Montag, 26. Januar 2009

Wie es kommen kann ... möglicherweise

Solange unser System noch irgendwie funktioniert, müssen wir alle mitspielen, das heisst, die Regeln des Systems beachten. Solltest du irgendwie das Glück haben, das System ausnützen zu können, dann mach´ es. Die Elite macht es ebenfalls, bis zu letzt, bis es nicht mehr geht!

Doch nebenbei, möglichst nicht öffentlich, solltest du dich für den Ernstfall vorbereiten. Ich versuche nun ein ungefähres Szenario zu erstellen, das allerdings so oder ein wenig anders eintreten kann. Doch die wichtigsten Punkte werden höchstwahrscheinlich eintreffen. Zeitangaben sind in diesem Fall sehr schwierig und nur als relativen Richtwert zu sehen, denn der Übergang von der Krise zum Crash kann ganz plötzlich kommen oder auch etwas sanfter in Tagen oder Wochen. Doch wenn der Worst-Case eintritt, dann ist es definitiv zu spät um mit den Vorbereitungen zu beginnen. Dann solltest du dich beuhigt zurücklehnen und wissen, dass der Aufprall dich nicht so schwer trifft, wie all jene, die nicht vorgesorgt haben.

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass, aus welchem Grunde auch immer, sich die Krise entschärft, es nicht zum globalen Crash kommt und nach einigen Jahren die Konjunktur wieder anspringt. Im schlechtesten Fall braucht du einige Zeit kaum Lebensmittel kaufen!

Wie wird die Krise sich jetzt weiter entwickeln?

Zunächst kommt es in den nächsten Wochen zu einer gewaltigen Welle von Unternehmensschliessungen, Konkursen und damit auch Entlassungen. Noch gibt es für die Arbeitslosen staatliches Geld, doch niemand weiss wie lange. Als nächstes gehen die ersten Staaten im EU-Raum, aber auch in der Euro-Zone bankrott. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die EU bzw. EZB versuchen, gemeinsam mit dem IWF (Internationaler Währungsfond) die Staaten mit Euro-Milliarden zu retten. Das kann vorübergehend für Entspannung sorgen, doch bald werden es zuviele sein, die zuviel Geld benötigen. Als Pleitekanditaten werden angesehen: Grossbritannien, Irland, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. In Schieflage geraten in relativ kurzer Zeit auch Österreich, Dänemark, Belgien und die Osteuropäischen Staaten.

Ob der eine oder andere Staat aus dem Euro-Verbund ausscheren wird und wieder eine eigene Währung einführt, kann noch nicht gesagt werden. Doch der Euro wird als Währung ziemlich unter Druck kommen und wahrscheinlich kollabieren. Für Staaten wie Italien oder Spanien würde eine eigene Währung von Vorteil sein, da sie selbständig abwerten können und sich so einen Vorteil verschaffen. Im Euro-Verbund ist das nicht möglich. Allerdings stellt sich die Frage, ob diese Staaten sich das leisten können. Denn um den Staatshaushalt sicherzustellen, müssen Staatsanleihen ausgegeben werden, auch um alte Anleihen abzudecken. Allerdings, wer in aller Welt sollte italienische Lira-Anleihen oder spanische Pesteas-Anleihen kaufen. Solange diese Staaten noch im Euroverbund sind, könnte die EZB ihre Anleihen in Euro aufkaufen und Millarden Euro neu drucken lassen ... dass dann der Euro kurz vor dem Kollaps steht, ist wahrscheinlich! Das werden die letzten Zuckungen sein, bevor der Patient ins Jenseits geht. Dann ist der Euro Geschichte!

In diesem Zeitrahmen wird auch der Zusammenbruch der Infrastruktur fallen. Denn wenn plötzlich jedem klar wird, dass der Euro instabil wird und damit auch die Hyperinflation zu galoppieren beginnt, wird jeder versuchen, zu retten, was zu retten ist. Ein Bankenrun wird entstehen und jeder wird versuchen, möglichst alles Geld, dass er von Bankkonten und Sparbücher flüssig machen kann, abheben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird es eine Abhebebeschränkung geben! Das heisst, pro Tag oder pro Woche darf nur ein bestimmter Betrag abgehoben werden. Wenn das Bargeld knapp wird, wird es verständlicher Weise auch einen Run auf die Supermärkte geben. Es wird alles gekauft, was nur irgendwie möglich ist. Die Regale der Supermärkte sind dann weitgehend leer. Hier werden auch bereits die ersten Plünderungen beginnen. "Rette sich wer kann!" Zur Lebensmittelknappheit wird auch eine Treibstoffknappheit kommen. Benzin und Diesel werden rationiert.

Weitere Unternehmen werden bankrott gehen, noch mehr Arbeiter und Angestellte auf die Strasse geschickt. Der Staat hält nur mehr die wichtigsten Strukturen aufrecht, weil er die meisten Beamten nicht mehr bezahlen kann. Auch die Steuereinnahmen werden drastisch zurück gehen. Der Weg ins Chaos ist frei.

Und doch wird es in dieser Phase die ersten "Krisengewinner" geben. Dazu wird in jedem Fall der Bauernstand zählen, weil er das Volk so gut als möglich ernähren wird. Doch die Lebensmittel von den Bauern werden sehr teuer werden - egal ob es sich um Fleisch, Eier oder Gemüse handelt. Kleine Geschäfte, die Waren oder Dienstleistungen anbieten, die tatsächlich gebraucht werden, zählen ebenfalls zu den Gewinnern (Bäcker, Greissler, etc.).

