Sonntag, 25. Januar 2009

Weltuntergangs-Gurus sind nicht erwünscht!

Vor vier oder fünf Jahren, als ich warnte, dass es zu einem globalen Crash aller Systeme (nicht nur der Finanzsysteme) kommen würde, bin ich belächelt worden. Ich kann mich nicht erinnern, dass mich damals jemand auch nur ansatzweise ernst genommen hätte.

Vor eineinhalb Jahren las ich das Buch "Der Crash kommt" von Max Otte. Noch immer machten sich die Menschen um mich über dieses Thema eher lustig, als dass sie die Gelegenheit wahrgenommen hätten, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Es konnte einfach nicht möglich sein, dass es zu einem globalen Crash kommen würde, denn wir haben viele intelligente Köpfe, die genau wüssten, wie so etwas zu vermeiden wäre ...

Wo sind die jetzt? Obama und sein Team? Ich denke, wenn die erste "Yes we can!"-Euphorie abgeklungen ist und wir alle sehen werden, dass er NICHT der grosse Zauberer oder Messias ist, kommen die Kopfschmerzen. Die Börse jedenfalls hat sich von der Obama-Euphorie nicht anstecken lassen und haben täglich im Minus geschlossen. Und die Mainstream-Medien entdecken plötzlich, wohl wegen der "Vorbilder" Griechenland, Island, Lettland, das enorme Potential und eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit von Revolten, Aufständen und Unruhen.

Ist man gleich ein "Weltuntergangs-Guru", wenn man vor zukünftigen Entwicklungen warnt? Ganz im Geheimen: die Welt geht sowieso nicht unter, nur die Systeme! Deshalb sind diese "Schwarzseher", auch mich zählt man dazu, und nicht "Weltuntergangs-Propheten". Immer wieder kommen Psychologen, Ökonomen und Politiker zu Wort, die in der Weiterentwicklung der Krise ein enormes Gewicht in der negativen Berichterstattung sehen. Quasi, ohne "Schwarzseher" wäre diese Krise in den Griff zu bekommen.

Tatsache ist, dass bis vor Kurzem die Mainstream-Medien noch die postive Berichterstattung forciert haben und auch immer wieder das Licht am Ende des Tunnels erblickten. Doch auf Grund der geradezu katastrophalen Entwicklung und des Übergreifens auf die Realwirtschaft, konnten sie nicht mehr länger so tun, als wäre es nur ein "Kriserl".

Mittlerweilen wird klar, dass wir uns auf ein unglaubliches Katastrophenszenario einstellen müssen. Massenentlassungen, Unternehmensschliessungen, Konkurse, Zwangsversteigerungen werden in den nächsten Wochen rapide zunehmen. Auch renommierte Unternehmen werden betroffen sein. Die ersten Staaten in der EU und im Euroverbund werden bankrott gehen (einige sind es schon, nur es wird noch weitergewurschtelt, bis es halt wirklich nicht mehr geht!), der Euro selbst kommt unter Druck und wird kein ganzes Jahr mehr überleben. Ebenfalls der US-Dollar. Die Versorgung wird zusammenbrechen ... spätestens dann gehen die Menschen auf die Strasse! So wie jetzt Europa eine Pleitewelle erfasst, wird auch ein Flächenbrand sozialer Unruhen über Europa hinwegfegen. Aber nicht nur über Europa!

Wenn die "Schwarzseher" vor diesen Entwicklungen warnen und euch alle auffordern Vorsorge zu treffen (für euch und eure Familien) dann ist das erstens legitim und zweitens sehr, sehr ernst zu nehmen. Was sagt ihr euren Kindern, wenn der Hunger kommt und der Kühlschrank leer ist?

Viele Menschen können nicht zwischen den Zeilen lesen. Denn einige der führenden Ökonomen und Wirtschaftler sprechen zwar nicht direkt aus, was uns erwartet, doch die versteckten Botschaften werden immer mehr und eindringlicher!

Als gefährlich sehe ich jene Träumer und Optimisten an, die die Krise gutreden. Die uns erzählen wollen, das sei nur eine zeitlich begrente Krise, die Politiker und Ökonomen haben eh alles Griff und die Rettungs- und Konjunkturpakete werden greifen. Bisher haben alle Massnahmen versagt, teilweise sogar die Entwicklung beschleunigt. Warum soll ich jemandem Glauben schenken, der bisher nicht nur falsch gelegen ist und die Entwicklung nicht richtig eingeschätzt hat, sondern auch durch alle Massnahmen und Rettungsversuche nur ein Hinauszögern bewirkte.

