicht ob eine Bank fällt, sondern welche die erste ist, die fällt!"

Allerdings kann keine wie auch immer geartete Prognose über den weiteren Verlauf gestellt werden, da sich die Situation täglich ändert. Ein wichtiges Zeichen ist allerdings der Goldpreis: überschreitet dieser die 1.000 $ Marke, beschleunigt sich die Situation progressiv. Dann bleibt wirklich nicht mehr viel Zeit, dann sollte die Vorsorge abgeschlossen sein - Bankenrun, Supermarktrn und Tankstellenrun sehr wahrscheinlich ... nicht nur bei uns!

Die neue Ausgabe des GEAB, die No. 30, ist herausgekommen. Das äusserst kompetente und seriöse Wirtschaftsmedium sagt ein Beschleunigen der Krise moit März 2009 voraus: "Die Welt erkennt, dass diese Krise schlimmer ist als die Weltwirtschaftskrise nach 1929". Nach eigenen Angaben waren rund 80% der für 2008 gemachten Prognosen richtig!
>> lesen!


Johannes (schnittpunkt2012@gmail.com)



Meldungen:

System steht vor neuen Belastungen (derstandard.at)
Bei den Währungen geht es rund (kurier.at)
Börsenkatastrophe 2008 (mmnews.de)
Zukunft ist, was wir daraus machen (mmnews.de)
Rettung dieses Finanzsystems - eine Illusion? (wirtschaftquerschuss.blogspot.com)
US-Notenbank kauft für 500 Milliarden Dollar Hypotheken-Papiere (nzz.ch)
Moskauer Börse markiert Rekord-Verlust (ftd.de)



Neue Hinweise auf Manipulation. Drei Monate sind vergangen, seitdem die CFTC die jüngsten Untersuchungen zur angeblichen Manipulation im COMEX-Silbermarkt einleitete. Das ist das dritte Mal in den ca. letzten vier Jahren, dass die Kommission Manipulationsvorwürfen beim Silber nachgeht. (goldseiten.de)

Opel-Mutter GM tankt mit Geld auf. Die US-Regierung unterstützt GM und dessen einstige Finanzierungstochter GMAC mit insgesamt sechs Milliarden Dollar, Chrysler verhandelt noch. (derstandard.at)

Im Billionenrausch - Das Display handelsüblicher Taschenrechner reicht nicht aus, um die "Zahlen des Jahres" 2008 anzuzeigen. (mmnews.de)

Obamas Kriegskabinett - Der Dezember hat weitere Enttäuschungen gebracht, jedoch keine Überraschungen. Obamas für die nationale Sicherheit Berufene stehen nicht (wie auch schon seine früheren Kandidaten) für den Wechsel. (hintergrund.de)

Letzte WARNUNG vor dem bevorstehenden GLOBALEN CHAOS !!! (politikglobal.blogspot.com)



Tipp zum Bunkern:
Saures Gemüse - früher haben die Hausfrauen meist selbst eingekocht - unsere moderne (bequeme) Lebensweise macht dies nicht mehr notwendig. Also müssen wir wieder kaufen ... und einlagern: Gurkerln, Senfgurken, Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Kapern, Oliven, Pfefferoni, Chillies etc. (Erhältlich in allen Supermärkten und auf Märkten)



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