Durch den Zusammenbruch des Staates und dessen Strukturen wird der Immobilienmarkt stagnieren. Zwar werden einige, die noch Geld haben, versuchen Schnäppchen zu kaufen, doch das werden nur sehr wenige sein. Immer mehr hingegen werden die Kredite für ihr Haus oder Wohnung nicht mehr zahlen können bzw. auch nicht die Miete. Banken und Hausbesitzer werden anfangs versuchen die Immobilien zu versteigern bzw. die Mieter aus der Wohnung zu bekommen, doch bald werden sie drauf kommen, dass die Objekte nicht mehr gekauft werden. Und dass es besser ist, angestammte Mieter in der Wohnung zu lassen, auch wenn sie nicht mehr bezahlen können. Denn zum einen gibt es kaum mehr Nachmieter und wenn Wohnungen leer stehen, ist die Gefahr sehr hoch dass sie verfallen oder besetzt werden. Die Regierung wird das möglicherweise auch gesetzlich regeln, denn Hunderttausende Obdachlose auf den Strassen sind ein gewaltiges Gefahrenpotential für Aufstände und Revolten.

Diese werden allerdings nicht unterdrückt werden können. Menschen, die alles verloren haben - Arbeitsplatz, Vermögen, Sicherheit, Wohnung und Altersvorsorge - sind zu allem fähig und zu allem bereit. Der Mob wird gegen jene vorgehen, die all das besitzen, was sie verloren haben. Autos und Häuser werden brennen und Plünderungen an der Tagesordnung sein.

Auch die Energieversorgung kann nicht mehr gänzlich aufrecht erhalten werden. Es wird zu Stromausfällen und Gaszufuhrunterbrechungen kommen. Allerdings wird die Regierung alles daran setzen, dass die Energieversorgung so gut es nur geht gesichert wird.

Ab jetzt seid ihr weitgehend auf euch alleine gestellt! Hilfe ist nur mehr aus dem Freundeskreis möglich. Der totale Zusammenbruch ist da. Waren gibt es nur mehr gegen Bargeld oder Metallwährung (Gold- & Silbermünzen). Sollte es zu diesem Zeitpunkt noch den Euro geben, wird dieser wohl ein paar Nuller-Stellen dazubekommen! Ersatzwährungen, auch regionale, werden nicht lange auf sich warten lassen. Lebensmittelmarken werden ausgegeben und Massenausspeisungen organisiert. Wer vorgesorgt hat, hat einige Sorgen weniger!

Ob es in dieser Phase oder später zu Kriegshandlungen kommen wird, kann noch nicht gesagt werden. Allerdings wissen wir aus der Vergangenheit, dass mächtige Staaten, wenn sie mit dem Rücken an der Wand stehen, gerne Kriege beginnen. Ich bin der Meinung, dass es mit Sicherheit zu Krieg kommen wird. Ob es in Europa Krieg geben wird, hängt von vielen Faktoren ab, die derzeit noch nicht abschätzbar sind. Aber ausser Betracht sollte man diese Perspektive nicht lassen! Spannungen gibt es weltweit gesehen viele, einige werden mit hoher Wahrscheinlichkeit auch aufbrechen: Indien vs. Pakistan, Israel vs. Arabische Welt, etc.

Die EU wird weitgehend zerfallen, die einzelnen Staaten werden ihre eigenen Interessen verfolgen. So wie bisher, dass einige Dauerzahler für die anderen sind, wie Deutschland, wird bestimmt aufhören, denn das Volk wird sich wehren und die eigenen Probleme werden auch gigantisch, wenn nicht ebenfalls unlösbar.

Diese Entwicklungen werden nicht nur bei uns stattfinden, sondern auch zur gleichen Zeit auf der ganzen Welt. Auch China und Russland wird sich diesem Szenario nicht entziehen können!

Doch aus den Ruinen wird sich ein neuer Geist, ein neues Bewusstsein bilden, das den Weg aus dem Chaos zeigen wird. Dann beginnt ein Neues Zeitalter! Und ich bin sicher, es wird ein sehr viel besseres!

Deshalb:

  • Lebensmittelbunker anlegen! Grundnahrungsmittel, wie Reis, Nudeln, Mehl, Salz, etc. sollten im besten Fall für 6 Monate vorrätig sein! Auch Toiletteartikel und Reiniger einbunkern (Tampons, Binden, Zahncreme, Waschmittel, Seife, etc.).

  • Zu den Medikamenten die eingenommen werden müssen, auch Notfallsmedikamente wie Schmerztabletten, Aspirin und Jod einbunkern. Eine Erste-Hilfe Tasche sollte sowieso vorhanden sein.

  • Für den Ernstfall sollten immer ein paar Hundert Euro in kleinen Scheinen zu Hause sein. Die Sparbücher und Guthaben auf Konten in Gold- und Silbermünzen wechseln! Auch hier auf möglichst kleine Werte achten!

  • Kerzen und Feuerzeuge bzw. Zündhölzer vorrätig halten. Ebenso eine Taschenlampe, Radiogerät und die dazugehörigen Batterien. Plastikplane und Klebeband kann ebenfalls von Vorteil sein (Glasbruch bei Fenster).

  • Sollte man vorhaben, im Notfall irgendwo anders hinzufahren, dann darauf achten, immer ein vollgetanktes Auto vor der Tür geparkt, oder zumindest ein paar Kanister Treibstoff gebunkert zu haben.

Leg dir auch Lesestoff zu, du wirst viel Zeit zum Lesen haben!


Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)


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[Quelle: hartgeld.com]


Tipp zum Bunkern:
Wein - nicht nur für die Seele! Aber wenn uns der Crash um die Ohren fliegt, kann ein Glas guter Wein die Stimmung erhellen. Ich sehe es - natürlich in Massen genossen - als Mittel gegen Mieselsüchtigkeit und Depressionen. (Erhältlich in Vinotheken & Supermärkten)




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