Jetzt entwickelt sich die Krise zum Crash. Niemand und nichts wird verschont. Egal wieviele Millarden Euro oder Dollar noch in dieses schwarze Loch geworfen werden. Die Krise hat eine Eigendynamik bekommen und entwickelt sich progressiv. An ein Entschleunigen ist nicht zu denken. Die wirtschaftlichen und politischen Verantwortlichen sind überfordert. Auch, dass die tatsächliche Wahrheit immer noch nicht ans Licht gekommen ist und faule Derivate und Kredite in Billionenhöhe darauf warten, dem System und den Staaten den Todesstoss zu verpassen. Es ist so, als würden wir in einem Autobus mit Höchstgeschwindigkeit und ohne Bremsen auf eine Betonmauer zufahren. Der Aufprall kommt mit Sicherheit, Airbags gibt es nur für die, die vorgesorgt haben ... zurückbleibt ein zur Unkenntlichkeit zerstörtes Wrack mit wenig Überlebenden!

Aber sollten all diese Szenarien nicht eintreffen und die Situation sich - aus welchem Grund auch immer - entspannt und vielleicht nach ein, zwei Jahren die Konjunktur wieder anspringen, dann werde ich mich freuen und entschuldigen, dass ich falsch gelegen bin. Das Gute daran, ich brauche doch einige Monate nicht einkaufen zu gehen, denn zumindest Lebensmittel habe ich genug ... und Kerzen für romantische Stunden mit meinem Liebling ebenfalls. Aber dafür müsste ein Wunder geschehen, im wahrsten Sinne des Wortes!

... also, warm anziehen, es wird verdammt kalt!

Johannes (schnittpunkt2012.blogspot.com)



[Quelle: phun.org]


Meldungen:

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Flucht aus Dubai (mmnews.de)
US-Hypothekenbank Freddie Mac braucht weitere dreißig Milliarden (derstandard.at)
Firmenpensionen: ein Grossteil gekürzt (diepresse.com)
Once a Boon, Euro Now Burdens Some Nations (nytimes.com)



US-Katastrophenszenario - Bürgerkrieg und Zerfall der USA? Wenn 2009 klar werde, dass Obama kein Wundertäter ist, könne die Krise voll ausbrechen, meint der russische Politologe Panarin. Die USA könnten in sechs Regionen zerfallen, der Dollar werde abgeschafft. (mmnews.de)

Unruhige Zeiten - Europa bereitet sich auf wachsende innere Spannungen vor. Das kleine Island hat keine Armee, keine Marine und keine Luftwaffe. Doch Island hat eine Bereitschaftspolizei. Eigentlich wollte man auch diese abschaffen. Nun ist sie die einzige Truppe, die die Regierung noch vor dem lynchwütigen Mob beschützen kann. In Island hat die Regierung Angst vor der eigenen Bevölkerung. Und Island ist kein Einzelfall. Überall entstehen in diesen Wochen innereuropäische Brandherde, die man noch vor wenigen Monaten für völlig unmöglich gehalten hätte. Von Lettland bis Bulgarien und von Spanien bis Griechenland haben Politiker Angst vor der zunehmend unruhigen Bevölkerung. (kopp-verlag.de)

Euro: Untergang programmiert? Zum Jahresbeginn noch gefeiert, ist der Euro nun Problemen ausgesetzt, deren Ursache nicht nur die Ausgabementalität unserer südlichen Nachbarn ist. Der Euro, wie alle Währungen der Welt, ein Boot ohne Anker. (mmnews.de)

Britischer Minister sagt: We are fucked! Wie der Guardian berichtet, hat der britische Wirtschaftsminister Lord Mandelson folgenden Aussage gemacht, um die prekäre Situation von Grossbritannien darzustellen:“The banks are fucked, we’re fucked, the country’s fucked!” Diese Worte muss man nicht übersetzen. Deutlicher geht’s ja nicht mehr, um die Lage der Banken, der Regierung und des Landes auszudrücken ... und dass, wohlgemerkt, von einem Regierungsmitglied! (alles-schallundrauch.blogspot.com)

Banken retten, aber richtig. Warum der von Barack Obama geplante zweite Schritt zur Sanierung der US-Banken einen Rückfall in das verfehlte Krisenmanagement der Vorgängerregierung bedeuten würde - Ein Warnruf von George Soros. (derstandard.at)

"Schluss mit den Weltuntergangsszenarien!" In den USA herrscht Aufbruchstimmung - aber in Europa? Im Spiegel-Online-Interview plädiert EU-Industriekommissar Günter Verheugen für neues Denken auf dem alten Kontinent: Er wehrt sich gegen Weltuntergangsszenarien und erklärt seine Psychologie des Krisenmanagements. (spiegel.de)

Obama plant strengere Regulierung. Laut New York Times will der neue US-Präsident die Finanzbranche deutlich strenger kontrollieren - Und das so schnell wie möglich - Bericht von Wirtschaftsberater Volcker dient Obamas Regierung Blaupause. (derstandard.at)

Überwachungsstaat USA: Geheimdienstler packt aus. Die NSA überwachte während Bush-Ära gesamte Kommunikation. Bereits wenige Tage nach dem Ende der Präsidentschaftsära von George W. Bush ist in den USA eine große Diskussion um die angewandten Abhör- und Überwachungspraktiken der scheidenden Regierung ausgebrochen. Ausschlaggebender Zündfunke hierfür ist ein aktuelles Interview eines ehemaligen Mitarbeiters des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) mit dem Nachrichtensender MSNBC. (derstandard.at)

Der größte Betrug aller Zeiten. Rekord: Gefälschte Dollar und Zertifikate im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro wurden in Vorarlberg sichergestellt. (kurier.at)

Osteuropa-Banken rufen Brüssel zu Hilfe. Raiffeisen-International-Chef Herbert Stepic verbündet sich mit acht Großbanken zur Krisenabwehr. Die neun Banken appellieren, einen Masterplan für die Region zu entwickeln. (diepresse.com)

Russische Währungsreserven schwinden. Fast 30 Prozent hat der Rubel seit Mitte 2008 verloren - und das, obwohl die russische Notenbank immense Summen in die Stützung der Landeswährung investiert hat. Inzwischen hat die Zentralbank ihre Strategie gewechselt. Der Grund: Die Währungsreserven, bisher die drittgrößten hinter denen Japans und Chinas, sind drastisch gesunken. (handelsblatt.com)

Konfrontation mit China? Designierter US-Finanzminister sorgt für Spannungen mit China. Noch ist Timothy Geithner Chef der Niederlassung der US-Notenbank (FED) in New York. Bevor er nun von der FED doch noch auf den Sessel des Finanzministers wechseln darf, hat er erneut für Aufregung gesorgt. Er erklärte, Präsident Obama sei der Meinung, China "manipuliere" seine Währung. Er kündigte an, die neue Regierung werde auch "Druck" auf China ausüben, damit das Reich der Mitte aggressivere Maßnahmen zur Stärkung der Konjunktur ergreife. (heise.de)


Tipp zum Bunkern:
Taschenlampe - sollte nicht nur in Krisenzeiten in jedem Haushalt möglichst in doppelter Ausführung vorhanden sein - Ersatz-Batterien nicht vergessen! Noch besser ist die Generatortaschenlampe, die man mittels Handbewegung oder Kurbel auflädt, dadurch ist man von Batterien unabhängig! (Erhältlich in Fach- & Supermärkten)


1 Kommentar:

Firerangel hat gesagt…

Hallo Johannes!
Leider habe ich Deine Seite vor 5 Jahren noch nicht gekannt! Um ehrlich zu sein bin ich heute, 20.09.2010, das erst mal hier
eingetroffen!!
Du sprichst mir aus der Seele! Sämtliche Vorhersagen, bezüglich Weltuntergangs - Senarien vergangener Jahre, habe ich mit einem Lächeln abgetan! Diesmal ist anders, 2012 wird mit seinen verheerenden Katastrophen, sei es nun wirtschaftlich, bürgerlich oder Natur gebunden (Zunamis, Erdbeben, Vulkan Ausbrüche oder auch Nibiru usw.) über uns herrein brechen! Ich kann Dir nicht mal sagen, warum ich diesmal Überzeugt bin, abgesehen von Fakten verschiedener Wissenschaftler, Astronomen- logen, Propheten und Natur Völker),
aber mein Bauch Gefühl, meine weibliche Intuition und meine Träume (Träume;- ist ein Thema, das längerer Erklärung bedarf, nur so viel: zu 95 % werde diese real!) sagen mir, das ich mich und meine Familie auf Eventualitäten vorbereiten sollte! Das Du vor 5 Jahren und vieleicht auch heute noch belächelt wirst, tut mir leid! Aber dieses "belächeln" kommt von den Menschen, die unter kognetiver Disonanz leiden und der Meinung sind, was ich nicht sehen, hören oder anfassen kann, kann nicht exestieren!! Bei diesen Menschen wird die Realität doppelt und dreifach einschlagen!! Ich sage mir immer: Es kann nichts verwerfliches daran sein, auf solche Senarien vorbereitet zu sein! Man sieht es ja an den vergangenen Katastrophen, wie schnell und wie heftig so was eintreten kann! Sollte nichts passieren, werden wir 2013/2014 eine riesen Party feiern! oder? Ich wünsche Dir auf alle Fälle, alles Liebe, Gute und Schöne! Und immer darann denken; die Hoffnung stirbt zu letzt und wer den Kopf hängen läßt, kann die Sterne nicht sehen!! In diesem Sinne auf bald, Fireangel